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Großbritannien ist das schwul-lesbische Reiseziel Nummer eins in Europa. Ein Blick auf die Events 2005 von London bis Edinburgh.

Von Regina Zibell

Schon Künstler wie Oscar Wilde und Joe Orton regten die Diskussion um erweiterte Rechte für Homosexuelle in Großbritannien an und lebten ihr Leben selbstbestimmt und nach ihren eigenen Werten. Vita Sackville-West und Virginia Woolf erkundeten ihre eigene Identität in ihren Romanen und Essays und das zu einer Zeit, als lesbische Frauen in der Öffentlichkeit noch "unsichtbar" waren. Inzwischen ist die schwul-lesbische Community in Großbritannien so vielfältig und unterschiedlich und die Öffentlichkeit so tolerant, dass das Mündigkeitsalter auf 16 Jahre herabgesetzt wurde und in vielen Städten auch Trauungen von homosexuellen Paaren zelebriert werden können.

London: Party bis in den Morgengrauen

Allen voran ist London noch immer das Reiseziel Nummer eins in Großbritannien. Die zahllosen Sehenswürdigkeiten, die kulinarische Vielfältigkeit und die Weltoffenheit der Stadt ziehen jährlich Millionen von Besuchern an, für die die Stadt jeweils auf anderen Gebieten ihren Reiz hat. Für Lesben und Schwule bieten sich neben den traditionellen Highlights auch ein Shoppingparadies und jeden Tag Unterhaltung bis tief in die Nacht. Die Einstimmung auf das schwul-lesbische 2005 beginnt mit dem London Lesbian & Gay Film Festival vom 30. März bis 13. April.

Eine Olympiade der besonderen Art findet im WayOut Club am 5. April statt: Die Drag Olympics – hier geht’s um einen Wettstreit, bei dem die schönste Verkleidung die Goldmedaille erhält. Den Höhepunkt der schwul-lesbischen Saison bildet der 14-tägige London Pride vom 18. Juni bis 1. Juli mit zahlreichen Veranstaltungen wie Theater, Musik, Oper, Konzerten und Ausstellungen. Am 2. Juli findet dann die große Abschlussparade statt. Als Antwort auf die Wahl zur Miss World wird der schönste Schwule im August beim Wettbewerb Mr Gay UK 2005 auserkoren. Das schwul-lesbische Jahr findet seinen Ausklang am 1. Dezember, wenn der World Aids Day begangen wird.

Ganzjährig können Londonbesucher die Stadtviertel Soho oder Earls Court mit ihren vielen Bars, Restaurants und Geschäften, die gerade die schwul-lesbische Klientel ansprechen, erleben, sich in den diversen Museen oder Galerien umsehen oder während eines Spaziergangs auf den Spuren berühmter Lesben und Schwulen in London wandeln.

Zum schwul-lesbischen Mekka hat sich im Norden Englands Manchester entwickelt. Einst hässliche Industriestadt hat sich die Stadt zu einem Verwaltungszentrum mit neuen strahlenden Gebäuden, faszinierenden Museen und einer großen und lebendigen Szene entwickelt. Toleranz wir hier besonders groß beschrieben und schwul-lesbischer Tourismus auch in die Region wird besonders gefördert.

Manchester: Gay Village rund um die Canal Street

Das Gay Village hat sich rund um die zentral gelegene Canal Street formiert und nicht nur im Sommer herrscht hier in den vielen Bars, Restaurants, Pubs und Geschäften reges Treiben unter dem Regenbogen. Auf dem "Queer up North" Festival vom 6. bis 29. Mai soll auf das Schaffen schwuler und lesbischer Künstler und Künstlerinnen in zahlreichen Theater-, Musik- und Filmveranstaltungen und Lesungen aufmerksam gemacht werden.

250.000 Besucher und Besucherinnen werden zum Manchester Gay Pride vom 19. bis 29. August erwartet, ein buntes Spektakel aus Sport, Film, Konzerten, Paraden and Parties. Unter der ausführlichen Gay Website von Manchester findet sich alles, was einen Aufenthalt in der Stadt und der zauberhaften Umgebung aufregend macht.

Maritimes Flair gepaart mit einer lebendigen Szene finden Besucher in der südenglischen Stadt Brighton, wo alljährlich das Brighton Festival vom 7. bis 29. Mai stattfindet, das größte Kulturfestival in England. Den Höhepunkt im schwul-lesbischen Terminkalender bildet am 6. August der Brighton Pride mit Parade und anschließendem Festival im Preston Park.
Nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel in den zahlreichen Geschäften mit einer Riesenauswahl an Klamotten für jeden Geschmack und einem Drink in einer Gay Bar oder einem Café lädt die kilometerlange Strandparade zu einem Spaziergang oder der Strand zu ein paar erholsamen Stunden ein.

Auch wenn Schottland das Land der Mythen und Legenden ist, in der Durchsetzung der Rechte für Lesben und Schwule ist man dort auf der Höhe der Zeit. Besonders Glasgow hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum für moderne Kunst entwickelt und viele Leute zieht es in die Stadt am Clyde. Unter diesem weltoffenen Klima konnte sich auch eine lebendige Szene entwickeln. Neben zahlreichen Geschäften, in denen alle Labels zu finden sind, kann Glasgow auch mit einer kulinarischen Vielfalt aufwarten und bietet viele Lokalitäten für seine schwul-lesbischen Besucher. Im Juni findet Mardi Gras, das große Pride-Festival statt, außerdem feiert Glasgow vom 1. bis 20. November das Glasgay Festival, das größte Kunstfestival für Lesben und Schwule in Schottland.

Die schottische Hauptstadt Edinburgh ist immer einen Besuch wert, auch wenn die schwul-lesbische Szene dort nicht so ausgeprägt ist. Zur Kulturhauptstadt wird Edinburgh im August, wenn das Edinburgh International Festival (14. August bis 4. September) und das Festival Fringe (7. bis 29. August) die Stadt und die Straßen in eine Bühne verwandeln.

Cardiff: Auch die walisische Hauptstadt lädt zum Mardi Gras

Auch die walisische Hauptstadt Cardiff lädt alle Lesben und Schwule zum diesjährigen Wales Mardi Gras am 10. September ein. Es treten namhafte britische Künstler auf, in einem Tanzzelt kann das Tanzbein geschwungen werden und an zahlreichen Ständen kann man sich informieren oder walisische Köstlichkeiten probieren. Nach einem anstrengenden Fest sollten Besucher ein Café oder Restaurant an der Cardiff Bay ansteuern oder dort das imposante neue Wales Millennium Centre besuchen. Im November 2004 eröffnet, ist das Kulturzentrum nicht nur ein Ort, wo die besten internationalen Musicals, Opern, Ballett- und Tanzvorführungen zu sehen sind, sondern auch der Sitz von sieben verschiedenen Kulturorganisationen.

3. Februar 2005



#1 GerdAnonym
  • 03.02.2005, 17:35h
  • Vieles hat sich in Grossbrittannien seit Thathcher zum Guten verändert... gottseidank.

    Mittlerweile laufen Berlin und London der einstigen europäischen führenden Hochburg Amsterdam den Rang ab. Dies spürt man...homosexuelle, europäische Touristen pilgern nicht mehr nur nach Amsterdam, sondern sie fahren ebenso nach London und Berlin.

    Dies hängt damit zusammen, dass Deutschland und jetzt Grossbrittanien offener gegenüber homosexuellen Menschen geworden sind und beide Länder die Eingetragene Lebenspartnerschaft (Civil Unions) landesweit eingeführt haben bzw. dieses Jahr einführen.
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