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  • 12.05.2015           11      Teilen:   |

Dan Savages Leben als Komödie

"It Gets Better"-Aktivist erhält eigene Sitcom

Artikelbild
Das Coming-out von LGBT-Aktivist Dan Savage wird in einer Sitcom nachgespielt

Mit Dan Savage erhält einer der bekanntesten Gesichter der amerikanischen LGBT-Bewegung eine eigene Sitcom – ausgerechnet im Network des Disney-Konzerns. Homo-Gegner sind empört.

Der US-Sender ABC hat eine Staffel einer Sitcom bestellt, die lose auf dem Leben des LGBT-Aktivisten Dan Savage basieren soll. "The Real O'Neals" soll ab Herbst in der Hauptsendezeit ausgestrahlt werden.

Savage setzt sich seit den Neunzigern für LGBT-Rechte ein und ist insbesondere durch sein 2010 gestartetes Projekt "It Gets Better" bekannt geworden, für das er sogar Präsident Barack Obama gewinnen konnte (queer.de berichtete).

Die Sitcom spielt in einer katholischen Familie in Chicago, in einer solchen ist auch Savage aufgewachsen. In der Serie soll seine Figur den Namen Kenny O'Neal tragen und 16 Jahre alt sein. Laut ABC-Pressetext ist er "Mamas Liebling" – zumindest solange, bis er sich bei einer Kirchenveranstaltung als schwul outet und das Familienleben durcheinanderwirbelt.

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Martha Plimpton, Jay R. Ferguson und Noah Galvin
Martha Plimpton, Jay R. Ferguson und Noah Galvin

Bereits Anfang des Jahres hatte ABC einen Piloten bestellt, der nun offenbar als vielversprechend genug für eine Serie angesehen wurde. Die Hauptrolle hat Nachwuchsschauspieler Noah Galvin erhalten, außerdem sind Martha Plimpton ("Raising Hope") und Jay R. Ferguson ("Mad Men") in weiteren Rollen vorgesehen.

ABC hat insgesamt neun neue Serien für das im Herbst startende Fernsehjahr bestellt, darunter drei Sitcoms. Es wird von den Einschaltquoten abhängen, ob es mehr Folgen geben wird. Die meisten neuen Serien überleben ihr erstes Jahr nicht.

Homo-Gegner beschimpfen Savage als obszön und gewalttätig

Gegen "The Real O'Neals" wurden bereits die ersten heftigen Proteste von Homo-Gegnern laut, die mit einem Senderboykott oder einem Boykott aller Firmen drohten, die während der Ausstrahlung werben wollen. So erklärte Tony Perkins vom "Family Research Council": "Will ABC wirklich eine Sendung produzieren, die auf einem niederträchtigen Rabauken wie Dan Savage basiert? Repräsentieren Dan Savages Obszönitäten, seine Einschüchterung von Teenagern und seine gewalttätige Rhetorik die Werte von Disney?". Der Disney-Konzern hatte das Network 1996 erworben. Laut Perkins rufe Savage zur "Gewalt gegen Konservative" auf.

Savage gilt als Hauptfeind von konservativen Homo-Gegnern, weil er sich in Kolumnen und Talkshowauftritten immer wieder sehr deutlich zu Wort meldet. So forderte er vergangenen Monat den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Ben Carson auf, seine Behauptung zu beweisen, dass Homosexualität nicht angeboren ist. Carson hatte behauptet, dass viele Hetero-Männer ins Gefängnis gehen und schwul wieder herauskommen. Daraufhin sagte Savage: "Zeig Amerika, wie das geht. Ben, zeig uns, wie man schwul wird: Lutsch meinen Schwanz!".

ABC ist einer von sechs Networks in den USA, die mit Serien wie "Modern Family", "Grey's Anatomy" und "Castle" Erfolge feiert. In den Einschaltquoten kämpft der Sender mit NBC, CBS und Fox um die Spitzenposition.

Mit "Men in Shorts" hat ABC auch eine Sitcom bestellt, die auf dem Leben des schwulen Fußballers Robbie Rogers basieren soll (queer.de berichtete). Es ist aber unklar, wann diese Serie anlaufen soll. (dk)

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Tags: dan savage, usa, sitcom
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Reaktionen zu ""It Gets Better"-Aktivist erhält eigene Sitcom"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
12.05.2015
13:35:24


(+6, 6 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Warum wird eigentlich immer wieder darüber berichtet, was solche dummen, homophoben Asozialen wie Tony Perkins zum Thema zu sagen haben? Schließlich berichtet man auch nicht darüber, was der Boss der lokalen Neonazi-Truppe über die Repräsentation von Ausländern im Fernsehen zu sagen hat.

Aber nein, beim Thema Homo ist irgendwie immer eine "Gegenmeinung" erlaubt und muss daher scheinbar von den Medien dargestellt werden, auch wenn sie immer und immer wieder von den selben braun gefärbten Gesichtern mit irgendwelchen obskuren Nischenmeinungen kommt.


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#2
12.05.2015
13:55:23


(+7, 7 Votes)

Von QueerGeist
Aus Berlin
Mitglied seit 11.03.2015
Antwort zu Kommentar #1 von HonestAbe


Genau das fällt mir auch dauernd auf. Allerdings nicht nur in Bezug auf 'homophobe Asoziale', sondern allgemein in Bezug auf die Meinung des heteronormativen Umfelds. Ich frage mich, wie es dazu kommt, dass wir uns ständig damit auseinandersetzen. Ich habe mal versucht, meine Gedanken dazu in einem Blogpost zusammenzufassen:
Link zu www.queergeist.com


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#3
12.05.2015
14:47:16
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Alex


"Homo-Gegner sind empört."

Diese hasserfüllten Fanatiker sind ständig über alles empört...

Die können sich einfach nicht damit abfinden, dass man in einer Demokratie auch andere Meinungen ertragen muss.

Auf solche vom Hass zerfressenen Faschisten darf man nicht hören...


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#4
12.05.2015
16:05:15


(+4, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Disney soll die Sitcom durchziehen und somit auf die Empörung der Homogegner sch...!


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#5
12.05.2015
17:14:10


(+4, 4 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Best luck for your sitcom, Dan!


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#6
12.05.2015
17:52:35


(0, 4 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #2 von QueerGeist


Ich weiss auch nicht, ob man Dan Savage als reinen LGTB-Aktivisten darstellen sollte. Er betreibt ja generell Aufklärungsarbeit in Sachen Sexualität und Beziehungsarbeit und wird in diesem Zusammenhang genauso oft von Heteros kontaktiert, wie von queeren Menschen. Offenbar trifft er mit seiner harten, knappen und direkten, aber auch humorvollen Art, über Sex und Beziehung zu sprechen, einen Ton, den sowohl Heteros als auch queere Menschen verstehen und schätzen. Daraus resultiert - im positiven, wie im negativen - seine Popularität, die die Grenzen der Community deutlich überwunden hat. Es geht nicht immer NUR um uns.


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#7
12.05.2015
19:43:22


(+5, 5 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #3 von Alex


"Homo-Gegner sind empört."

Vor allem zwingt die ja keiner, die Serie zu gucken, wenn sie das nicht möchten. Also was regen diese Fundamentalisten sich auf?!


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#8
12.05.2015
19:44:02


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #3 von Alex


"Auf solche vom Hass zerfressenen Faschisten darf man nicht hören..."

Erzähle mal das unseren Markusen...


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#9
12.05.2015
22:29:00


(+4, 4 Votes)

Von Marek


ABC hat ja bereits mit "Modern Family" eine Serie im Programm, die den Homohassern ein Dorn im Auge ist, weil sie ein neues Familienbild zeigt.

Aber ABC interessiert sich glücklicherweise nicht für die ganzen Boykottdrohungen solcher Fanatiker.

Wollen wir hoffen, dass die neue Serie ebenso erfolgreich ist...


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#10
12.05.2015
22:36:25


(+5, 5 Votes)

Von Heiner


Wieso kann das deutsche Fernsehen mal nie solche Serien produzieren?

Oder wenn sie dazu unfähig sind, wenigstens solche Serien öfter auch hierzulande zeigen...


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