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Der mutmaßliche Täter schlug seinem Opfer am Bahngleis mit einem unbekannten Gegenstand auf den Kopf

Die Berliner Polizei meldet erneut einen homophoben Übergriff: Am Mittwochnachmittag beleidigte ein 20-Jähriger zwei Männer mit homophoben Sprüchen und verletzte später einen weiteren Mann.

Im Ortsteil Kreuzberg beleidigte der mutmaßliche Täter zunächst gegen 16 Uhr einen 44-Jährigen im Außenbereich eines Lokals am Mehringdamm. Der 20-Jährige stellte sich demnach vor den Tisch, entblößte sein Geschlechtsteil und begann eine homosexuellenfeindliche Tirade. Alarmierte Polizisten nahmen die Personalien des jungen Mannes auf und schrieben eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Eine gute Stunde später fiel der Pöbler erneut auf: Gegen 17.10 Uhr beleidigte er in einer U-Bahn der Linie 7 einen 41-Jährigen ebenfalls homophob. Der Angegriffene verließ daraufhin den Zug am U-Bahnhof Rathaus Neukölln, woraufhin der aggressive 20-Jährige ihm folgte und mit einem unbekannten Gegenstand auf den Kopf schlug. Das Opfer erlitt dabei eine Kopfverletzung, die durch alarmierte Rettungskräfte auf dem Bahnsteig medizinisch versorgt wurde.

Daraufhin nahm die Polizei den Schläger fest. Das Kommissariat der Polizeidirektion 5 hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

In Berlin gibt es immer wieder Berichte von Übergriffen aufgrund von Homo- oder Transphobie. Erst am Donnerstag stellte das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo in seinem neuesten Jahresbericht fest, dass die Zahl der Übergriffe auf LGBT in der Bundeshauptstadt "auf gleichbleibend hohem Niveau" verharre (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei vermeldet in ihren Presseberichten, wenn eine Tat homo- oder transphob motiviert sein könnte – anders als bislang die meisten Polizeien. Zusammen mit dem Fakt, dass in Berlin erheblich mehr LGBT leben, entsteht so auch der Eindruck, hier sei die Kriminalität am größten. Verdichten sich Hintergründe auf eine homophobe Tat, werden die Fälle in der Regel an das LKA übergeben. (pm/cw)



#1 GeorgGAnonym
  • 08.05.2015, 11:26h
  • Da ziehen Schwule und Lesben aus ganz Deutschland und aus der ganzen Welt nach Berlin, um hier frei zu sein von den Diskriminierungen bei ihnen zu Hause.
    Aber: Je mehr die Schwulen in der Öffentlichkeit sichtbar werden, desto mehr kommen auch die homophoben Schwulenhasser aus ihren Rattenlöchern. Diese Leute erreicht man mit Aufklärung nicht, weil der Grund für ihren Hass oft die eigene verdrängte (Homo-)Sexualität ist.
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#2 AlexAnonym
  • 08.05.2015, 11:54h

  • Schlimm!

    Alle Politiker und Religionen, die das gesellschaftliche Klima für solche Taten bereiten sind genauso schuldig, wie die Ausführer der Tat. Die haben auch alle Blut an ihren Händen...
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#3 NicoAnonym
  • 08.05.2015, 12:02h

  • Jede dieser Taten beweist, dass wir endlich mehr Bildung und Aufklärung brauchen.

    Dass gerade in Berlin, wo die homophobe Gewalt stark zunimmt, die Bildungssenatorin (SPD) das ablehnt und erst nach Protesten nochmal "prüfen" will (queer.de berichtete) ist ein Skandal.
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#4 GeorgFalkenhagenProfil
  • 08.05.2015, 12:09hBremen
  • Ja, ist schon wahr, Vornamensvetter. Mein - inzwischen gealterter Mann und meine Winzigkeit wurden auch schon mal "in echt" nicht nur verbal, sondern auch kampfkörperisch attackiert.

    Wir überlebten alle Attentate mit etwas "Kollaretalschäden". Nicht nur körperlich, mehr seelisch.

    Aus Bremen: Kopf hoch! LINKS, zwo, drei, vier ...
    Wirds bald?
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#5 David77Anonym
  • 08.05.2015, 12:19h
  • Wann kommt denn endlich mal eine Meldung, dass mann zurückgeschlagen hat?! Ich bin es langsam leid...
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#6 BuritoAnonym
#7 ursus
  • 08.05.2015, 14:27h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • >"weil der Grund für ihren Hass oft die eigene verdrängte (Homo-)Sexualität ist."

    wo es als einziges modell herhalten soll, ignoriert dieses erklärungsmuster den alltäglichen sexismus, der nicht nur schwule männer, sondern vor allem weiblichkeit abwertet. meines erachtens wehren homophobe schläger kein latentes schwulsein ab, sondern ein latentes "weiblich-sein". schwule sind nicht deswegen projektionsfläche, weil sie schwul sind, sondern weil sie vermeintlich "weibliche" männer sind.
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#8 Gernot_BackProfil
  • 08.05.2015, 15:31hKöln
  • Antwort auf #2 von Alex
  • Mich würde mal interessieren, welchem Kulturkreis dieser Täter zuzuordnen ist. Darüber schweigt sich die Presse und die Kriminalstatistik ja immer hübsch aus. Wäre ja auch politisch nicht korrekt, wenn man dann sähe, dass da bestimmte Korrelationen bestehen und es möglicherweise doch etwas mit der in Berlin-Kreuzberg meistpraktizierten Religion zu tun hat.
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#9 Jan BöhmerAnonym
#10 FaktencheckAnonym