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  • 09.05.2015           130      Teilen:   |

ZdK-Vollversammkung

Zentralkomitee der deutschen Katholiken fordert Segnungen homosexueller Paare

Artikelbild
Zwei Besucher der ZdK-Vollversammlung am 8. und 9. Mai im Maritim-Hotel Würzburg (Bild: ZdK/Kamlage)

Die Laienvertretung sprach sich auf ihrer Vollversammlung in Würzburg einstimmig gegen Ausgrenzungen von Lesben und Schwulen aus.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich am Samstag bei seiner Vollversammlung in Würzburg für die Segnung von lesbischen und schwulen Paaren ausgesprochen. Dazu müsse es eine "Weiterentwicklung von liturgischen Formen" geben, heißt es in einem einstimmig gefassten Beschluss zur anstehenden Bischofssynode im Oktober.

In seiner Erklärung "Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute" fordert das ZdK zudem die "vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen und Abwertungen homosexueller Menschen".

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Die Lebenswelt der Gläubigen einbeziehen

Insgesamt wirbt das Zentralkomitee für eine pastorale Haltung der Kirche, die sich bemüht, mit der "Spannung zwischen dem päpstlichen Lehramt und der Lebenswelt der Katholiken konstruktiv umzugehen". Wörtlich heißt es: "Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden."

Das ZdK appelliert an die Bischöfe, nach Wegen zu suchen, wie das Modell der christlichen Ehe und Familie den Gläubigen Orientierung und Hilfe für verbindliche Partnerschaften und Generationenbeziehungen bieten könne. Seit jeher setze sich das ZdK aktiv für die Stärkung der Familie und ihre Interessen in Politik und Kirche ein. In diesen Kontext gehörten "auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten", so die katholischen Laien. "Familien und Partnerschaften sollten in ihrer Vielfalt von der Seelsorge der Kirche angesprochen und begleitet werden."



Eine Heimat für alle Gläubigen, unabhängig von ihrer Lebensform

Das ZdK stellt sich ausdrücklich hinter Papst Franziskus, der mit der Befragung aller Katholikinnen und Katholiken und der von ihm ausgerufenen pastoralen Wende einen "mutigen Weg" eingeschlagen habe, der nun von den Bischofskonferenzen zu konkretisieren sei. Die Kirche müsse den Mut haben, alle Gläubigen, unabhängig von ihrer Lebensform, zum Miteinander einzuladen, "damit sie in der Gemeinschaft der Kirchengemeinde eine Heimat finden können."

Neben einer Neubewertung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften plädiert die Laienvertretung auch für eine veränderte Haltung in lange tabuisierten Fragen der Sexualethik sowie für die volle Einbindung von geschiedenen und zivil wiederverheirateten Gläubigen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen der Laienvertretung und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. Das ZdK wird von der Deutschen Bischofskonferenz als Koordinationsgremium anerkannt, stellt jedoch kein offizielles Organ der Kirche dar. (cw)

Links zum Thema:
» Der Beschluss der ZdK-Vollversammlung
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Tags: zdk, segnung, zentralkomitee der deutschen katholiken
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Reaktionen zu "Zentralkomitee der deutschen Katholiken fordert Segnungen homosexueller Paare"


 130 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
09.05.2015
14:52:23


(-11, 17 Votes)

Von Markus44


Ein sehr guter Beschluss des Zentralkomitees deutscher Katholiken: finde ich gut, das es einen öffentlichen Segnungsgottesdienst fordert, wie es ihn bereits seit Jahren in vielen protestantischen, altkatholischen und anglikanischen Kirchen gibt.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare


Die Liste der christlichen Kirchen aber auch buddhistische, jüdischen und neureligiösen Organisationen, die dies fordern, ist lang.

Es gibt mittlerweile auch einige christlichen Kirchen, die reguläre Trauungsgottesdienste ermöglicht haben.
beispielsweise
Dänsiche Kirche
Schwedische Kirche
Unitarier
United Church of Christ
United Church of Canada
Presbyterian Church (USA)
Metropolitan Community Church
EKD Landeskirche Hessen-Nassau
EKD Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz


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#2
09.05.2015
15:20:24


(-8, 14 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #1 von Markus44


Das sollte natürlich lauten:

Die Liste der christlichen Kirchen aber auch buddhistischen, jüdischen und neureligiösen Organisationen, die Segnungsgottesdienste bereits ermöglicht haben, ist lang und mittlerweile so umfangreich, das man den Überblick leicht verliert.

*
Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare


Es wäre gut, wenn auch der Vatikan endlich all diesen anderen christlichen Kirchen folgt und öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht.


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#3
09.05.2015
15:25:26


(+5, 9 Votes)

Von faltsorgeform


was denken die über andersgläubige, bauchgefühle und unbefleckte empfängnisse?

Link zu www.zdf.de


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#4
09.05.2015
15:26:47


(+9, 9 Votes)

Von ursus


wenn die heterosexuellen unter diesen ach so fortschrittlichen katholik_innen selber plötzlich nicht mehr heiraten dürften, aber eine "segnung" erhalten könnten - würden sie das wohl als eine "vorbehaltlose akzeptanz" ihrer beziehungen empfinden?

ich bin es leid, das bewusste fortschreiben von abwertungen als "akzeptanz" bejubeln zu sollen. dieses ego-wellness-programm für möchtegern-demokrat_innen können die sich hinschieben, wo das liebe jesulein es nicht sieht.


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#5
09.05.2015
15:47:34


(+5, 5 Votes)

Von goddamn liberal


Auf dass Kuby u. Co. orhtodoxolend hinter dem Ural verschwinden! Und die Katholen in Frankreich und Polen schäumen vor Wut!

Der einstimmige [!] Beschluss betrifft persönlich ja nur einige KatholikInnen unter uns und wird wahrscheinlich durch ein Nein aus Rom verhindert werden.

Aber:

Staatskirchen sind in einem Kirchenstaat wie Deutschland ein wichtiger Teil der politischen Willensbildung.

Neben der geplanten Trauunungszeremonie in der ev. Kirche Berlin-Brandenburg-Lausitz könnte das ein weiterer Schritt zur Einführung der Zivilehe in Deutschland sein.

Was für den zivilisatorischen Stand unseres Landes nichts Gutes bedeutet...


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#6
09.05.2015
15:54:32


(-7, 15 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #4 von ursus


@ursus
"ich bin es leid, das bewusste fortschreiben von abwertungen als "akzeptanz" bejubeln zu sollen. dieses ego-wellness-programm für möchtegern-demokrat_innen können die sich hinschieben, wo das liebe jesulein es nicht sieht."

Genauso wie es bei den einzelnen Staaten zuerst ein Lebenspartnerschaftsinstitut und dann die Eheöffnung nach einigen Jahren gab, ist es ähnlich bei den Kirchen und religiösen Organisationen. Dort gibt es zuerst öffentliche Segnungsgottesdienste und Jahre später entscheiden sich diese Kirchen und religiösen Organisationen für reguläre kirchliche Trauungen. Das dauer nur leider alles "sehr lange", leider...

Daher jede Kirche oder jede religiöse Organisation, die zunächst einmal zumindest öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht, ist dafür zu loben und das ist zu begrüßen. Der Schritt zur kirchlichen Trauung kommt dann später, so wie dies beispielsweise in der Dänsichen Kirche, der Presbyterian Church (USA), der Scgwedischen Kirche, der Isländischen Kirche, usw. der Fall war: dort gibt es mittlerweile reguläre Trauungsgottesdienste ohne Unterschied.

Du solltest Dich besser über diejenigen Kirchen und religiösen Organisationen aufregen, wo NICHTS geschieht bzw. Homophobie gepredigt wird (siehe orthodoxe Kirchen Osteuropas, altorientalische Kirche, evangelikale Freikrichen wie Zeugen Jehova und Mormonen sowie Southern Baptists). Und kümmer Dich um die erschreckenden Entwicklungen im Islam, das sollte dich vielmehr beunruhigen.


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#7
09.05.2015
16:32:18


(+8, 8 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


>"Daher jede Kirche oder jede religiöse Organisation, die zunächst einmal zumindest öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht, ist dafür zu loben und das ist zu begrüßen."

du hast aber schon mitbekommen, dass die katholische kirche diesen "ersten schritt" schritt keineswegs schon getan hat, hm? und es deutet auch nichts darauf hin, dass sie ihn tun wird, denn wir reden hier immer noch von einer strikt hierarchischen und anti-demokratischen organisation, deren spitze konsequente verhaltensstarre praktiziert.

ich frage nur sicherheitshalber, weil du gelegentlich das wunschkonzert in deinem kopf mit der realität verwechselst...

übrigens habe ich es noch nie für klug gehalten, die kritik an einem übel mit dem verweis auf noch schlimmere übel beiseitezuwischen.


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#8
09.05.2015
16:35:50


(-4, 12 Votes)

Von Markus44


Link zu www.aargauerzeitung.ch

Übrigens fand nunmehr der zweite öffentliche Segnungsgottesdienst in einer römisch-katholischen Kirche durch einen rkk Priester im Bistum Basel statt.

Hier in Deutschland sollten rkk Priester auch mutig sein und öffentliche Segnungsgottesdienste für anfragende homosexuelle Paare ermöglichen, wie dies bereits in Wetzlar geschah.


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#9
09.05.2015
16:41:36


(+7, 9 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Die Laienvertretung sprach sich auf ihrer Vollversammlung in Würzburg einstimmig gegen Ausgrenzungen von Lesben und Schwulen aus."
leider können die katholischen laien in deutschland fordern, was sie wollen, doch in der katholischen weltkirche interessiert diese forderungen so gut wie keinen.


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#10
09.05.2015
16:44:20


(+9, 9 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #8 von Markus44


wetzlar? redest du von dem amtsdekan, der nach der segnung eines einzigen schwulen paares seines amtes enthoben wurde? inwiefern ist das jetzt ein hoffnungsvolles zeichen?


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