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In ihrer Hochphase konnte die Bewegung Hunderttausende auf den Straßen von Paris versammeln (Bild: HazteOir.org, by sa 2.0)

"Manif Pour Tous" erhofft sich von dem neuen rechtlichen Status vor allem finanzielle Vorteile.

Die französische Bewegung "Manif Pour Tous" (Demo für alle), die vor allem gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben Massendemonstrationen abgehalten hatte und um die es zuletzt stiller geworden ist, wurde am 13. April als politische Partei anerkannt.

Das berichten die Kollegen vom französischen LGBT-Magazin Yagg. Nach eigenen Angaben will die Organisation allerdings nicht zu Wahlen antreten, sondern Steuervorteile nutzen, die mit der Anerkennung als Partei verbunden sind.

Vertreter der französischen Bewegung hatten immer wieder auf den "Demos für alle" in Stuttgart über ihren Kampf gegen LGBT-Rechte in der Heimat gesprochen. Im Frühling 2013 hatte die Organisation mehrere Proteste mit Hunderttausenden Demonstranten in Paris abgehalten, dazu kamen kleinere im ganzen Land. Bei mehreren Veranstaltungen war es zu Gewalt gekommen, auch weil "Manif Pour Tous" kaum Abstand zum rechten Rand hielt.

Deutsche Version längst "gemeinnützig"


Flaggen und Luftballons bei der "Demo für Alle" in Hannover 2014: Farben und das heterosexuelle Familienmotiv wurden vom französischen Vorbild übernommen (Bild: Norbert Blech)

Die deutsche Bewegung "Demo für Alle", die sich in Namen und Logo am französischen Vorbild orientiert, sich allerdings hierzulande vor allem auf das Thema Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität stürzt, hat eine entsprechende Anerkennung übrigens aus finanziellen Gründen nicht nötig. Die die Demos organisierende "Initiative Familienschutz" ist, wie weitere Projekte aus dem Haus der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch, Teil des eingetragenen Vereins "Zivile Koalition".

Laut dem ebenfalls von dem Verein verantworteten Petitions-Portal "Civil Petition", auf dem man derzeit unter anderem gegen eine "Sexualpädagogik der Vielfalt" in Schleswig-Holstein unterschreiben kann, ist der Verein sogar als gemeinnützig anerkannt, Spenden lassen sich damit von der Steuer absetzen. (nb)



#1 Patroklos
  • 24.04.2015, 18:24h
  • Auch das noch! Würde mich nicht wundern, wenn sich dieser Pöbel "Alternative für Frankreich" und damit in die Parlamente inzieht, nennt!
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#2 YannickAnonym
  • 24.04.2015, 18:28h
  • Faschistische Parteien gibt es halt überall... Traurig genug.

    Ich kann nur hoffen, dass diese Hass-Partei grandios scheitern wird.
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#3 lucdfProfil
#4 TheDad
  • 24.04.2015, 19:36h
  • Da waren unsere "Demo-füralle-Organisatoren" schneller..

    Hier heißt die Partei AFD..
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#5 FelixAnonym
  • 25.04.2015, 07:16h

  • Gerade weil es in Frankreich eine starke faschistische Bewegung gibt, wäre es wichtig, dass auch im Nachbarland Deutschland endlich die Ehe geöffnet wird.

    Je mehr Länder die Ehe öffnen, desto lächerlicher wird auch der Widerstand.

    Aber mit Schwarz-Rot wird es das ja nicht geben. Da bleibt nur die Hoffnung auf andere Regierungen.
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#6 hupsAnonym
  • 25.04.2015, 10:55h

  • Bitte die Bildunterschrift korrigieren. Die Demo war in Paris. In Deutschland sind das zum Glück noch nicht so viele! ;)
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  • Anm. d. Red.: Danke. Manchmal denkt man das eine und schreibt das andere...
#7 sie lauernAnonym
  • 25.04.2015, 12:08h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • Deine Hoffnung geht dann in Erfüllung, wenn die französische Linke bei Wahlkampagnen glaubhaft ein Gefühl erzeugen kann, dass die Wahlbeteiligung eine bessere Zukunft zumindest erwarten lässt.

    Bei den letzten beiden Wahlereignissen in Frankreich ist ihr das nicht gelungen. Ihre Wähler blieben enttäuscht von der Wahlurne weg.

    Nur die Rechte konnte in diesem Drittel erfolgreich mobilisieren.

    www.queer.de/detail.php?article_id=22707
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#8 sie lauernAnonym
  • 25.04.2015, 10:21h
  • "Nur die Rechte konnte in diesem Drittel erfolgreich mobilisieren. "

    Gemeint ist das untere Einkommensdrittel.
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#9 herve64Profil
  • 25.04.2015, 14:03hMünchen
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Hast du nicht richtig gelesen? Denen geht es nicht um den Einzug in die Nationalversammlung und andere Gremien, sondern darum, auf diese Weise Fördergelder zu erschleichen. Offensichtlich haben sie sich demzufolge finanziell übernommen.

    Und der rechte Pöbel hat in Frankreich schon länger mit dem Front National eine politische Plattform, und wer meint, Marine LePen sei das größte Übel davon (die ist noch die vergleichbar Gemäßigte von der gesamten Le Pen-Mischpoke), der kennt ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen noch nicht: die ist nämlich ganz nach ihrem Großvater Jean-Marie geraten. Und das verheißt für die Zukunft Frankreichs nichts Gutes.
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#10 hugo1970Profil
  • 25.04.2015, 15:13hPyrbaum
  • Tja, die ewiggestrigen wollen nicht nur Macht auch Geld und warum? Na warum denn? Weil sie an die Macht kommen wollen und sich dann diese Macht erhalten wollen.
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