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Einzelkommentar zu:
"Der Bürger im Staat" gegen Homophobie und Sexismus


#10 LinguistAnonym
  • 28.04.2015, 07:57h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • @usus:

    Mein Beispiel "Menschin" war ja nur eines von vielen Beispielen und sollte zeigen, dass es eh schon generische Maskulina gibt, die Du offenbar auch nicht ändern willst.

    Und übrigens gibt es tatsächlich schon Feministinnen, die das "man" (mit einem n) aufgrund der gleichen Aussprache wie "Mann" (mit zwei n) ablehnen. Witzigerweise wollen sie das durch "mensch" ersetzen (also z.B. "wenn mensch sich verläuft" statt "wenn man sich verläuft"). Witzigerweise wollen sie also als Alternative ein generisches Maskulinum verwenden, was beweist, dass sie null Ahnung haben und einfach nachplappern, was irgendein anderer Ahnungsloser sich mal ausgedacht hat.

    Wie gesagt:
    "der Mensch" ist maskulinum, obwohl damit auch Frauen gemeint sind und es eben keine "Menschin" gibt (was nicht lächerlich gemeint ist, sondern nur eine Feststellung fehlender weiblicher Form).

    Und umgekehrt ist "die Person", "die Geisel", etc. weiblich, auch wenn ein Mann gemeint ist.

    Und "das Kind" und "das Individuum" ist zwar sächlich, aber dennoch keine Sache, sondern ein Mensch. Der auch biologisch männlich oder weiblich sein kann.

    Und es heißt "der Tisch" und "die Türe", auch wenn Tische und Türen kein biologisches Geschlecht haben.

    Das alles, weil eben das grammatische Geschlecht nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun hat.

    Und wer denkt, Ärzte seien nur Männer, lebt wohl noch im Mittelalter und wird sein Weltbild auch nicht wegen einer Binnenmajuskel ändern. Und wer nicht so mittelalterlich denkt, wird wenn er "Ärzte" sagt oder hört, das nicht auf ein einzelnes Geschlecht beziehen.

    Wie gesagt: man müsste eigentlich noch viel mehr dazu schreiben, aber das ist ja hier kein Linguistik-Forum und ich will nur ansatzweise aufzeigen, wie viel falsches da von Laienlinguisten verbreitet wird...
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