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  • 22.04.2015           11      Teilen:   |

Schwedisches Möbelhaus in der Kritik

Singapur: Ikea unterstützt homophoben Pastor

Artikelbild
Ikea betreibt 350 Läden in 46 Ländern (Bild: flickr / Håkan Dahlström / cc by 2.0)

Das Möbelhaus verteidigt die Werbung für die Zaubershow eines Geistlichen, der Homosexuelle als "abnormal" und als Gefahr für Jugendliche beschimpft.

Im Stadtstaat Singapur kritisieren LGBT-Aktivisten Ikea, weil der Konzern in einem Möbelhaus für die Zaubershow des homofeindlichen Baptisten-Pfarrers Lawrence Khong wirbt. Ikea hatte letzte Woche Plakate für "Magic of Lawrence and Priscilla" angebracht, außerdem wird mit der Ikea-Kundenkarte ein rabattierter Eintritt für die Show gewährt.

Am Dienstag verteidigte das Möbelhaus die Werbung, weil es sich bei der Show um "qualitativ hochwertige Familienunterhaltung" handele. Man habe Kritik gegen die Show geprüft und mit den Veranstaltern gesprochen. Dann habe der Konzern die Entscheidung getroffen, die Marketingvereinbarung fortzuführen. "Ikea Singapur respektiert die Vielfalt und Gleichheit aller Menschen in unserer Gesellschaft", heißt es in einer Pressemitteilung. "Das schließt auch die Freiheit ein, sich das bevorzugte Unterhaltungsprogramm aussuchen zu können."

Jean Chong von der Lesbenorganisation Sayoni kritisierte die Entscheidung: "Natürlich respektiere ich das Recht von Ikea Singapur auf freie Geschäftsausübung, aber es wird deutlich, dass diese Niederlassung nicht die selben Werte hat wie Ikea in anderen Teilen der Welt. Es muss noch viel getan werden, um hier für die Rechte der LGBT-Community zu werben." Auch die LGBT-Organisation Oogachaga zeigte sich von der Entscheidung des Konzerns enttäuscht.

Fortsetzung nach Anzeige


Khong warnt vor Homo-"Propaganda"

Pfarrer Lawrence Khong hält Schwule und Lesben für eine Gefahr
Pfarrer Lawrence Khong hält Schwule und Lesben für eine Gefahr

Khong gilt als prominenter Befürworter des Homo-Verbots in Singapur. Derzeit stehen im konservativen Stadtstaat auf gleichgeschlechtliche Liebe bis zu zwei Jahre Haft. Der Pfarrer hatte wiederholt Homosexualität als "abnormal" bezeichnet und erklärt, dass eine Legalisierung die Jugend "in Fragen von Anstand und Moral desensibilisieren" würde. Er warnte auch vor "Propaganda, die zum Ziel hat, Homosexualität zu etwas Normalem zu machen".

Auf der Facebook-Seite von Ikea Singapur wird die Entscheidung für die Zaubershow auch als Entscheidung gegen Homo-Rechte verstanden. So schreibt ein Nutzer: "Liebes Ikea, meine Frau und ich sind stolz, dass Sie nicht einknicken und ein starkes Signal für die Familie aussenden."

Die Unterstützung von Ikea für den homophoben Pfarrer ist überraschend, da das schwedische Möbelhaus sich international mit seinem Einsatz für LGBT-Rechte einen Namen gemacht hat. So schaltete Ikea bereits 1994 als erster großer Konzern einen Werbespot im amerikanischen Fernsehen, in dem auch ein schwules Paar zu sehen war. 2008 sorgte in Polen ein essendes Männerpaar im Ikea-Katalog für Aufregung – Konservative riefen daraufhin zu einem Kaufboykott auf (queer.de berichtete). Drei Jahre später warb Ikea in Italien mit einem händchenhaltenden Paar, was zu heftiger Kritik in der von Silvio Berlusconi kontrollierte Presse führte (queer.de berichtete). Erst letzten Monat stellte Ikea sein Kundenmagazin in Russland wegen des Homo-"Propaganda"-Gesetzes ein (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: singapur, ikea
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Reaktionen zu "Singapur: Ikea unterstützt homophoben Pastor"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
22.04.2015
19:26:15


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User sandormiles


Da ist wohl die Zentrale in Schweden gefragt, um die Singapurer mal auf den richtigen Weg zu bringen.


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#2
22.04.2015
20:19:56
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Felix


Da sieht man wieder mal, dass IKEA sich nur da homofreundlich gibt, wo es gut fürs Image und damit die Profite ist.

Dort wo Homohass besser ankommt unterstützen die aber genauso gerne Homophobie und Hass. Hauptsache es bringt Kohle...


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#3
22.04.2015
22:23:36
Via Handy


(-3, 7 Votes)

Von igitt
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


Das ist eben das knallharte Geschäft.


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#4
23.04.2015
02:18:23


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


Ich boykottiere IKEA seit Jahren: Es ist ein Unternehmen ohne jegliche Moral und Ethik. In Wirklichekeit zählt nur der Umsatz- koste es was es wolle. IKEA besteht aus 100 Tochterfirmen und zahlt ZERO Steuern- nirgends. Was viele nicht wissen: IKEA war Erfinder/Vorreiter für die weltweite "Steueroptiomierungswelle" der Konzerne wie Apple & Co. Man könnte auch sagen: Am organisierten Betrug am dummen Steuerzahler. Die IKEA-Mitarbeiter werden ferner miserabel bezahlt und müßen aufstocken-das zahlt wieder der Steuerzahler. Was das Thema Homosexuelle angeht: Auch hier wird die Moral entsprechend dem Umsatz "angepasst": In Russland wurden ALLE IKEA-Marketingaktivitäten die nur ansatzweise "gay" sein könnten, eingestampft bzw. selbst zensiert. Man will es sich ja nicht mit Putin verscherzen- aber natürlich viel Umsatz machen. Mich widert IKEA nur noch an. Deswegen wundert mich die Unterstützung dieses homophoben Pastor in Singapur nicht...


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#5
23.04.2015
07:35:31


(+3, 5 Votes)

Von Patroklos
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Janusgesichtiges IKEA!


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#6
23.04.2015
10:25:12


(+2, 4 Votes)

Von Fred i BKK


Werbung für die Zaubershow eines Geistlichen...

ja darin sind die Pfaffen spitze, Magie und Zauberei

2000 Jahre Verdummung und Verarschung ,

Blut zu Wein und Fleisch zur Oplade,

Toter der rumlaeuft und vierzehnjaehrige die durch Taubengurren schwanger wurde...

Schlangen die sprechen ..und dem tollen Wasserlaeufer...

Bei Sigfried & Roy oder David Copperfielt ,

sagen Alle ...das sind ja nur Tricks ...

Bei den Pfaffen fallen sie auf die Knie und zuecken die Brieftasche....

Werde auch DU glaeubig und gebe dein Hirn ab an der Kirchentuer....

(egal von welcher Sekte) ...
Brauchst Du Endscheidungshilfe ,frag den Schizo-Markus-Oliver-Timm-Johannes ect.ect...

Der schickt dir gerne seine Liste...


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#7
23.04.2015
10:56:40


(0, 6 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #2 von Felix


Und das hast du also erst jetzt gemerkt?

Das lässt sich problemlos auf 95% aller Unternehmen ausdehnen.
Auch auf Dinge wie Umweltschutz, Arbeitsschutz, ethische Standards usw. usw.
"logo sowas ist für unser Unternehmen alles totaaaaal wichtig, und dann erst unser Engagement in Sport und Kultur, wir tragen ja soooo viel Verantwortung...."

Letztendlich kostet sowas alles Geld, und egal ob Ikea, Apple, oder von mir aus Ritter Sport, das sind Unternehmen und nicht die Wohlfahrt.
Bei familiengeführten Unternehmen besteht noch eher die Change dass aus persönlicher Überzeugung der Eigentümer auf Profit verzichtet wird um Standards durchzusetzen, bei großen AGs wird es schon schwieriger, da helfen dann nur Gesetze oder öffentlicher Druck um wenigstens aus Imagegründen Änderungen zu bewirken und letztendlich Standards weltweit durchzusetzen.

Das Ikea Beispiel hier ist eigentlich nur heiße Luft. Da müsste man eher mal nach deren kriminellen "Steuersparmethoden", den Arbeitsbedingungen und Herstellungsmethoden fragen.


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#8
23.04.2015
15:23:19


(-2, 4 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #4 von Tomorrow


""IKEA-Mitarbeiter werden ferner miserabel bezahlt und müßen aufstocken""..

Diese Behauptung ist durch keinerlei Fakten gestützt, und kann nicht bewiesen werden !

Man kann ja zu unterschiedlichen Geschäftspraktiken in unterschiedlichen Ländern stehen wie man will..

Man sollte aber dann schon bei der Wahrheit bleiben, und nicht solchen Unsinn behaupten !


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#9
23.04.2015
20:38:06


(+2, 4 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das ist ja echt das Letzte! Da gibt's nur eines: Boykott von Ikea!!!!


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#10
24.04.2015
12:58:42


(-1, 3 Votes)

Von PietLjouwert
Antwort zu Kommentar #8 von TheDad


"Man sollte aber dann schon bei der Wahrheit bleiben, und nicht solchen Unsinn behaupten !"

Wer im Glashaus sitzt ...


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