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  • 13.05.2015           43      Teilen:   |

Gambias Präsident will Schwulen "die Kehle durchschneiden"

Artikelbild
Präsident Yahya Jammeh gilt inzwischen neben Robert Mugabe aus Simbabwe als homophobster Staatschef in Afrika (Bild: Amanda Lucidon)

Mit harschen Worten heizt der autokratisch regierende Staatschef die Homosexuellenfeindlichkeit in seinem Land weiter an.

Der gambische Präsident Yahya Jammeh hat seine homophobe Rhetorik verschärft. Nach einem Bericht von "Vice News" verbreitete er vergangene Woche bei einer Rede im Norden des Landes regelrechte Mordfantasien gegen schwule Männer: "Wer so etwas [in Gambia] tut, dem werde ich die Kehle durschneiden. Wenn ein Mann einen anderen Mann in diesem Land heiraten will und wir ihn dabei erwischen, wird ihn niemand mehr zu Gesicht bekommen". Offenbar in Richtung der westlichen Staaten sagte er weiter: "Und kein Weißer kann etwas dagegen tun."

Erst vergangenes Jahr hatte Gambia seine Gesetze gegen Schwule und Lesben verschärft (queer.de berichtete), die Maximalstrafe für gleichgeschlechtliche Liebe wurde von 14 Jahren Haft auf lebenslänglich erhöht.

In den letzten Jahren hat Jammeh, der sich 1994 an die Macht geputscht hatte und sein Land seither mit eiserner Hand regiert, immer wieder gegen Schwule und Lesben polemisiert. Erst vor wenigen Monaten hatte der 49-Jährige erklärt, dass der gottlose Westen untergehen werde, weil er Homosexuelle gleichbehandelt (queer.de berichtete). Er hatte Schwule und Lesben in der Vergangenheit auch als "Ungeziefer" oder als "größte Gefahr für die Menschheit" bezeichnet.

Den Worten folgten laut Amnesty International bereits Taten: Die Menschenrechtsorganisation hat beklagt, dass Gambia mutmaßliche Homosexuelle in Haft gefoltert habe. Einige der Opfer sollen sogar minderjährig gewesen sein (queer.de berichtete).

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EU hat Entwicklungshilfe bereits gekürzt

Die Europäische Union hat ihre Entwicklungshilfe für Gambia bereits wegen Menschenrechtsverletzungen teilweise eingefroren – und dabei auch die Homo-Politik als Grund genannt. Es gibt allerdings keine Anzeichen, dass dies die Regierung beeinflusst: Der gambische Außenminister erklärte ausdrücklich, dass das Homo-Verbot wichtiger sei als die Hilfszahlungen von europäischen "Rassisten" (queer.de berichtete).

Eigentlich hätte der mehrheitlich muslimische Staat Unterstützung nötig: Mit einem Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt von unter 500 US-Dollar gehört die ehemalige britische Kolonie zu den ärmsten Ländern der Welt. Sie liegt damit noch hinter Krisenstaaten wie Afghanistan, Eritrea oder Simbabwe. (dk)

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Tags: gambia, yahya jammeh
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Reaktionen zu "Gambias Präsident will Schwulen "die Kehle durchschneiden""


 43 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.05.2015
14:11:14


(+8, 8 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Wenn man jemanden umbringen will, so muß man dabei auch bedenken, daß das Opfer womöglich zur Lösung vieler Probleme beitragen kann. Somit vernichtet man Potentiale. Anhand der desolaten Situation sieht man doch deutlich, wer wirklich die Welt in den Untergang treiben kann, nämlich die idiotisch Beschränkten wozu auch die Gattung der Homophoben gehört.


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#2
13.05.2015
14:49:30


(+15, 15 Votes)

Von Robin


Wieso wird nicht endlich jegliche Zahlung an diesen Faschistenstaat komplett und ersatzlos gestrichen?! Sofort!!

Von diesem Geld sehen notleidende Menschen eh keinen Cent - das dient nur diesem Diktator und seinen Kumpanen dazu, sich an der Macht zu halten.


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#3
13.05.2015
14:55:27


(+12, 12 Votes)

Von ursus


der präsident ruft kaum verhohlen zum lynchmord und zur ausrottung eines teils der bevölkerung auf. das dürfte leider konkrete konsequenzen haben.

und das internationale echo dürfte wieder einmal erschreckend gering ausfallen.

eine kleine möglichkeit, unser gefühl der hilflosigkeit zu mildern:

Link zu www.amnesty.de


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#4
13.05.2015
15:02:50


(+15, 15 Votes)

Von Heiner


Was für ein faschistischer Despot.

Wenn der Schwule so pervers findet, will der ja sicher auch nicht mehr unser Geld. Ich will jedenfalls nicht mehr mit meinen Steuern solches Pack im Amt halten und denen ihr Luxusleben finanzieren...


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#5
13.05.2015
15:15:01


(+13, 13 Votes)

Von Peer


Einem Staat, der keine anderen Sorgen hat, als Schwule zu verfolgen, geht es offenbar so gut, dass die definitiv keine Entwicklungshilfe mehr nötig haben.


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#6
13.05.2015
15:21:40


(+9, 9 Votes)

Von Julian S


"EU hat Entwicklungshilfe bereits gekürzt"

Wieso nur gekürzt und nicht gestrichen?

Ich finde es unerträglich, dass die EU einen Diktator finanziell unterstützt, der mit diesem Geld u.a. Schwule foltert und ermordet.

Wer Menschen foltern und ermorden will, sollte keinen einzigen Cent bekommen!

Wenn man aufhört, den mit Geld im Amt zu halten, wird der schneller im Dreck wo er herkommt, verschwunden sein, als er gekommen ist.

Wer da nur einen Cent gibt, macht sich mitschuldig und hat Blut an seinen Händen.


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#7
13.05.2015
15:38:01


(+5, 7 Votes)

Von la_lingerie


Bei aller Schrecklichkeit gibt es eine klitzekleine Freude in mir. Wenn Schwule und Lesben die "größte Gefahr für die Menschheit" sind, sind wir ja unfassbar wichtig. Um nicht zu sagen, we are f***ing important...!


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#8
13.05.2015
15:41:12


(+4, 4 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


ich bin auch dafür schnellstens sämtliche Geldleistungen" einzustellen, statt nur teilweise.
Aber sind dann nicht auch die Menschen, die Bevölkerung, an sich dadurch in Mitleidenschaft gezogen? Nur, weil ein einziges A..loch seinen Diktaturwillen durchsetzen möchte?!


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#9
13.05.2015
15:46:46


(+9, 9 Votes)

Von David Phi


Wenn solche offenen Mordaufrufe keine Konsequenzen haben, weiß ich nicht, was noch passieren muss, ehe der Geldhahn endlich komplett abgedreht wird.

Will die Welt nochmal zusehen, wie Massenmörder ungestört wüten können?!


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#10
13.05.2015
16:02:14


(0, 12 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Darf man fragen, welcher wunderbaren Religion der gambische Mr. President angehört?

Nun wenn wikipedia behauptet, dass ihm zu verdanken sei, dass in Gambia die Todesstrafe nach Scharia-Recht eingeführt wurde, erklärt es sich, warum er mit seinen homosexuellen Staatsbürgern so hart umgeht.

Es mag ja sein, dass dem Popen in Rom ähnliches durch den Kopf gehen mag wie dem islam(ist)ischen gambischen Präsidenten. Aber es sind eben doch die islamischen Politiker und Theologen, die Ihre Ideologie wahrhaft blutig versuchen umzusetzen. Ich habe bislang noch nicht gehört, dass in einer Herz-Jesu-Republik die dortigen Politiker und christlichen Theologen so umunwunden Drohungen gegen Schwule ausgesprochen haben, wie Verantwortliche aus dem islam(ist)ischen Kulturkreis es heutzutage, sie Mr. Jammeh, tun.


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