Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23705

Die Organisatoren des Berliner Projektes "Sex in the City" freuen sich über die Auszeichnung

Insgesamt zehn Projekte zur HIV-Infektion wurden am Dienstag mit dem Sirius-Preis gewürdigt. Gesundheitsminister Gröhe lobte, dass Deutschland auch dank derartiger Projekte eine besonders niedrige HIV-Rate habe.

Am Dienstag wurde in Berlin der "Sirius 2015" verliehen, der Preis des Bundeswettbewerbs zur Prävention von HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten (STI). Zehn Projekte wurden für besonders innovative, bedarfsgerechte und erfolgversprechende Präventionsansätze ausgezeichnet und erhielten Preisgelder zwischen 2.500 und 20.000 Euro.

Auszeichnet wurde unter anderem das "STI Studio" des schwulen Hamburger Infoladens Hein & Fiete. Die ehrenamtliche Initiative dreht Aufklärungsvideos zu sexuell übertragbaren Krankheiten. Einen Preis erhielt auch die Kölner Initiative "Socke & Schuss" unter Leitung der Aids-Hilfe NRW in Köln, in der mit Hilfe von Handpuppen aufgeklärt wird. Als ebenfalls preiswürdig sah die Jury das Berliner Projekt "Sex in the City" an, eine sexualpädagogische Kiezrallye im Stadteil Schöneberg. Sie wird vom Verein Mann-O-Meter in Kooperation mit der Berliner Aids-Hilfe, pro familia und dem LSVD Berlin-Brandenburg erstellt.

Weitere Preisträger sind das Ragazzamobil, ein Hamburger Gesundheitsprojekt für drogenkosumnierende Sexarbeiterinnen, die Nürnberger Initiative "Wir für alle", die sich für kultursensible Prävention bei afrikanischen Flüchtlingen einsetzt, und das Videoprojekt "Gesund in Haft" der Münchener Aids-Hilfe. All diese Projekte erhalten zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Darüber hinaus hat die Jury vier weitere Projekte mit einem Anerkennungspreis in Höhe von jeweils 2.500 Euro ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um "Der Doktor kommt!", ein Beratungs- und Testangebot der AIDS-Hilfe Essen, das Projekt Geocoaching der Aids-Hilfe Westsachsen, die Aktion "STIs HAUTnah", mit der beim Musikfestival MS Dockville aufgeklärt wird, und das HIV-STI-Präventionsspiel "Youstrip" von Youthwork NRW in Münster.

Insgesamt 50 Bewerber

Der Sirius wird alle zwei Jahre verliehen, 2015 bereits zum dritten Mal. Der Preis ist ein gemeinsames Projekt des Bundesgesundheitsministeriums, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung. Mit Preisgeldern von insgesamt über 100.000 Euro werden vor allem Projekte gefördert, die sich besonders an schwer erreichbare oder benachteiligte Gruppen richten. Über 50 Projekte hatten sich beworben.


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärte, dass Deutschland auch wegen der guten Präventionsarbeit zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa zähle. "Es geht darum durch Information und Aufklärung weiter daran zu arbeiten, die Neuinfektionsrate von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu senken. Die heute ausgezeichneten Projekte leisten dazu mit Ideenreichtum, Fachwissen und großem Engagement einen wertvollen Beitrag", lobte der Minister.

Auch Heidrun Thaiss, die Chefin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sprach anerkennend von "wesentlichen Impulsen für die HIV- und STI-Präventionslandschaft" in Deutschland, die von diesen Initiativen ausgingen. (cw)