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  • 08.05.2015           65      Teilen:   |

Xavier Bettel

Luxemburgs Premierminister heiratet seinen Lebenspartner

Artikelbild
Premierminister Xavier Bettel (li.) heiratet nächste Woche seinen Freund

Der starke Mann Luxemburgs ist bereits seit vier Jahren mit seinem Liebsten verpartnert. Nächste Woche will das Paar mit einer echten Hochzeit seine Partnerschaft besiegeln.

Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel wird laut der Zeitung "Tageblatt" am 15. Mai seinen Lebenspartner Gauthier Destenay heiraten. Der Politiker und der Architekt leben seit 2010 in einer eingetragenen Partnerschaft, im August 2014 haben sie sich verlobt. Nun wollen sie wenige Monate nach der Öffnung der Ehe am 1. Januar dieses Jahres endlich das Ehegelübde ablegen.

Das "Tageblatt" bezieht sich in seiner Meldung auf "vertraute Quellen". Der Regierungschef selbst wollte Medien gegenüber keine Angaben machen und erklärte, es handle sich um eine Privatangelegenheit.

Der 42-jährige ist Jurist und seit 1999 Abgeordneter im luxemburgischen Parlament für die liberale Demokratische Partei. In einer Sendung des Fernsehsenders RTL outete er sich 2008 als schwul. Im Jahr 2011 wurde er schließlich Bürgermeister der luxemburgischen Hauptstadt, später stieg er zudem zum liberalen Parteichef auf.

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Bettel drängte in Koalitionsverhandlungen auf Ehe-Öffnung

Bei den Kammerwahlen im Jahr 2013 erreichte Bettels Partei über 18 Prozent der Stimmen und konnte daraufhin eine Regierungskoalition mit den Sozialdemokraten und Grünen bilden. Damit löste er den Jean-Claude Juncker ab, den damals dienstältesten Regierungschef in Europa. Der konservative Politiker ist inzwischen zum Präsidenten der Europäischen Kommission aufgestiegen. Bettels Vizeregierungschef ist der ebenfalls schwule Sozialdemokrat Etienne Schneider.

Bereits bei den Koalitionsverhandlungen hatte Bettel angekündigt, die Ehe für Schwule und Lesben öffnen zu wollen. Dieser Schritt war bereits zuvor von der konservativen Juncker-Regierung geplant worden, konnte aber wegen eilig einberufenen Neuwahlen nicht durchgeführt werden.

Homosexualität wurde im Großherzogtum bereits 1794 legalisiert, seit 2004 gibt es eingetragene Lebenspartnerschaften. (dk)

Mehr zum Thema:
» Luxemburgs Premierminister will seinen Freund heiraten (20.08.14)
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Tags: luxemburg, xavier bettel
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Reaktionen zu "Luxemburgs Premierminister heiratet seinen Lebenspartner"


 65 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.05.2015
14:47:57
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Herzlichen Glückwunsch!

Damit dürfte er wohl der erste Regierungschef sein, der eine gleichgeschlechtliche Ehe eingeht. Ein echtes Vorbild, der sich nicht von der Politik verbiegen lässt.

Ich wünsche den beiden alles Gute!


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#2
08.05.2015
14:57:11
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Alex


Wie schön wäre es, wenn Deutschland einen offen schwulen Bundeskanzler hätte, der seinen Partner heiratet...

Aber es wäre auch schon schön, wenn gleichgeschlechtliche Paare überhaupt in Deutschland heiraten dürften...


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#3
08.05.2015
15:06:51


(+4, 8 Votes)

Von 34567ikjhfd


Und Deutschland bleibt unter Merkel weiterhin in Mehltau eingehüllt.

Merkel = Stillstand

Das einzige woran Merkel interessiert ist, ist ihr Machterhalt. Ihre geniale Entdeckung zu Beginn ihrer Amtszeit war, dass sie bemerkte, dass wenn sie nichts tut, dass dann ihre Beliebtheitswerte steigen. Also dachte sie sich "Wie praktisch, dann tu ich einfach nichts und werde trotzdem an der Macht bleiben."


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#4
08.05.2015
15:40:21


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


Endlich mal eine Schlagzeile, die echt ist!

Echt ist nämlich, daß gleichgeschlechtliche Paare in Luxemburg wirklich HEIRATEN können, d.h. eine zu 100% gleichgestellte EHE eingehen können. So wie es nach modernen menschenrechtlichen Standards zu erwarten ist.

Unecht ist leider nach wie vor, wenn in Deutschland davon gesprochen wird, daß gleichgeschlechtliche Paare "heiraten". WIR dürfen das nach wie vor NICHT. Es trotzdem "heiraten" zu nennen, macht die Sache schlimmer, denn so denken die lieben Mitmenschen "Was wollen die Schwulen und Lesben denn eigentlich noch - sie DÜRFEN (!) doch heiraten".

Was wir wollen?

Zum einen wollen wir das nicht gnädiglich "dürfen", sondern als selbstverständliches Menschenrecht zuerkannt bekommen.

Und zum anderen wollen wir auch sonst alle Menschenrechte, die in unserem Land angeblich so selbstverständlich sind, TATSÄCHLICH haben.

Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."
Na dann macht mal, liebe Politiker_innen. Davon sind wir nämlich nach wie vor meilenweit entfernt.


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#5
08.05.2015
16:16:22


(-5, 9 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von VeganBear


Da tue ich mich immer schwer mit.

Weist man mit einer "Verpartnerung" statt einer Hochzeit auf die bestehende Diskriminierung hin oder geht man den Ewiggestrigen damit auf den Leim und übernimmt deren Sprachgebrauch?

Die Situation ist sprachlich ähnlich gelagert wie beim Verbot der Abtreibung.
So wollte der Gesetzgeber auch hier deutlich seinen Misswillen ausdrücken: Abtreibung ist in Deutschland verboten, sie ist nur unter bestimmten Bedingungen straffrei.
In der Bevölkerung hat sich dieser Sprachgebrauch aber nie durchgesetzt.

Kein normaler Mensch weiß was eine ELP ist, da ist die Bevölkerung sprachlich schon dort wo der Gesetzgeber erst hin muss.


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#6
08.05.2015
16:19:46


(+1, 9 Votes)

Von GeorgB
Antwort zu Kommentar #4 von VeganBear


"WIR dürfen das nach wie vor NICHT"

Ist so auch nicht ganz richtig. Wir dürfen selbstverständlich heiraten. Nur nicht IN Deutschland. Wer von uns in Deutschland also eine richtige Ehe haben will, macht sich ein schönes Wochenende in einem der vielen Länder Europas oder in den USA, die schon viel weiter als Deutschland sind, und heiratet dort "richtig".
Das Absurde ist ja, dass in Deutschland auch "richtig" Verheirateten mit gleichem Geschlecht nicht alle Rechte gegeben werden, die andere Verheiratete mit verschiedenem Geschlecht haben, die im Ausland geheiratet haben. Es werden einfach Rechte weggenommen, sobald man nach Deutschland einreist.


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#7
08.05.2015
16:24:12


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear
Antwort zu Kommentar #5 von seb1983


"Kein normaler Mensch weiß was eine ELP ist"

1) Definiere "normaler Mensch"?

2) Wenn's denn so sei: warum wohl? Vielleicht, weil das kein "normales" Konstrukt ist, sondern ein ausgrenzendes?
Warum heißt es wohl "Homo-Ehe" und nicht "Ehe"?

Bild-Link:
gay-marriage-liz-feldman.jpg


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#8
08.05.2015
16:27:51


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear
Antwort zu Kommentar #6 von GeorgB


Und inwieweit hilft das dann, wenn man extra ins Ausland reist, um das Ganze "Ehe" nennen zu können, und in Deutschland die damit verbundenen Rechte doch nicht hat?

Ich bleibe dabei: WIR (in Deutschland) dürfen NICHT heiraten und damit automatisch und selbstverständlich die gleichen Rechte erhalten wie Heteros. Alles andere ist schönrednerische Wortklauberei und bringt uns bezüglich der Rechtslage in Deutschland keinen Schritt weiter.


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#9
08.05.2015
16:30:38


(+6, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von seb1983


also dass musst du mir erst mal erklären..
" Die Situation ist sprachlich ähnlich gelagert wie beim Verbot der Abtreibung...
In der Bevölkerung hat sich dieser Sprachgebrauch aber nie durchgesetzt."
Keiner spricht von etwas anderem als von "abtreibung"!
Es hat sich also der gesetzgeberische misswillensgebrauch doch durch gesetzt.

In deutschland gibt es keine heirat unter gleichgeschlechtlichen partnern! Weder in standesamt noch in kirchen.
Fakt!
Warum also so tun als ob.
Soll doch der hetenrest lernen, wie die unterscheidungen vorgenommen werden, von uns erst gar nicht zu reden.

Mag ja sein das einfachhalber der hetero sich aufs "heiraten versteift, um sich nicht selbst gedanklicher anstrengung zu unterziehen.. aber was ist bleibt:
nix heirat ! Eben ELP, oder wie das ding da heißt..
Aber dass ist ja auch nebensächlich.


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#10
08.05.2015
16:37:08


(+6, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #2 von Alex


eben, es muss heißen "Wie schön wäre es, wenn Deutschland einen offen schwulen Bundeskanzler hätte, der seinen Partner verpartnert!

na einen vice-kanzler hatten wir ja schon.. VERPARTNERT!


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