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  • 28.04.2015           19      Teilen:   |

Urteil in München

Schwulen Rentner mit Fleischklopfer attackiert: Neun Jahre Haft

Artikelbild
Das Landgericht München hat den Täter zu neun Jahren Haft verurteilt (Bild: flickr / John / cc by 2.0)

Für einen 65-Jährigen hätte ein Sex-Date fast den Tod bedeutet. Jetzt ist der Prozess in München zu Ende gegangen.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts München II hat am Montag den 43-jährigen Gabor S. wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt. Der Angeklagte, ein ungarischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz, hatte in der Nacht zum 12. Juni letzten Jahres einen 65-Jährigen in dessen Wohnung in Dachau attackiert, nachdem sich die Männer über eine schwule Kontaktplattform im Netz kennengelernt hatten.

In der Tatnacht hatte der Täter mit einer vollen Flasche Sekt und einem Fleischklopfer mit voller Wucht auf den Kopf des im Bett liegenden Opfers geschlagen, um es anschließend zu berauben. Dabei zerbrach der Fleischkopfer und die Sektflasche zersplitterte. Der Rentner blieb trotz Verletzungen bei Bewusstsein und wehrte sich, dass der Angeklagte nach einer Rangelei schließlich von ihm abließ. Er stahl allerdings noch ein Handy und eine Goldkette, die er in einem Pfandhaus für 930 Euro veräußerte.

Durch den Angriff erlitt das Opfer unter anderem einen Schädelbasisbruch und hat noch heute Probleme mit seinem Sehvermögen.

Fortsetzung nach Anzeige


"Psychisches und physisches Leid" verursacht

Richter Martin Rieder erklärte nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung", dass der Angeklagte dem Rentner "ganz erheblich psychisches und physisches Leid" zugefügt habe. Das Gericht zeigte sich davon überzeugt, dass der Täter nur Kontakt zu schwulen Männern gesucht habe, um diese auszurauben.

Das Strafmaß von neun Jahren lag noch über der Forderung der Staatsanwaltschaft, die achteinhalb Jahre angestrebt hatte. Ursprünglich hatte die Staatsanwältin dem Täter sogar versuchten Mord vorgeworfen, war aber von diesem Vorwurf abgerückt, weil der Täter von sich aus aufgehört hatte, auf sein Opfer einzuschlagen. Die Verteidigung hatte vier Jahre und drei Monate gefordert. (dk)

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Tags: münchen, dachau, gericht
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Reaktionen zu "Schwulen Rentner mit Fleischklopfer attackiert: Neun Jahre Haft"


 19 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.04.2015
16:05:36


(+6, 6 Votes)

Von Patroklos
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Das Urteil geht vollkommen in Ordnung!


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#2
28.04.2015
21:24:35


(+5, 5 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Sehe ich auch so.


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#3
28.04.2015
22:58:32


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen


"Ursprünglich hatte die Staatsanwältin dem Täter sogar versuchten Mord vorgeworfen, war aber von diesem Vorwurf abgerückt, weil der Täter von sich aus aufgehört hatte, auf sein Opfer einzuschlagen."

Mhh also ein Fleischklopfer und eine Sektflasche die so lange auf den Kopf geschlagen wurde bis beide zerbrachen. Einen Schädelbasisbruch und ein Wunder dass er sich noch gewehrt hat.
Wann ist denn ein versuchter mord einer? Wenn er tatsächlich durchgeführt wurde?
Für mich unverständlich wie dieser Umstand kein versuchter Mord gewesen sein soll.


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#4
29.04.2015
09:33:41


(+4, 6 Votes)

Von Der_Schwede
Antwort zu Kommentar #3 von wuermchen


Das kann ich Ihnen erklären, wenn ich darf.

Der Täter hat hier anfangs schon mindestens mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt (den möglichen Tod des Opfers also zumindest billigend in Kauf genommen) allerdings ist er von der versuchten Tötung auch freiwillig zurückgetreten indem er aufgehört hat zuzuschlagen bevor das Opfer gestorben ist.

Ein Rücktritt vom Versuch beseitigt die Strafbarkeit desselben.

Der Gedanke hinter dieser Regelung ist, dass es dem Opfer mehr nützt, dass der Täter seine Tat nicht vollendet als mit dem Gedanken "jetzt ist es eh schon zu spät" weitermacht.


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#5
29.04.2015
19:34:29


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen
Antwort zu Kommentar #4 von Der_Schwede


Danke für deine Antwort, doch so richtig verstehen will ich es doch nicht. Wahrscheinlich muss man wohl im Gerichtssaal dabei gewesen sein ob der Angriff gestoppt wurde weil das Opfer sich gewehrt hat, er es nicht vollenden wollte oder ihm Schlicht und ergreifend die Werkzeuge ausgegangen sind. Da ging es wohl am Ende nur um Beweisbarkeit. Wobei ich auch nicht so tief im Rechtswesen drin stecke und Recht nicht immer etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat.

"Der Gedanke hinter dieser Regelung ist, dass es dem Opfer mehr nützt, dass der Täter seine Tat nicht vollendet als mit dem Gedanken "jetzt ist es eh schon zu spät" weitermacht."

Grundsätzlich sinnvoll, wobei der nächste Schritt nach versuchtem Mord eh der Vollendete wäre, von daher hätte es eh noch eine Schwelle gegeben, selbst wenn er für versuchtem Mord verurteilt worden wäre.


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#6
29.04.2015
22:08:16


(-2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von wuermchen


""ob der Angriff gestoppt wurde weil das Opfer sich gewehrt hat, er es nicht vollenden wollte oder ihm Schlicht und ergreifend die Werkzeuge ausgegangen sind.""..

Das wäre egal..
Denn wer mit einem Trommel-Revolver 6 Mal daneben schießt, und dann aufhört weil die Munition alle ist, tritt auch vom Vorsatz zurück..

Der Grund warum er vom Opfer abläßt ist egal..
Wichtig ist nur, das abgelassen wurde..

""von daher hätte es eh noch eine Schwelle gegeben, selbst wenn er für versuchtem Mord verurteilt worden wäre.""..

Dazu hätte ihn ein Dritter "vom Opfer runter holen" müssen..
Die Strafe für versuchten Mord kann genau so hoch sein, wie für den vollendeten..
Dazu kommt es dann wieder auf die Motive an, oder die Tatwaffe..


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#7
30.04.2015
08:09:12


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Also würde jemand, nach dieser Begründung, der eine Frau in ein Gebüsch gezogen hat um sie zu vergewaltigen, dann jedoch von Passanten gestört wird und daraufhin flieht, NICHT der versuchten Vergewaltigung angeklagt werden können weil er vom Vorsatz abstand genommen hat? Das ist doch eine Begründung für Schildbürger.

Also wenn dem wirklich so ist, dann kann man nur noch eine SOFORTIGE grundlegende Justizreform fordern. Denn Gesetze sollten nachvollziehbar, verständlich und für den Bürger sein und das wäre dann absolut nicht mehr der Fall.
Dass eigentlich alle Gesetzte überarbeitet werden müssten ist klar. Denn sie sind von Juristen für Juristen geschrieben worden. Das ist aber nicht der Anspruch der für Gesetzte gelten sollte. Man denke nur an die Steuergesetzte.
In die einzigen Gesetzte die ich mal wirklich bearbeitet habe sind die Urhebergesetze. Da kräuseln sich die Fußnägel wenn man mal die tiefen der Gesetzgebung ergründen möchte.


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#8
30.04.2015
15:26:20


(-2, 6 Votes)

Von Enyyo


Zahlt eigentlich der deutsche Steuerzahler für den Prozess und die Inhaftierung des Ungarn?

Oder werden die nicht unerheblichen Kosten von dessen Heimatland getragen?

OK, im Zweifelsfall zahlt ja immer Deutschland, aber vielleicht gibt's ja doch entsprechende Abkommen...


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#9
30.04.2015
15:29:03


(0, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von wuermchen


""Also würde jemand, nach dieser Begründung, der eine Frau in ein Gebüsch gezogen hat um sie zu vergewaltigen, dann jedoch von Passanten gestört wird und daraufhin flieht, NICHT der versuchten Vergewaltigung angeklagt werden können weil er vom Vorsatz abstand genommen hat?""..

Wird das nun eine Rechtsphilosophische Betrachtung ?

Wenn er den richtigen Anwalt hat, ja..
Je nachdem wie weit der Versuch gediehen ist..
Sind die Klamotten bereits zerstört ?
Hat er die Frau bereits "sexuell" berührt ?
("sexuell" hier deshalb in Anführungszeichen, weil eine Vergewaltigung nichts mit Sex, sondern ausschließlich mit Gewalt zu tun hat)..

Allein das "Verschleppen in ein Gebüsch" kann auch andere Gründe haben..
Und damit kommen dann andere Vorschriften im StGB zum Zuge..


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#10
30.04.2015
16:01:19


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen
Antwort zu Kommentar #9 von TheDad


Also es ging mir nicht darum meinen vorgesetzten Fall bis ins Letzte zu durchleuchten, weil, wie du aufgezeigt hast viele Eventualitäten da mit einspielen. Von daher nimm es einfach als Fallbeispiel, wie ich ihn geschildert habe: eine Vergewaltigung wurde durch das Auftauchen von Personen verhindert.
Wenn ich deine Begründung, warum im realen Fall kein versuchter Mord angeklagt werden kann, nehme, dann dürfte dieser von mir genannte Fall auch nicht als versuchte Vergewaltigung geahndet werden.
Siehst du die Verknüpfung zwischen beiden und die Idiotie dahinter nicht?


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