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  • 11.05.2015           14      Teilen:   |

Homophobie

Kenianische Zeitung startet Outing-Kampagne

Artikelbild
Neun von zehn Kenianern wollen Schwule und Lesben gesellschaftlich ausgrenzen. Eine derartige Headline gießt weiteres Öl ins Feuer.

In Kenia heizt eine Wochenzeitung die ohnehin schon homosexuellenfeindliche Atmosphäre weiter an.

Die kenianische Wochenzeitung "Weekly Citizen" hat eine Outing-Kampagne gegen angeblich homosexuelle Personen gestartet. Die Zeitung veröffentlichte am Sonntag 15 unverpixelte Bilder, die die "führenden Schwulen und Lesben" des Landes zeigen sollen. Unter den Geouteten sind einige regional bekannte LGBT-Aktivisten, aber auch mehrere Politiker, Geschäftsleute und andere, von deren angeblicher Homosexualität bislang nichts bekannt gewesen sein soll.

Die Aktion erinnert an eine Kampagne der ugandischen Boulevardzeitung "Red Pepper" aus dem Jahr 2010, die Namen und Bilder von 100 mutmaßlichen Schwulen veröffentlichte – samt der Aufforderung "Hängt sie" (queer.de berichtete). Wenige Monate nach dem Erscheinen dieser Ausgabe wurde David Kato, der prominenteste LGBT-Aktivist des Landes, ermordet (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Angst vor "gottlosem Europa"

Zwar enthält der Bericht des "Citizen" keine derartigen Mordaufrufe, ist aber keineswegs positiv gegenüber LGBT eingestellt. So wird angesichts der angeblich plötzlich auftauchenden Homosexuellen die rhetorische Frage gestellt: "Sind wir noch in Kenia oder im gottlosen Amerika oder Europa?" Schwule und Lesben, heißt es weiter, würden sich ihren Weg von Internaten und Gefängnissen in die Gesamtgesellschaft bahnen und seien inzwischen auch in anderen Institutionen wie der Kirche anzutreffen – "und sogar unter Sportlern und Frauen".

Der Artikel ist eine Reaktion auf ein Urteil eines Gerichts vor rund zwei Wochen, mit der die Registrierung der ersten LGBT-Organisation ermöglicht wurde (queer.de berichtete). Wenig später erklärte der kenianische Vizepräsident, dass Schwule und Lesben im Land "keinen Platz" hätten (queer.de berichtete).

In Kenia steht auf homosexuelle Handlungen eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren. Auch die Bevölkerung des 45 Millionen Einwohner zählenden Landes ist äußerst homophob eingestellt. Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2013 erklärten 90 Prozent, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfte. (dk)

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Reaktionen zu "Kenianische Zeitung startet Outing-Kampagne"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
11.05.2015
17:10:25
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von hardybanker


Fahre nicht mehr im Urlaub hin. Ferner muß die Politik den Geldhahn zudrehen.


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#2
11.05.2015
17:31:52


(+7, 7 Votes)

Von panzernashorn
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Trotz ihrer abgrundtiefen Dummheit sind dies gewissenlose Verbrecher gegen Natur und Menschenwürde.

Diese homophoben Idioten werden sich in ferner Zukunft ähnlich zu verantworten haben wie die Nazischergen des letzten Jahrhunderts - und hoffentlich werden sie eine "gerechte" Strafe für ihre Unmenschlichkeit erhalten.

Wenn es deren Wahngott gäbe, so würde er sie umgehend in den angedrohten Ort der Verdammnis schicken, den sie sich auch mit Fug und Siegel verdient hätten.


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#3
11.05.2015
17:57:19


(+6, 8 Votes)

Von Patroklos
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Der größte Schuft im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant!


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#4
11.05.2015
18:30:38


(+13, 13 Votes)

Von Marc


In weiten Teilen Afrikas herrscht eine richtige Pogromstimmung.

Ausgerechnet diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können und eigentlich am solidarischsten sein sollten, sind am faschistischsten.

Da sieht man, wozu eine Mischung aus zu wenig Bildung und religiösem Fanatismus führt...


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#5
11.05.2015
22:20:31


(-12, 14 Votes)

Von Markus44


Wirklich ganz schlimm kann ich dazu nur sagen und die dort geouteten Personen in Kenia werden es sehr, sehr, sehr schwer haben und müssen um Ihr Leben fürchten.

Die Sache hat "nur" einen einzigen Lichtblick: gerade diese Aktion entzieht den homophoben Aktivisten das Argument, das es in Kenia und in Afrika überhaupt nicht homosexuelle Afrikaner gibt. Früher wurde ja immer öffentlich in Afrika behauptet, das es schwule Afrikaner nicht geben würde und schwule Männer nur im gottlosen Amerika und Europa leben würden. So bringt diese Medienkampagne, die fast jeder Kenianer mitbekommen dürfte, ans mediale Tageslicht, das es sehr wohl schwule Kenianer und Afrikaner gibt.

Ansonsten aber ist diese Kampagne zutiefst abzulehnen !!!


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#6
11.05.2015
22:32:00


(+4, 10 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #5 von Markus44


Kuck an..

Wie war das noch neulich mit dem Zwangs-Outing Homosexueller Kleriker im Vatikan ?

""So bringt diese Medienkampagne, die fast jeder Kenianer mitbekommen dürfte, ans mediale Tageslicht, das es sehr wohl schwule Kenianer und Afrikaner gibt.""..

Nicht nur das..
Da es sich ja offenbar AUCH um einflußreiche Personen handeln soll, könnte die Kampagne für die Regierung "nach hinten" losgehen, und dazu führen, das sich die LGBTTIQ-feindliche Politik verändert..


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#7
12.05.2015
10:06:09


(+7, 7 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


...schwarz Afrika hatte eine gute "Sitte"
Missionare landeten im Kochtopf zusammen mit Hirse und Mais...Homophobie kannte keiner--.ich moechte gerne wissen welcher Idiot dafuer gesorgt hat ,dass dies nicht beibehalten wurde ....die Auswirkungen sehen wir nun ,nach christlicher oder moslimischer Hetze in weiten Teilen des schwarzen Kontinents.....
(End of Satiere)


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#8
12.05.2015
12:56:27


(-9, 11 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


@StalinDad
"Kuck an.. Wie war das noch neulich mit dem Zwangs-Outing Homosexueller Kleriker im Vatikan ?"

Ja gut das Du es nicht vergessen hast; auch dort lehne ich Zwangsoutings im Unterschied zu Dir ab.

Und falls Du meinen Text wiedereinmal als "klein Doofi" nicht verstanden hast, ich bin GEGEN dieses Zwangsouting in Kenia.

UND Du solltest Dich schämen, homosexuelle Menschen zwangsouten zu wollen !!!


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#9
12.05.2015
13:31:14


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Markus44


""Ja gut das Du es nicht vergessen hast; auch dort lehne ich Zwangsoutings im Unterschied zu Dir ab.""..

Ach ? Tatsächlich ?

Link zu www.queer.de

Link zu www.queer.de

""--> DIE rkk Kardinäle und Bischöfe sind doch fast alle schwul, Loren !!!!""..

Link zu www.queer.de

Gegenrede :

Link zu www.queer.de

Aber es geht munter weiter :
""ABER mein Ethos verbietet es mir, diese Priester zwangszuouten:""..
""---> ABER wenn es doch der WAHRHEIT entspricht. Die meisten RKK Kardinäle und Bischöfe sind schwul""..

Garniert mit plumpen und dummen Unwissen über Missbrauch :
""Bei den RKK Missbrauchsfällen, die in den vergangenen Jahren aber aufgedeckt wurden, waren es fast aber immer nur Jungen und keine Mädchen, die missbraucht wurden !!! Auch daran kannst DU erkennen, dass der Anteil der schwulen Kleriker in der RKK sehr hoch ist.""..

Gefolgt vom eigenem "Gegenargument" gegen Outing in bester Double-Bind-Strategie :
""Es geht vielmehr darum medial klarzustellen, das in der MASSE die meisten RKK Bischöfe und Kardinäle schwul sind.""..

Und dann wieder der "Insider" :
""Aber wie gesagt: ein einzelnes Zwangsouting eines einzelnen Rkk-Bischofs wie Marx oder Bode bringt NICHTS.""..

Selber listig und lustig Kardinäle und Bischöfe Outen, und dann gegen Zwangs-Outing zu sein, klappt irgendwie nicht so richtig !


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#10
12.05.2015
19:34:31


(+6, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Marc


"Ausgerechnet diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können und eigentlich am solidarischsten sein sollten, sind am faschistischsten."

Nur dort?, ist es bei uns besser?


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