Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=23639
Home > Kommentare

Kommentare zu:
TV-Film "Mein Sohn Helen": Mal sensibel, mal platt


#1 seb1983
  • 23.04.2015, 18:44h
  • Tsts wo war denn da schon wieder der schwer katholisch besetzte Rundfunkrat... Vermutlich den Rausch vom Messwein ausschlafen und dann rutscht schon wieder sowas durch

    Und um hier einigen Leuten Arbeit abzunehmen:
    Jaaa 0% Schwule
    meine Gebührengelder
    keine Vorbilder
    zu viel Titten
    Heterrornormativ
    ARD, Bildzeitung und Aldi haben sich verschworen um alle hetero zu machen damit sie mehr Kapitalistensalami verkaufen

    ich bin mal in der Sonne
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FreeyourgenderProfil
#3 Robby69Ehemaliges Profil
  • 23.04.2015, 19:53h
  • Antwort auf #1 von seb1983
  • Auch Transsexuelle gehören zu unsere Community, intolerantes Herzchen! Du scheinst ja wirklich nur Wohlstandsschwuppen wie Dich als "gut" zu akzeptieren. Alles andere wird grundsätzlich von Dir abgelehnt. Schon mal was von TOLERANZ mit anderen LGBTIs gehört?! Anscheinend nicht...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#4 Robby69Ehemaliges Profil
  • 23.04.2015, 18:01h
  • Ich denke, es ist an sich sehr wichtig, über Transsexualität Filme zu zeigen. Ob allerdings speziell dieser ARD-Film wirklich ein (für uns LGBTIs) positive Signal hat, wage ich zu bezweifeln. Ich befürchte, dass er beim Hetero-Publikum eher wieder das Gegenteil bewirkt. -
    Vielleicht wäre es besser, die super Doku über die Transsexuelle Gloria Gray nicht nur ganz versteckt an einem Nachmittag im BR zu zeigen, sondern zur "Primetime" in der ARD. In dieser Doku kommt nämlich wunderschön rüber, das Transsexuelle ganz normale Menschen und keine "Aliens" (wenn ich das mal so flappsig formulieren darf; bitte nicht negativ auffassen) sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Martha PAnonym
  • 23.04.2015, 20:18h

  • Klar, dass queer.de Transklischees ganz dufte findet. Wer Fremdbestimmung super findet, wundert sich dann auch nicht darüber, dass ein Psychologe hier beratend tätig war. Klaro, kann ja nicht sein, dass transsexuelle Frauen als Frauen dargestellt werden. Da braucht es dann den Psychofilter. Man stelle sich mal vor, wie das wäre, wenn in einem Film über Homosexualität ein Psychologe beraten würde und dann ein Film dabei heraus käme, in dem ein heterosexueller Junge irgendwann darauf besteht, schwul leben zu wollen und das dann als Film über Schwulsein vermarktet würde. Da wäre was los.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 23.04.2015, 20:23hFrankfurt
  • Ich find's irgendwie schade, wenn so attraktive junge Männer wie Jannik Schümann sich Frauenkleider anziehen. Stehe ich gar nicht drauf. Vermute mal, dass das die große Mehrheit unserer Community nicht anders sieht
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDadProfil
#8 seb1983
#9 RankingAnonym
#10 David77Anonym
#11 xHaraldxProfil
  • 24.04.2015, 07:51hWiesbaden
  • Nur in einem Punkt muss ich seb1983 recht geben,
    im dt.Fernsehen gibt es zu viel Titten. Selbst im den schlechtesten Filmen, davon gibt es reichlich, geht es nicht ohne Sexszenen! Mal einen knackigen Männerpo zu sehen, fast aussichtslos. Männer gibt es überwiegend nur bis zum Bauchnabel.

    Aber nun zum Film:

    Nach der Beschreibung scheint er wirklich etwa überfrachtet zu sein. Hoffe nur dass das eigentliche Thema, die Transidentität, nicht zu kurz kommt oder gar untergeht.
    Ein Kompliment an die Fersehverantwortlichen diesen Film zur besten Sendezeit zu bringen.
    Hut ab!
    Ich werde ihn mir auf jeden Fall anschauen!
  • Antworten » | Direktlink »
#12 HarknessAnonym
  • 24.04.2015, 10:00h
  • Was mich mittlerweile massiv stört ist, dass es immer nur um Transfrauen geht, nie um Transmänner.

    Mein Doc hat es mal sehr schön formuliert: "Transmänner existieren in der Öffentlichkeit nicht."

    Ich will ja nicht in Abrede stellen, dass es Transfrauen sehr schwer haben (vor allem die Frauen, die sich spät für die Transition entscheiden), aber ich finde es schon ein Unding, dass Transmänner so... unsichtbar sind. Als hätten sie keine Probleme.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 ToolboxProfil
  • 24.04.2015, 10:24hBerlin
  • Danke, Elke Koepping, für die kompetente und aufschlussreiche Filmkritik mit Trailer und Interviews. Werde mir den Film heute abend anschauen und durch die Vorabinfos sicher aufmerksamer hinschauen/ -hören.

    zu Kommentar #6: Schon mal drüber nachgedacht, wie es wäre, wenn dir jemand sagt, wie "schade" es ist, dass du schwul(?) bist?
    Freiheit und Akzeptanz, so zu leben wie du bist, hängen davon ab, dass wir als Individuen in einer pluralistischen Gesellschaft leben. Im eigenen Interesse wärs also wichtig, das zu fördern.
    Vermute du kennst niemand näher, der "in Frauenkleidern rumrennt". Wäre sinnvoll - es erweitert bestimmt deinen Horizont.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 stromboliProfil
  • 24.04.2015, 10:24hberlin
  • Antwort auf #11 von xHaraldx
  • ich kann euch nachempfinden was die knackärsche anbelangt..
    aber gerade im fernsehen "magic mike " mit Channing Tatum gesehen..
    die einzigst sehenswerte szene ist aber auch eine offenbarung was männlicher körper sein kann..
    Beim gang ins badezimmer sieht man die nackte rückfront von tatum, und die ist ein traum!

    schmelz -sabber -lechzzzz............
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#15 VeganBearEhemaliges Profil
  • 24.04.2015, 10:30h
  • Antwort auf #12 von Harkness
  • Könnte das damit zu tun haben, daß in einer patriarchalischen Gesellschaft die Transition von "männlich" hin zu "weiblich" eher als "Problem" wahrgenommen wird (das es darzustellen gilt) als umgekehrt?

    Nach dieser Denke wäre dies nämlich ein downgrade, wohingegen eine Transition "weiblich" --> "männlich" als upgrade wahrgenommen werden könnte, wodurch eben weniger Probleme entstünden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#16 ekoeppingProfil
#17 seb1983
#18 sagt allesAnonym
  • 24.04.2015, 13:02h
  • "Seltsam erscheint jedoch, das brachte Siegessäule-Kollegin Kaey Kiel in einer Bemerkung in einem gemeinsamen Gespräch mit Regisseur Gregor Schnitzler gut auf den Punkt, dass in einem Film über Transsexualität keine Transperson eine Rolle spielt und sei es in einer winzigen Nebenrolle."
  • Antworten » | Direktlink »
#19 BildungsauftragAnonym
  • 24.04.2015, 13:13h
  • LGBTI-Menschen sind überall, auch ohne dumme "Lacher", ständige Reproduktion von (Hetero-) Sexismen und isolierte, stigmatisierende "Toleranz"stündchen. Aber nicht bei ARD und ZDF!

    Von Medienunternehmer*innen, die dort kräftig öffentliche Gelder einstecken, ist leider keine ernsthafte Kritik zu erwarten.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 Judith MarxAnonym
  • 24.04.2015, 13:21h
  • Antwort auf #18 von sagt alles
  • Und das genau ist falsch. Wenn auch nur in einer wirklich kleine Rolle, aber die Mädels in der Klink, bei dem Geburtstag, sind durch die Bank Trans. So zumindest einer der Komparsen, mit dem ich ins Gespräch kam.
    Und ja, manches mag von den Dialogen hölzern klingen, aber: Manchmal geht es nur so, wenn Fakten rübergebracht werden müssen. Im Film wie in RL.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 Robby69Ehemaliges Profil
  • 24.04.2015, 17:22h
  • Antwort auf #6 von Dont_talk_about
  • Du hast anscheinend immer noch nicht den Unterschied zwischen Tunten und Transsexuellen verstanden. (Kopfschüttel...) Ein Transsexueller oder eine Transsexuelle sucht sich das nicht aus. Ein Transsexueller ist ein Mann, der in einen "Frauenkörper" hineingeboren wurde (wenn man das mal so sagen kann) und eine Transsexuelle ist eine Frau, die in einen "Männerkörper" hineingeboren wurde. Im Klartext: diese armen Menschen sind gezwungen, im falschen Körper zu leben, bis sie irgendwann den Mut und die Kraft haben, etwas daran ändern. Wie diese geschlechtliche Anpassung aussieht müssen die Betreffenden schließlich selbst entscheiden. -
    Ich finde es jedenfalls ziemlich intolerant von Dir, diese Menschen deshalb zu diffamieren, nur weil Du persönlich ein Problem mit Tunten hast. (Obwohl das eine mit dem anderen nicht das geringste zu tun hat, wie ich ja bereits oben geschrieben habe.)
    Statt andere dafür schlechtzumachen, weil sie im falschen Körper leben, solltest Du Dir lieber mal darüber Gedanken machen, wie viele Schwierigkeiten diese Menschen mit sich selbst (und bedingt durch ihre Transsexualität) auch mit ihrer Umwelt haben. -
    Das mal zum einen. Und zum anderen haben auch Tunten - genau wie andere Schwule auch - das Recht, sich so zu kleiden und so zu leben, wie sie selbst es wollen und für richtig halten. Warum rümpfst Du über sie dann die Nase? Und woher willst Du eigentlich wissen, was eine angebliche "große Mehrheit unserer Community" denkt oder glaubt oder sonst was? Kennst Du denn diese "Mehrheit unserer Community"? Hast Du mit jedem einzelnen LGBTI in unserem Land schon darüber gespochen, um das überhaupt beurteilen zu können? Mit Sicherheit nicht. Und was ist für Dich überhaupt die "Mehrheit unserer Community"? Sicher nur die Schwulen, stimmts? Und auch da nur die "angepassten" Schwulen, richtig? - Zu unserer "Community" gehören aber nicht nur Schwule, sondern auch Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle.

    Ich jedenfalls habe große Hochachtung vor jeder/jedem Transsexuellen, die/der die Kraft und den Mut aufgebracht hat oder aufbringt, diesen schweren Weg hin zum richtigen Körper zu gehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#22 Dont_talk_aboutProfil
  • 24.04.2015, 20:07hFrankfurt
  • Antwort auf #21 von Robby69
  • Ich glaube einfach nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Problematik versteht. Die große Mehrheit bei Gayromeo tut dies mit Sicherheit nicht. Deshalb finde ich es problematisch, das zur besten Sendezeit zu bringen. Ich schau mir jetzt lieber die tobenden Jungs von Bochum gegen Kaiserslautern an. Kaiserslautern kann da heute einen großen Schritt machen
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 JuliAnonym
  • 24.04.2015, 20:46h

  • Was für ein toller Film bis jetzt. Ich bin begeistert und Helen ist eine wunderschöne Frau.
  • Antworten » | Direktlink »
#24 VeganBearEhemaliges Profil
#25 Dont_talk_aboutProfil
  • 24.04.2015, 21:28hFrankfurt
  • Am besten ist die Szene mit: "Ist Finn jetzt etwa schwul ?" und der Vater antwortet. "Schön wär's."

    Das zeigt ja auch, wie weit unsere Community schon ist
  • Antworten » | Direktlink »
#26 TheDadProfil
#27 HamburgerJungAnonym
  • 24.04.2015, 22:00h

  • Ich fand den Artikel zum Film sehr gut und ich kann auch bei den meisten Sachen vollkommen mitgehen. Ich fand den Film im gesamten sehr gut, inbesonders due Rolle der Helen. Ein wirklich gutes Zeichen von der ARD.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 MarieAnonym
  • 24.04.2015, 22:28h

  • Ich habe den Film gerade im ARD gesehen, und bin in Tränen ausgebrochen. Ich finde es schrecklich ansehen zu müssen, wie Menschen von der Gesellschaft unterdrückt werden, nur weil sie nicht der Norm entsprechen. Es kann doch nicht sein, dass jemand leiden muss, der einfach nur er bzw. sie selbst sein möchte. Schließlich ist ein Mensch ein Mensch, egal wie er auch sei. Meiner Meinung nach läuft in einer Gesellschaft, in der Homosexualität und Transsexualität als abartig und abnormal gesehen werden einiges schief.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 LoreleyTVAnonym
  • 24.04.2015, 22:47h
  • Antwort auf #22 von Dont_talk_about
  • die große Mehrheit bei GayRomeo versteht die Problematik nicht? Die meistens User bei GayRomeo sind wohl Männerattrappen und haben wohl gleiche Probleme um in der Mehrheitsgesellschaft der Heteros anerkannt zu werden.Sie versuchen die männlich vorgeschriebene Rolle der Gesellschaft zu entsprechen,gelingt oft nicht.Wenn ich mir heute Volker Beck ansehe,mit Krawatte und Bart,so wie viele Heteromänner auftreten,wirkt er für mich tuntig,da nützt auch die männliche Aufmachung nichts.Die tollen Jungs von Bochum gegen Kaiserslautern machen sich über Schwule lustig,interessant,daß Diskriminierte auch noch ihre Diskriminierer alls toll befinden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#30 ToolboxProfil
  • 24.04.2015, 22:51hBerlin
  • Gehe völlig mit der Filmkritik von E. Koepping konform - die war ausserdem kurzweilig und unterhaltsam zu lesen :-)
    Vielleicht 2 Dinge: Ich war überrascht, dass Degeto-Film, die ich als Filmorganisation kenne für schöne Bilder, untermalt von schlechten Dialogen und einer Handlung, denen auch das schlichteste Gemüt folgen kann, sich seit einiger Zeit ändert. Gut so!
    Bei aller Kritik - u.a. Klischees, manch platte Szenen und Dialoge, einem aus dem off kommenden unglaubwürdig-peinlichen Happy- End - denke ich, dass das Zielpublikum sensibilisiert werden konnte.
    Ferch und Schümann fand ich hervorragend. Schade nur, dass das Drehbuch nicht die innere Entwicklung von Helen beinhaltet hat, ihre inneren Kämpfe, Zweifel, ihren Weg von Finn zu Helen. Dadurch erschien mir Helen zu blass, zu plakativ und sie lud weniger zur Identifikation ein. Schümann hätte das sicher genauso glaubwürdig rüberbringen können, wie er Helen auch so schon beeindruckend dargestellt hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 TranskindProfil
  • 24.04.2015, 22:59hBerlin
  • "dass in einem Film über Transsexualität keine Transperson eine Rolle spielt und sei es in einer winzigen Nebenrolle."
    schlecht recherchiert E.K. Das ist schlicht falsch. Mehrere Transmenschen spielten in kleinen Rollen mit.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 David77Anonym
#33 TheDadProfil
  • 24.04.2015, 21:20hHannover
  • Antwort auf #29 von LoreleyTV
  • ""Wenn ich mir heute Volker Beck ansehe,mit Krawatte und Bart,so wie viele Heteromänner auftreten,wirkt er für mich tuntig,da nützt auch die männliche Aufmachung nichts""..

    Das ausgerechnet Jemand wie Du hier den Begriff "Tuntig" in einem so negativen Kontext setzt, ist schon mehr als absurd !

    Und zeigt ziemlich gut wie heteronormativ eingeschränkt Dein Bild von Männlichkeit ist..

    ""Die meistens User bei GayRomeo sind wohl Männerattrappen""..

    Analog zu Deiner präferierten Gruppe von Sexualpartnern die ja zumeist Hetero-Männer sein sollen, bist Du dann eine Frauen-Atrappe ?

    Boah ey..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#34 LoreleyTVAnonym
  • 24.04.2015, 21:21h
  • Der Film ist unrealistisch und Edelkitsch.Von von den Problemen der Transsexuellen wird kaum berichtet. Alles so schön,das große Elternhaus so schön eingerichtet und sauber, der Vater der ein erfolgreiches und gut eingerichtetes Restaurant führt, ein großes schickes Auto fährt, zum Schluß bringen Großeltern und Vater volles Verständnis für die Transsexuelle auf.So etwas gibt es nur im Film oder in Romanen. Da war der RTL Film über Transsexuelle in Berlin bedeutend realistischer. Transsexuelle arbeiten dort in einer TV Bar und bieten sich als Sexobjekt für Geld an, oder der Transenstrich in Berlin. Vielen Transsexuellen bleibt keine andere Wahl dieser Berufsausübung um Geld zu verdienen,denn kaum ein Arbeitgeber stellt Transsexuelle ein.Auch der Film "Julia" zeigt ein realistisches Bild über das Leben einer Transsexuellen.Der Film "Mein Sohn Helen" betrachte ich auch als gefährlich, da daß Problem Transsexualität in diesem Film viel zu schön dargestellt wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 David77Anonym
  • 25.04.2015, 00:36h
  • Antwort auf #22 von Dont_talk_about
  • " Ich schau mir jetzt lieber die tobenden Jungs von Bochum gegen Kaiserslautern an. Kaiserslautern kann da heute einen großen Schritt machen"

    Und deshalb hast du später doch was auf dem Film zitiert?

    "Ich glaube einfach nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Problematik versteht. Die große Mehrheit bei Gayromeo tut dies mit Sicherheit nicht.Deshalb finde ich es problematisch, das zur besten Sendezeit zu bringen."

    Aha. Und du meinst, nach deiner "Don't talk about"-Manier ändert sich was? Bloß nicht drüber sprechen, bloß nichts wagen, das ist ja Privatsache. Bloß nicht das Publikum überfordern... Wann soll das denn gesendet werden? Um 2h nachts? In 50 Jahren?
    Du würdest heute noch nicht mal "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern..." verstehen. Dabei ist der Film fast 45 Jahre alt...

    Mann, wenn alle deine Einstellung hätten, würden wir noch im Mittelalter leben...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#36 TheDadProfil
  • 25.04.2015, 00:40hHannover
  • Antwort auf #31 von Transkind
  • Nur mal so als Anmerkung..
    Das kommt nicht von der Autorin :

    ""das brachte Siegessäule-Kollegin Kaey Kiel in einer Bemerkung in einem gemeinsamen Gespräch mit Regisseur Gregor Schnitzler gut auf den Punkt, dass in einem Film über Transsexualität keine Transperson eine Rolle spielt und sei es in einer winzigen Nebenrolle.""..

    Wenn selbst der Regisseur das nicht weiß, oder dann wenigstens korrigieren lässt..

    Und diese Menschen fielen in der sehr kurzen Sequenz im Film nicht wirklich auf..
    Spricht vielleicht für die Maskenbildner !?..
    (sarkasmus!)..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#37 littledevil666Profil
  • 25.04.2015, 01:31hRavensburg
  • Waren das in der Geburtstagsszene alles echte Transfrauen? Wäre mit nicht aufgefallen.
  • Antworten » | Direktlink »
#38 AranosAnonym
  • 25.04.2015, 01:49h
  • Oh, da habe ich wohl was verpasst. Aber zum Glück gibt's ja die Mediatheken! Ich finde es richtig toll, dass inzwischen immer mehr solcher Filme gedreht werden - das ist auch bitter nötig! Ich bin immer wieder begeistert, was für tolle und wichtige Filme die Öffentlich-Rechtlichen produzieren! Weiter so!
    Und die Community sollte nie vergessen: LGBT ist eben mehr als nur "G"!
  • Antworten » | Direktlink »
#39 Kim SchicklangAnonym
  • 25.04.2015, 07:59h
  • Ein Gender-Dysphorie-Werbefilm

    Wer einen stereotypen Film erwartet hatte, konnte hinterher wenigstens nicht enttäuscht sein, was die ARD da am 24. April als "Mein Sohn Helen" über die Bildschirme flimmern liess. Erst dachten wir, dass wir uns ärgern müssten, aber dazu war der Film zu platt und zu offensichtlich, was uns da verkauft werden sollte: Hier wird schon mal kräftig klar gemacht, wie sich Mama und Papa "Gender-Dysphorie" vorstellen sollen, eine Diagnose die schon bald so, oder unter ähnlichem Namen im ICD stehen soll. Es war dann eher ein Ratespiel, welches Stereotyp als nächstes aus der Hutschachtel der Psychopathologisierung gezaubert werden würde.

    Rosa Kleidchen, Schminken, Puderquaste waren dann wieder einmal die Requisiten, die wir schon aus ähnlichen Filmen kennen, welche dann die hölzernen Erklärdialoge innerhalb einer langatmigen Story rund um Finn/Helen optisch unterstreichen sollten, einen Menschen, der aus einem Auslandsaufenthalt in San Francisco nach einem Jahr "als Mädchen" zurück kommt. Nach den ersten Minuten hätte es noch gut werden können, aber nach und nach wurde immer deutlicher: Da wollte jemand einen Film erzählen, der super zu dem passt, was auch im DSM, dem Buch der psychischen Störungen steht (inklusive "schöner Kleider" und "Puppen", auf die ein Kind da so "abfahren" muss, klaro). Es wirkte wie aus sexologischen Lehrbüchern abgeschrieben und sollte uns sagen: Da gibt es Kinder, die haben irgendeine psychische Besonderheit, die dann unbedingt zu tolerieren sind, aber extra Umkleidekabinen benötigen, weil sie "Transgender" sind. Und weil diese Kinder so anders sind, als die normalen Kinder, deswegen braucht es dann liebe Psychotherapeuten, die dann Gutachten schreiben.

    Und natürlich ist die Figur Finn/Helen wir das, was sich dann der liebe Psycho-Sexologe wünscht: Ein netter Mensch, der ganz genau weiss, dass er 18 Monate Psychotherapie machen muss und freiwillig auf eine Operation warten will und das dann sogar mit einem Lächeln erträgt. Das ist dann so die Art Idealklient, den man sich als Behandler so wünscht.

    Wenn das nicht alles so durchsichtig und offensichtlich wäre, was dieser Film soll... Er kreiert einen idealen Klienten einer "Gender Dysphorie"-Behandlung. Richtig ärgern können wir uns darüber nicht. Dafür war der Film zu platt und zu offensichtlich. Worüber man sich aber massiv ärgern könnte ist, dass solche Werbefilme Freitags um 20.15 in der ARD laufen. Das zeigt nämlich, wie weit wir in Sachen Fremdbestimmung mittlerweile sind und was wir demnächst in Deutschland zu erwarten haben, falls da nicht irgendwann jemand mal laut "Stopp" ruft: Die nächste dicke Ladung geheuchelter Toleranz, hinter der sich die nächste Stufe geschlechtlicher Fremdbestimmung verbergen wird.

    Man muss sich einfach mal vorstellen, wie das wäre einen Film zu drehen, der so tut, als ginge es um Homosexualität und dann die Geschichte des heterosexuellen Lars erzählt, der nach einem Auslandsaufenthalt schwul zurück kommt und dann freiwillig 18 Monate in Therapie geht, einen Alltagtest macht, um zu sehen, ob er in der schwulen Rolle leben kann, mit dem ersten Sex warten will, bis er volljährig ist, etc. und das dann als Aufklärungsfilm über Schwulsein anzukündigen (am Besten mit einer Psychotherapeutin, die dann das Filmteam berät und online-Magazinen transsexueller Menschen, in denen das dann als wichtiger Aufklärungsfilm über "Homogender" angekündigt wird).

    Auch so etwas könnte lieb und nett erzählt werden, aber wäre genauso ungeheuerlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#40 ClementineAnonym
  • 25.04.2015, 09:04h
  • Antwort auf #15 von VeganBear
  • Stimme Dir zu. Dazu kommt auch, daß es einfacher ist, die männliche Pubertät nachzuholen als sie rückgängig zu machen. Dadurch gelingt die Transition bei Transmännern oft besser, ihr Passing ist meist besser als das von Transfrauen. Auch war in einer Studie davon die Rede, daß Transmänner dadurch mit weniger Ausgrenzung und auch mit weniger Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. Bekanntes Beispiel, wie gut eine solche Transition gelingen kann, ist Balian Buschbaum. Leseprobe aus seiner Biographie
    www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-18558-0.pdf
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#41 JW GrimmAnonym
#42 axelschwarz
  • 25.04.2015, 09:51h
  • Der erstellte Kommentar soll sich wohl für das Feuilleton bewerben? Na ja, ist eine Meinung.

    Zunächst finde ich es interessant, wie viele über den Film schreiben, als er noch nicht ausgestrahlt wurde.

    M. E. ist die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller sehr gut. Mir gefällt in fast jeder Rolle die Mimik von Jannik. Ich finde er macht das sehr gut, nicht nur hier, auch beim Tatort.

    Und Heino ist auch ein sehr guter Darsteller.

    Im Korsett vom selbst auferlegten Quotenzwang halte ich den Sendetermin sehr gut. Der Film ist gut gemacht, ein gutes Buch, ja, es gibt auch Plattitüden, das nutzt man aber zur Überzeichnung und Verkürzung.

    Die Privatsender wollen es nicht schaffen und schaffen es auch nicht. Meiner Meinung nach ein guter Film, er ist Fiktion und auch aufklärend und nachdenklich machend.

    Leider trifft die Nachdenklichkeit nicht alle Forenteilnehmer.
  • Antworten » | Direktlink »
#43 Anja_Nadine
  • 25.04.2015, 10:00h
  • Antwort auf #34 von LoreleyTV
  • Ganz so drastisch hätte ich es nicht geschrieben, aber ja, mir fehlten da auch so einige Punkte, die das Leiden, die Selbstzweifel und das geringe Selbstbewußtsein, welches man grade am Anfang des Weges hat, aufzeigen.
    Mein erster Gedanke, nachdem ich den Film sah, war, dass dies ein Film ist, welcher entsteht, wenn man ÜBER Transpersonen spricht, nicht aber MIT ihnen.
    Der Film zeigte mir stellenweise einfach zuviel Leichtigkeit und zu wenig Dramatik, um authentisch zu sein.
    Sei´s drum...Zumindest bietet er einen ersten Einblick in das Thema Transgender/Transsexualität und bringt es an die Öffentlichkeit.

    Zu gern würde ich aber einen deutschen Film zu dem Thema sehen, welcher auf einer Biografie basiert. Eine Verfilmung auf der Grundlage des Buches "Telefonate mit Denise" (welches hervorragend Einblicke in das Seelenleben einer Transfrau bietet und für mich eins der besten Bücher zu dem Thema ist) wäre angemessen, oder auch "Den Abgrund immer vor Augen", welches die Unsicherheit und Selbstzweifel sehr gut wiedergibt.

    Nur würden sich diese Biografien mehr für Dramen eignen, als für seichte Unterhaltung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#44 lucdfProfil
  • 25.04.2015, 10:45hköln
  • Es ist gut, dass es solche Spielfilme gibt. An alle die ein Meisterwerk erwartet haben und enttäuscht sind, kann man antworten, dass wir zuerst mal keine hohe Kunst, nur eine vernünftige und publikumsnahe Aufklärung brauchen.
  • Antworten » | Direktlink »
#45 Anja_Nadine
  • 25.04.2015, 11:36h
  • Antwort auf #37 von littledevil666
  • Das wage ich doch zu bezweifeln.
    Ohnehin finde ich es nicht so prickelnd, dass Transpersonen in Verfilmungen oft als sehr attraktive Menschen zu sehen sind, denn oftmals ist es ja ein sehr großes Problem, dass man ihnen ihre Vergangenheit ansehen kann.
    Das trifft natürlich vorallem auf die Transpersonen zu, die erst im späteren Verlauf ihres Lebens die Kraft dazu finden, zu sich zu stehen und es daher ungleich schwerer haben, in ihrem "neuen" Leben akzeptiert zu werden, als jene, die schon optisch problemlos als das gefühlte Geschlecht durchgehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#46 ursus
  • 25.04.2015, 12:06h
  • Antwort auf #34 von LoreleyTV
  • zum teil kann ich deine kritik nachvollziehen.

    die frage ist, was man von einem film erwartet und als was er konzipiert ist. soll er vor allem die realität abbilden, soll er unterhalten oder aufklären, soll er signale setzen (und wenn ja, an wen)?

    unter dem aspekt des "signale setzens" wäre es doch vermutlich nicht so wünschenswert, jungen transsexuellen zu zeigen: "du wirst höchstwahrscheinlich ruckzuck auf dem straßenstrich landen", oder?

    ich habe den film zwar noch nicht gesehen, aber unter dem aspekt, dass er sich an ein breites, eher unwissendes und vielleicht allzu angstbeladenes publikum wendet, sehe ich die hoffnungsvolle perspektive, die er zu zeigen scheint, eher positiv. vielleicht ändere ich meine meinung ja noch, wenn ich ihn mir angeschaut habe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#47 JeeensAnonym
  • 25.04.2015, 13:37h
  • ARD-Mediathek: "Diese Sendung ist für Jugendliche unter 12 Jahren nicht geeignet. Der Clip ist deshalb nur von 20 bis 6 Uhr verfügbar."
  • Antworten » | Direktlink »
#48 axelschwarz
#49 LoreleyTVAnonym
  • 25.04.2015, 16:08h
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • völlig falsch verstanden.Herr Volker Beck will meiner Ansicht nach die Person eines Macho-Heteromannes durch sein jetziges Aussehen darstellen.Meiner Ansicht nach ist ihm das nicht gelungen. Für mich wirkt er in seiner Gestik,seiner Sprache,seiner Stimme und Auftreten tuntig. Das tuntig sein etwas negatives ist,habe ich nie behauptet. Ich liebe Tunten sehr,denn viele sind sehr kreativ. Dann als Grünenpolitiker den Mief der Herren in Anzug,Krawatte und weißen Oberhemden,(galt bisher als sexistische Kleiderordung), zu übernehmen,paßt nicht zu der Partei der Grünen.Er sollte sich ein Bespiel an den jetzigen Politiker der Griechen nehmen,Oberhemd über der Hose,keine Krawatte und der Geldmafia Paroli bieten. In Moskau sollte er am Grab des unbekannten Soldaten Blumen niederlegen und um Verzeihung für die Greultaten der Nazis bitten,anstatt duch die Straßen von Moskau zu ziehen nach dem Motto, am deutschen schwulen Wesen,soll die russische Gesellschaft genesen.Zu meiner Person ist nur zu sagen,innerlich und äußerlich gebe ich mich problemlos als das gefühlte Geschlecht aus, für viele Schwule bin ich ein großes Problem und als Sexpartner uninteressant, viele Schwule behandeln mich so, als sei ich von der Pest befallen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#50 Robby69Ehemaliges Profil
#51 ekoeppingProfil
#52 TheDadProfil
  • 25.04.2015, 21:09hHannover
  • Antwort auf #49 von LoreleyTV
  • ""Herr Volker Beck will meiner Ansicht nach die Person eines Macho-Heteromannes durch sein jetziges Aussehen darstellen.""..

    Will er das ?
    Schon einmal persönlich begegnet und mit ihm auch nur 5 Minuten gesprochen ?

    Die Frage ist hier auch NICHT wie er wirken wollte, sondern in welcher Kategorie DU das wahrnehmen willst !
    Und insofern stimmt hier meine Vorhaltung von eingeschränktem Blickwinkel auf das so genannte "Männlichkeits-Bild" bzw. Ideal auch vollkommen..

    Was würdest Du von einem Typen halten, der vom Aussehen wie "VeganBaer" (nicht persönlich gemeint !) rüberkommt, aber eine totale Fistelstimme mitbringt ?

    Würdest Du dem dann allein aufgrund dieses einen Attributes die Männlichkeit absprechen wollen ?

    ""Das tuntig sein etwas negatives ist,habe ich nie behauptet.""..

    Uninteressant..
    Du nutzt es hier in einer negativen Konnotation..

    ""Dann als Grünenpolitiker den Mief der Herren in Anzug,Krawatte und weißen Oberhemden,(galt bisher als sexistische Kleiderordung), zu übernehmen,paßt nicht zu der Partei der Grünen.""..

    Falsch..
    Denn "übernommen" hat den erst Joschka Fischer als Aussenminister..
    Volker Beck sah schon immer so aus..
    Das kommt aus seiner Sozialisation, und im Gegensatz zu Jürgen Trittin, den ich noch aus den 80´ern als Lokalpolitiker in Bremen kenne, wirkt Volker auch nicht irgendwie verkleidet..

    ""In Moskau sollte er am Grab des unbekannten Soldaten Blumen niederlegen und um Verzeihung für die Greultaten der Nazis bitten,anstatt duch die Straßen von Moskau zu ziehen nach dem Motto, am deutschen schwulen Wesen,soll die russische Gesellschaft genesen.""..

    Das wurde Dir hier schon ausreichend erklärt..
    Es ist nicht an Volker Beck die Aufgaben des damaligen Aussenministers zu erledigen..
    Vor allem nicht wenn er von den Moskauer Aktivisten mit anderen zusammen EXTRA zu dieser Veranstaltung als Internationaler Beobachter eingeladen wurde !

    ""für viele Schwule bin ich ein großes Problem und als Sexpartner uninteressant, viele Schwule behandeln mich so, als sei ich von der Pest befallen.""..

    Auch das haben wir hier schon ausreichend diskutiert, und es ist nach wie vor Blödsinn..

    Schwule schlafen einfach nur nicht mit Frauen..
    Seien sie so geboren oder nicht, ist dabei auch uninteressant..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 Patroklos
#54 VeganBearEhemaliges Profil
#55 hugo1970Ehemaliges Profil
#56 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 26.04.2015, 09:49h
  • Antwort auf #22 von Dont_talk_about
  • "Ich glaube einfach nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Problematik versteht."

    Will sie das überhaupt? Du bist das beste Beispiel!

    "Deshalb finde ich es problematisch, das zur besten Sendezeit zu bringen."

    Hast Du vielleicht Angst, das Du zu Erkenntnissen kommst die dir Angst machen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#57 hugo1970Ehemaliges Profil
#58 KiLeAnonym
  • 26.04.2015, 19:42h
  • erst mal fand ich es schon gut, das die ARD es wenigstens mal wieder versucht hat. Dann haben sich die Kostüm-bzw. Maskenbildner wohl sehr gefreut, den Schauspieler so zu verwandeln.

    Doch trotz der Freude darüber, das vielleicht ein paar Menschen durch diesen Film doch ein paar Vorurteile ablegen können oder einfach besser informiert sind hat es mich schon irgendwie auch immer mehr angekotzt.

    Erstens fand ich es feige von dem/den Autoren gerade die schwierige Übergangsphase ins Ausland zu verlegen und nichts davon zu zeigen. In dieser Phase passieren die wohl wichtigsten Dinge, das wär mal die Herausforderung gewesen dies darzustellen.
    Aber nein, waren wohl nur Feiglinge am Werk.

    Zweitens wachsen echte Haare nicht so schnell, was mich ja dann erst störte als Helen so penetrant drauf bestand das ihre Haare echt sind. Völlig unrealistisch...

    Aber der Moment, wo die Mädels von ihren Vätern von der Polizeiwache abgeholt wurden war dann der wo ich echt das Kotzen anfangen hätte können. Wie viele tausende Teenies machen Mist, werden mitgenommen und von den Eltern abgeholt. Fertig. Die Eltern versichern den Bullen dann noch, besser aufzupassen und daheim noch mal zu schimpfen, fertig. So läuft es normalerweise. Aber nein, hier muss ja dann irgendeine Schnalle vom Jugendamt plötzlich sich einmischen, völlig unbegründet. Denn wenn Helen in einer echten Transition steckte, was der Film ja vermitteln wollte, dann wär sie ja bereits in therapeutischer Behandlung gewesen, wozu war diese blöde Einmischung des Jugendamtes nötig an der Stelle? Was war das für ein komischer Termin zur Überprüfung wovon eigentlich, wo Helen samt Vater antanzen musste? Hab ich was nicht kapiert, oder ist es doch eigentlich völlig wurscht, ob der Teenie der grad mal Scheiße gebaut hat Trans ist oder nicht, des geht nur die Person, wenn minderjährig deren Eltern und den dazugehörigen Therapeuten was an, sonst niemanden. Weder die Polizei noch das Jugendamt. Dabei sollte doch Helen auch so als....informiert dargestellt werden, bestens informiert über ihre Situation. War ein wenig inkonsequent das Ganze. Hatte ab da alles keinen Sinn mehr.

    Doch nur um ein künstliches Drama herauf zu beschwören, wo man ein "echtes" Leiden vorher nicht beschreiben wollte oder konnte, da wollte man dann noch mal ein Drama einbauen. Diese Nummer von wegen Finn bekommt Angst das das Amt ihn seinem Vater wegnimmt und geht deswegen wieder zurück in seine alte Rolle.
    Das ist Schwachsinn hoch zehn und wieder mal hat mich die ARD damit echt enttäuscht. Hatte so gut angefangen das Ganze, schade.

    Ich fange nächste Woche an mit der Hormonbehandlung, und ein Satz wie "warum kann nicht alles wieder so wie früher werden" ist der Letze der mir in den Sinn kommen würde wenn es Probleme gibt. Das war echt nicht nötig alles im letzten Drittel des Films.

    Das wirklich blöde ist, so inkonsequent und schlecht recherchiert und unrealistisch diese Versuche der ARD auch immer sind, an den Reaktionen und Kommentaren der Leute, die den Film mit mir zusammen sahen merke ich wie wichtig JEDES Fitzelchen Info ist, das man kriegen kann. Es gibt immer noch so viele erschreckende Vorurteile und idiotische Fragen von Leuten, die man für klüger gehalten hätte, das sogar so ein schlechter ARD-Film einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit von Transmenschen leistet. Immerhin.
  • Antworten » | Direktlink »
#59 KathiGr
  • 26.04.2015, 22:47h
  • Antwort auf #58 von KiLe
  • Ich habe mir den Film eben in der Mediathek angesehen und kann nur sagen, dass ich dir uneingeschränkt zustimme. Die erste große Enttäuschung für mich war in der Tat, dass die Übergangsphase nicht gezeigt wurde, weil sie in den USA stattfand. Und der letzte Teil des Films, in dem Helen wieder als Finn gelebt hat, war für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zum Ende hin wurde der Film zunehmend schlechter.
    Außerdem kam mir Helen nach ihrer Rückkehr aus den USA sehr naiv vor. Sie hält, zusammen mit ihrer Mutter, jahrelang ihre Transsexualität vor dem Vater geheim und stellt ihn plötzlich vor vollendete Tatsachen. Dass sich der Vater dann völlig überrumpelt, verarscht und verletzt fühlt, ist doch klar. Auch mit den negativen Reaktion der Mitschüler hätte sie rechnen müssen. Helen scheint jedoch keinerlei Angst vor Diskriminierung zu haben. Dadurch wirkt die Figur der Helen entweder total naiv oder extrem unrealistisch. Als sie in den USA als Mädchen gelebt hat, muss sie doch bereits Erfahrungen mit intoleranten oder uninformierten Menschen gesammelt haben. Dadurch hätte sie bereits ahnen müssen, dass es z.B. in der Umkleide zu Problemen kommen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#60 Anja_Nadine
  • 27.04.2015, 00:12h
  • Antwort auf #59 von KathiGr
  • Genau diese Punkte, die ihr aufführt, sind die, die ich auch an dem Film kritisiere und die seitens Drehbuch viel mehr Feingefühl nötig gemacht hätten und nun wirklich Teil jeder Trans-Biografie sind.

    Ich wüsste zu gern, wer den Filmemachern außer dem Psychologen noch als Berater zur Seite standen und denke, dass da wohl auch viele Szenen dem Schnittpult zum Opfer gefallen sind, die besser drin geblieben wären.

    Interessant, dass dieser Film dennoch (auch bei Facebook) soviel Zuspruch erhält, trotz dieser schon eklatanten Fehler.
    Ich vermute mal, dass da einfach entsprechende Erfahrungen und Wissen fehlen, wenn man diesen Film lobt.

    Ich will da auch nicht von mir und meinen persönlichen Erfahrungen auf andere schließen, aber viele Biografien und zahllose Gespräche mit anderen Transpersonen und hier gerade mit Transfrauen, sprechen Bände von sich ähnelnden Trasitionen mit Problemen, die in dem Film nicht dargelegt wurden. Da wurde viel Potenzial verschenkt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#61 KiLeAnonym
  • 27.04.2015, 04:31h
  • Antwort auf #60 von Anja_Nadine
  • Ich dachte auch so, toll, meine Mutter schaut mit, und sieht wie...."selbstbewusst" diese Helen wirkt, und ich "mach" die ganze Zeit so auf Depressionen und so. Die Umkleideszene fand ich auch echt kacke. Das waren doch alles so Mittelstandskinder, mindestens, da wird auf andere, subtilere Weise gemobbt...ach es war einfach alles unrealistisch.

    Da entsteht leider oft ein falsches Bild. Entweder Transmenschen werden zu glatt und problemlos dargestellt oder sie landen irgendwie in der Schmuddelecke. Wirklich authentisch wurden sie noch nie dargestellt finde ich. Natürlich ist ein Film immer irgendwie nur ein Abbild, ein Versuch etwas darzustellen bzw eine Art Kunstform, wo es nicht immer um Realität geht. Aber irgendwie hat die ARD damit doch irgendwas gewollt, oder?

    Gewollt aber nicht gekonnt....
    Doch man muss wohl einfach schon mit dem Wenigen an Sichtbarkeit in den Medien zufrieden sein das man bekommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#62 KathiGr
  • 27.04.2015, 12:09h
  • Antwort auf #60 von Anja_Nadine
  • Ich selbst bin ja nicht transsexuell, aber ich habe als Jugendliche in meiner Selbstfindungsphase sehr viele Dokus über alle möglichen LGBTI-Themen gesehen. Daher kann ich sagen, dass jede 15-minütige Doku über Transsexualität aufschlussreicher ist als dieser 90-minütige Film. Der extreme Leidensdruck, den Transsexuelle fühlen - vorm Transitioning durch die Selbstverleugnung und nach dem Transitioning durch das Mobbing -, kommt im Film überhaupt nicht rüber. Die Szene, in der sich Helen ihren Penis abschneiden will, ist zwar an sich realistisch, aber aufgrund der vorangegangenen Handlung für den Zuschauer überhaupt nicht nachvollziehbar. Es war ja schließlich ihre eigene Entscheidung, wieder den Jungen zu spielen. Sie wurde von niemandem dazu gezwungen. Sie vermittelt erst den Eindruck, als sei es für sie als Transfrau keine große Sache, noch ein paar weitere Monate oder Jahre als Junge zu leben. Im wahren Leben würde sich eine Transfrau jedoch nicht so verhalten und sich freiwillig erneut selbst verleugnen. Sie hätte das Problem mit dem Jugendamt, das ich ebenfalls für weit hergeholt halte, anders gelöst.
    Am Film stört mich ebenfalls, dass Helen mit ihren 16 oder 17 Jahren immer noch nicht weiß, ob sie auf Männer, auf Frauen oder auf beide Geschlechter steht. In dem Alter sollte man das aber wissen, unabhängig davon, ob man trans ist oder nicht. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun. Dadurch, dass sich Helen in ihrem Alter noch nicht einmal über ihre sexuelle Orientierung im Klaren ist, kommt sie unreif und unentschlossen rüber. Es wird der Eindruck vermittelt, als wisse sie nicht, was sie will und wer sie ist und als sei ALLES nur eine Phase, inklusive ihrer Geschlechtsidentität.
    Ich wusste im Alter von 6, dass ich auf Jungs stehe, und im Alter von 10, dass ich AUCH auf Mädchen stehe. Ich hatte zwar noch kein Wort für meine Gefühle, aber ich kannte meine Gefühle.
    Ich finde, dass der Schauspieler optisch gut zur Rolle passt, da er sowohl einen ansehnlichen Jungen als auch ein ansehnliches Mädchen abgibt. Dadurch lenkt sein Äußeres nicht zu sehr von der Handlung ab. Nur leider ist die Handlung halt enttäuschend.
    Was mich ebenfalls ärgert, ist, dass der Vater seine Freundin sofort rausschmeißt, als diese mit Ablehnung auf Helens Transsexualität reagiert. Der Vater hat doch selbst zuerst negativ auf Helens Transsexualität reagiert und nun verurteilt er seine Freundin dafür, dass sie genauso reagiert wie er. Das nenne ich Doppelmoral. Anstatt sie wegzuschicken, hätte er die Gelegenheit nutzen können, um sie über Transsexualität aufzuklären. Das wäre wesentlich sinnvoller gewesen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#63 KathiGr
  • 27.04.2015, 12:22h
  • Antwort auf #61 von KiLe
  • "Natürlich ist ein Film immer irgendwie nur ein Abbild, ein Versuch etwas darzustellen bzw eine Art Kunstform, wo es nicht immer um Realität geht."

    Richtig. Ein Spielfilm ist keine Doku und kann daher nur ein Einzelschicksal darstellen und nicht ALLE Aspekte von Transsexualität beleuchten. Aber wenn ein Film zum Ziel hat, auf ein REALES Problem aufmerksam zu machen, dann sollte die Darstellung des Problems schon halbwegs REALISTISCH sein. Ansonsten ist der ganze Film sinnlos.
    Aber vielleicht muss man sich mit dem Gedanken begnügen, dass das Zielpublikum des Films solche Menschen sind, die sich noch NIE auch nur ansatzweise mit dem Thema Transsexualität beschäftigt haben. Und vielleicht animiert der Film diese Leute dazu, sich doch mal eine GUTE Doku zum Thema anzusehen und dadurch werden sie dann erst wirklich informiert.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#64 Anja_Nadine
  • 27.04.2015, 13:24h
  • Antwort auf #61 von KiLe
  • Deinen letzten Absatz habe ich auch als Résumé aus diesem Film gezogen.
    Auch wenn der Film nicht das Nonplusultra ist, brachte er das Thema zur besten Sendezeit einem Publikum nahe, welches sich zuvor mehrheitlich nicht mit dem Thema beschäftigt hat.

    Wie sehr dies aber nötig ist und wie sehr sich schon jetzt Leute von den Genderdiskussionen und LGBTI-Themen genervt fühlen, zeigen so einige Kommentare auf den Internetseiten von z.B. Printmedien, die eine Lesergemeinschaft haben, die aus Außenstehenden besteht.

    Ich find´s manchmal ganz aufschlussreich, mir solche Kommentare durchzulesen, auch wenn der Blutdruck dadurch oft steigt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#65 David77Anonym
  • 27.04.2015, 14:41h
  • Antwort auf #62 von KathiGr
  • "Am Film stört mich ebenfalls, dass Helen mit ihren 16 oder 17 Jahren immer noch nicht weiß, ob sie auf Männer, auf Frauen oder auf beide Geschlechter steht. In dem Alter sollte man das aber wissen, unabhängig davon, ob man trans ist oder nicht. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun."

    Das stimmt. Aber ich wiederspreche, dass es jeder in dem Alter BEWUSST und mit absoluter Sicherheit weiß.

    Ich wusste im Alter von 6, dass ich auf Jungs stehe, und im Alter von 10, dass ich AUCH auf Mädchen stehe. Ich hatte zwar noch kein Wort für meine Gefühle, aber ich kannte meine Gefühle."

    Ich hatte in dem Alter kein Wort für diese Gefühle und wusste auch nicht, dass es sie gab. Ich ahnte zwar das da was war, aber das mann sich auch in mann verlieben kann, das gabs nicht und kannte ich auch nicht...
    Im Nachhinein ist es einfach zu sagen, dass die Gefühle da waren, aber ich habe sie nicht so wahrgenommen.
    Bei manchen dauert es hält länger.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#66 Anja_Nadine
  • 27.04.2015, 15:31h
  • Antwort auf #65 von David77
  • Noch komplizierter wird´s dann, wenn noch die Pan- und Polysexualitäten zusätzlich ins Spiel kommen.

    In dem Alter von Helen weiß man gewöhnlich nicht mal von deren Existenz (was zeigt, dass schulische Aufklärung dringend von Nöten ist) und selbst ältere Leute haben oft nichts von dererlei Ausrichtungen gehört.

    So sieht man sich in jungen Jahren in Zweifeln, wenn man sich nicht den drei vorherrschenden sexuellen Ausrichtungen zugehörig fühlt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #65 springen »
#67 KathiGr
  • 27.04.2015, 18:22h
  • Antwort auf #65 von David77
  • Ich hatte im Alter von 10 auch noch nie etwas von Homosexualität oder Bisexualität gehört. Ich wusste einfach, dass ich auf Jungs und auf Mädchen stehe. Für mich war das völlig natürlich und ich habe angenommen, dass ALLE Mädchen auch für andere Mädchen schwärmen und nur nicht darüber reden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #65 springen »
#68 littledevil666Profil
  • 29.04.2015, 04:06hRavensburg
  • Ein paar Leute haben englische Untertitel für den Film gemacht falls jemand nicht-deutschssprachiges den Film sehen möchte:

    www.sendspace.com/file/ljcs43

    Die Filmdatei kann man mit Tools wie Jdownloader legal in der Mediathek downloaden und die Untertitel dann mit Vlc player einbinden.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel