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  • 23.04.2015           84      Teilen:   |

Ablehnung eines Schwulen als Botschafter

Franziskus noch immer sauer über Ehe-Öffnung in Frankreich

Artikelbild
Papst Franziskus will nur einen Heterosexuellen als Botschafter akzeptieren (Bild: flickr / Jeffrey Bruno / CC by 2.0)

Der Papst blockiert weiterhin die Ernennung eines französischen Botschafters im Vatikan – und nicht nur dessen Homosexualität ist für die katholische Kirche ein Problem.

Am Wochenende hat sich nach Informationen der Wochenzeitung "Le Canard enchaîné" Papst Franziskus informell mit dem französischen Diplomaten Laurent Stefanini getroffen, den sein Heimatland als Botschafter im Vatikan vorgeschlagen hatte. Dabei soll der Pontifex weiterhin auf seinem Veto gegen die Ernennung bestanden haben. Vor rund zwei Wochen war bekannt geworden, dass der Vatikan den Diplomaten wegen seiner Homosexualität ablehnt (queer.de berichtete).

In dem am Mittwoch erschienenen Bericht heißt es, der Papst empfinde die Ernennung als Druckmittel Frankreichs für eine Öffnung der Kirche für Homosexuelle. Außerdem sei er noch erbost wegen der Ehe-Öffnung in Frankreich, die von der sozialistischen Regierung im Jahr 2013 gegen den erbitterten Protest der Kirche durchgesetzt worden war. Dieses Gesetz habe auch seine Entscheidung beeinflusst, den von Frankreich vorgeschlagenen Diplomaten abzulehnen.

Das Treffen zwischen Franziskus und Stefanini soll 15 Minuten gedauert haben. Dabei soll der Papst dem Diplomaten versichert haben, dass seine Ablehnung "nicht persönlich" gemeint sei.

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Paris steht hinter Stefanini

Laurent Stefanini ist immer noch der Kandidat für den Job des Botschafters im kleinsten Land der Welt - Quelle: Ministère des Affaires étrangères et du développement international
Laurent Stefanini ist immer noch der Kandidat für den Job des Botschafters im kleinsten Land der Welt (Bild: Ministère des Affaires étrangères et du développement international)

Die Regierung in Paris hält bislang an der Nominierung fest – obwohl in vielen Fällen, in denen ein Land einen ausländischen Diplomaten ablehnt, stillschweigend ein neuer Kandidat präsentiert wird. 2008, als Frankreich ebenfalls einen schwulen Botschafter ernannt hatte, war die damalige Regierung noch eingeknickt und hatte schließlich einen Heterosexuellen zum Botschafter ernannt (queer.de berichtete).

Erst letzte Woche hatte der französische Präsident François Hollande erklärt, dass Stefanini "der einzige Kandidat" sei, der von der Regierung vorgeschlagen werde. Dabei lobte er die fachliche Kompetenz des Diplomaten. Am Mittwoch sagte Regierungssprecher Stéphane Le Foll, dass man immer noch auf eine offizielle Antwort des Vatikans auf die Nominierung Stefaninis warte.

Der Vatikan will sich bislang gegenüber der Presse zum Thema nicht äußern.

Von seiner sexuellen Orientierung abgesehen gilt Stefanini als perfekter Kandidat für den Vatikan: Der praktizierende Katholik hatte bereits zwischen 2001 und 2005 in der französischen Botschaft des Kirchenstaates gearbeitet und gilt als Experte in Religionsfragen. (dk)

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Tags: frankreich, katholische kirche, vatikan, papst franziskus, laurent stefanini
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Reaktionen zu "Franziskus noch immer sauer über Ehe-Öffnung in Frankreich"


 84 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.04.2015
09:46:45


(-12, 14 Votes)

Von Klaro


"dass der Vatikan den Diplomaten wegen seiner Homosexualität ablehnt"

Nur die Tatsache, dass Stefanini homosexuell ist, ist aus Sicht der Kirche kein Grund, ihn nicht zu akzeptieren. Um abgelehnt zu werden, muss er seine Homosexualität auch praktizieren, z.B. dadurch, dass er eine Lebenspartnerschaft oder eine -gleichgeschlechtliche- Ehe eingegangen ist. Diese Situation ist also vergleichbar mit geschiedenen Katholiken. Wenn diese mit einem neuen Partner ohne Ehe zusammen leben, wird die Kirche beide Augen zudrücken. Erst wenn sie wieder heiraten, leben sie aus Sicht der Kirche in ständiger Sünde...
Das alles kann man natürlich als Doppelmoral bezeichnen und das ist es auch. Aber die Kirche denkt in Jahrhunderten und hat den längeren Atem.


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#2
23.04.2015
10:18:24


(+14, 14 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Braucht Frankreich wirklich einen Botschafter im Vatikan? Dass dieser Staat, ich meine den Vatikan, immer noch existiert, ist schon witzlos genug!


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#3
23.04.2015
10:34:31


(+10, 12 Votes)

Von Fred in BKK


Kein andres Unternehmen hat einen so hohen
Anteil an schwulen Klemmschwestern ,wie die RKK Priesterschaft,
kein andres Unternehmen hat eine endlose Liste von Kinderschaendern in den eigenen Reihen der Pfaffen weltweit ,alleine in Irland 5000 Faelle...
..kein andres Unternehmen hat eine so kriminelle und grausame Geschichte vor zu weisen.

Kein Land der Welt sollte einen Diplomaten in den Brutort der Gross-Sekte endsenden...


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#4
23.04.2015
11:05:37


(+10, 12 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Zitat: "In dem am Mittwoch erschienenen Bericht heißt es, der Papst empfinde die Ernennung als Druckmittel Frankreichs für eine Öffnung der Kirche für Homosexuelle. Außerdem sei er noch erbost wegen der Ehe-Öffnung in Frankreich, die von der sozialistischen Regierung im Jahr 2013 gegen den erbitterten Protest der Kirche durchgesetzt worden war. Dieses Gesetz habe auch seine Entscheidung beeinflusst, den von Frankreich vorgeschlagenen Diplomaten abzulehnen."

"Erbost wegen Eheöffnung"?: Kleine Frage:
Wer hat denn bitte schön (in seinem eigenen Land!) politische Entscheidungen zu treffen? Die eigene Regierung bzw. das Parlament oder lächerliche Mummenschanz-Figuren aus einem Clownstaat außerhalb nach deren Wahnideologie?

Was bildet sich diese Witzfigur eigentlich ein und maßt sich entsprechend an?

Das einzig Gute daran ist, dass er endlich seine unglaubwürdige Schleimmaske fallen lässt und sein wahres Gesicht zeigt, damit auch die unrealistischen Träumer endlich aufwachen, die doch immer von den ach so großen Fortschritten philosophiert haben nach einer "Wunsch-Tinnitologie".

Bevor die spitzenberockten, machtgierigen Trottel im Vatikan und sämtlichen Außenstellen dieser Riesensekte auch nur einen Funken von ihrem krankhaften Wahn abweichen, wird eher die Sonne im Westen aufgehen.

Kapiert es endlich und sorgt dafür, dass möglichst Viele in Eurem Umfeld - sofern doch noch dummerweise Mitglied - diese schleunigst verlassen, denn das ist die einzige Sprache, die dieser kriminelle Verein versteht. *kotz*, *würg*.



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#5
23.04.2015
11:56:57


(+8, 12 Votes)

Von Kloßbrühe
Antwort zu Kommentar #1 von Klaro


Selbstverständlich hat Ihre Kinderfickersekte [Aussage gerichtlich abgesegnet] einen unnatürlich langen Atem, weil sie perverse Sonderbehandlungen empfängt [eigenes Arbeitsrecht, Steuerfreiheit etc.] und von Politikern gedeckt wird, die nicht klar denken können und daher glauben müssen.

Aber selbst dieser lange Atem klingt zunehmend so röchelnd wie Ihre überalterten Rädelsführer. Ihre Zeit zu gehen, wenn auch (zu) langsam, ist in Westeuropa wohl zweifelsohne gekommen [u. a. dramatischer Mitgliederschwund]. In anderen Regionen [u. a. Südamerika], in denen Sie Ihre Schafe noch dumm und arm halten können, dauert es halt ein wenig länger. Auch klar Denkende rechnen in Jahrhunderten, aber Ihre Richtung ist klar: stramm nach unten der Bedeutungslosigkeit entgegen. Ein langsamer Tod ist ja zuweilen besonders grausam.


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#6
23.04.2015
12:07:09
Via Handy


(-7, 19 Votes)

Von Markus43


Ich empfehle allen Schwulen und Lesben im Vatikan den Übertritt in eine freundlichere Kirche, als da wären: die lutherisch-vatikanische Kirche, die vatikanischen Quacker, und die 14 evangelischen vatikanischen Dorfkirchen. Angestellte in Tendenzbetrieben sollten sich einen evangelischen oder konfessionslosen Arbeitgeber im Vatikan suchen. Daher ----» Übertritt.


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#7
23.04.2015
12:22:10


(+4, 10 Votes)

Von Robin


Tja, die Hassprediger der Kinderschänder-Sekte können sich einfach nicht mit Fakten abfinden und werden niemals demokratische Grundrechte akzeptieren...

Solange es die gibt, werden die ständig weiter dagegen hetzen...

Ich kann nur hoffen, dass noch viele weitere Staaten mit der Eheöffnung folgen werden. Dann haben diese vom Hass zerfressenen, verbitterten Subjekte noch mehr Grund, sich aufzuregen.


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#8
23.04.2015
12:24:32


(+8, 10 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von Klaro


>"Aber die Kirche denkt in Jahrhunderten und hat den längeren Atem."

weil sie glaubt, das zeitgeisterscheinungen wie demokratie, gleichberechtigung und individuelle selbstbestimmung irgendwann mal wieder aus der mode kommen werden? okay, das kann man "langen atem" nennen.

oder reaktionäre menschenfeindlichkeit.


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#9
23.04.2015
12:25:17
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Logik78


Erbost über die Eheöffnung? Das heißt erbost über Demokratie. Nun, nicht jedes Land ist eine absolute Monarchie wie der Vatikan.
Ich hoffe, die französische Regierung knickt nicht ein und zwingt den Vatikan dazu, am Ende öffentlich Farbe zu bekennen. Damit auch jeder die Scheinheilikeit der "Heiligen" mitbekommt und der Shitstorm erst so richtig losbricht.


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#10
23.04.2015
12:25:23


(-5, 17 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"... obwohl in vielen Fällen, in denen ein Land einen ausländischen Diplomaten ablehnt, stillschweigend ein neuer Kandidat präsentiert wird. "
das vatikan-bashing ist ja ok, wenn solche vorgänge, wie im artikel beschrieben, öffentlich werden.
ABER ich möchte nicht wissen wie das aussähe wenn ein offen schwuler diplomat für weißrussland, uganda oder brunei vorgeschlagen wird. warum immer nur ein geschrei um den vatikan?


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