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  • 27.04.2015           6      Teilen:   |

Schwere Körperverletzung und Nötigung

Wien: Homophober 17-Jähriger erhält Bewährungsstrafe

Sollte sich der Jugendliche in den kommenden drei Jahren etwas zuschulden kommen lassen, wird er für sechs Monate lang hinter schwedischen Gardinen sitzen - Quelle: flickr / PRSA-NY / cc by 2.0
Sollte sich der Jugendliche in den kommenden drei Jahren etwas zuschulden kommen lassen, wird er für sechs Monate lang hinter schwedischen Gardinen sitzen (Bild: flickr / PRSA-NY / cc by 2.0)

Ein Teenager ist vom Landesgericht in Kornneuburg bei Wien wegen schwerer Körperverletzung und Nötigung zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Er hatte zugegeben, Anfang des Jahres aus Homo-Hass einen jungen Mann bedrängt und durch einen Schlag ins Gesicht verletzt zu haben.

Wie die Tageszeitung "Österreich" berichtete, muss der 17-jährige Niederösterreicher zudem ein Antiaggressionstraining durchführen und an das Opfer 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Er muss außerdem drei Jahre lang unbescholten bleiben, ansonsten muss er die Strafe absitzen. Noch ist unklar, ob der Jugendliche Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen will.

Der Vorfall ereignete sich am 15. Januar während des Protestes gegen das Wiener Café Prückel, dessen Besitzerin zuvor zwei lesbische Gäste wegen deren sexueller Orientierung herausgeschmissen hatte (queer.de berichtete).

Der Angeklagte, der vor Gericht offen seine Abneigung gegen Homosexuelle zugab, besuchte die Protestveranstaltung, traf dort auf zwei weitere Homo-Hasser und folgte mit ihnen einem 18-jährigen Demonstranten vor die Toilette eines nahegelegenen Einkaufszentrums. Dort schlug er nach homophoben Beleidigungen auf den Demonstranten ein, der Prellungen im Gesicht und Nasenbluten davon trug. Als das Opfer um Hilfe schrie, flüchteten die Täter. Der Angeklagte konnte später durch Fotos aus Überwachungskameras identifiziert werden.

Der Richter erklärte, dass der Täter nur wegen seines Alters so milde davon gekommen sei. Die Verabredung zur Tat und niedere Beweggründe würden dagegen straferschwerend wirken. Der 17-Jährige, der eine Lehre abgebrochen hatte und arbeitslos ist, solle seine Prioritäten anders setzen, forderte der Richter: "Sie sollten sich mit Ihrem beruflichen Fortkommen beschäftigen statt mit absurdem Hass gegen andere." (dk)

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Tags: homophobie, wien, österreich, gericht
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Reaktionen zu "Wien: Homophober 17-Jähriger erhält Bewährungsstrafe"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
27.04.2015
15:05:58
Via Handy


(0, 8 Votes)

Von Alex


Bei schwerer (!) Körperverletzung sollte es generell keine Bewährungsstrafe geben.

Und mit 17 Jahren ist man auch schon alt genug, um zu wissen, was man tut und auch die Folgen seines Handelns abschätzen zu können.


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#2
27.04.2015
13:23:08


(0, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dieser Pimpf gehört hinter Gitter und der größte Witz ist das mickrige Schmerzensgeld! Hier hätte ich dem Niederösterreicher das Doppelte oder das Vier- bzw. Fünffache aufgebrummt, damit es ganz doll in der Geldbörse wehtut!


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#3
27.04.2015
16:08:03


(+2, 8 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Der Richter erklärte, dass der Täter nur wegen seines Alters so milde davon käme."

Wie gehabt das Übliche!Hat jemand was anderes erwartet?


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#4
27.04.2015
16:49:48


(0, 10 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Ich finde es schade, das nach solchen Urteilen immer reflexartig nach höheren Strafen gerufen wird. Das liegt zwar in der menschlichen Natur, ist aber trotzdem widerlich und erinnert mich stark an die geistige Grundhaltung von (erz-)konservativen, AfD und CDU-Wählern und Pegida/Bildungsplangegner/Manif Pour Tous-Demonstranten.

Was genau soll das bringen? Wie toll das funktioniert sieht man ja an "unser aller Vorbild USA". Glaubt ihr, wenn man den möglichst lange wegsperrt wird er plötzlich zum sozialkompetenten LGBT*-Versteher? Ich denke eher das Gegenteil.

Und Geldstrafen bei Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern? Mensch oh mensch!

Das Antiaggressionstraining, verbunden mit der Option doch noch einzufahren wenn es nichts fruchtet, halte ich für sinnvoll. Da hat er wenigstens eine Motivation über sein Verhalten nachzudenken.

"Sie sollten sich mit Ihrem beruflichen Fortkommen beschäftigen statt mit absurdem Hass gegen andere." Weise gesprochen; Ein Jeder fasse sich an seine eigene Nase!


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#5
27.04.2015
20:36:27


(+5, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Sie sollten sich mit Ihrem beruflichen Fortkommen beschäftigen statt mit absurdem Hass gegen andere." (dk)

Dazu braucht man aber auch Angebote, stattdessen wird gespart auf Teufel komm raus.


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#6
28.04.2015
00:31:03
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von Sukram71
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.12.2010
Antwort zu Kommentar #1 von Alex


Prellungen im Gesicht und Nasenbluten ist keine "schwere Körperverletzung". Höchstens juristisch. ;)

Der Junge ist erst 17 (!), das Urteil ist schon ok. Es hat auch keinen Sinn, 17-Jährige im Gefängnis erst richtig zu kriminalisieren.

Wollen wir mal hoffen, dass er sich mit 17 noch ändern kann. :)


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