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Demonstration für die Gleichstellung im Bundesstaat North Carolina (Bild: flickr / James Willamor / CC by 2.0)

Während sich der Supreme Court dem Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in Teilen der USA annimmt, sprechen sich immer mehr Amerikaner für die Gleichstellung aus.

In den Vereinigten Staaten sind laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von "ABC News" und "Washington Post" (PDF) 61 Prozent der Bürger für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. Das ist die höchste je gemessene Zustimmungsrate bei dieser Frage. Nur noch 35 Prozent sind demnach gegen "Gay Marriage". Damit hat sich die Meinung in den letzten Jahren grundlegend gewandelt: Noch im Jahr 2004 waren fast zwei Drittel der Amerikaner gegen die Ehe-Öffnung.

Insbesondere unter Jüngeren ist die Unterstützung für die Ehe-Öffnung hoch: So sprechen sich 78 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für die Gleichstellung aus. Bei den über 65-Jährigen sind es nur noch 46 Prozent – diese Zahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren aber verdreifacht.

76 Prozent der Demokraten wollen der Umfrage zufolge die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht, aber nur 34 Prozent der Republikaner.

Buddhisten und Juden größte Ehe-Befürworter

Bereits am Mittwoch hatte das "Public Religion Research Institute" eine Studie veröffentlicht, in der die Zustimmung von Anhängern verschiedener Religionen zur Ehe-Öffnung gemessen wurde. Am höchsten war demnach die Zustimmung zur Ehe-Öffnung unter Buddhisten (84 Prozent) und Juden (77 Prozent). Immer noch 60 Prozent der Katholiken und 42 Prozent der Muslime stimmten der Gleichstellung zu. Bei weißen Evangelikalen waren es nur noch 28 Prozent – und mit zwölf Prozent die niedrigste Zustimmungsrate hatten die Zeugen Jehovas.

Derzeit sind Schwule und Lesben in 37 US-Bundesstaaten im Ehe-Recht gleichgestellt, in 13 Staaten wird ihre Beziehung nicht anerkannt. Allerdings hat der Supreme Court bereits im Januar entschieden, eine Klage gegen das Ehe-Verbot anzunehmen. Hierzu werden am kommenden Dienstag (28. April) Anhörungen abgehalten. Eine Entscheidung wird im Juni erwartet – wahrscheinlich wird der Oberste US-Gerichtshof dann die Öffnung der Ehe in allen 50 Staaten anordnen. Das Verfahren trägt den Namen "Obergefell v. Hodges" nach dem schwulen Witwer Jim Obergefell, der auf die Eintragung seiner Ehe in der Sterbeurkunde seines Ehe-Mannes besteht. Richard Hodges ist ein republikanischer Politiker, der als Mitarbeiter des Gesundheitsministerium von Ohio die Eintragung in die Sterbeurkunde abgelehnt hatte. (dk)



#1 Wolfgang_AustriaAnonym
#2 goddamn liberalAnonym
#5 FelixAnonym
  • 24.04.2015, 13:39h

  • Wenn sich die Mehrheit der Bürger für die Eheöffnung ausspricht, ist das natürlich in einer Demokratie ein weiteres Argument für die Eheöffnung.

    Aber unabhängig davon sollte das auch durchgeführt werden, weil alles andere gegen das demokratische Gleichheitsprinzip und gegen die US-Verfassung verstößt.
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#7 ursus
  • 24.04.2015, 14:42h
  • >"Bereits am Mittwoch hatte das "Public Religion Research Institute" eine Studie veröffentlicht, in der die Zustimmung von Anhängern verschiedener Religionen zur Ehe-Öffnung gemessen wurde."

    ... und in der so getan wird, als existierten die (vergleichsweise toleranten) atheist_innen gar nicht.
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#8 stimmtAnonym
#9 suis charlieAnonym
#10 AllahsDienerAnonym