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Beatrix von Storch, Kämpferin gegen alles Moderne (Bild: blu-news.org, by sa 2.0)

Am Mittwoch hält die homophobe Europaabgeordnete bei einem Termin zur OB-Wahl einen Vortrag zu "Gender Mainstreaming".

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, eine der einflussreichsten Stimmen der Bewegung gegen LGBT-Rechte in Deutschland, tritt am Mittwoch ausgerechnet in der Homo-Hochburg Köln mit einem homophoben Vortrag auf.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung ab 19 Uhr in der Jugendherberge Deutz will sie laut Veranstaltungsankündigung bei Facebook ein Referat über Gender Mainstreaming halten. Ihr Europaparlamentskollege Marcus Pretzell hat sich ebenfalls für die Veranstaltung mit dem OB-Kandidaten Hendrik Rottmann angekündigt.

Von Storch ist Organisatorin der "Demos für alle", der mit Homophobie punktenden Bewegung gegen Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität, die sich inzwischen auch gegen Aktionspläne gegen Homophobie oder ähnliche Initiativen wendet. Mit ihrer "Initiative Familienschutz" und Portalen wie Freie Welt ist von Storch treibende Kraft einer Bündnisbewegung, die ins erzchristliche Lager sowie in rechte bis rechtsextreme Kreise reicht.

Youtube | Ein Vortrag von von Storch zu "Gender Mainstreaming" aus dem Hamburger Wahlkampf. Ab 23:30 wird es homophob.

Kritik von Torsten Ilg

Selbst in der AfD ist der Auftritt von Beatrix von Storch umstritten. "Ich werde dieser Veranstaltung bewusst fernbleiben, da ich es als äußerst unglücklich erachte, dass aufgrund der momentanen Debatte um die Ausrichtung der AfD als Hauptredner dieser Veranstaltung ausgerechnet Beatrix von Storch und Marcus Pretzell eingeladen wurden", schrieb der Kölner Lokalpolitker Torsten Ilg am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Von Storch und die "Initiative Familienschutz" setzten sich "vehement gegen die Gleichstellung von Homosexuellen ein", so Ilg, der auch stellvertretender Sprecher der "Homosexuellen in der AfD" ist. "In einer Stadt wie Köln sind solche Positionen unerwünscht und das ist auch richtig so."

Ilg wandte sich gegen "religiös motivierte, politische Aktivitäten", die "einer freien und aufgeklärten Gesellschaft entgegenstehen". Der Streit um die Ausrichtung der Partei verläuft allerdings auch durch die "Homosexuellen in der AfD" selbst: Bundessprecher Mirko Welsch wendet sich etwa ebenfalls mit teils harschen Worten gegen Schulaufklärung über Homosexualität. (nb/pm).

 Update  13.5., 11.30h: CSD verlangt Auskunft
Der Cologne Pride hat sich an die Jugendherberge Deutz gewandt: "Wir als Vorstand und Beirat des KLuST e.V. sind uns einig, dass eine Jugendherberge keine geeignete Stätte für solche rechtspopulistischen Hasstiraden ist und haben bei der Herbergsleitung und beim Hauptverband des DJH daher nachgefragt, wie sie dazu stehen." Eine Antwort werde man auf der Facebook-Seite des CSD nachtragen.

Das Aktionsbündnis "Vielfalt statt Einfalt Köln" bedauerte, aufgrund des späten Bekanntwerdens der Veranstaltung keinen Gegenprotest veranstalten zu können. Auf Facebook rief das Bündnis aber dazu auf, sich telefonisch an die Jugendherberge zu wenden und zu "problematisieren, dass eine Vertreterin der AFD und christliche Fundamentalistin dort auftreten kann".

 Update  13.5., 18:00h: Distanzierung vom Verband
Laut den Kolleginnen von Phenomelle wusste die Jugendherberge nach eigenen Angaben nichts von einem Auftritt von Beatrix von Storch. "Wir teilen deren Position in Bezug auf LGBTI-Personen in keinster Weise inhaltlich", so Friedhelm Kamps vom DJH-Landesverband Rheinland. "Diese sind bei uns Stammgäste, mit denen wir nur gute Erfahrungen gemacht haben." Die AfD hatte die Räume offenbar unter dem Namen der europäischen Fraktion, also als "Europäische Konservative und Reformer", angemietet.

 Update  13.5., 18:30h: Jugendherberge sagt Veranstaltung ab
Auf der Facebookseite der Jugendherberge Köln-Deutz schreibt Friedhelm Kamps, Geschäftsführer des DJH Rheinland e.V.: "Nachdem uns mittlerweile bekannt ist, wer heute Abend zu welchem Zweck unsere Jugendherberge Köln-Deutz nutzen will, haben wir die Veranstaltung abgesagt."



#1 MarekAnonym
  • 12.05.2015, 22:15h
  • Die AfD hetzt wieder mal munter los.

    Und da bringt es auch nichts, wenn dieser Herr Ilg dieser Veranstaltung "bewusst fernbleibt".

    Man braucht Zivilcourage und offenen Widerspruch, um solche Leute zu bremsen - nicht wegbleiben und gewähren lassen.

    Aber so ist das halt in der AfD... Hoffentlich zerlegen die sich bald selbst...
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#2 TheDadProfil
  • 12.05.2015, 22:30hHannover
  • Antwort auf #1 von Marek
  • ""Und da bringt es auch nichts, wenn dieser Herr Ilg dieser Veranstaltung "bewusst fernbleibt". ""..

    Eben..

    Wo bleibt denn da die "auch innerparteilich immer wieder geübte Kritik", wenn Herr Ilg die Gelegenheit nicht wahrnimmt, einerseits seine eigene Position zum Gender Mainstreaming nicht zu überprüfen, und die Homophobistischen Positionen der Frau von Storch öffentlich zu kritisieren ?

    Das ist keine "bewußte Entscheidung" um hier eine Gelegenheit nicht beim Schopfe packen zu müssen..

    Das ist dann gleichsam "Arbeitsverweigerung" in der Position eines "Stellvertretenden Bundesvorsitzenden der BIG"..

    Ein weiteres Armuts-Zeugnis gepaart mit einer weiteren Realitätsverweigerung..
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#3 HeinerAnonym
  • 12.05.2015, 22:34h
  • Gibt es einen offiziellen Gegenprotest?

    Ich wohne zwar 1,5 Stunden von Köln entfernt, würde aber dafür kommen. Und genug andere sicher auch, um dieser Madame mal die Meinung zu geigen.

    Wenn die ihre Hasstiraden als freie Rede deklariert, sollten wir auch unser Grundrecht auf freie Rede nutzen. Gerade da solche Menschen uns unsere Grundrechte nehmen wollen...
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#4 CorumProfil
  • 12.05.2015, 22:41hHamburg
  • Glaubt der Ilg allen Ernstes, dass es die Störchin interessiert, was er in irgendwelchen Pressemitteilungen blubbert?

    Viel spannender ist es da doch, sich zurückzulehnen und zuzusehen, wie sich der Haufen gerade selber zerlegt.

    Tritt Lucke jetzt aus?
    Gründet er etwa eine neue *Partei*?
    Wird er evtl. sogar ebenso scheitern wie der von niemandem betrauerte Schill?
    Und wird er dann auch in einem Container seinen Schniedel in die Kamera halten?
    Liefert Petry mit dem restlichen Haufen dann ihren zweiten Bankrot ab?

    Fragen über Fragen ...
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#5 Torsten_Ilg
  • 12.05.2015, 22:48h
  • Antwort auf #1 von Marek
  • Grundsätzlich ist der Artikel korrekt. Ich habe mir lange überlegt ob ich trotzdem hingehe. Aber egal wie man sich letztlich entscheidet, macht man es immer falsch. Mir geht es darum Flagge zu zeigen für eine AfD, die NICHT nach rechts kippt sondern im Sinne von Lucke und Henkel eine liberale Geisteshaltung als IHREN geistigen Überbau versteht, der auch gemäßigt wertkonservativen Positionen einen Platz bietet. Hinzufügen möchte ich noch, dass wir in der Kölner AfD mit deutlicher Mehrheit ein Programm beschlossen haben, welches Köln als "Metropole" im Sinne einer weltoffenen und homofreundlichen Großstadt gerecht wird. Der Cologne-Pride (CSD) ist eine identitätsstiftende Veranstaltung und wichtigter Teil der kölnischen Stadtkultur. Die Veranstaltung wird vom NRW Landesverband ausgerichtet.
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#6 Carsten ACAnonym
#7 EstorffAnonym
  • 12.05.2015, 23:22h
  • Antwort auf #5 von Torsten_Ilg
  • Ilg acht wieder einen auf Comedy...

    Zitat: "Hinzufügen möchte ich noch, dass wir in der Kölner AfD mit deutlicher Mehrheit ein Programm beschlossen haben, welches Köln als "Metropole" im Sinne einer weltoffenen und homofreundlichen Großstadt gerecht wird. "

    Und genau diese AfD und ihr Oberbürgermeisterkandidat Rottmann (lach) laden dann die Storch und Co zur Wahlkampfveranstaltung ein?

    Die Drogfen die der Ilg nimmt will ich nicht haben ... *kopfschüttel*
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#8 Torsten_Ilg
  • 12.05.2015, 23:35h
  • Antwort auf #7 von Estorff
  • Wenn Sie diesen Pluralismus nicht verstehen - bitte schön. Bei den GRÜNEN der 1980-er Jahre ging es noch viel wilder zu. Fakt ist: Hendrik Rottmann hat dem Kölner Programm ausdrücklich zugestimmt. Er ist NICHT homophob, das können Sie mir glauben. Ich teile sogar eine gewisse Kritik am "Gender-Mainstreaming", wie dies auch Frau von Storch öffentlich äußert. Aber ich akzetiere es nicht, dass die Vorsitzende des Vereins "zivile Koalition", der mit der "Initiative Familienschutz" ganz klar homophoben Aktivisten eine Plattform bietet, nicht die Größe besitzt sich von diesen Leuten zu distanziert. Also akzeptiert und/oder teilt sie die Haltung dieser Leute? Sie sehe ich mache es mir gewiss nicht leicht.
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#9 Aragon2000Anonym
  • 12.05.2015, 23:39h
  • Antwort auf #6 von Carsten AC

  • "Wenn diese angeblichen Familien- und Kinderschützer sich für Familien und Kinder einsetzen wollen, sollten die sich lieber gegen Kindesmissbrauch"

    Ich setze mich als Schwuler gegen Kindesmissbrauch ein.

    Dummerweise werden mir gerade von sog. Linken, LGBTs usw. die meisten Steine in den Weg gelegt.

    Wir alle kennen die Dutroux-Affäre, die nie richtig aufgeklärt wurde.

    Da ging es um Mädchenhandel.

    Was vielen nicht bewusst ist, es gibt einen weiteren Zweig, bei dem es um den Handel von Jungen geht.

    Die Spuren führen immer wieder nach Berlin, wo auch sehr viele Kinder verschwunden sind und teilweise später vergewaltigt und ermordet aufgefunden worden.

    Man muss diesen Leuten das Handwerk legen, auch wenn sie " aus den eigenen Reihen kommen"
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#10 Markus44Anonym
  • 12.05.2015, 23:45h
  • Also laut dem offen schwulen AfD Politiker Alexander Tassis, der aktuell in die Bürgerschaft Bremen eingezogen ist, befürwortet die Storch die Homo-Ehe.

    Ob dies stimmt, keine Ahnung... aber der AfD-Politiker und Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Alexander Tassis behauptet dies jedenfalls.

    *
    www.vice.com/de/read/zurueck-ins-19-jahrhundert-die-homosexu
    ellen-in-der-afd-batrix-von-storch-conchita-wurst-112


    Alexander Tasssis: "Frau von Storch lehnt für Deutschland die Homoehe nicht ab. Das ist mein Wissenstand. Ob das Wort Ehe darauf angewendet werden soll oder nichtdas ist das, wie ich das erlebe. Mehr weiß ich aber nicht."

    Alexander Tassis: "Die Frau von Storch habe ich als integre, flotte und lustige Person erlebt, die auch mit mir als Homosexuellem kein Problem hat. Und Conchita Wurst ist ein bisschen zwiespältig. Ich kann schon verstehen, dass sich da einige Leute drüber aufregen. Also ich nicht. Sie oder er kann soviel singen, wie er möchte, auch in Brüssel. Aber gerade diese Politisierung in diesem Bereich halte ich für albern und vollkommen kontraproduktiv."

    Bin mal gespannt, wie hier Torsten Illg und Alexander Tassis aus Bremen mit der Störchin zurechtkommen. Wer da wohl gewinnt ?
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