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  • 21.04.2015           49      Teilen:   |

Katholische Kirche

Erzbischof: Homosexualität ist krankhaft und böse

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Erzbischof Anthony Apuron fordert die Gläubigen auf, sich gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen aufzulehnen

Im politischen Kampf gegen die Ehe-Öffnung in Guam fährt der katholische Erzbischof schweres Geschütz auf: Er glaubt, Homosexuelle seien krank und könnten das Ende der Demokratie einleiten.

Anthony Apuron, der Erzbischof von Guam, hat Homosexualität als "Störung" bezeichnet und davor gewarnt, dass die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu einem totalitären Staat führen werde. Er reagierte damit auf eine Anweisung von Guams Justizministerin, die Ehe zu öffnen. Der Gouverneur verhindert allerdings bislang die Gleichstellung auf der Insel im westpazifischen Ozean (queer.de berichtete).

"Der homosexuelle Zustand oder die homosexuelle Tendenz ist eine Störung. Viele hassen, dass die Kirche dies ausspricht, aber wenn der Akt an sich moralisch böse ist, können wir nicht so tun, als ob diese Tendenz neutral oder gut ist", sagte der Bischof in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.

Der 69-Jährige fügte an, dass das Ehe-Recht nicht politisch geändert werden könne: "Weil Ehe und Familie die Grundlage jeder Gesellschaft sind, sind sie vorpolitisch. Die Ehe hat ja vor dem Staat existiert", so Apuron.

Mit der Gleichbehandlung von Homosexuellen würde der Staat der Gesellschaft seine Werte aufzwingen. "Das ist der Weg zum Totalitarismus. Warum? Weil der Staat die Kirche mit Antidiskriminierungsgesetzen zwingt, diese Neudefinition der Ehe zu akzeptieren. Das sehen wir schon in Europa", erklärte der Erzbischof. So würden christliche Adoptionsagenturen in Großbritannien gezwungen, gleichgeschlechtliche Paare nicht zu benachteiligen.

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Homosexuelle kein Beitrag zum "Überleben der Menschheit"

Apuron warf Homosexuellen ferner vor, eine Gefahr für Kinder zu sein. Außerdem seien ihre Beziehungen nutzlos für die Gesellschaft: "Solche Verbindungen können nicht in geeigneter Weise zur Fortpflanzung und zum Überleben der Menschheit beitragen", erklärte der 1986 von Papst Johannes Paul II zum Erzbischof ernannte Geistliche.

In einem Rundbrief an die Gläubigen rief der Erzbischof die Katholiken auf, "die Lehren Christi zu verteidigen" und sich politisch gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen einzusetzen. Die Institution Ehe sei eine "heilige und lebenslange Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau".

Guam ist die größte Insel des Marianen-Archipels im westpazifischen Ozean. Politisch ist das Land ein US-Außengebiet, in dem auch die amerikanische Verfassung gilt. (dk)

Youtube | Medien aus Guam berichten über die Aussagen des Erzbischofs
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Tags: guam, katholische kirche, anthony apuron
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Reaktionen zu "Erzbischof: Homosexualität ist krankhaft und böse"


 49 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.04.2015
12:28:11
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von David77


Ist DAS etwa ein versuch, ergebnisoffen zu diskutieren? Über seinen sprechdurchfall kann man sich nur noch verächtlich machen. Welchen nutzen hat seine zölibatäre lebensweise für die gesellschaft? Ach ja, wasser predigen, aber wein saufen. Für ihn gilt seine kritik natürlich nicht...


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#2
21.04.2015
12:29:02


(-9, 13 Votes)

Von Klaro


Eine differenzierte Haltung zu Homosexualität kann man innerhalb der Römisch-katholischen Kirche nur in Westeuropa, in den USA und vereinzelt auch in Lateinamerika erwarten. In Afrika und Asien spiegeln die dortigen Bischöfe die Meinung der Bevölkerung wider.
Es wird von dieser Seite in Zukunft immer wieder negative Stellungnahme einzelner Bischöfe geben, so dass queer.de die Schlagzeilen über die böse katholische Kirche nicht so schnell ausgehen werden...


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#3
21.04.2015
12:40:49
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Logo
Antwort zu Kommentar #2 von Klaro


Die kirche wird immer wieder feststellen, dass sie im falschen jahrhundert lebt, sodass sie immer wieder einen grund hat sich durch ihre aussagen zu blamieren und noch mehr mitglieder vertreibt.
hmm, bei seiner aussage habe ich wieder lust "das omen", "carrie", oder "der exorzist" zu sehen. Irgendwas wahres muss doch dran sein.


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#4
21.04.2015
12:51:13


(+11, 11 Votes)

Von Roman Bolliger


Wenn ein Kadermann der Katholischen Kirche (der Katholischen Kirche!) sich anmasst, sich als Beschützer der Demokratie zu präsentieren, dann ist das so, wie wenn Satan (den es ja nicht wirklich gibt, sondern der ein Machtinstrument der Katholischen Diktatur ist) sich als Beschützer des Weihwassers definieren würde.


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#5
21.04.2015
13:01:43


(+9, 9 Votes)

Von maaaartin


...öhhhhm. was tagen denn die katholische kirche und der alleinstehende greis zum fortbestand der menschheit bei? drei ave maria oder firmlinge betatschen macht in den seltensten fällen schwanger. oder haben hochwürden schon unbefleckt empfangen?


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#6
21.04.2015
13:02:54


(+2, 8 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich wünsche mir, daß der Erzbischof beim nächsten Tsunami mit weggespült wird oder ihn der Blitz aus heiterem Himmel trifft!


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#7
21.04.2015
14:01:05


(+9, 9 Votes)

Von ursus


fassen wir zusammen: homos agieren totalitär, zwingen anderen ihre definitionen auf, sind eine gefahr für kinder, undemokratisch, nutzlos für die gesellschaft und pflanzen sich nicht fort.

mehr als ein vielsagendes husten und augenrollen in richtung eines spiegels verdient das nicht.

in einer besseren welt würden sich die leute totlachen, wenn so ein zauberer den mund aufmacht, ihn dezent beiseite nehmen und sagen: hör mal, ist die mütze vielleicht doch etwas zu eng?

es spricht leider nicht nur gegen die zauberer, sondern auch gegen den zustand unserer gesellschaft, dass das nicht passiert.


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#8
21.04.2015
14:04:58


(+8, 10 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #2 von Klaro


>"Eine differenzierte Haltung zu Homosexualität"

du meinst: das unbeholfene bemühen, die übliche hetze irgendwie geschickter zu verpacken.


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#9
21.04.2015
14:09:06


(+5, 7 Votes)

Von Yannick


1. Wie kann Liebe "krankhaft und böse" sein? Das können nur Leute behaupten, die von fanatischem Hass zerfressen sind.

2. Das einzig krankhafte und böse ist wohl der jahrzehntelange, massenhafte Kindesmissbrauch durch die katholische Kirche. Und nach wie vor werden die Täter beschützt.


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#10
21.04.2015
14:11:54


(+9, 9 Votes)

Von GeorgB
Antwort zu Kommentar #2 von Klaro


"Eine differenzierte Haltung zu Homosexualität kann man innerhalb der Römisch-katholischen Kirche nur in Westeuropa, ..."

harr harr harr, guter Witz

Das Differenzieren der Katholenkirche in Westeurope besteht darin, herauszufinden, wie viel homophobes Gehetze sie gerade noch absondern kann, ohne dass irgendwann der letzte Göttergläubige das machtgierige geldgeile Hetzerpack durchschaut.


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