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  • 12.05.2015           29      Teilen:   |

Aktion einer pazifistischen Organisation

Schweden: Homo-"Propaganda" gegen russische U-Boote

Artikelbild
Ein Taucher bringt für die SFSF das "Verteidigungssystem" in Stellung

Ein Unterwasserschallgerät "warnt" russische U-Boote vor Stockholm, dass sich die Matrosen auf ein LGBT-freundliches Land zubewegen.

Die Schwedische Gesellschaft für Frieden und Schlichtung (SFSF) hat ein preisgünstiges "Unterwasserverteidigungssystem" gegen russische U-Boote installiert. Auf ihrer Website veröffentlichte die angesehene Nichtregierungsorganisation ein Video, in dem das System namens "The Singing Sailor" (Der singende Matrose) vorgestellt wird. Demnach hat die Organisation vor dem Stockholmer Schärengarten einen Kasten ins Wasser eingelassen, der per Morse-Code ständig die Nachricht "Hier lang, wenn ihr schwul seid" sendet.

Auf dem Kasten ist auch in Neonfarben ein Matrose abgebildet – neben der Aufschrift: "Willkommen in Schweden. Gay seit 1944". In dem Jahr sind in Schweden homosexuelle Handlungen legalisiert worden.

Anlass für die Aktion waren Berichte, dass vor einigen Monate in diesem Gewässer russische U-Boote gesichtet worden sein sollen. Das führte in Schweden zu erheblicher Empörung. Der nationale Nachrichtendienst Säpo behauptete, dass eine aggressive russische Politik die größte Gefahr für die Sicherheit des skandinavischen Landes sei. Die Mitte-Links-Regierung in Stockholm will daher das Verteidigungsbudget ausbauen.

Fortsetzung nach Anzeige


Protest gegen zu hohe Verteidigungsausgaben

Achtung: Sie verlassen die reine Hetero-Zone!
Achtung: Sie verlassen die reine Hetero-Zone!

Die SFSF will mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion zwar auch gegen das Homo-"Propaganda"-Gesetz in Russland protestieren, wendet sich aber hauptsächlich gegen die Militarisierung in Schweden. "Wenn Waffen Konflikte wirklich lösen könnten, würde in der Welt schon lange Frieden herrschen", argumentierte SFSF-Chefin Anna Ek in einer Pressemitteilung.

Die Friedensaktivisten sind in Schweden hoch angesehen: Die SFSF wurde bereits 1883 von 50 schwedischen Abgeordneten gegründet und gilt damit als älteste pazifistische Nichtregierungsorganisation der Welt. Sie organisierte wiederholt Protestaktionen, teilweise mit zehntausenden Teilnehmern, und prangerte immer wieder den internationalen Waffenhandel an.

Laut SFSF-Sprecher Daniel Holking hat die Aktion auch noch eine weitere Funktion: "Wenn ein U-Boot vorbeikommt und die Mannschaft den singenden Matrosen hört, können sie uns gerne beim Stockholmer CSD am 1. August besuchen", erklärte Holking. "Unsere Einladung gilt auch für schwedische U-Boote". (dk)

Youtube | Video zum Verteidigungssystem
Links zum Thema:
» Homepage des singenden Matrosen
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Tags: schweden, russland
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Reaktionen zu "Schweden: Homo-"Propaganda" gegen russische U-Boote"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
12.05.2015
16:12:44


(+9, 11 Votes)

Von gesehen


Da kommt eine Wiederholung: Schweden und die U-Boote

Link zu www.arte.tv


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#2
12.05.2015
16:14:46


(+9, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ideen muß man haben: Tack, Sverige!


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#3
12.05.2015
16:24:45
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Sukram71
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.12.2010
Antwort zu Kommentar #1 von gesehen


Ja, daran musste ich auch denken.

Die angeblich sowietischen Uboote waren damals US-Uboote, die die Ostpolitik von Olaf Palme torpedieren sollten, der dann später sogar ermordet wurde.

Aber das die USA genau das gleiche zwei mal machen, halte ich für eher unwahrscheinlich. ;)


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#4
12.05.2015
16:28:56


(+7, 11 Votes)

Von fachärztlich
Antwort zu Kommentar #1 von gesehen


Ja, klasse Idee!

Aber auch klasse die Arte-Doku.
Arte ist immer auf der Höhe der Zeit. Und geht den Dingen auf den Grund. Bis zum Meeresboden.

Gerade mal zwei Tage nach Amtsantritt der Regierung Palme U-Boote sind vor der schwedischen Küste entdeckt worden. "Reagan hat im Kalten Krieg Geheimdienstoperationen, PsyOps und Täuschung eingesetzt", sagt Pohlmann und zwar auch gegenüber befreundeten Regierungen wie jener Schwedens.

Der Filmemacher Dirk Pohlmann zeichnet verantwortlich für die auf Arte ausgestrahlte Dokumentation "Täuschung - Die Methode Reagan". Es geht um US-Politik der 1980er Jahre, die Entspannungsbemühungen Schwedens und Deutschlands hintertrieben hat. In einem Interview meint Pohlmann, dass die NSA-BND-Affäre relativ einfach abgelaufen ist, während man sich die damaligen Täuschungsmanöver genau ansehen sollte in Bezug auf heutige Politik gegenüber Russland und der Ukraine.

Pohlmann befasst sich seit 2004 mit der Tätigkeit von Geheimdiensten und beschreibt Olof Palme als "charismatischen Führer der Blockfreien", der "weltweit ein ungeheures Standing" hatte. Er unterstützte Befreiungsbewegungen (darunter der südafrikanische ANC) und wollte Neutralitätspolitik für alle Staaten, ein "Weltparlament" und eine Weltordnung, in der nicht Macht, sondern Recht entscheidend sind. Damit befasste sich auch die Palme-Kommission, der die SPD-Politiker Willy Brandt und Egon Bahr angehörten. Aufstrebende Staaten der sogenannten Dritten Welt sollten sich weder an die USA noch an die Sowjetunion anbinden, sondern eigenständig sein.

Allerdings kennen wir das Schicksal skandinavischer Politiker, die derartige Ideale hatten; man denke neben Palme (1986 ermordet) an Außenministerin Anne Lindh oder an UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld, "da zieht sich eine lange Blutspur", wie Pohlmann bemerkt.

Hauptaugenmerk der Dokumentation von Dirk Pohlmann ist die Torpedierung des Dritten Wegs eines Olof Palme. Bemerkenswert: bezüglich des Mordes an Palme sagt Mikhail Gorbatschow, dieser sei ein politischer Mord gewesen, der nicht durch Zufall geschah. Palmes Vision habe mächtige Interessen gestört, und es gäbe Gruppen, die nicht daran interessiert sind, dass es eine bessere Welt gibt.


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#5
12.05.2015
16:31:17


(+5, 9 Votes)

Von jackie onassis
Antwort zu Kommentar #3 von Sukram71


ich auch


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#6
12.05.2015
17:04:02


(+1, 7 Votes)
 
#7
12.05.2015
17:24:56


(+7, 9 Votes)
 
#8
12.05.2015
17:28:33


(+5, 7 Votes)

Von kleiner Elch
Antwort zu Kommentar #3 von Sukram71


Im Cyber War kommt es auch darauf an, in welchen kollektiven Gedächtnissen sich Teile von Generationskohorten bewegen können bzw. messbar bewegen.

Wer kennt diese Bilder noch?

Bild-Link:
sossarna-ochusa.jpg?resize=383,504


Bild-Link:
palme_69455800.jpg


Die baltische Flotte Russlands hatte zur Zeit Palmes 40 U-Boote und soll für hunderte U-Boot-Sichtungen in der Ostsee verantwortlich gewesen sein; tatsächlich waren es aber niemals russische U-Boote.

Heute besteht diese Flotte gerade mal aus zwei, andere sagen drei U-Booten, doch auch im Zuge der Ukraine-Krise wurde behauptet, ein russisches U-Boot sei in schwedischen Gewässern unterwegs (unkritische Medien nahmen dies für bare Münze und interpretieren jedwedes nicht NATO-Staaten zugeordnetes Territorium zu Wasser und in der Luft als NATO-Hoheitsgebiet).

Palme befahl, gegen diese U-Boote vorzugehen, sie zu zerstören, der sowjetische Botschafter signalisierte, dass sein Land nichts dagegen hat, doch die Admiralität vereitelte stets die" erfolgreiche Ausführung"

"Man liess diese U-Boote immer entkommen, und das wurde dann Palme angelastet", sagt Pohlmann. Dies ging über Jahre hinweg so, mit dem Ergebnis, dass die öffentliche Meinung auch dank manipulierter Medien komplett umgedreht wurde. Dass vermeintlich russische U-Boote vor Schwedens Küste patrouillieren, wurde als Beweis dafür gewesen, dass man "Wandel durch Annäherung" - so Palmes Credo - mit den Russen nicht praktizieren kann. Pohlmann interviewte für die Doku auch einen ehemaligen stellvertretenden Chef des Geheimdienstes SÄPÖ, der ihm erzählte, dass seine Gegenüber Angleton (Leiter der Gegenspionage bei der CIA) und McKay (MI 6) behaupteten, Palme sei ein Agent der Sowjets.

"Man hat ja auch über Willy Brandt und über den britischen (Labour-) Premier Harold Wilson gesagt, sie seien KGB-Agenten", ergänzt Pohlmann. Siehe Wikipedia: "Angleton accused Swedish Prime Minister Olof Palme, West German Chancellor Willy Brandt and British Prime Minister Harold Wilson of using their access to NATO secrets to benefit the USSR." *Der bekannte Journalist John Pilger erinnert übrigens an einen vergessenen Putsch in Australien, mit dem CIA und MI6 den sozialdemokratischen Premier Gough Whitlam im Jahr 1975 stürzten. Die CIA infiltierte Parteien und Gewerkschaften; der australische Generalgouverneur wurde von der CIA als "unser Mann Kerry" bezeichnet (man denke an "our guy Jaz", US-Vizeaußenministerin Nuland 2014 über den ukrainischen Premier Jazenjuk).
*

Link:
forum.iwethey.org/forum/post/379102/


Der "Anti-U-Boot-Krieg" wurde in jedes Wohnzimmer übertragen, und viele Leute dachten, Schweden befinde sich bereits im Krieg mit Russland. Die Jagd fand auch auf den Titelseiten amerikanischer und europäischer Zeitungen statt.

Der Kommandant der schwedischen Armee, General Lennart Ljung, sprach davon, sich der "Kriegsmethoden in Friedenszeiten" zu bedienen. Damit ist etwa der Einsatz von fünf Minen gemeint; zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg verwendete man Minen gegen einen Feind.

Palme erklärte, dass der Staat, der dafür verantwortlich ist, berücksichtigen muss, dass Schweden imstande ist, ein U-Boot in seinen Gewässern in wenigen Minuten zu versenken.

Als eine Mine explodierte, verkündete der Presseoffizier der Marine, dass nun nach einem schwer beschädigten U-Boot gesucht wird, das manövrierunfähig am Meeresgrund liegt.

Man brachte auch Luftabwehrraketen in Stellung, und wie Offiziere Autor Tunander erzählten, hatten sie zum ersten Mal das Gefühl, in einer Gefechtssituation zu sein. Aber nach zwei Tagen war diese Jagd plötzlich vorüber, man schloss das Pressezentrum und gab keinerlei offizielle Kommentare mehr ab, obwohl die Regierung entschied, dass ein U-Ausschuss des Parlaments den Vorfall untersuchen soll.

Die U-Boote waren PsyOP-Torpedos....


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#9
12.05.2015
17:48:11


(+5, 7 Votes)

Von Sven89
Antwort zu Kommentar #4 von fachärztlich


Die haben das so gemacht:

"Nach dem Mord verfolgte die Polizei zahlreiche Spuren, die alle in die Irre führten: Mal wurde die PKK verdächtigt, mal der KGB, die CIA, der iranische Geheimdienst oder die kroatische Ustascha. Ende der 80er Jahre wurde ein einschlägig vorbestrafter Schwede als angeblicher Einzeltäter verurteilt, in zweiter Instanz jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Hartnäckig hält sich der Verdacht, dass hinter der Tat rechtsradikale Kreise innerhalb der schwedischen Polizei stehen könnten. Der Journalist Lars Borgnäs:

"Wir wissen, dass es in der Stockholmer Polizei damals eine Gruppe von Beamten gab, die rechtsradikal orientiert waren, fast schon Neonazis. Einer dieser Polizeioffiziere hatte Zugang zu einem Apartment, ein paar hundert Meter vom Tatort entfernt, genau an der Stelle, wo der Mörder plötzlich verschwand. Wir wissen auch, dass einige Freunde dieses Offiziers in der Nähe waren. Alle diese Hinweise sind von der Polizei beiseite geschoben worden. Es scheint, als seien ihnen die Ermittlungsbehörden regelrecht ausgewichen."

Anders als das Attentat auf die spätere Außenministerin Anna Lindh ist der Palme-Mord nach wie vor unaufgeklärt. Ein Trauma für die schwedische Gesellschaft, bis heute."

Link zu www.deutschlandfunk.de


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#10
12.05.2015
18:22:22


(+6, 8 Votes)

Von -hw-


Weil es so gut war

Youtube-Video:


Sochi heute

US-Außenminister John Kerry trifft am Dienstag überraschend Präsident Putin in Sotschi.

Link:
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/12/iso
lierung-russlands-funktioniert-nicht-kerry-sucht-u
eberraschend-putin-auf/


Sochi einst

Link zu www.corriere.it


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