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  • 02.05.2015           12      Teilen:   |

Gleichstellungs-Debatte in der Union

Großstadtbeauftragter von CDU/CSU fordert Ehe-Öffnung

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Kai Wegner ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im vergangenen Jahr wurde er von CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder zum "Beauftragten für große Städte" ernannt

Der Bundestagsabgeordnete und Berliner CDU-Generalsekretär Kai Wegner hat sich erstmals für eine Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Eherecht ausgesprochen.

"Wenn ich sehe, dass die evangelische Kirche in Berlin und Brandenburg künftig Trauungen von homosexuellen und heterosexuellen Paaren gänzlich gleichstellt, sollte auch die Politik einen Prozess gestalten, um die bürgerliche Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen", sagte der Großstadtbeauftragte der Unions-Fraktion im Gespräch mit dem Magazin "Männer". "Ich finde es gut, wenn zwei Menschen rechtlich verbindlich füreinander Verantwortung übernehmen, in guten wie in schlechten Zeiten."

Bereits Anfang April hatte Wegner gegenüber dpa gefordert, dass die Union auf Homosexuelle zugehen müsse, jedoch offen gelassen, was er konkret damit meint (queer.de berichtete). Die Lebenswirklichkeit in Städten sehe mit vielen Alleinerziehenden, gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und Patchwork-Familien anders aus als sich das mancher Unions-Politiker wünsche, hatte der heterosexuelle Politiker damals erklärt. "Wir müssen für alle Gruppen Angebote machen. Das haben wir in den letzten Jahren nicht so glaubwürdig gemacht, dass man uns das abnimmt."

Im "Männer"-Interview kritisierte Wegner die Aussage des baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf, dass sich heterosexuelle Familien durch eine Gleichstellung "an den Rand gedrängt" fühlten (queer.de berichtete), als "nicht hilfreich".

Darüber hinaus monierte er, dass sich seine Partei bei der Gleichstellung eingetragener Lebenspartner mehrfach vom Bundesverfassungsgericht treiben lassen musste: "Das muss aufhören. Insbesondere, wenn wir uns selbst zu Recht als Rechtstaatspartei empfinden und sämtliche Rechtsexperten wussten genau, wie das Urteil aus Karlsruhe ausfallen würde." Hier müsse die Union das nächste Mal ein bisschen schneller sein: "Das würde in der Community für sehr viel mehr Vertrauen sorgen, und Glaubwürdigkeit."

Trotz Nachholbedarfs bei CDU und CSU zeigte sich Wegner allerdings auch stolz über das Erreichte: "Es gibt keine Partei, die sich in Fragen von Gleichstellung und Akzeptanz stärker bewegt hat als die Union." (mize)

Wochen-Umfrage: Auch CDU-Abgeordnete fordern mittlerweile die Ehe-Öffnung. Wann wird der Bundestag sie beschließen? (Ergebnis)

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Tags: kai wegner, cdu, ehe-öffnung
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Reaktionen zu "Großstadtbeauftragter von CDU/CSU fordert Ehe-Öffnung"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
02.05.2015
06:43:07
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Da die Union in Großstädten miserable Ergebnisse hat, ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade ein "Großstadt- Beauftragter" dafür ausspricht.

Das bringt nur überhaupt nichts, wenn der Rest der Partei strikt dagegen ist.


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#2
02.05.2015
07:04:35


(+8, 10 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Lauwarme Worte interessieren nicht, sondern Taten. Es ist doch so einfach, liebe CDSUSPD. Einfach die Menschenrechte anwenden, einfach Versprechungen einlösen, einfach das GG anwenden, es ist ganz einfach.

Ich glaube es erst, wenn den lauwarmen Worten auch Taten gefolgt sind.


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#3
02.05.2015
08:04:17


(+9, 9 Votes)

Von Nico


Reden können immer alle Politiker viel. Nur beim Handeln hapert es dann immer.

Und wir leben nun mal nicht in einer Rede, sondern in der Realität. Und da interessieren eben kein Gelaber und keine lauwarmen Versprechen, sondern nur Taten.


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#4
02.05.2015
09:00:49


(+4, 4 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


"Das bringt nur überhaupt nichts, wenn der Rest der Partei strikt dagegen ist."

Klar.

Die Aussage des CDU-Politkers bestätigt aber meine These, dass die kirchlichen Trauungspläne in Berlin-Brandenburg in Kirchen- und Pastorenstaat Deutschland politisch relevant sind. Für die Evangelen sind hierzulande aber eher SPD und Grüne zuständig.

Dem Gesetz zur Lebenspartnerschaft ist seinerzeit übrigens auch die Ev. Kirche im Rheinland mit Segnungen vorangegangen.

Das ist absurd, aber es ist so.

Wäre schön, wenn bald neben der 'heiligen Kirche' die noch viel viel heiligeren USA Druck auf die Atlantikerpartei CDU ausüben würden.

Warten wir ab.


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#5
02.05.2015
09:01:43


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Im vergangenen Jahr wurde er von CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder zum "Beauftragten für große Städte" ernannt"

Wenn Kauder das gewusst hätte, was für ein "Verräter" er sich ausgesucht hatt.


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#6
02.05.2015
09:02:57


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Darüber hinaus monierte er, dass sich seine Partei bei der Gleichstellung eingetragener Lebenspartner mehrfach vom Bundesverfassungsgericht treiben lassen musste:"

Na, Herr Markus..., was sagen sie denn dazu?


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#7
02.05.2015
09:07:46


(+3, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Kaum glaubt man, das sich jetzt doch einer traut, was auch Mitglied diesen lügnerischen rückwärtsgewandten Parteien ist, die Wahrheit ins Stammbuch zu schreiben, kommt dann doch die quietschende Bremse.

"Trotz Nachholbedarf bei CDU und CSU zeigte sich Wegner allerdings auch stolz über das Erreichte: "Es gibt keine Partei, die sich in Fragen von Gleichstellung und Akzeptanz stärker bewegt hat als die Union."

Aus was für einem Anlaß kommt denn diese Bewgung Herr Markus...?


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#8
02.05.2015
09:22:02


(+5, 7 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #7 von hugo1970


Ach, überfordere ihn nicht...
Erst kommt die Erkenntnis und die Umsetzung, die JEDE Partei, die die Regierung gestellt hätte, hätte machen MÜSSEN, und dann wird das Ganze als Erfolg verkauft...
Abwarten und Tee trinken. Das Einsehen ist löblich, reicht aber nicht bis zu CSU, die ihre Stammwählerschaft ja nicht in der Großstadt hat.


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#9
02.05.2015
10:57:10


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Schade, daß es in der Union sehr wenig progressiv denkende Männer wie Herrn Wegner gibt!


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#10
02.05.2015
11:12:02


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear
Antwort zu Kommentar #9 von Patroklos


Auszug aus dem Duden zum Begriff "konservativ":

"am Bestehenden/Hergebrachten festhaltend, rückschrittlich, rückständig, unzeitgemäß; antiquiert, überkommen, reaktionär"

Ist jetzt also nicht wirklich sooo verwunderlich, daß es in konservativen Parteien "sehr wenig progressiv denkende Männer" gibt, oder?

Link zu www.duden.de


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