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Seit 14 Jahren zusammen, seit Dezember 2013 verpartnert und nun auch von Pfarrer Joachim Pfützner (li.) gesegnet: Stefan Kaufmann (Mi.) und Rolf Pfander (re.) (Bild: SWR)

Der schwule CDU-Bundestagsabgeordnete und sein Lebensgefährte Rolf Pfander haben am Samstag ihre Partnerschaft kirchlich segnen lassen.

Happy-End in Stuttgart: Am Samstag haben der schwule CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann und sein eingetragener Lebenspartner Rolf Pfander nun doch den gewünschten kirchlichen Segen für ihre Partnerschaft bekommen. Etwa 350 Gäste besuchten den alt-katholischen Gottesdienst von Pfarrer Joachim Pfützner in der Schlosskirche in Stuttgarts Altem Schloss.

"Es war ergreifend, es war bewegend", erklärte Kaufmann gegenüber dpa. "Wenn man die Liebe des Lebens gefunden hat, sollte man daran festhalten", stand auf der Einladungskarte. Gekommen waren neben Freunden und Familienangehörigen auch Parteikollegen. Einer der Gäste war der CDU-Spitzenkandidat bei der bevorstehenden Landtagswahl Guido Wolf, der in den letzten Wochen mehrfach mit abwertenden Äußerungen gegenüber Homosexuellen aufgefallen war (queer.de berichtete).

Am Abend wurde in kleinerer Runde mit gut 110 Gästen weitergefeiert.

Der Lebenspartner musste zur Alt-Katholischen Kirche übertreten

Ursprünglich hatten sich der 45-jährige Kaufmann und der ein Jahr ältere Pfander den Segen von der Römisch-katholischen Kirche gewünscht – Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wies das Ansinnen jedoch zurück (queer.de berichtete). Das Sakrament der (heterosexuellen) Ehe müsse in seiner "unverwechselbaren Form" gewahrt bleiben, hatte der Bischof argumentiert.

Kaufmann selbst gab einerseits klein bei ("Wir respektieren, dass die katholische Kirche auch den von uns gewünschten und mit Pfarrer Seeberger konzipierten Dankgottesdienst anlässlich unserer Verpartnerung derzeit nicht durchführen will"), arbeitete jedoch parallel an einem Plan B: So trat sein Lebenspartner nach der Absage des Bischofs aus der Katholischen Kirche aus und in die vom Vatikan abgespaltete Alt-Katholische Kirche ein, die eine etwas liberalere Haltung zu Lesben und Schwulen einnimmt.

Kaufmann und Pfander sind seit 14 Jahren zusammen. Bereits im Dezember 2013 hatten sie ihre Partnerschaft auf dem Standesamt eintragen lassen. (cw)

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» Würdest Du Dich kirchlich trauen lassen wollen?
    Ergebnis der Umfrage vom 27.04.2015 bis 04.05.2015


#1 06543tghbgAnonym
  • 03.05.2015, 13:37h
  • Wer sich von solchen religiösen Sekten vereinnahmen lässt, ist in meinen Augen dumm wie Brot.

    www.kirchenaustritt.de
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#2 KorbmacherAnonym
  • 03.05.2015, 13:48h
  • Antwort auf #1 von 06543tghbg
  • Brot?

    Bet und arbeit! ruft die Welt,
    Bete kurz! denn Zeit ist Geld.
    An die Türe pocht die Not
    Bete kurz! denn Zeit ist Brot.
    Und du ackerst, und du säst,
    Und du nietest, und du nähst,
    Und du, hämmerst, und du spinnst
    Sag, o Volk, was du gewinnst!

    Ein Pfützner segnet einen Kaufmann und einen Pfandner, die eine Lebensgemeinschaft eingehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 goddamn liberalAnonym
  • 03.05.2015, 13:55h
  • Antwort auf #1 von 06543tghbg
  • Diese 'Sekten' sind leider neben dem Staat die größten Arbeitgeber Deutschlands.

    Ich freue mich für Herrn Kaufmann, wundere mich aber über die Vorgehensweise. Das dass bei den Römlingen nichts wird, hätte er vorher wissen müssen.

    Immerhin hat er jetzt aber dem röm.-kath. Bischof von Rottenburg-Stuttgart die Bemerkung entlockt, unsere Beziehungen seien grundsätzlich gleichwertig.

    Das ist zwar den meisten von uns völlig egal, ist aber politisch nicht unwichtig und wird bei Kuby u. Co. und bei seinen extrem reaktionären Kollegen in Frankreich und Polen für Ärger sorgen.

    www.youtube.com/watch?v=BoViEwZeMBo

    Und das kann einen ja nur freuen.
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#4 GeorgGAnonym
  • 03.05.2015, 14:04h
  • Noch einmal ganz deutlich: Es handelt sich um einen kirchlichen Segen, nicht um eine Hochzeit.
    Auch für die Alt-Katholische Kirche ist die Ehe ein Sakrament, das nur heterosexuellen Ehepaaren zusteht.
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#5 GeorgB
  • 03.05.2015, 14:05h
  • "Happy-End in Stuttgart"???
    Herr Kaufmann und sein Partner werden von der katholischen Kirche mit ihrem Ansinnen davongejagt. Einer wechselt deshalb in eine andere Glaubensgemeinschaft, deren Priester/Pastor sofort verlauten lässt, das ginge nur für Einheimische, man wolle nicht das deutsche Mekka der Schwulen werden.
    Dieser Herabwürdigungen noch nicht genug, sieht sich Herr Kaufmann veranlasst zu verkünden, er bleibe selbstverständlich als "kritisches Mitglied" in der katholischen Kirche. Und gefeiert wird mit Guido Wolf, für den alle Schwulen Kinder gefährden und nicht in den Schöpfungsplan passen.

    Das ist kein Happy-End, sondern der vorläufige Höhepunkt einer würdelosen Selbstaufgabe, die nicht einmal mehr mit dem Stockholm-Syndrom erklärbar ist.
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#6 in spiriturectumAnonym
  • 03.05.2015, 14:12h
  • Korrespondiert ganz toll mit dem Artikel über Mr. World Schwiegersohn obendrüber und den Bericht über irgendwelche IT Startups, gesammelten Volvounterschriften für das Schülerzeitungssponsoring, EU- Blutspendeschnickschnack oder was das gemütliche Bremen parteipolitisch gerne mal dazu anmerken würde, wenn es jemanden interessierte. Soviel Spannung in der gebügelten Unterhose toppt noch nicht einmal mehr ein evangelischer Kirchentag. Willkommen in der Normalität liebe Homos. Dann wünsche ich noch sehr viel Spaß damit und ein geruhsam getrautes Restleben. Ich ruf´ dann mal meine Mutti an. Und rede mir ihr über meinen geplanten Urlaub auf den Shigellen, während ich mir dabei meinen Fleischklopfer einmassiere.
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#7 hugo1970Profil
  • 03.05.2015, 14:20hPyrbaum
  • "Einer der Gäste war der CDU-Spitzenkandidat bei der bevorstehenden Landtagswahl Guido Wolf, der in den letzten Wochen mehrfach mit abwertenden Äußerungen gegenüber Homosexuellen aufgefallen war (queer.de berichtete)."

    Verlogener geht's nun wirklich nicht, Andererseits wird gegen uns gehtzt, andererseits würden die verlogenen uns den Hintern lecken nur um an der Macht zu bleiben.
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#9 userer
  • 03.05.2015, 14:27h
  • Was für eine verabscheuungswürdige Operette!

    Die Kinderschändersekte weiter hofieren, obwohl sie ihm in die Fresse schlägt, sich dann anderswo ein rituell als minderwertig gebrandmarktes Abakadabra ("Segnung" statt Hochzeit) abholen und im Beruf als CDU-Politiker weiterhin munter Schwule und Lesben diskriminieren und ihnen die grundgesetzliche Gleichberechtigung verweigern. Ekelhaft.

    Solche Leute wie Kaufmann gehören nicht wiedergewählt - was ihm nach seiner "Segnung" bei seiner Klientel ja durchaus passieren kann. Ich würd es ihm gönnen. Bigotterie gehört geächtet.
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#10 TheDadProfil