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Einzelkommentar zu:
"Der Bürger im Staat" gegen Homophobie und Sexismus


#7 ursus
  • 27.04.2015, 23:03h
  • Antwort auf #5 von Linguist
  • wenn jemand sagt: "ein raum voller ärzte", und dabei tauchen in den gedanklichen räumen der hörer_innen so gut wie keine ärztinnen auf, dann haben wir m.e. ein problem, das sich mit rein linguistischer logik nicht einfach aus der welt diskutieren lässt.

    selbstverständlich wird eine andere sprache dieses problem nicht (allein) lösen, aber sie kann ein instrument sein bzw. werden, auf dieses problem hinzuweisen.

    für mich ist meine derzeitige sprachpraxis (z.b. "schüler_innen") kein vorschlag für eine endgültige lösung (denn ästhetisch und leicht praktikabel finde ich sie auch nicht), sondern eher politische praxis.

    ich halte es nicht für konstruktiv, diese bestrebungen mit albernen beispielen ins lächerliche zu ziehen, die kein mensch ernsthaft vorschlägt ("menschin").

    bei punkt sechs stimme ich dir trotzdem weitgehend zu.

    um noch mal zum artikel zurückzukommen: das generische maskulinum im singular finde ich wirklich ganz besonders schlimm. es geht hier um ein projekt mit politischem und dabei offenbar auch antisexistischem anspruch. ist es da wichtiger, eine möglichst ästhetische sprache zu verwenden, oder eine politische praxis abzubilden?
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