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Kommentare zu:
Verein für türkischstämmige LGBT kritisiert "weißes" Kiss-in


#148 LoreleyTVAnonym
  • 18.05.2015, 13:23h
  • Antwort auf #146 von Homonklin44
  • Die Kirche befindet sich im Privatbesitz und der Hausherr hat dort das Sagen,was zu Tun und zu Lassen ist.
    Die Straßen in Berlin sind öffentlich, und solange man nicht gegen bestehende Gesetze verstößt,kann man sich dort frei entfalten. Küssen und Händchenhalten ist in Deutschland nicht verboten und auch nicht strafbar. In keinen Kulturkreisen darf das Zeigen menschlicher Wärme und Zuneigung anstößlich sein.
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#147 schwarzerkater
#146 Homonklin44Profil
  • 17.05.2015, 15:49hTauroa Point
  • Antwort auf #142 von LoreleyTV
  • Ich kann natürlich nicht sagen, inwieweit Zwang oder Freier Wille beim Tragen einer Burkha in Berlin eine Rolle spielen.

    Aber Ignoranzhaltungen habe meist so ihre Einseitigkeit. Ich hätte zum Beispiel kein Problem mit Fetisch-Sex und Golden Showers in Feuerwehrmontur während einer katholischen Messe, trotzdem mache ich es nicht, nur weil die Gefühle religöser Idioten mich daran nicht hindern sollten.

    Mir ist nicht ganz klar, was Sie an meinem Beitrag fehlverstanden haben. Ich habe nichts gegen Küsse oder Händchenhalten. Aber ich kann die Probleme nachvollziehen, die aus der Sicht anderer Kulturen damit eventuell bestehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #142 springen »
#145 stromboliProfil
  • 17.05.2015, 11:10hberlin
  • Antwort auf #144 von Loren

  • vieleicht können wir uns ja mal treffen in köln.. ich bin am 3-5 juli in köln bei schwippfamilie und ohne dir auf den wecker gehn zu wollen, würd ich mich freuen dich mal kennen zu lernen..
    geh einfach in mein profil hier und nutz das mail...
    Würd mich freuen.
    gruß stefan
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#144 LorenProfil
  • 17.05.2015, 00:39hGreifswald
  • Antwort auf #143 von stromboli
  • Den ich hiermit sehr gern und mit besten Wünschen von Köln nach Berlin retourniere. Wir sind da absolut auf derselben Spur. Das Gemeinsame und Unterscheidende an Erfahrungen und Zielen gilt es herauszuarbeiten um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Und dazu muss ich die Bereitschaft zum Zuhören und zur Nachdenklichkeit mitbringen und eigene (Vor)Urteile ständig selbstkritisch hinterfragen, so mein persönlicher, zeitweise anstrengender Ansatz. Und das bedeutet gerade nicht irgendeine Form der Diskriminierung zu relativieren, wie manche unterstellen, sondern nach effektiven Strategien zu suchen um sie zu überwinden.
    Und einen starken Willen sowie Beharrlichkeit sind nötig, was bei mir immer noch vorhanden ist, auch wenn ich mich bei der Wahl meiner Formulierungen zu mäßigen versuche.
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#143 stromboliProfil
  • 16.05.2015, 19:28hberlin
  • Antwort auf #104 von ursus
  • " mir flackerte z.b. ein lichtlein auf, als jemand von den schwierigkeiten der wohnungssuche mit einem "ausländisch klingenden" nachnamen sprach."

    Da bist du mit dem finger direkt in der wunde...
    Wohnungssuche ist ein rassitisches spießruten laufe,n es sei denn du bleibst in den ghettos deiner herkunft.
    Und selbst dort in kreuzberg ist der verdrängungsprozess deutlich angestiegen.. die häuser sind angesagt und die immobilienmafia ist voll aktiv.

    Selbst ausgebildete, schulabschluß -gymnasium ist bei dem falschen nachnamen keine reverenz sondern rassistischer spießrutenlauf..
    Nicht umsonst will man die anonyme bewerbung einführen weil dieser aussonderungsrassismus zu deutlich geworden ist.. die menschenrechtskommision schreibt darüber, klagt berlin-deutschland an!

    Weiße vor türken vor zuwandern , deutsche zuerst!
    Hier steht der begriff weiß als synonym der apartheid in seinem traditionellen verständnis.
    Der türke ist dabei der schwarze, egal wie weiß seine hautfarbe sein mag.
    Wir schwulen waren vor stonewall ebenfalls weiße-schwarze, ausgerenzt und benachteiligt.
    Lest noch mal die literatur aus jenen tagen.. Baldwin, Rechy

    Hier reden-schreiben user der ausgrenzung das wort, weil ihnen der vorgeworfene verinnerlichte denkprozess des besseren, weil ja so emmanzipiert geworden als mittelstandshomo die speckschwarte krachen lässt.
    Diese im nebenbei von ihnen mitgenommene gesellschaftveränderung beim blick auf anders sozialisierte menschen ihnen ständig durch die finger in die tasten quilt, so sichtbar ihre ethische position angreifbar macht.

    Die frage ist, kann , will man mit solchen mittelstandsrassisten gemeinsamkeiten haben, oder sollte man besser sich distanzieren.

    Die weißen schwulen in amerika standen vor der selben frage: solidarität und gemeinsame emanzipation mit den schwarzen und deren bürgerbewegung, oder einen auf eigene interessen und vorteilswahrung beschränkten kleinbürgerlichen annäherungskurs.
    Die zeit, die ereignisse sind ja dann über diesen fast hundertjährigen "sonderweg" hinweggefegt.. scheints, dass die morschen gerippe nun wieder freigelegt werden.
    Die alte schwulenbewegung ging unter in sack und asche. bekommt heute ihren teils verdienten, teil unverdienten erinnerungslorbeerkranz.

    Ein Milk wäre ohne die unterstützung durch die schwarze gemeinde in S.F. nicht gewählt worden.. siehe seine antritts-dankesrede, in der er explizit hierauf hinweist.

    Das heiß nicht das die schwarze community schwulenfreundlich gewesen wäre.. im gegenteil!
    Aber genau das herausarbeiten der entwürdigenden ausgrenzungen , das miteinander vergleichen der positionen und forderungen, war das gewinnerticket.

    Das die geschichtsbetrachtung wiederum den schwarzen anteil wegdenkt, die schwule emanzipation zu einer wasp-erfolgstory mutierte, ist im nachhinein gesehen auch wieder die weiße geschichtsaneignung wie sie im kolononialistischen denken verwurzelt ist. hieraus die neuerliche trennungslinie .. siehe die neu aufflammende diskriminierungsbereitschaft innerhalb der schwarzen community, uns gegenüber.

    Gleiches problem deutschland.
    In zeiten wo die interessen von "ausländern-gastarbeitern in den öffentliche diskurs kamen waren auch die schwulenbewegten teil dieses änderungsanspruches. Türkiche jungs solidarisierten sich auf den ersten umzügen in berlin.
    Während wir später mit kleinbürgerlichen zugeständnissen zugeschissen wurden, musste erst die wende kommen uns uns mit abschaffung des paragraphen eine erste lebensicherheit zurück zu geben.
    Erst in den 80zigern wurde den türken ein doppelstaatszugehörigkeits recht zugestanden was die zugehörigkeit zu dem land in dem man lebt-liebt arbeitet allerdings nicht gefördert hat.
    Die vormalige ausgrenzung ist hängen geblieben in den köpfen, erweitert durch eine türkischen nationalismus der nun in innerdeutsche verhältnisse eingreift..
    Und die jungen .. perspektivlos selbst bei größter anstrengung.

    Wo nun reagiert die schwule gemeinde..
    lobenswert der sportverband.. das ist ungefährlich weil im prinzip spielt man mit jeden ..hauptsache ein spiel!
    Schaffen schwule arbeitgeber explizit arbeitsplät6ze ausbildungsstellen für türkisch/nordafrikanische deutsche jugendliche?
    Wird dies beworben , gesponsert?
    Wo werden männerhäuser zu verfügung gestellt um homosexuelle vor ihren familien zu schützen.
    Die frauen haben sich ja wenigstens diesen freiraum schaffen können, weil sie die gewalt der deutschen männer damals als argument einbringen konnten.. das heute vermutlich der anteil der deutschen frauen migrantischer herkunft angestiegen ist, zeigt wo not am menschlichen leid ist!
    Wie würde die öffentliche aufmerksamkeit in bezug auf den zu schützenden mann reagieren, auf solche anliegen und öffentliche unterstützung-finanzierungs forderungen..

    Aber es zeigt uns auch, dass gewalt grundsätzlich alle gesellschaftsschichten und sogenannte kulturen durchzieht.
    So auch die homophobie eine grundsätzliche anlage im patriarchalischen ver/wertesystem darstellt.

    Sie zu besiegen heißt auch, sich über die anderen schwelenden ungerechtigkeit miteinander zu verständigen.
    Hilft du mir, helf ich dir!

    Es ist richtig wie du bemerkst: ..." ich kann niemandem erzählen, was der richtige weg zur freiheit sei, wenn ich nicht einmal verstehe, was die_der überhaupt für probleme hat, die ich nicht habe."
    Daran sollten wir uns halten, wenn wir über die "fremdem kulturkreise" herätzen wie ilg und wikking.
    Und gerade maneo hätte hier den rückschluss zu GLADT suchen müssen wenn sie in deren clientel eine zu belehrende sondergesellschaft erblicken.

    Dank dir noch mal für deinen nachdenklichen denkansatz.. auch loren dank!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#142 LoreleyTVAnonym
  • 16.05.2015, 15:54h
  • Antwort auf #134 von Homonklin44
  • für manche Kulturen scheint es ein ehrbares Verhalten zu sein, ihren Frauen Kopftüchern und Burkas aufzuzwingen ,damit man sie sich so in den Straßen von Berlin bewegen. Für manche Kulturen gilt auch Zwangsheirat und Ehrenmorde als ehrbar. Wenn Menschen sich in der Öffentlichkeit küssen und Händchen halten verstößt dieses nie gegen ein Schamgefühl oder gegen Anstand. Vielleicht schauen Sie sich das Bild mit dem Bruderkuss zwischen Honnecker und Breschnew an, lieber User "Homonklin44",dieses Bild wurde in der ganzen Welt gezeigt, und man kann es heute noch als Poster und Postkarte kaufen.Rücksicht auf andere Kulturen zu nehmen wegen Anstand,ehrbares Verhalten,Schamgefühl, nur weil ich einen Menschen küsse,seine Hand halte und meine Liebe zu ihm bekunde, kommt für mich niemals in Frage.Personen, die so etwas von mir verlangen,sollten im Feuer ihres Hasses und ihrer Wut verbrennen.
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#140 Holly BollyAnonym
  • 16.05.2015, 15:24h
  • Dort zur Zeit so:

    DEFINITION OF WHITE USED IN THE 2010 CENSUS
    According to OMB, White refers to a person having origins in any of the original peoples of Europe, the Middle East, or North Africa.
    The White racial category includes people who marked the White checkbox. It also includes respondents who reported entries such
    as Caucasian or White; European entries, such as Irish, German, and Polish; Middle Eastern entries, such as Arab, Lebanese, and Palestinian; and North African entries, such as Algerian, Moroccan,
    and Egyptian.

    www.census.gov/prod/cen2010/briefs/c2010br-05.pdf
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#139 TheDadProfil
  • 16.05.2015, 15:14hHannover
  • Antwort auf #137 von schwarzerkater
  • ""es fällt aber auf, dass du bestimmte user massiv und persönlichst angehst. während du auf der einen seite verständnis predigst, werden von dir bestimme user nur abgekanzelt.""..

    Deren Inhalte Du offenbar nicht zur Kenntnis nehmen willst, weil ?

    Und Dein jetziger Kommentar unterscheidet sich dann von meinen Kommentaren gegenüber diesen Usern genau wie ?
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#138 TheDadProfil
  • 16.05.2015, 15:11hHannover
  • Antwort auf #135 von wiking77
  • ""mir ist es egal, ob es ein "doitscher" Verein, nach "doitschem" Recht für türkischstämmige Mitmenschen mit schwuler Orientierung ist oder ob er nach Scharia-Recht aufgezogen ist, das beeindruckt mich nicht die Bohne.""..

    Natürlich nicht, denn es könnte die Grundlagen Deines impertinenten Rassismus gefährden..

    Und wo kämen wir denn da hin, wenn wir den durch richtige Informationen verlören !?..

    Allein die Tatsache dass Du dich hier offensichtlich weigerst den Verein beim richtigem Namen zu nennen, und die Tatsache das Du deren Arbeit nicht im Mindestens ebenso wert schätzt, wie die Arbeit von MANEO, belegt den Vorwurf von GLADT e.V. das es sich um eine Veranstaltung handeln könnte, die sich vorzugsweise an "weiße europäer" richtet..

    Frei nach dem Motto, nun gehen wir mal nach Kreuzberg, und zeigen den Türken wie öffentliches knutschen geht..

    Als wenn die das nicht wüssten..

    Dein Problem ist hier doch wohl eher, das Du nicht einmal daran teilnehmen würdest, wenn eine Beteiligung der türkisch-stämmigen Community zustande käme, weil Solidarität unter Gleichgesinnten ihre Grenzen in der Ethnie findet..

    Wie armselig..
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#137 schwarzerkater
  • 16.05.2015, 14:32h
  • Antwort auf #131 von TheDad
  • "Da gleiche machen sogar wir alle hier, indem wir den Artikel kommentieren.. Wo genau lag nun Dein Problem, ..."
    ich habe kein problem. mit dir schon gar nicht, weil ich dich nicht kenne.
    es fällt aber auf, dass du bestimmte user massiv und persönlichst angehst. während du auf der einen seite verständnis predigst, werden von dir bestimme user nur abgekanzelt.
    damit kommentierst du nicht den artikel, sondern die meinung anderer user.
    das hatte ich schon in meinem beitrag *124 geschrieben, den du scheinbar nicht ganz verstanden hast. deswegen hier nochmal mit anderen worten.
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#136 reiserobbyEhemaliges Profil
#135 wiking77
  • 16.05.2015, 09:30h
  • mir ist es egal, ob es ein "doitscher" Verein, nach "doitschem" Recht für türkischstämmige Mitmenschen mit schwuler Orientierung ist oder ob er nach Scharia-Recht aufgezogen ist, das beeindruckt mich nicht die Bohne. Jeder noch so verrückte esoterische oder politische Zirkel in Deutschland kann, wenn er sieben Hanseln oder Ahmeds zusammenkriege "doitscher" Verein werden.

    Dieses "Erbhofdenken" bzw. diese "geistige Landesverteidigung", scheint ja zwischenzeitlich auch auf Deutschtürken, Türkendeutsche, Türkischstämmige (wie auch immer) überzugreifen, in dem man sich "bedroht" fühlt, wenn andere, Auswärtige im einen "Revier", "Kiez" etwas veranstalten, da wird, typisch deutsch § 1 in dem die Zuständigkeit geregelt ist zu Rate gezogen und bildlich gesprochen auf den Kontrahenten eingschlagen. Furchtbar! Wenn Mano so einKiss-in macht in Kreuzberg ohne GLADIO, dann sollen sie es tun; meine Güte. Aber vermutlich sind das wieder mal Machtspielchen hinter den Kulissen.
  • Antworten » | Direktlink »
#134 Homonklin44Profil
  • 16.05.2015, 06:03hTauroa Point
  • Ich kann hier nicht mitreden.

    Ich kann die kulturellen Gründe etwas nachvollziehen, weil das offene Zeigen von Intimität für Anderskulturelle doch häufig ein Tabu ist, oder Irritation erzeugen kann. Schamgefühl, ehrbares Verhalten, Anstand oder ein Konzept von Privatsphäre geht in manchen Kulturen sehr weit. Diesen Aspekt kann ich gut nachvollziehen.

    Aber das mit "weiß" und türkisch, das kapier ich überhaupt nicht. Südfranzosen sind auch oft etwas dunkler, oder Rumänen und vielleicht Sizilianer, Korsen, Sarden. Dennoch sind das alles "Hellhäutige". Allerdings habe ich nie kapiert, warum Hautfarben als Ausschlussgrund überhaupt so verdammt wichtig sind.

    Na gut, dabei belasse ich es auch. Mich verstört diese Ansicht.

    Ich würde es aber schön finden, wenn auch Angehörige der türkischen und türkisch-deutschen Gemeinde, die sich geneigt fühlen, zum Kiss-In gehen. Und Araber, Nordafrikaner, Space-Aliens, Punker und Goth-Vampire... Zur Not reichen ja auch Bruder-Küsse.
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#133 LorenProfil
  • 16.05.2015, 02:12hGreifswald
  • Antwort auf #126 von wiking77
  • Es geht, sofern ich den Artikel nicht gänzlich falsch verstanden habe, im Kern doch darum, ob die geplante Aktion, über die Gladt offenbar nicht informiert wurde, ggfs. die Bemühungen des Vereins vor Ort gefährdet (" ... und gefährde 'die Beziehungsarbeit zu unseren Nachbar*innen und stellt sie auf die Probe'"). Ob dem so ist oder sein könnte, wurde wohl nicht hinreichend erörtert.
    Sollte dem so sein (was ich nicht beurteilen kann), kann es nicht im Interesse irgendeines an Bürgerrechten Interessierten sein, dieses Kiss-in dort zum gegenwärtigen Zeitpunkt durchzuführen.

    Wenn also die politischen Ziele von Maneo und GLADT auch nur ansatzweise kompatibel sein sollten, wäre es an der Zeit sich zusammenzusetzen und eine Klärung herbeizuführen. Falls der Wille dazu nicht aufgebracht wird (von beiden Seiten), stellt sich die Frage nach den Gründen. Da kann ich den Beteiligten nur zur kritischen Selbstüberprüfung raten. Denjenigen, denen man vorgibt Unterstützung anzubieten, hilft man so wohl kaum. Eher könnte das Gegenteil der Fall sein.
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#132 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 21:28hHannover
  • Antwort auf #126 von wiking77
  • Du WILLST es nicht lernen ?

    Das Du den Verein nicht korrekt benennst hat auch etwas mit einer Form von Rassismus zu tun, vor allem wenn man den Verein türkischstämmiger Lesben und Schwuler mit einer paramilitärischen Terroristen-Gruppe in Nord-Italien verwechselt !

    ""Und die nehme ich auch in Anspruch,""..

    Und in Deinem Egoismus übersiehst Du dann einfach mal das die Angehörigen des Vereines vor Ort in Berlin leben, und ihrerseits ihr Recht auf Meinungsäußerung wahrnehmen, und Beteiligung einfordern..
    Mit Recht..

    Aber..
    Sind ja in Deinen Augen bloß Ausländer, die haben hier eh nix zu sagen..

    Ja, nee, ist klar..

    ""diesen türkischen Verein""..

    Du dummes Hascherl !

    Der Verein ist von Menschen gegründet deren Eltern aus der Türkei stammen, oder die vielleicht selber dort geboren sind..

    Gegründet UND beheimatet ist der Verein in Berlin, und genau deshalb ist das EIN DEUTSCHER VEREIN nach Deutschem Recht..

    Immer wieder hübsch wenn die Sprache den kleinen Rassisten an der Ecke entlarvt..

    Und schon geht´s weiter mit dem dummen Zeug´s :

    ""Und ich bin auch der Meinung, dass hier wieder mal einem positiven Rassimus gehuldigt wird um die Mehrheitsgesellschaft madig zu machen.""..

    Es gibt gar keine "Mehrheitsgesellschaft" !

    Außer in den Köpfen von Leuten die sich als Teil dieser Mehrheiten wähnen, und daraus für sich besondere Rechte deklarieren !

    ""Dass man türkische-(stämmige) Mitmenschen als "nicht-weiss" qualifitziert ist ja ein echter Schenkelklopfer, darauf sind ja nichteinmal die Nazis gekommen.""..

    Vielleicht nicht..
    Aber die verschiedenen "PEGIDA´s" schon..

    Wenn man einem Rassisten den Spiegel vorhält, und er deshalb in die hässliche Fratze eines Rassisten blicken muß, dann ist das nicht die Schuld des Spiegels, oder desjenigen, der ihn hält..

    Ist bestimmt zu hoch für Dich..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #126 springen »
#131 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 21:14hHannover
  • Antwort auf #124 von schwarzerkater
  • """ ... Was mischt Du dich überhaupt in Berliner Belange ein ? Geht Dich das überhaupt etwas an ? Unfaßbar.."""..

    Der ironische Unterton ist wohl zu kompliziert für Dich ?

    ""ja, mal wieder unfaßbar wie du hier im forum andersdenkende nicht tolerierst.""..

    Schau mal in eine Lexikon..
    Ich muß hier niemanden "tolerieren"..

    Schon gar nicht "Anders-Denkende" deren nachfrage so blöde ist..

    Sowohl Du als auch die Anderen können Denken was sie wollen..

    Allein das gedacht wird ist schon von Vorteil..
    Nachdenken wäre ein Schritt weiter..

    Aber Du mußt nicht erwarten bei Blödsinn unwidersprochen zu bleiben..

    Die Frage lautete, was die sich dort einmischen..

    Nun..
    Da sie dort vor Ort wohnen nehmen sie ihre Bürgerrechte wahr, und mischen sich ein..

    Da gleiche machen sogar wir alle hier, indem wir den Artikel kommentieren..

    Wo genau lag nun Dein Problem, außer im Verständnis warum sich ein Kreuzberger Verein in Belange um Kreuzberg einmischen möchte ?

    Hat also ein Kreuzberger Bürger kein Recht sich in Vorgänge in seinem Kiez einzumischen wenn seine Eltern nicht in Deutschland geboren wurden ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#130 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 21:03hHannover
  • Antwort auf #114 von Samuel
  • ""Man stelle sich vor, die CDU hätte verlauten lassen, dass man Liebe nicht öffentlich zeigen müsse.""..

    Och ?
    Tun die das neuerdings nicht mehr ?
    Oder ihr außerparlamentarischer Arm, die RKK ?

    Sind die nicht immer ganz vorne dabei wenn es gegen Sichtbarkeit im Öffentlichem Raum geht ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #114 springen »
#129 brainAnonym
#128 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 21:01hHannover
  • Antwort auf #113 von wiking77
  • Seit inzwischen 90 Minuten bevor Dein jetziger Kommentar veröffentlicht wurde, steht der Link EXTRA FÜR DICH zum nachlesen dort :

    Link:
    de.wikipedia.org/wiki/Gladio

    Das Du weiterhin unverdrossen "gladio" schreibst, zeigt nur auf wie sehr Du an Informationen interessiert bist..
    Nämlich gar nicht..

    Der Verein in Berlin nennt sich GLADT e.V. !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #113 springen »
#127 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2015, 20:56h
  • Antwort auf #122 von schwarzerkater
  • Apropos "Importieren", anbei das das komplette Zitat im Zusammenhang: >Die bis in AfD-Kreise tolerierte Sichtbarkeit, die ein Kiss in vorgibt zu fördern, ist für weiße deutsche schwule Mehrheitsbürger längst gelebte Realität. Das vorgegebene Aktions-Motiv balanciert dahingehend auf fragilen Argumentationssträngen. Der Verdachtsmoment bleibt: MANEO möchte abermals eine gleichfalls diskriminierte Bevölkerungsgruppe in den Anti-Homophobie-Fokus rücken, die eben vermehrt im Wedding und Kreuzberg beheimatet ist, um diese unterm Banner des Regenbogens als vermeintliche Tätergruppe zu denunzieren. Ein angeblich dem Menschenrecht verpflichteter, öffentlich üppig geförderter Verein wie MANEO, sollte diese Bedenken Rechnung tragen, sensibilisiert um Vertrauen werben. Homo- Transphobie, Sexismus und Kriminalität sind kein importiertes, sondern ein gesamtdeutsches Problem.<
    reiserobby.de/gladt-maneo-und-die-cahit-kaya-dublette-dr-dav
    id-berger/
  • Antworten » | Direktlink » | zu #122 springen »
#126 wiking77
  • 15.05.2015, 20:36h
  • ich spreche niemandem das Recht ab sich zu äußern; auch nicht dem türkischen GLADIO-Verein. Ich bin sehr für das Recht der freien Meinungsäußerung.

    Und die nehme ich auch in Anspruch, solange das Grundgesetz noch gilt! Und ich bin der Meinung, dass man, ihre Meinung in Ehren, diesen türkischen Verein, der sich anmaßt gewisserweise ein Placet für das kiss-in zu geben in Kreuzberg, doch nicht so sehr bauchpinseln sollte, dann könnte man doch auch gleich, um ja keine "Gefühle zu verletzen" die türkische Religionsbehörde oder Milli Görüs fragen. Und ich bin auch der Meinung, dass hier wieder mal einem positiven Rassimus gehuldigt wird um die Mehrheitsgesellschaft madig zu machen. Auf einmal spielt in der Diskussion "nicht-weiß" und weiss der Teufel was in Punkto "Rassen" wieder eine Rolle. Weil es halt ins Konzept passt gell? Dass man türkische-(stämmige) Mitmenschen als "nicht-weiss" qualifitziert ist ja ein echter Schenkelklopfer, darauf sind ja nichteinmal die Nazis gekommen.

    Ich würde sagen, nehmt unsere türkischen schuwlen Mitmenschen offen auf, in Eure Arme, ladet sie ein beim Kiss-in mitzumachen. Und wenn sie, aus welchen Gründen nicht wollen .... schüttelt den Staub ab und zieht weiter und macht Euer Ding, so wie Ihr es für richtig haltet. Man kann diesem Projekt in Berlin nur Erfolg wünschen.
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#125 Harry1972Profil
  • 15.05.2015, 19:59hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #124 von schwarzerkater
  • Dass es sich bei dem Satz um eine Replik auf Beitrag #103 handelt, ist Dir entgangen?

    In jenem Beitrag spricht wiking77 den türkischstämmigen Schwulen das Recht ab, sich überhaupt zu äussern und mit derselben Logik könnte man ihm dann eben auch jedes Recht absprechen, sich über Dinge fern seines Wohnortes zu äussern.

    Jetzt kapiert?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#124 schwarzerkater
  • 15.05.2015, 19:26h
  • Antwort auf #106 von TheDad
  • " ... Was mischt Du dich überhaupt in Berliner Belange ein ? Geht Dich das überhaupt etwas an ? Unfaßbar.."

    ja, mal wieder unfaßbar wie du hier im forum andersdenkende nicht tolerierst.
    vorschlag: dann antworte doch nicht auf die user, die du dir als persönliche feinde auserkoren hast.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #106 springen »
#123 schwarzerkater
  • 15.05.2015, 19:21h
  • Antwort auf #88 von reiserobby
  • "Der Verdachtsmoment bleibt: MANEO möchte abermals eine gleichfalls diskriminierte Bevölkerungsgruppe in den Anti-Homophobie-Fokus rücken, die eben vermehrt im Wedding und Kreuzberg beheimatet ist, um diese unterm Banner des Regenbogens als vermeintliche Tätergruppe zu denunzieren. "
    also wenn ich deiner argumentation folge, dann gibt es gesellschaftsschichten, die dürfen mit einem kiss-in provoziert, andere gesellschaftsschichten eben nicht.
    merkst du eigentlich, was du für ne doppelmoral an den tag legst? Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#122 schwarzerkater
  • 15.05.2015, 19:17h
  • Antwort auf #90 von reiserobby
  • "Als schwarz fassen Queer- und Rassismus-Theoretiker alle Menschen zusammen, die nicht dem angelsächsischem und christlich-mitteleuropäischen Kulturkreis entstammen. Dazu zählen Orientalen oder Asiaten, Menschen aus Afrika, die nativen Bürger Nordamerikas, Indios und Latinos."
    warum müssen wir hier in deutschland diese krude theorie unterstützen oder importieren?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#121 Miguel53deProfil
#120 Miguel53deProfil
#119 Miguel53deProfil
#118 Miguel53deProfil
#116 goddamn liberalAnonym
  • 15.05.2015, 17:44h
  • Antwort auf #104 von ursus
  • Das mit den Scheunentoren war v.a. auf schwule Evangelische, die zu Evangelikalen oder Katholiken, die zu Fundis a la Berger werden, bezogen.

    Die Doppeldiskriminierung erleben meine türkischen Freunde natürlich auch.

    Auch wenn sie sich eben sicher nicht als "nicht-weiß" bezeichnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#114 SamuelAnonym
  • 15.05.2015, 17:26h

  • Mit Verweis auf interkulturelle Befindlichkeiten und Rasse wird von Gladt das Küssen zwischen Männern kritisiert. Und die versammelte linke Boheme klatscht Beifall.

    Man stelle sich vor, die CDU hätte verlauten lassen, dass man Liebe nicht öffentlich zeigen müsse. Die Forumslinken hier würden einen Kreischanfall bekommen.

    Welch Doppelmoral!
  • Antworten » | Direktlink »
#113 wiking77
  • 15.05.2015, 16:29h
  • ach was, wenn ich mir eine Wurstsemmel (-brötchen) kaufe, kann ja auch jeder seine unmaßgebliche Meinung dazu haben, ich lass es mir trotzdem schmecken.

    Bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren des kiss-in sich nicht von Leisetretern und Dünnhäutigen mit Größenwahn, die zu allem ihr Placet meinen geben zu müssen, entmutigen lassen.

    Wer sich so in die Schmoll-Ecke, wie GLADIO begibt, läuft gefahr auf Dauer nicht für voll genommen zu werden.

    Ich find e das Maneo Projekt super und mutig und hoffe, dass sie es durchziehen, auch gegen den Willen der GLAdIO oder der türkischen Religionsbehörde DITIB, oder wer sonst noch meint mitentscheiden zu dürfen.
  • Antworten » | Direktlink »
#112 TheDadProfil
#111 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 16:05hHannover
  • Antwort auf #109 von uterus
  • ""gleiche logik: was geht türkische muselmänner an, was deutsche machen? ""..

    Muselmänner ?

    Menschen die in Berlin leben..

    Organisiert in einem Verein von Schwulen und Lesbischen türkisch-stämmigen Menschen in Berlin leben !

    Vor Ort..
    Und damit Einblicke in genau die Stadtteile besitzen, in denen das Kiss-In stattfinden soll..

    Übrigens :
    Der "provinzler" WOHNT und arbeitet nur hier in der Migration, gleichsam der Diaspora, denn er stammt aus Bremen, wohin seine Eltern migriert sind..

    Daher maße ich mir an, als Mensch mit inner-familiärer Migrations-ERFAHRUNG über Generationen hinweg, eine Sichtweise zu vertreten, die für Alt-Eingesessene weit außerhalb des Tellerrandes liegt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #109 springen »
#110 LarsAnonym
  • 15.05.2015, 15:50h
  • Antwort auf #98 von wiking77
  • "Berliner Schwule werden ja auch nicht gefragt, was in Istanbul iniziiert wird."

    Bist Du Dir da so sicher? Die Form der öffentlichen Aufarbeitung von Homosexualität ist sicher weltweit durch die Bewegungen und Protestformen aus den USA, aber auch aus Berlin mit seiner Szene, Community und CSD´s beeinflusst und inspiriert. Zum Teil bewirken diese Strategien und Rezepte ja auch was, aber nicht immer und überall.

    Ich kann manche Dünnhäutigkeit verstehen. Ich bin zum Beispiel nicht der große Fan davon, wenn mich auf einer schwulen Party fremde Typen zur Bergüßung oder zum Abschied gleich auf den Mund küssen wollen, aber es ist schwer, sich dagegen abzugrenzen, ohne als prüde oder abweisend zu gelten. In manchen Gruppen ist das halt die geltende Sitte.Da fühlt man sich auch schnell ausgeschlossen, obwohl man sich nur so gibt, wie es für einen gerade stimmig ist. Ich finde die lässige Körperlichkeit von türkischen Männern in solchen konventionellen Situationen viel angenehmer und nuancenreicher.

    Was den Dialog so schwierig macht, ist, dass man bei diesen Fragen eben über sehr persönliche Scham- und Toleranzgrenzen reden und verhandeln müsste, was erfahrungsgemäß gerade Männern nicht so leicht fällt. Und wenn sich die Betreffenden dann so wenig kennen, dass sie sich im Vorfeld einer Aktion nicht einmal miteinander abstimmen, dann sind wir von so einer Form von Dialog eben noch sehr weit entfernt. Wir streiten über intime Berührungen in der Öffentlichekeit und haben doch alle untereinander noch Berührungsängste.
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#109 uterusAnonym
#108 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2015, 15:43h
  • Antwort auf #103 von wiking77
  • "Wenn irgendwo ein Inder durchs Dorf gejagt wird, regt sich jeder auf, aber ein Bushido darf hier singen", äußerte sich der Maneo-Haudegen Hampel mir gegenüber zum BRAVO-Konzert gegen Gewalt am Brandenburger Tor... Das war 2007, ist schon etwas her, aber Hampel gehört nach wie vor nicht gerade zu den Leuten, die besonders sensibilisiert darauf achten, das Gegeneinander ausspielen von Anti-Rassisten und Anti-Homophoben zu vermeiden... Bin gespannt, ob MANEO sich vom Shitstorm gegen GLADT distanziert oder lieber Rechtspopulisten wie D.B. und dem Mob im arroganten und respektlosen Lästern flankiert...
    Verletzter Stolz /White Pride, davon ist auch ein Elmar Kraushaar nicht gefeit, auch für ihn gilt: >Falsches Herauslesen und besonders das mutwillige Überlesen führen zu grotesken Unterstellungen. Etwa, dass der Verein Übergriffe auf küssende Pärchen aus kulturellen Motiven im Geheimen legitimiere.<
    >Fakt ist jedenfalls: Der Verein kritisiert vornehmlich einen kontraproduktiven Aktionismus ohne mitzudenken und beschreibt das Coming out/Outing, soziologisch sehr wohl korrekt erkannt als westliches Konzept. Das ist zu einem ihr gutes Recht in einer Demokratie und entspricht zum anderen nunmal tatsächlich der historischen Wahrheit. Worüber sich GLADT wirklich echauffiert, ist das arrogante und respektlose Gebaren von weißen, eher konservativen Mittelschicht-Schwulen, welche MANEO dominieren. Die zwischen Alarmismus und Symbolismus hampelnde Vereinstruppe hege keinerlei Interesse an einer Zusammenarbeit mit den türkischstämmigen Aktivistinnen, die, anders als die suspekten Gewalt-Statistiker von MANEO, gemeinsam mit den Menschen vor Ort in den Berliner Multikulti-Innenstadt-Kiezen aktiv zusammenarbeiten. GlADT: Eine weiße, cis-männlich-dominierte, schwule Organisation wirft hier einen Hilfeballon für eine bessere Welt ab, ohne mitzudenken, dass hier lokale Aktivist*innen schon seit Jahren communitybasierte Antidiskriminierungsarbeit leisten. Diese wurden nicht einmal eingeladen. Das ist nicht nur arrogant, sondern vor allem respektlos!<
    Die Gladt-Stellungnahme ist keine Attacke auf die Bestrebungen nach mehr Sichtbarkeit, sondern kritisiert die paternalistische, selbstzufriedene Arroganz derjenigen, die sich gar keine Sorgen um die eigene "Sichtbarkeit" in ihrem Umfeld machen müssen. Noch einmal: GlADT lehnt Diskriminierung strikt ab, möchte niemanden das Küssen verbieten. Vielmehr stellt GLADT folgende Tatsache fest: Wer nicht geoutet ist, dem ist die Teilnahme an einem schwulen Kiss in nunmal in der Praxis verwehrt.<

    >Meine Meinung: Kiss-Ins sind ein durchaus probates Mittel symbolisch schwule* Sichtbarkeit zu propagieren. Die GLADT-Stellungnahme spiegelt die besondere Situation von nichtweißen LGBT wider. Dafür Verständnis aufzubringen, bedarf Empathie und den Willen, eine dem Menschen zugewandte Politik zu unterstützen.>

    reiserobby.de/gladt-maneo-und-die-cahit-kaya-dublette-dr-dav
    id-berger/#sthash.8eN6hucI.dpuf
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#107 ursus
  • 15.05.2015, 15:38h
  • Antwort auf #103 von wiking77
  • davon abgesehen wurde gladt, wenn ich es richtig verstehe, nicht nur nicht konsultiert, sondern nicht einmal eingeladen. wenn ich wo was veranstalte, dann versuche ich doch, möglichst jeden einschlägigen verteiler zu nutzen. und hier war gladt ein sehr naheliegender verteiler. dass der nicht bedient wurde, ist auch jenseits der inhaltlichen diskussion sehr fragwürdig.
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#106 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 15:36hHannover
  • Antwort auf #103 von wiking77
  • ""warum sollten sie eigentlich überhaupt beachtet werden?""..

    Weil sie hier leben, arbeiten und Teil der Gesellschaft sind !

    So wie Du auch !

    Aber wir könnten Dich natürlich auch völlig ignorieren..

    Was mischt Du dich überhaupt in Berliner Belange ein ?
    Geht Dich das überhaupt etwas an ?

    Unfaßbar..
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#105 ursus
#104 ursus
  • 15.05.2015, 15:31h
  • Antwort auf #81 von goddamn liberal
  • danke für deinen nachtrag, jetzt verstehe ich dich besser. und sorry, mein beitrag '76 klang aggressiver als er gemeint war.

    >"Die waren als Erwachsene oft noch frömmer geworden als ihre Eltern, obwohl die Scheunentore in die Freiheit weit offen standen."

    jein. damit hast du natürlich recht: jede_r hat immer einen spielraum für entscheidungen. in dieser diskussion ist es aber wichtig, im auge zu behalten, dass die freiheiten von migrant_innen in deutschland in der regel kleiner sind als die von nichtmigrant_innen, und dass das keineswegs nur an ihren herkunftskulturen liegt, sondern eben auch an den grenzen, die ihnen die deutsche unwillkommenskultur setzt.

    und das sollte m.e. ein teil dieser diskussion hier sein: uns klarzumachen, dass wir eben NICHT alle die gleichen voraussetzungen, probleme und lösungswege haben, wenn es um das thema emanzipation geht.

    mir flackerte z.b. ein lichtlein auf, als jemand von den schwierigkeiten der wohnungssuche mit einem "ausländisch klingenden" nachnamen sprach. es ist leicht zu sagen: "wenn deine eltern dich nicht akzeptieren, zieh halt aus." was ist, wenn du über die üblichen schwierigkeiten des wohnungs- und arbeitsmarktes hinaus auch noch das handicap deines namens hast? wenn ein auszug dadurch fünfzig mal schwieriger ist?

    ich kann niemandem erzählen, was der richtige weg zur freiheit sei, wenn ich nicht einmal verstehe, was die_der überhaupt für probleme hat, die ich nicht habe. wir gehen viel zu schnell davon aus, alle queeren menschen auf der welt hätten dieselben probleme (nämlich ungefähr die der "weißen" mittelstandsschwulen) und sollten sich auf dieselbe weise und mit denselben aktionsformen emanzipieren. die diskussion hier kann ein anlass sein, das einmal in frage zu stellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#103 wiking77
  • 15.05.2015, 15:20h
  • Antwort auf #101 von ursus
  • "... warum wurden die komplett ignoriert?"

    warum sollten sie eigentlich überhaupt beachtet werden? Sollen sie halt ihr Ding machen und andere machen halt ihr Kiss-in. Wer braucht schon das Placet von diesem GLADIO-Verein? Erdogan hat doch hier in Deutschland auch keine Volksbefragen durchführen lassen, ob er hier seinen riesen Wahlkampf-Tamtam veranstalten darf. Wenn in Berlin-Kreuzberg türkisches Recht oder die Scharia offiziell gelten sollten, dann könnte man sich ja Gedanken machen, ob man mal höflich und kleinlaut nachfragt.
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#102 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 15:12hHannover
  • Antwort auf #98 von wiking77
  • ""Berliner Schwule werden ja auch nicht gefragt, was in Istanbul iniziiert wird. jeder kehre in seinem eigenen Hof.""..

    Das die Menschen in dem Verein nicht in Istanbul leben, sondern in Berlin, ist Dir nun nicht klar ?

    Dann hol schon mal den Besen..
    In Schwäbisch Hall scheint viel Dreck auf den Straßen zu liegen..
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#101 ursus
  • 15.05.2015, 15:07h
  • Antwort auf #79 von Loren
  • danke für deine antwort (ich fand sie nicht zu lang, im gegenteil). ;-)

    ich greife mal das stichwort "gesichtswahrung" heraus, nicht nur, weil ich das generell stärker "in meinem herzen bewegen" möchte, sondern weil ich glaube, dass es auch in diesem konkreten fall eine rolle spielt.

    so ein kiss-in hat ja was von "in your face!". es ist natürlich als provokation gedacht. ich halte das auch in vielen fällen für eine angemessene und hilfreiche aktionsform. und sicher verspüre ich kein allzu großes mitleid mit den menschen, die sich davon provoziert fühlen und ärgerlich reagieren.

    hier geht es allerdings darum, dass aktivist_innen, die offenbar selber erfahrungen mit verschiedenen aktionsformen haben, sagen, dass sie in diesem konkreten fall eine solche provokation nicht für hilfreich, sondern für kontraproduktiv halten. das muss man nicht einfach blind glauben und übernehmen, man sollte aber fragen, was dahinter steckt.

    zunächst wäre es hilfreich, von ebendiesen menschen ausführlicher zu hören, was sie zu sagen haben. die stellungnahme von gladt finde ich hierfür nicht ausreichend. man hätte nicht einfach nur behaupten sollen, dass man negative konsequenzen befürchtet, sondern diese konkret darstellen sollen.

    ich kann mir aber vorstellen, dass ein aspekt hierbei ist, dass dieses "in your face!" durchaus einen unterton haben kann von "wir deutschen erklären euch ausländern jetzt mal, wie toleranz funktioniert" oder dass es zumindest von einigen so verstanden werden kann.

    einige kommentare hier im forum zeigen leider, dass diese haltung wirklich, sagen wir mal, leicht abrufbar ist. es wäre wohl boshaft, sie als offensichtliche motivation der gesamten aktion von maneo zu unterstellen, ich fürchte aber, es ist nicht zu leugnen, dass sich genau dieser aspekt auf der einen oder anderen weise in die ganze aktion und eben auch in diese diskussion hier einschleicht.

    und da geht es dann eben nicht nur um einen gesichtsverlust der konservativen homophoben, die eine ohrfeige durchaus verdient haben, sondern auch um die identität der queeren migrant_innen, die so als angehörige einer "minderwertigen" kultur stigmatisiert und abgewertet werden.

    dass das wütend macht, kann ich nachvollziehen.

    ein gesichtsverlust ist auch die fehlende einladung an gladt, die wohl kaum jemand hier rechtfertigen würde. warum wurden die komplett ignoriert?
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#100 uterusAnonym
  • 15.05.2015, 15:04h
  • Antwort auf #47 von Lars
  • >>Als modern-"westlich" geprägter Mensch sollte man Menschen mit Migrationshintergrund nicht in ihrer angeblichen "Rückständigkeit" vorführen und sie auch nicht zwangsouten, sondern achtsam darauf achten, was sich da von selber "outet".

    das kann ich unterschreiben. allerdings ist das kiss-in eine notwehr-aktion dagegen, dass türken und araber massiv unsere hart erkämpfte befreiung rückgängig machen wollen und dabei auch täglich auf den straßen berlins mit körperlicher gewalt gegen schwule vorgehen.

    wenn dieses gewaltlose kiss-in schon als zumutung emfpunden wird, bleiben schwulen und lesben nur noch weniger harmlose wege, sich gegen muslimische religioten zur wehr zu setzen.
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#99 na dannAnonym
#98 wiking77
  • 15.05.2015, 14:44h
  • mir kommen solche empfindlichen Überreaktion wie die von GLADIO oder auch Repräsentanten der islamischen Community in Deutschland wie eine Art "geistige Landesverteidigung" vor. Immer schön den Gekränkten und Beleidigten spielen, auch wenn es dafür keine sachlichen Gründe gibt. Hauptsache man hat sich irgendwie doch in die Diskussion eingebracht. Man muss diese Herrschaften schon fragen, ob sie nicht mir ihrer übertriebenen zur Schau getragenen Dünnhäutigkeit bei der Mehrheit nicht überreizen und dann, zu Recht, als Spiel- und Spaßverderber dastehen. Ich würde die das nächste mal erst recht nicht nach deren Meinung fragen. Berliner Schwule werden ja auch nicht gefragt, was in Istanbul iniziiert wird. jeder kehre in seinem eigenen Hof.
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#97 schwarzerkater
  • 15.05.2015, 14:40h
  • " Das Konzept des Coming-outs sei etwas "sehr Weißes und Westliches", so GLADT."
    ohne worte - kotzt - oder noch besser: GLADT alle öffentlichen gelder streichen
  • Antworten » | Direktlink »
#96 melencolia1Anonym
  • 15.05.2015, 14:05h
  • Antwort auf #91 von Markus44
  • "@goddamnliberal alias beispiel alias ausserdem"

    dass sie sich im geistigen spektrum der atheistischen linken nicht auskennen, aber immer so tun, nur am rande. es gelingt ihnen da schon mangels überblick ganz selten, an nuancen user zu unterscheiden.

    dass ihnen aber auch das spektrum bürgerlicher gottgläubiger sehr fremd ist, lässt vermuten, dass sie nicht über ausreichende grundlagen zur differenzierung verfügen. flüchten sie sich daher in ihre schlecht angelesene türkeikunde?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #91 springen »
#95 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 13:43hHannover
  • Antwort auf #77 von Lars
  • ""Die Unterteilung in "weiß" und "türkisch" ist von seiten von GLADT tatsächlich problematisch, denn es zementiert eine Sichtweise, die es zu überwinden gilt.""..

    Findest Du ?

    Diese Unterteilung wird doch von genau den Leuten vorgenommen, gegen den sich jetzt dieser Vorwurf richtet..
    Und das ist ja nicht die Community, sondern die Gesellschaft in der man leben muß..

    Leute wie Multi-Markus konstruieren diese "Zugehörigkeit zur asiatischen Menschenmasse" um Grenzen zu definieren, und damit die Menschen der Türkei von Europa fern zu halten..

    Und diejenigen, denen hier nun der Spiegel vorgehalten wird, sind natürlich nicht begeistert von der Tatsache als "billige rassisten" entlarvt zu sein..

    ""Sexualität wird unterschiedlich sichtbar ausgelebt (oder unterdrückt), ist aber per se an keine ethnische Zugehörigeit gebunden.""..

    Das stimmt..
    Aber die Entwicklungen in verschiedenen Gesellschaften zeigen verschiedene Auswirkungen einer unterschiedlichen Sozialisation, beeinflußt von Kultur, Religion und politischen Systemen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #77 springen »
#94 TheDadProfil
  • 15.05.2015, 13:32hHannover
  • Antwort auf #75 von Torsten_Ilg
  • Aus welchen "Kulturkreisen" stammen denn in Kreuzberg geborene und lebende Menschen ?

    Und in welchen "Kulturkreisen" ist denn der kleine Ilg sozialisiert worden, der sittsam schon vergessen zu haben scheint, das sich Katholiken in der Öffentlichkeit außer zu Hochzeiten und zu Neujahr, auch nicht überall einfach mal so küssen ?

    Man kann die Kritik an sich durch die GLADT e.V., immerhin ein eingetragener Verein, das muß man erst einmal wahrnehmen, durchaus erst einmal anhören, um sich dann sachlich damit auseinanderzusetzen..

    Der Verweis das "diese Leute" aus "anderen Kulturkreisen" stammend kein Recht hätten einen Einfluß auf die Umgebung auszuüben in der sie leben, ist alles andere als sachliche Auseinandersetzung !

    Allein Deine Formulierung
    ""So weit kommt es noch, dass wir unsere Werte einer freien Gesellschaft""
    spricht Bände..

    Wo bleibt denn diese Forderung gegenüber Frau von Storch, und gegenüber einem Herrn Pretzell ?

    ""die Errungenschaften der Aufklärung bzw. der Säkularisation auf dem Altar der "political-correctness" ""..

    Wo bleibt die Forderung an Frau von Storch das ihre Evangelikale Grundhaltung NICHT die vorherrschende Haltung innerhalb einer säkularisierten Gesellschaft sei ?

    Wo bleibt die Forderung an diese Frau, ihre "Arbeit" gegen umfassende Aufklärung in den Schulen endlich einzustellen ?
    Schulen die einer stringenten Säkularisierung unterliegen, und die der Diverstität verpflichtet, keinerlei Rücksichten auf Evangelikalen Unsinn zu nehmen haben ?

    ""sollen sie doch bitte mit der Unterdrückung der Systeme aus denen sie kommen Vorlieb nehmen.""..

    Menschen die hier geboren sind, nehmen diese Unterdrückung in diesem System, aus dem sie kommen, sehr wohl wahr !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#92 VeganBearEhemaliges Profil
#91 Markus44Anonym
  • 15.05.2015, 13:06h
  • Antwort auf #57 von ausserdem
  • @goddamnliberal alias beispiel alias ausserdem
    "Als der User Markus44, aus welchen Gründen auch immer, noch unter timm johannes firmierte, wurde seine "theologische" Geschichtspolitik zu Osmanen und Glaubensfreiheit mit Quellen evangelisch-lutherischer Theologen aus Siebenbürgen entlarvt."

    Du möchtest also unbedingt auf die Geschichte des Osmanischen Reiches zu sprechen kommen und wie hier wie zuvor auch von den türkischen Rum-Seldschuken eine ganze Region wirtschaftlich, kulturell, weltpolitisch und technisch zerstört wurde, und keine Religionsfreiheit herrschte, sondern brutale Religionsunterdrückung stattfand

    Das Osmanische Reiche hat die christlichen Völker der Rumänen, der Bulgaren, der Griechen und der Serben unterdrückt. Und noch heute höre ich von Freunden aus diesen Ländern, wie schrecklich und barbarisch das Osmanische Reich auf dem Balkan geherrscht hat und dort diese freiheitsliebenden christlichen Länder unterdrückte und auspresste.

    Da erinnere ich dann einmal an den Griechischen Freiheitskampf und dei glorreiche Griechische Revolution von 1830, die den christlichen Griechen Ihre Freiheit zurückbrachte.

    Es ist gut, das am Anfang des 20. Jahrhunderts diese barbarische Zeitepoche der Osmanen endete, und dann mit ATTATÜRK ein echter Reformer und Held des 20. Jarhhunderts an die Macht kam:
    * Einführung des metrischen Systems
    * Einführung des lateinischen Alphabets und Abschaffung der arabischen Schrift
    * Gründung von Universitäten
    * Übernahme des deutschen Handelsrechtes
    * Übernahme des italienischen Strafrechtes
    * Verbot der Kopftuchbedeckung des Fes bei Männern
    * Verbot des Kopftuches bei Frauen in der Verwaltung und in den Universitäten
    * Aufhebung des Sultanats
    * Abschaffung des Kalifats
    * Teilnahme der Frauen an den Parlamentswahlen

    Erst mit Attatürk gelang es die Türkei, in die Moderne zu bringen, die nicht länger andere Völker unterdrückte und den Balkan ausplünderte sowie die dortigen christlichen Völker der Serben, Bulgaren, Rumänen und Griechen unterdrückte.

    Wir können heute froh sein, das das Osmanische Reich bei den beiden Belagerungen von Wien unterlag, das danach die Österreich-Ungarn die Osmanen in den folgenden Jahrhunderten zurückdrängten und das 1830 die Griechen Ihren Unabhängigkeitskampf gewannen. Vor allem hierdurch brach dann das Osmanische Reich militärisch zusammen.

    Eigentlich können die Türken nur auf Ihre Geschichte NACH dem Ersten Weltkrieg stolz sein, als dort ATTATÜRK an die Macht kam. Die Zeit VOR dem Ersten Weltkrieg ist keine Zeit, auf die die Türken stolz sein sollten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#90 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2015, 13:06h
  • Antwort auf #84 von Holo Fernes
  • Ja... >Zum Einlesen ein historischer Blick, am Beispiel der schwarzen Lesben- und Schwulen-Bewegung in den USA. Oder googelt Queer of Color Critique und Critical Whiteness. Als schwarz fassen Queer- und Rassismus-Theoretiker alle Menschen zusammen, die nicht dem angelsächsischem und christlich-mitteleuropäischen Kulturkreis entstammen. Dazu zählen Orientalen oder Asiaten, Menschen aus Afrika, die nativen Bürger Nordamerikas, Indios und Latinos. Das Konzept aus queer-politischer Perspektive von Weißen zu sprechen, ist keinesfalls ein rassistisches, sondern ganz klar ein strikt antirassistisches. Einfach erklärt: Selbstverständlich ist Rassismus eine braune Ideologie. Es gibt nur eine Menschenrasse den Menschen, dennoch gibt es Rassisten. Dem Gladt e.V. Rassismus vorzuwerfen, weil sie von Weißen sprechen ist dumm und ignorant, weil der Ausdruck keinesfalls rassistisch belegt ist, sondern zur Verdeutlichung der privilegierten Stellung der Weißen und damit emanzipatorischen und antirassistischen Zielen dient. - See more at:
    reiserobby.de/gladt-maneo-und-die-cahit-kaya-dublette-dr-dav
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#89 wiking77
  • 15.05.2015, 12:59h
  • Antwort auf #88 von reiserobby
  • nun, wenn "weiß" "bio"deutsche Schwule auch so leisetreterisch aufgegreten wären, wie GLADIO oder so ähnlich es sich wünscht, dann gute Nacht. Solchen religiösen Fanatikern und zivilisatorisch Zurückgebliebenen muss man immer und immer wieder, gerade in unserem Staatswesen wo Freiheitlichkeit und Demokratie noch was gilt, vor Augen führen, dass eben diese Barbaren sich den hiesigen gepflogenheiten anzupassen haben und tolerante schwule Mitmenschen, egal welcher "Rasse", Herkunft usw. nicht aus falschverstandem Respekt zu kuschen haben. Einfühlsamkeit ist wahrlich fehl am Platze, noch herrschen in Berlin-Kreuzberg nicht Zustände wie in Teheran oder in Riad.
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#88 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 15.05.2015, 12:51h
  • Meine Meinung: Kiss-Ins sind ein durchaus probates Mittel symbolisch schwule* Sichtbarkeit zu propagieren. Die GLADT-Stellungnahme spiegelt die besondere Situation von nichtweißen LGBT wider. Dafür Verständnis aufzubringen, bedarf Empathie und den Willen, eine dem Menschen zugewandte Politik zu unterstützen.

    Die bis in AfD-Kreise tolerierte Sichtbarkeit, die ein Kiss in vorgibt zu fördern, ist für weiße deutsche schwule Mehrheitsbürger längst gelebte Realität. Das vorgegebene Aktions-Motiv balanciert dahingehend auf fragilen Argumentationssträngen. Der Verdachtsmoment bleibt: MANEO möchte abermals eine gleichfalls diskriminierte Bevölkerungsgruppe in den Anti-Homophobie-Fokus rücken, die eben vermehrt im Wedding und Kreuzberg beheimatet ist, um diese unterm Banner des Regenbogens als vermeintliche Tätergruppe zu denunzieren. Ein angeblich dem Menschenrecht verpflichteter, öffentlich üppig geförderter Verein wie MANEO, sollte diese Bedenken Rechnung tragen, sensibilisiert um Vertrauen werben. Homo- Transphobie, Sexismus und Kriminalität sind kein importiertes, sondern ein gesamtdeutsches Problem.

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#87 Yussuf HaeberleAnonym
#86 stromboliProfil
  • 15.05.2015, 12:27hberlin
  • Antwort auf #74 von goddamn liberal
  • tja goddamn liberal...
    Du hast ja recht mit deiner sicht auf türkisch-nordafrikanische emigration vor 20 - 30 jahren...
    Die nachkommenden frauen liesen ihre traditionellen habitus recht schnell hinter sich..
    Erst das wachsen der nationalistischen strukturen und ihre unterwanderung und vereinnahmung durch eine radikale religionsidee hat das bild sowohl in den städten dieser länder wie auch in unseren gemeinden verändert.
    Als ich vor einem jahrzeht im bürgeramt neukölln wrtete , saß eine mit kopftuch bedeckte traditionell gekleidete frau um die 50zig neben mir, etwas ratlos auf die formulare blickend..
    Ich fragte sie, ob ich ihr helfen könne und darüber ,weil auch familiäre fragen gestellt wurden, kam sie ins gespräch über ihr leben.. dem mann nachgefolgt um hier nun fest zustellen, dass der längst mit einer anderen lebt.. der anfängt ihr hier das kopftuch aufzuzwingen und sie im haus einschließt.. Kinder sie mehr als lästiges relikt betrachten , denn als ihre mutter.
    Also eine reihe demütigungen die sie zu dem entschluß brachten, sich scheiden zu lassen( darf sie als muslemin aus eigener entscheidung..hier ihr christenknechte mit eurer probezeit..)
    Nun gestrandet in deutschland, der versuch ihr eigenes sleben aufzubauen.. behörden, sprache, arbeitsmarkt, wohnungssuche usw...
    Am ende des fragebogen und ihrer erzählung, blieb sie einige minuten still sitzen, den blick ins unendliche gerichtet.. plötzlich zog sie sich mit einem ruck das kopftuch vom kopf, und warf es hinter sich zu boden.." ich brauch das nicht mehr", so sie mit klarer stimme.

    Ich wollt die geschichte als beispiel nehmen für das was geschehen kann, wenn mensch entscheidungen trifft, statt sich von abwägungen ablenken zu lassen. Ich hab sie auch einem befreundeten GLADT mitglied mal erzählt, um auf die bedeutung entgültiger trennungen zu verweisen.

    Aber es gibt auch unsererseits veränderung der haltung und wahrnehmung, unsere homonormativen kopftücher, die wir auf unseren köpfen tragen als zeichen unser kulturellen zugehörigkeiten:
    Vor 30-40 jahren war die zuspitzung der gesellschaft auf die einwanderungssymtome noch nicht so weit gediehen wie heute..
    Damals suchte man nach zugang und zusammenarbeit.
    Weiß "gott, mit wie vielen türken-arabern ich in jener zeit gefickt habe..
    Wer heute in schwulen foren ( auch hier!) den sprachlichen umgang mit der fremdheit der türken-araber -muselmanen erlebt, darf sich an die nase fassen: Nicht die hautfarbe an sich ist es, die hier gemeint ist, es ist die geschichtliche wiederkehr des euro-angloistischen kolonialdenkens, das "weiße rasse " als erkennungszeichen und diskussionsansatz legitimiert.
    Das hat die Judith Butler so schon vor jahren erkannt und konsequent den berliner csd preis abgelehnt.

    Aber wie unter stammtischrassisten verfänglich, wird das ansprechen auf die herkunft kolonialistischen gehabes-denkens und damit verbundenen handelns, als ebenso rassistischen angriff auf bestehende ,zu einem ja doch "weil von hier geborenen" automatisch zustehendem vorzugsrecht erklärt.
    Bitte nicht mein handeln deuten.. und schon gar nicht mein eigenes handel entsprechend umdeuten..
    Gleiches mit gleichem vergolten, schmerzt um so mehr, als man sich doch ganz anders im spiegel wahr nimmt...

    Wer dieser grundmasse abendländisch "aufgeklärt-emanzipierter"
    homohonoration/en nicht zugehört, wer gar noch einer im gestern verharrenden religion gesellschaftsideologie zwangsweise zugerechnet wird ( mein geistiges auge erblickt automatisch ilg und markus00 als den indogermanisch-kaukasischen quotenhomo, aber ein solcher artikel erweiter die bildergalerie.. ), darf mit fug und recht sich den gleichen erfahrungen ausgesetzt fühlen, die in apartheidsländern wie USA gegenüber schwarzen -gelben-roten-braunen coloured people gang und gäbe sind.
    Und apartheid ist nicht nur hautfarbenspezifiziert, sie ist religiös, ethnisch, politisch definierbar.
    Was wiederum nun wissen wir über erfahrungen als farbige und gleichzeitiger glbt doppeltdiskriminierungen.
    Wieviel sind wir bereit, den hier nichtdeutschen oder deutschen mit migrationshintergrund ( auch so ein hier weitverbreiteter staatlich sanktionierter rassitischer terminus) den selben doppelten unterdrückungs - erfahrungsstand zuzugestehen.

    Darüber wollen wir hier offensichtlich nicht reden; sollten es aber!
    Lieber etwas weniger selbstbeweihräucherung ob unserer "fortschrittlichkeit, gemachter erfolge und der in unseren eigenen kulturkreis mühsam aufrecht erhaltenen "toleranzduldung"!

    Ah! Schaut her, wir sind so frei und küssen uns auf allen plätzen. Zeichen unseres mutes und selbstsicherheit. Die botschaft ist vermeintlich eindeutig und positiv...
    Gleichzeitig werden dauerhinweise über no go areale verlinkt..
    Warum also nicht müllerstrasse moabit-turmstrasse wedding und so --; selbst die bülowstrasse bietet genug konfliktpotential für unsere öffentliche präsenz.

    Einerseits:
    Ich versteh nicht die fehlende distanz oder sichtbare aufarbeitung der religionsdiskussion in der türkischen gay-kultur, verstehe aber auch (vieleicht wegen eben diesen fehlens.. ) den widerstand, sich protest und denkformen aufzwingen zu lassen, die selbst bei den "frohebotschaftsbringenden" nur auf sehr wackeligem boden daher kommt.
    Wie sich dazu auffordern lassen gegen die eigene religion zu opponieren-revoltieren, wenn die selben nichts gegen ihre eigene sekten unternehmen..
    Zu liberal geworden die christlichen religotsklitschen in ihren "differenzierenden diskriminierungangeboten.. ?

    Und wie sonst könnte heute ein afd - homo meinen, menschen mit solchen "kulturkreisproblemen" sollten doch bitte mit der unterdrückung der systeme vorlieb nehmen, aus der sie kommen..
    Ilg_ elch beim systemerklären..
    Gerade einer jener systemkonservatoren, die dieses kernelement unserer unterdrückungssysteme reformatorisch in die zukunft hinüber retten will.
    Den bock so zum gärtner machend..

    Ist dies das angebot hier , dass wir der zu recht frustrierten, als gay-bauchtanztruppe verzerrte kulturkreisproblem-folkloregruppierung , anzubieten haben?
    Können wir eigentlich wirklich uns nicht vorstellen, dass die andere probleme und gewichtungen haben, als wir selbst?

    Andererseit:
    ich versteh auch das bedürfniss des kaukasichen/euro-angelsächsichen homophilen, sich in der sie umgebenden multikulturellen wie hautfarbenunterschiedlichen vielvölkersituation als minderheit in der heteronormierten mehrheitswelt nicht allzu wohl zu fühlen, nur weil dort die eindeutigkeit von kapitalistischen interessen, sozialer ungleicheit und religioter intoleranzen im besonders ausgeprägtem patriarchlichen kernelement heteronormativer wertvorstellung mit unseren hoffungen und berechtigten ängsten kollidieren.
    Ich bin ja selbst akteur und opfer dieser politischen vorstellung von veränderung.
    Aber waren wir damals mit uns selbst beschäftigt und gab es keinen interkulturellen konflikt, sondern nur einen auf generationenkonflikt mit reaktion und faschistenpack ausgerichteten patriarchatsdiskurs! Selbst die religion, die sekten hatten wir vernachlässigt oder solch obskursen vereinen wie huk überlassen.
    Trotzdem müssen wir die sicht erweitern: zentrum ist wieder religiongetragen das patriarchalische system als basis der homophobie.
    Mals pseudoentspannt evangelisch, mal rational machbewusst katholisch, mal irrational islamisch..
    im kern eint alle ihre göttliche weisung: mission und ein gottesgefügiges untertanentum.

    So ein kuss zweier männer, zweier frauen, könnte sehr wohl ein stinkefinger gegen das patriarchat, den ihn tragenden männern und frauen , ergo auch vätern und müttern bedeuten, oder aber auch nur das "friedensangebot an die patriachalische norm darstellen...
    nach dem kuss erfolgt das aufgebot..
    friede- freude- eierkuchen.

    Selbst die muselmamma und der iman könnten vor soviel angleichung doch nur dahinschmelzen.. deutsche mütter und pfarrhäuser tun es doch auch.

    Da ist noch vieles zu hinterfragen und aufzuarbeiten.
    Sich dessen bewusst werden, sollte unter uns ausgetragen sein.

    Wenn hier aber gegenseitige bereitschaft und zugangsmöglichkeiten zu gesprächen fehlen, verlieren beide seiten ihre anspruch auf deutungshoheit.

    Mit maneo unter ihrem leiter finke, ist ein in vergangenheit mehrfach als interkulturell zweifelhaft diskutierter protagonist in eine um "ausländer-islam-kulturkreis" losgetretene diskussion zurückgekehrt..
    Gleich einem vorhaben der rechten, am 8.mai einen gedenkspaziergang vor reichstag und brandenburger tor veranstalten zu wollen, wird nun an einen brennpunkt mit hoher sozialer dichte an den von maneo als homofeindliche dauereingestuften ein exempel statuiert.
    Deutsche homos zeigen den zuwanderern, wie homos leben.
    Gut, dass dies an einem platz mit zu erwartender hilfestellung durch ein links-autonom bestimmtes multikultiklima geschützt ist.

    Nun bin ich kein gegner von provokation, wenn die provokation sinnvoll - zielgenau angebracht..
    Sie braucht u.a. den anlass und die unmittelbarkat, um effektvoll in den köpfen der betroffenen wie die der angesprochenen-angeklagten hängen zu bleiben..
    Ich denke, da hat Nasser El-Ahmad mit seinen aktionen und seiner öffentlichkeitspräsenz mehr positves in die köpfe seiner herkunftsschicht eingepflanzt, als es maneo mit seine aktionen seit jahren für sich verbuchen kann.

    www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/04/demonstration-gege
    n-homophobie-berlin-neukoelln-nasser.html
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#85 SamuelAnonym
  • 15.05.2015, 12:22h

  • Ich finde, Gladt hat Recht. Man sollte weissen Männern verbieten, sich zu küssen. Alles andere wäre rassistisch und sexistisch.
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#84 Holo FernesAnonym
#83 goddamn liberalAnonym
  • 15.05.2015, 12:14h
  • Antwort auf #82 von Lars
  • Das ist wirklich ein Problem.

    Ich denke aber, dass ich genug Russen, Türken und Kurden kenne, um das beurteilen zu können.

    Und die stammen alle nicht aus der liberalen Oberschicht ihres Landes (die in der Türkei übrigens viel größer ist als in Russland).

    In einem 'Migrantenviertel' mit der munteren nackigen Obzönität audzutreten, die zur Berliner Folklore gehört, ist sicher kontraproduktiv.

    Ein Kiss-In in Ehren kann aber niemand verwehren und Denkanstöße anregen.

    Zumal Männer-Küsse und 'Bruder'-Getue im Orient ja eben kein Tabu sind.
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#82 LarsAnonym
  • 15.05.2015, 11:41h
  • Literaturhinweis zur Diskussion:

    Constance Ohms: Spagat ins Glück
    Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie
    Querverlag

    Enthält, neben etwas theoretischen Grundatzerörterungen zu Mehrfachidentität und den Beriffen Inklusion, Integration etc. sehr berührende Interviews mit Lesben und Schwulen aus verschiedenen Nationen. Eine Möglichkeit, einfach mal zuzuhören.

    Es wäre schön, wenn auch in diesem Forum mehr Beiträge von Leuten mit Migrationshintergrund eingingen. Im Moment reden "wir" hier mal wieder über "die anderen".
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#81 goddamn liberalAnonym
  • 15.05.2015, 09:26h
  • Antwort auf #76 von ursus
  • Das Beispiel ist gut gewählt.

    Aber auch hier ist die Eltern-Ignoranz 80 Jahre nach Hirschfelds Tod selbst gewählt. Egal ob es sich um eine evangelikale, katholische, muslimische oder atheistische Subkultur in Dräsden handelt.

    Das Leid der Kinder leider nicht.

    Man nur hoffen, das sie es schaffen erwachsen zu werden.

    Das waren die schwulen Erwachsenen in der arte-Sendung 'Du sollst nicht schwul sein!' leider nicht.

    Die waren als Erwachsene oft noch frömmer geworden als ihre Eltern, obwohl die Scheunentore in die Freiheit weit offen standen.

    Wenn die dann darunter leiden, dass man ihnen in ihren Gemeinden nicht die Hand gibt, dann ist dieses Elend selbst gewählt.

    Ein Paradebeispiel dafür ist David Berger.
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#80 HabukazProfil
  • 15.05.2015, 07:54h
  • Bleibt die Frage, was ein Kiss-In von deutschstämmigen Deutschen bei Menschen mit Migrationshintergrund bewirkt, die Homosexualität, wie GLADT sagt, als etwas Westliches betrachten. Natürlich liegen sie damit falsch, aber vielleicht fürchtet GLADT, dass es nur negative Reaktionen geben wird.

    Bei Homophobie finden wir in unseren heterosexuellen Familien ja auch kein Verständnis, in dem Sinne, als dass sie diese Erfahrungen selbst nicht haben und trotzdem schaffen wir es irgendwie durchs Leben.
    Ist Rassismus und Homophobie zu viel? Ist Rassismus so schlimm, dass die Unterstützung der Familie notwendig ist? Es geht also um die alte Angst, die Familie zu verlieren, wenn sie offen sind.

    Wie lange dauert es wohl, bis Einwanderer sich unseren Werten annähern? Wollen sie das überhaupt? Wie soll sich ändern, dass sie Homosexualität als westlich sehen, wenn es keine offen Homosexuelle unter ihnen selbst gibt?
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#79 LorenProfil
  • 15.05.2015, 01:29hGreifswald
  • Antwort auf #67 von ursus
  • Du ahnst es doch schon: Ein Fallbeispiel wäre ein Kapitel eines Buches, das ich derzeit nicht zu schreiben beabsichtige, folglich zu umfangreich für einen Kommentar.

    Grob skizziert auf dem Feld, wo ich mich am besten auskenne, also dem der Erziehung von Jugendlichen mit besonderen Problemlagen:

    1. Das Problem identifizieren (im Einzelgespräch mit der/dem Jugendlichen, z.B. leidet ein Heranwachsender unter dem dominant-aggressiven Vater).
    2. Ein konkretes Ziel für mich benennen (z.B. dem Vater einsichtig machen, dass das Gewähren eines größeren Freiraums kein Machtverlust, sondern ein Zeichen von Stärke ist).
    3. Den Vater vor Ort aufsuchen, in seinem Dominanzraum (auch um das Atmosphärische dort zu "spüren").
    4. Im Gespräch zuhören, die andere Perspektive erkennen ("Walk a mile in my shoes"), den Sprachcode identifizieren und mich selbst darauf einstellen, die Interessenlage des Sohnes adressatengerecht sprachlich einbringen (als "Anwalt des Kindes", sofern es dazu selbst nicht im Stande ist) und meine fachliche Expertise in einer Weise darlegen, die eine Möglichkeit des Interessenausgleichs nahelegt, bei der das Gesicht gewahrt bleibt. Je nach konkreter Problematik Handlungsalternativen aufwerfen und möglichst eine versuchsweise vereinbaren. Einen Folgetermin zur "Evaluation" verabreden.

    Bei diesem "weichen Vorgehen" spielen angemessene Sprachverwendung, respektvoller Umgang, Empathie, die Anerkennung der derzeitigen gewachsenen Strukturen (zu deren Veränderung ich womöglich beitragen möchte), das Antizipieren von Handlungsfeldern für die "Konfliktpartner" u.ä. eine Rolle, wenns einen Effekt haben soll. Manchmal muss das weiche Wasser auch mehrmals über den Stein fließen, bis er bricht. In gravierenden Fällen (z.B. schwere körperliche Misshandlungen) hilft allerdings nur die kalte Dusche.

    Auf Maneo und GLADT bezogen:
    Gemeinsam Aktionen planen, die Interessen-/Bedürfnisslagen auf Vereinbarkeit hin abstimmen, das Für und Wider angedachter politischer Aktionen ideologiefrei und ergebnisoffen abwägen, ggfs. eine abgespeckte Version testen, nur im Konsens handeln, da hier offenbar in einem sensiblen Feld agiert wird (wie die Diskussion andeutet, ohne dass ich mit den Verhältnissen in Berlin vertraut bin).

    War das jetzt kurz? Ich habs mir doch gedacht.
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#78 Miguel53deProfil
#77 LarsAnonym
  • 14.05.2015, 23:47h
  • Antwort auf #58 von VeganBear
  • Die Unterteilung in "weiß" und "türkisch" ist von seiten von GLADT tatsächlich problematisch, denn es zementiert eine Sichtweise, die es zu überwinden gilt. Sexualität wird unterschiedlich sichtbar ausgelebt (oder unterdrückt), ist aber per se an keine ethnische Zugehörigeit gebunden.

    Jemandem Rassismus vorzuwerfen, ist ein starkes Mittel, um argumentativ auf der guten Seite zu stehen, aber keine gute Grundlage für einen Dialog. Ich sehe das Problem in der Community eher im mangelnden alltäglichen Kontakt und der daraus resultierenden Unkenntnis und Unsensibilität für die Bedürfnise verschiedener Gruppen.

    Es wirkt aber natürlich schwächer, einfach Sensibilität einzufordern und die eigenen, für andere vielleicht merkwürdigen Bedürfnisse und Grenzen sichtbar zu machen.

    In der Argumetation ist also auch Rethorik dabei und der der verständliche Wunsch, über das Türkische eine starke und selbstbewusste kulturelle Tradition und Identität in die Waagschale zu werfen. (Im übrgen verfügt die türkische Geschichte über einen großen Schatz an Erfarhrung und Zeugnissen vom kulturellen Umgang mit Homosexualität). Man sollte dabei nicht verkrampfen.
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#76 ursus
  • 14.05.2015, 23:42h
  • Antwort auf #74 von goddamn liberal
  • >"Die sind im 21. Jahrhundert nur noch selbstgewählte Konstrukte."

    erzähl das einem jungen transsexuellen, den seine eltern unter verweis auf ebendiese konstrukte, welche auch immer es im konkreten fall sein mögen, beleidigen, bedrohen, schlagen oder vor die tür setzen. für den fühlen sie sich ziemlich real an. und ziemlich wenig "selbst gewählt".

    aber vielleicht habe ich dich völlig falsch verstanden, dann bitte ich um erläuterung.
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#75 Torsten_Ilg
  • 14.05.2015, 23:35h
  • So weit kommt es noch, dass wir unsere Werte einer freien Gesellschaft, die Errungenschaften der Aufklärung bzw. der Säkularisation auf dem Altar der "political-correctness" opfern sollen?! Wenn Menschen aus anderen Kulturkreisen ein Problem mit diesen Werten haben, sollen sie doch bitte mit der Unterdrückung der Systeme aus denen sie kommen Vorlieb nehmen.
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#74 goddamn liberalAnonym
  • 14.05.2015, 22:18h
  • Antwort auf #62 von Loreley TV
  • "nur weil in der muslimischen Kultur Küssen der Intimsphäre zugeordnet werden soll"

    Muslimische Kultur, türkische Kultur, christliche Kultur.

    Lass die Kulturkreise ruhig kreisen, bis sie schwindlig werden.

    Die sind im 21. Jahrhundert nur noch selbstgewählte Konstrukte.

    In der islamischen Welt waren öffentliche Zärtlichkeiten unter Männern noch vor 30, 40 Jahren üblicher als hierzulande.

    Dass junge Großstadt-Türken (Lesben und Schwule noch dazu) sich groteskerweise als nicht-weiß und nicht-westlich bezeichnen, wäre vor 30 oder 40 Jahren ebenfalls undenkbar gewesen.

    Damals definierten sich die meisten Türken noch als solche und nicht als Teil einer irgendwie muslimischen Kultur, Religion galt als Privatsache, Islam höchstens formaler Teil des Türkentums.

    Nur wer keine Geschichtskenntnisse hat, geht kulturalistischen Ideologen auf den Leim.
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#73 Venice89Profil
  • 14.05.2015, 22:10hBraunschweig
  • "Die Maneo-Aktion sei ein "Ausblenden unserer Antidiskriminierungsarbeit in unseren Lebensräumen""

    Für mich klingt diese "Antidiskriminierungsarbeit" von GLADT eher nach verstecken und einem akzeptieren von Dingen, die Religiöse Spinner (Egal welcher Religion) behaupten und fordern !
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#72 einmischenProfil
  • 14.05.2015, 22:06hBerlin
  • Danke GLADT, dass wir mal wieder richtig lachen können. Dachte schon, da kommt nix mehr, da ja auf der Webseite noch die Betriebsferien anlässlich der Geburtstagsfeiern eines weißen Rassisten angekündigt werden. Gut, dass es Euch also noch gibt und Ihr weiter mit Hilfe von Staatsknete die lustigen Pressemitteilungen rausgeben könnt.
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#71 probondageProfil
  • 14.05.2015, 21:41hDortmund
  • Die einzige Frage, die sich mir stellt, welche Alternativen gibt es zum Coming Out, die nicht in Selbstverleugnung, Versteckspielen und zerstörte Leben enden?

    Hat eine Kultur, eine Religion das Recht mir als Individuum mein einziges, einmalige Leben zu bestimmen?

    Das ist keine Frage von Okzident und Orient, sondern von Selbstbestimmung.

    Man, oh, man ... es wird wirklich Zeit für das islamisches STONEWALL RIOT!!!

    Dennoch können, wie war das noch so schön rassistisch formuliert "weiße CIS-Männer" dort nichts, aber auch gar nichts ändern oder helfen. Diesen Kampf müssen unsere islamischen Mitbürger führen. Ein Kampf gegen eine totalitäre und patriarchische Kultur und Religion. Die Waffen sind Sichtbarkeit und der Stinkefinger! Hat bei unseren Pfaffen und bürgerlichen Altnazi-Gesellschaft auch funktioniert. Leicht ist es nicht, aber ansonsten wird sich nichts ändern, niemals ...
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#70 Patroklos
  • 14.05.2015, 21:36h
  • Heute vor 80 Jahren starb Magnus Hirschfeld und wenn er mitbekommt, wie die Rechte von LGBTI mit Füßen getreten werden, würde er vor Wut im Grab rotieren!
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#69 VeganBearEhemaliges Profil
#67 ursus
  • 14.05.2015, 20:54h
  • Antwort auf #56 von Loren
  • >"Nach meiner Erfahrung kommt man da nicht umhin, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich befinden (sei es sprachlich, sei es erzieherisch, sei es politisch)."

    vermutlich ist es schwierig, das in ein paar sätzen zu erklären, aber ich möchte doch mal nachhaken - es ist immer so spannend, wenn jemand theorie und praxis gleich gut kennt. vielleicht fallen dir ein paar konkrete beispiele ein, die das veranschaulichen können, was du meinst?
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#66 ursus
#65 jochenProfil
  • 14.05.2015, 19:31hmünchen
  • Beim Durchlesen des Artikels bekomm ich den Eindruck , als wären die Einwände der Kritiker gegen das Kiss-In vorgeschoben , - dass es andere Gründe für die Einwände gibt.

    ... aber vielleicht täusch ich mich auch.
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#64 Miguel53deProfil
  • 14.05.2015, 19:22hOttawa
  • Antwort auf #40 von Willie
  • Genau so sehe ich das auch. Wie waere es mit einem Kiss-In am Rande der naechsten PEGIDA- Demonstration in Dresden? Auf dem Parteitag der NPD? In Sachsen-Anhalt an einem beliebigen Ort?

    Es ist gut, auch besonnene Stimmen zu hoehren. Wie - wie immer gur formuliert - auch bei Stromboli!
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#63 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.05.2015, 19:20h
  • Die Stellungnahme wird im Empörungseifer schlicht falsch wiedergegeben. >Fakt ist jedenfalls: Der Verein kritisiert vornehmlich einen kontraproduktiven Aktionismus ohne mitzudenken und beschreibt das Coming out/Outing, soziologisch sehr wohl korrekt erkannt, als westliches Konzept. Das ist zu einem ihr gutes Recht in einer Demokratie und entspricht zum anderen nunmal tatsächlich der historischen Wahrheit.... Wer als Bewerberin nur aufgrund der Herkunft und des Familiennamens schlechte Karten (Alltagsrassismus) bei der Wohnung- und Jobsuche hat, ist darauf angewiesen bei den womöglich konservativen Eltern zu wohnen oder beim etwaig homophoben Onkel im Geschäft zu jobben. Die Frage, ob man diesen doppelt diskriminierten Personen, die in den sozial nach wie vor prekären Kiezen wie Kreuzberg, Wedding oder Neukölln mit tatsächlich existenziellen Problemen zu schaffen haben, anhand eines provokant sexualisierten, auf unterhaltsamen Nervenkitzel und Sichtbarkeit angelegten Flashmobs hilft, ist absolut berechtigt. Ein angeblich dem Menschenrecht verpflichteter, öffentlich üppig geförderter Verein wie MANEO, sollte dafür sensibilisiert sein.... Vor allem möchte GLADT laut aufrichtiger Stellungnahme keinesfalls irgendjemandem das Küssen verbieten, weder steht GLADT einem Coming out ablehnend gegenüber. <
    reiserobby.de/gladt-maneo-und-die-cahit-kaya-dublette-dr-dav
    id-berger/#sthash.qOCO19TQ.dpuf
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#62 Loreley TVAnonym
  • 14.05.2015, 19:15h
  • Antwort auf #55 von gewickelt_graz
  • Unverschämtheit, nur weil in der muslimischen Kultur Küssen der Intimsphäre zugeordnet werden soll, sollen sich zwei Männer nicht in der Öffentlichkeit küssen? Ich glaube,lieber User,Sie wissen nicht was Küssen bedeutet,die schönste Äußerung,einem Menschen seine Zuneigung und Liebe kund zu tun. Mit Windeln tragen hat das überhaupt nichts zu tun. Ich lebe doch nicht, um einigen Kulturkreisen zu gefallen. Küssen und Händchenhalten zweier sich liebenden Männer in der Öffentlichkeit bedarf keiner Diskretion.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#61 Miguel53deProfil
  • 14.05.2015, 19:14hOttawa
  • Antwort auf #31 von beispiel
  • Vielen lieben Dank fuer diesen Beitrag. Ich hatte nicht gleich auf den wie ueblich unsaeglichen Beitrag von Betschwester Markus reagiert, weil ich wissen wollte, was andere User dazu sagen.

    Tinitus behauptet ja, er kenne Griechenland, weil er mal dort Urlaub gemacht hat. Doch in Wirklichkeit weiss er nichts. Auch in Griechenland hat das Osmanische Reich mit Milde und Toleranz geherrscht. Kloester konnten "bluehen". Der Handel lag, wie damit eben auch die Schifffahrt, ganz in griechischer Hand. Sowohl griechische Maenner wie Frauen konnten in hohe Positionen steigen.

    Erst mit den griechischen Aufstaenden, von den westlichen Nationen zwar befeuert, aber finanziell zunaechst kaum unterstuetzt, kam die "Reaktion" und die Gewalt. Da geschah das, was mit dem Verfall der Macht immer wieder geschieht. Es kam zu Gewaltexzessen. Das kennt man ja aus der Geschichte der Kolonialmaechte nicht anders. Man muss nur an den "Boxeraufstand" in China denken. Oder an Deutsch-West-Afrika. An das Massaker an den Hottentotten, bevor man wieder ueber andere urteilt.

    Auch in Spanien war das Leben unter dem "Joch" des Islam eine Bluehtezeit der Wissenschaften, der Kultur, der Philosophie und der Toleranz. Die drei grossen Monotheistischen Religionen lebten nicht nur friedlich miteinander, sie vermischen sich auch.

    Das wurde mit der Reconquista der Katholischen Koenige jaeh zerstoert. Die Sephardischen Juden, die nicht konvertierten, wurden ermordet oder vertrieben. Spaeter wurden auch die Konvertierten ermordet. Und diejenigen, die ins tolerante Osmanische Reich eingeladen wurden und ueberlebten, wurden 450 Jahre spaeter von uns Deutschen in Auschwitz ermordet. Allein 55.000 aus Thessaloniki waren noch 1943 abtransportiert worden waren. Nur 1.950 ueberlebten.

    Eigentlich hat das mit dem Thema nichts zu tun. Doch dieser unseelige Apostel-Fluesterer Markus-Oliver hat es wieder hochgebracht mit seinem Geschwaetz.

    Insgesamt empfinde ich die Diskussion zur Reaktion der tuerkischen Gruppe ein wenig ueberhitzt und mit wenig Fingerspitzengefuehl gefuehrt. Ich meine, hier geht es um ein Thema, bei dem moeglicherweise bedei Seiten gute Argumente haben und die Wahrheit nicht einmal in der Mitte liegt, sondern viel tiefer, als dass sie hier komplett erfasst werden koennte.

    Als Migrant in der mehr und mehr ins rassistische Umfeld tendierenden deutschen Gesellschaft zu leben? Ich moechte nicht tauschen. Und was dieses nach rechts und ins rassistische Driffden angeht. Da ist unser Markus44 ja das allerbeste Beispiel einer sich "christlichen"nennenden, braunen Schlangengrube.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#60 TheDadProfil
  • 14.05.2015, 18:33hHannover
  • Antwort auf #45 von Markus44
  • Dein Türkei-Bashing gehört jetzt wie genau zum Thema ?

    ""Da habe ich dann nur noch darauf gewartet, dass Herr Erdogan in Köln dazu auffordert, dass die türkische Sprache Amtssprache werden soll und das die Lehrer in den deutschen Schulen alle türkisch reden sollen.""..

    Du solltest Deine eigenen Links lesen :

    ""Er wiederholt auch seine umstrittene Losung "Integration ja, Assimilation nein", fügt aber an, dass die Türken "nicht wie Fremde" in Deutschland leben sollten.
    "Lernt Deutsch und sorgt dafür, dass eure Kinder Deutsch lernen!",
    fordert er die hier lebenden Türken auf.""..

    Klingt jetzt irgendwie so gar nicht nach "türkisch-sprechenden Lehrern..
    Und schon gar nicht nach ""alle""..

    Es spricht auch überhaupt nichts gegen Lehrpersonal das aus anderen Muttersprachen stammt..

    An der Schule an der ich arbeite gibt es beispielsweise 2 türkische, eine afghanische, eine englische, eine italienische, eine spanische, eine französische, und eine japanische Lehrkraft..

    Das wirkt sich vor allem auf den Fremdsprachen-Anteil aus..

    Auch wenn der Kollege aus Frankreich z.B. überwiegend als Deutsch-Lehrer arbeitet..

    ""WAS hat die türkische Religionsbehörde HIER in Deutschland überhaupt an den türkischen Moscheen verloren ???""..

    Gute Frage..
    Wenn Du weißt, was die hier tun, könntest Du bei Gelegenheit klären wieso die Katholischen Bistümer sämtlich durch Vatikanisches Personal geführt werden ?
    Und wieso diese dann auch noch an die 700 Schulen und Hochschulen auf dem Gebiet der BRD betreiben ?

    Was Deinen anderen Blödsinn betrifft :

    ""Fast das gesamte 1. Jahrtausend nach Christus""..

    Das Byzantinische Ost-Rom entstand wann ?
    Im 3.Jahrhundert ?
    Und endete wann ?

    Den ständigen Wechsel von Herrschaft-Gebieten kannst Du dir hier anschauen :

    de.wikipedia.org/wiki/Byzantinisches_Reich

    Die animierte Grafik zeigt schön auf, als was, und wie lange dieses "Reich" Bestand hatte..

    Für ein "fast das gesamte 1.Jahrtausend" genügt es nicht..

    Ändert allerdings auch nichts an der Tatsache, das ein untergegangenes Reich KEINERLEI "Rechts-Anspruch" auf irgendeine "Vorherrschaft" begründet..
    Weder staatlich NOCH theologisch !

    Dein Problem, und das vieler verdummbibelter bleibt, nicht erkennen zu WOLLEN, dass der Islam auf den gleichen Wurzeln fußt, auf dem gleichem Abrahamismus, und die gleichen Funktionalitäten entwickelte, wie dieses vermaledeite "Christentum"..

    Es ist der gleiche "Gott", die gleichen "Propheten" und vor allem DIE GLEICHE GESCHICHTE, und damit der gleiche Unsinn, der im Verlauf der Geschichte dazu geführt hat Millionen Menschen umzubringen !

    Das Leute wie Du sich immer noch darauf "berufen" das diese "2000-jährige tradition und geschichte" irgendeinen Führungsanspruch entwickelt, zeigt nur, wie wenig ihr von Menschenrechten und autonomen Staaten, von Demokratie und Freiheit versteht..

    Solchen Leuten das Feld zu überlassen ist der direkte Weg in den vorprogrammierten Untergang..
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#59 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.05.2015, 18:22h
  • Antwort auf #25 von Defragmentierung
  • >GLADT spielt im Gegensatz zu Dr. Voldemort das Problem Homophobie und Rassismus in keiner Weise gegeneinander aus: GLADT betont in der von Berger typisch berqueresque skandalisierten Stellungnahme ausdrücklich: "Wir leben in einer Gesellschaft, die rassistisch, diskriminierend, homophob und trans*diskriminierend ist, und wir verurteilen Gewalt und Diskriminierung zutiefst", legt der Verein seinen eindeutig anti-sexistischen Standpunkt dar und erklärt das real existierende Phänomen der Doppel- und Mehrfachdiskriminierung: "Menschen mit Rassismuserfahrungen sind anders auf Familie und Community angewiesen als weiße Menschen. Es ist also (...) fraglich, was ein Kiss-In an einem Ort wie dem Kottbusser Tor bewirken soll." Für besonders schlichte Gemüter meine Transkription in eine adäquat simple Sprache: Wer als Bewerberin nur aufgrund der Herkunft und des Familiennamens schlechte Karten (Alltagsrassismus) bei der Wohnung- und Jobsuche hat, ist darauf angewiesen bei den womöglich konservativen Eltern zu wohnen oder beim etwaig homophoben Onkel im Geschäft zu jobben. Die Frage, ob man diesen doppelt diskriminierten Personen, die in den sozial nach wie vor prekären Kiezen wie Kreuzberg, Wedding oder Neukölln mit tatsächlich existenziellen Problemen zu schaffen haben, anhand eines sexualisierten, auf purer Provokation und unterhaltsamen Nervenkitzel angelegten Flashmobs hilft, ist absolut berechtigt. Ein angeblich dem Menschenrecht verpflichteter, öffentlich üppig geförderter Verein wie MANEO, sollte dafür sensibilisiert sein. Auch Berger neigt frei von Empathie zum boshaften Spahnen. Im demagogischen Zungenschlag bringt der Zwietracht-Prediger Menschengruppen gegeneinander auf. Seinem erigiert erregten White-Pride-Fan-Mob lässt Berger ungezügelt über die Ausgrenzung von Weißen johlen und über hinlänglich widerlegte No-go-Areas für deutsche Ureinwohner krakeelen. Die wahren Täter werden unter den Opfern ausgemacht. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bahnt sich begleitet von zynischen Parolen wie ab in die Heimat ihren Weg durch die Kommentarspalten.< - See more at:
    reiserobby.de/gladt-maneo-und-die-cahit-kaya-dublette-dr-dav
    id-berger/#sthash.mfKRpf8p.dpuf
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#58 VeganBearEhemaliges Profil
  • 14.05.2015, 17:28h
  • Sehr schwierige Problematik der Mehrfach-Diskriminierung.

    "Auf Grund dieser Erfahrungen sind Menschen mit Rassismuserfahrungen anders auf Familie und Community angewiesen als weiße Menschen"

    Auch mir stößt diese Einteilung in "weiß" und "türkisch" ein wenig auf. Ich habe für mich "türkisch" bis jetzt nicht im Gegensatz zu "weiß" empfunden.

    Ich kann einerseits das Bedürfnis nachvollziehen, angesichts erlebter Diskriminierung als Migrant_in einen "sicheren Hafen" in der Familie und/oder der (migrantischen) Community zu suchen.

    Was aber, wenn einen dieser vermeintlich "sichere Hafen" auf andere Weise diskriminiert und Probleme mit der sexuellen Orientierung ihres (ansonsten) Familien-/Community-Mitglieds hat?

    Ich selbst habe in meinem Leben mit mindestens 3 unterschiedlichen Diskriminierungsformen zu tun (gehabt) und litt/leide auf unterschiedliche Weisen darunter.

    Für mich persönlich konnte und kann mein Ziel nur sein, KEINE der verschiedenen Unterdrückungen für mich zuzulassen und mich in JEDEM Feld so zu emanzipieren, daß ich entweder akzeptiert werde oder zumindest doch eine Nicht-Akzeptanz nicht hinnehme und dagegen ankämpfe.

    Das Ganze ist unheimlich aufreibend und kostet verdammt viel Lebensenergie: seinen EIGENEN "sicheren Hafen" zu finden, ohne in diesem vermeintlich sicheren Hafen erneut einer weiteren Form von Diskriminierung ausgesetzt zu sein.

    Einfacher wäre es natürlich, EINE Diskriminierungsform hinzunehmen, um sich "wenigstens" den anderen Formen entziehen zu können.

    Für mich kann das jedoch nicht der Weg sein, der mich zufriedenstellt. Ich empfinde mich selbst nur dann als integrierte und somit "vollwertige" Person, wenn ich Versuche, mich klein zu machen, von keiner Seite her zulasse.

    Insofern finde ich es bedauerlich, wenn man diesbezüglich Kompromisse eingeht. Ich halte es für immens wichtig, innerhalb der Gesellschaft JEGLICHE Diskriminierung aufzuzeigen und dagegen anzukämpfen, statt sich persönlich das Eckchen zu suchen, in dem wenigstens nicht ganz so schlimm auf einen eingedroschen wird.

    Aber -wie schon gesagt- diese Strategie ist natürlich deutlich energieaufwendiger, sodaß nachvollziehbar ist, wenn jemand nicht immer und überall gleichzeitig die Energie dafür aufbringt, sich gegen ALL das aufzubäumen.

    Mein gesamtes Gefühl bezüglich dieser Angelegenheit bleibt also zwiespältig und mit Schwierigkeiten behaftet, eben weil ich die Situation von Mehrfachdiskriminierung und die Schwierigkeiten darin aus eigener Erfahrung nachempfinden kann.

    Grundsätzlich halte ich Kiss-In-Aktionen und dergleichen für gesellschaftlich extrem wichtig. Wie schon verschiedentlich angemerkt, halte ich das Unsichtbarmachen bzw. -gemachtwerden für eines der größten Übel gesellschaftlicher Unterdrückungsmechanismen.

    Siehe auch:

    de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Herrschaftstechniken
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#57 ausserdemAnonym
  • 14.05.2015, 17:11h
  • Antwort auf #43 von Markus1644
  • Als der User Markus44, aus welchen Gründen auch immer, noch unter timm johannes firmierte, wurde seine "theologische" Geschichtspolitik zu Osmanen und Glaubensfreiheit mit Quellen evangelisch-lutherischer Theologen aus Siebenbürgen entlarvt.

    Er kennt sie. Er dachte sich wohl, es ist viel Zeit verflossen, ich schieb die Nummer wieder.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#56 LorenProfil
  • 14.05.2015, 16:50hGreifswald
  • Antwort auf #49 von ursus
  • Du sprichst hier en passent etwas an, was mich schon länger aufgrund von Berufserfahrungen mit Menschen, die nicht aus Mittelstandsverhältnissen, sondern aus sog. "prekären" stammen, beschäftigt. Wie erreicht man emanzipatorische (also der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums verpflichtete) Ziele da, wo z.T. andere Werte, Rollenzuschreibungen etc. täglich gelebt werden, andere Sprachcodes greifen usw., was überhaupt nichts mit nationaler Herkunft (bzw. der der Eltern/Großeltern) zu tun haben muss. Nach meiner Erfahrung kommt man da nicht umhin, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich befinden (sei es sprachlich, sei es erzieherisch, sei es politisch). Eine aufs Mittelschichtig-Bildungsbürgerliche fokussierte "Bewegung" scheitert nicht nur an "den anderen", sondern auch an sich selbst, da sie die Lebenswirklichkeit der Gesellschaft nicht zur Gänze erfasst und es an der gebotenen Achtsamkeit fehlen lässt. Die Äußerungen von GLADT, die hier zitiert wurden, wirken da wie der Holzhammer beim Tanz durchs feine Porzellan. Das schreckt auf, was nicht das Schlechteste sein muss. Denn was ist erst mit denen, die sich beispielsweise nicht sprachlich in der Lage sehen, ähnlich offensiv für sich einzustehen, die sich nicht zu organisieren wissen? Auch das Engagement für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft kann in einer selbstgebastelten Komfortzone stattfinden, auch wenn das paradox erscheint. Zeit, diese Komfortzone zu verlassen.
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#55 gewickelt_grazProfil
  • 14.05.2015, 16:23hGraz
  • Ich kann die Ansichten der türkischen Community gut verstehen. Das Problem liegt meiner Meinung nach vor allem darin, dass in der deutschen und in der muslimischen Kultur völlig andere Dinge der Intimsphäre zugeordnet werden. So haben sich schon mehrmals in meiner Anwesenheit Muslime auf die Knie geworfen für ihr Gebet. Davon war ich peinlich berührt, denn für mich ist ein Gebet etwas höchst intimes, bei dem ich ganz allein sein möchte.

    Im deutschen Kulturkreis ist es möglich, in bestimmten öffentlichen Kontexten nackt zu sein, das nennt sich dann Freikörperkultur. In anderen Kulturkreisen ist Nacktheit grundsätzlich der Intimsphäre zuzuordnen. Ähnlich verhält es sich beim Küssen.

    Ich selbst bin ein schwuler Windelfetischist und ich trage durchaus auch Windeln in der Öffentlichkeit. Trotzdem achte ich auf Diskretion und trage immer eine Hose darüber.
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#54 ursus
  • 14.05.2015, 16:13h
  • Antwort auf #53 von Loren
  • >"Vielleicht gelingt es queer.de ja, mit einem Interview mit einer Person, die sich für die im Artikel zitierten Äußerungen verantwortlich zeichnet, Hintergrundinformationen und Erklärungen ins Haus zu liefern."

    eine sehr gute idee, das wünsche ich mir auch.
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#53 LorenProfil
  • 14.05.2015, 15:57hGreifswald
  • Antwort auf #40 von Willie
  • Ein Kommentar, dem ich zustimmen möchte.
    Offenbar haben sich da Ärger und Frustration angestaut und auch Sorge. Die in GLADT Organisierten (übrigens nicht nur "Türkischstämmige", wie der Website zu entnehmen ist) erleben ihren Alltag in Einflusssphären, die wohl u.a. durch Rassismus, Sexismus, Diskriminierung, patriacharlische Strukturen etc. gekennzeichnet sind und die bei politischen Aktionen, die gemeinsam geplant und durchgeführt werden sollten, zu beachten sind, da das erstrebenswerte Ideal einer diskriminierungs- und gewaltfreien Gesellschaft für alle Bürger bekanntlich hierzulande alles andere als verwirklicht ist (was wohl nicht nur die bei GLADT Organisierten betréffen dürfte).Die im Artikel zitierten Äußerungen zum Coming Out halte ich dennoch für überzogen und daneben, bietet GLADT doch laut eigener, einer Aktualisierung harrender Website selbst Beratung zum Coming Out an und nennt als eines seiner Ziele "Erhöhung der Sichtbarkeit und Schaffung von Vorbildern für lsbtt Migrant/innen".

    Vielleicht gelingt es queer.de ja, mit einem Interview mit einer Person, die sich für die im Artikel zitierten Äußerungen verantwortlich zeichnet, Hintergrundinformationen und Erklärungen ins Haus zu liefern. Da hätte ich durchaus Aufklärungsbedarf. Bis dahin halte ich Zurückhaltung und offene Ohren für mich für das Gebot der Stunde, auch wenn in dieser geschwindigkeitsverliebten Zeit der clicks and bytes Urteile gern im Schnellverfahren gefällt werden.
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#52 seb1983
  • 14.05.2015, 15:41h
  • Antwort auf #46 von Gegen Spaltung
  • Das kopierst du hier seit Jahren regelmäßig mehr oder weniger unpassend unter Artikel ja während sich sogar in den USA massiv was bewegt.

    Vielleicht erzählst du das besser mal dem GLADT der offenbar ein großes Problem mit offen schwulen "Weißen" hat die in seinem Stadtteil ihr "westliches" Schwulenverständnis zeigen.

    Dass man angepisst ist dass man nicht bei der Planung mitspielen darf ok, nicht unüblich. Aber da zeigst sich ein fatales spalterisches, rückwärtsgewandtes und integrationsfeindliches Weltbild.
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#51 LarsAnonym
  • 14.05.2015, 15:28h
  • Antwort auf #48 von Nimrod
  • Die Argumentation mit dem Stockholm-Syndrom ist in der Community eine beliebte Keule, die Du jedem übererbraten kannst, der in Deinem Sinne "Noch nicht so weit" ist. Damit erhebt man sich aber ungefragt zu Therapeuten. Die Anhänglichkeit mancher Menschen an ihre Fetische ist vielleicht auch eine Kompensation von Unterdrückungs- und Angsterfarhungen und trotzdem ist man in der Community geneigt, diese zu akzeptieren. Ich halte die psychologische Bewertung und vor allem Beurteilung und Zwangstherapierung anderer für problematisch, wenn sie nicht ausdrücklich gefordert wird.
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#50 ursus
  • 14.05.2015, 15:14h
  • Antwort auf #47 von Lars
  • danke, du hast es noch viel besser formuliert als ich.

    ich denke, wir sollten hier nicht den fehler machen, in migrantischen perspektiven vor allem nach minderwertigkeiten zu suchen (oder diese einfach blindlings hineinzuinterpretierien, ohne diese perspektive aufgrund dieser kurzen meldung wirklich zu verstehen), sondern nach deren kompetenzen zu fragen. wir sollten nicht unterstellen, dass es dort um die aufrechterhaltung von unfreiheiten geht, sondern um ANDERE strategien zur befreiung.
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#49 ursus
  • 14.05.2015, 15:09h
  • Antwort auf #35 von stromboli
  • >"Oder wie wärs, wenn man tatsächlich den kaukasich-deutschen mitteleuropäern mal nicht die deutungshoheit darüber lässt, wie emanzipation aussehen kann/soll..
    ja dann könnten wir hier von übergreifender solidarität sprechen."

    danke. so hatte ich das auch verstanden.

    die west-europäische lgbtiq-bewegungen waren und sind bis heute hauptsächlich von "weißen" männlichen mittelstandsangehörigen geprägt und dabei zumindest in weiten teilen blind dafür, dass andere menschen in ihrer nicht-"weißen", nicht-männlichen, nicht-mittelstands-welt eventuell ganz andere probleme haben oder für ähnliche probleme zumindest andere lösungswege erarbeiten möchten oder bereits erarbeitet haben. das wird spätestens dann zu einem problem, wenn daraus eine abwertung anderer strategien oder ein absolutheitsanspruch der eigenen strategien entsteht. dieser absolutheitsanspruch ist es wohl, der hier kritisiert wird.

    natürlich hat GLADT keinen anspruch darauf, dass man sie um "erlaubnis" fragt, wenn man in kreuzberg eine veranstaltung plant. es wäre aber in meinen augen wirklich sinnvoll und konstruktiv gewesen, vorher ein gespräch zu führen, um verschiedene perspektiven zunächst einmal zu klären und eventuelle konflikte vermeiden zu können.

    ich kann aber auch das unverständnis hier im forum irgendwie verstehen, zumal die erklärung von GLADT vorwürfe in den vordergrund zu stellen scheint, die aber inhaltlich wenig unterfüttert werden.

    hier wäre nun der punkt, an dem man beginnen sollte, miteinander zu reden und diese klärung voranzubringen. schade, dass die facebookseite von GLADT nicht mehr erreichbar zu sein scheint.

    ich muss aber auch sagen: die kommentare hier spiegeln leider teils genau das, was GLADT kritisiert: "wenn DIE sich nicht so emanzipieren wollen wie WIR, dann sollen DIE doch zurück in ihre unterentwickelten länder gehen."

    ich vermisse da die neugier auf die hintergründe der kritik (zugegebenermaßen wäre es sehr hilfreich gewesen, hätte GLADT diese etwas ausführlicher erklärt).

    kritik kann immer auch eine chance sein, etwas zu lernen und eigene standpunkte in frage zu stellen. diese chance würde ich hier gerne wahrnehmen und nicht einfach abblocken.
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#48 NimrodProfil
  • 14.05.2015, 14:48hBerlin
  • Ein Fall von Stockholm-Syndrom ?

    "Die Identifikation mit dem Aggressor (auch: Identifizierung mit dem Angreifer) bezeichnet in der Tiefenpsychologie einen Abwehrmechanismus zur Angstbewältigung (...) Hier identifiziert sich eine Person, die von einem Aggressor körperlich und/oder emotional misshandelt oder unterdrückt wird, unbewusst mit ihm.

    Die Person verinnerlicht und übernimmt dabei ohne ihr bewusstes Wissen und oft gegen ihren bewussten Willen Persönlichkeitseigenschaften, Werte und Verhaltensweisen des Aggressors und macht sie zu Selbstanteilen. Vor allem traumatische Erfahrungen in der Kindheit, bei denen das Maß der erlebten Ohnmacht und Abhängigkeit besonders groß ist, führen zur Ausbildung dieser Reaktion angefangen bei der Auslieferung an Exponenten einer repressiven und autoritären Erziehungsstruktur, vergleiche Schwarze Pädagogik. Sie dient dem Schutz des eigenen psychischen Systems und hat den Charakter einer letzten Notbremse vor einem drohenden Zusammenbruch des Selbst angesichts überwältigender und nicht integrierbarer Attacken. Psychisch von hoher Bedeutung, um hilfsweise die Funktionsfähigkeit des Selbst aufrechtzuerhalten, wirken die Folgen der Identifikation mit einem Aggressor sich tatsächlich jedoch in hohem Maße schädigend auf die seelische Integrität und das Wohlergehen des Selbst aus, da die Entwicklung persönlicher Autonomie unterdrückt wird" (
    de.wikipedia.org/wiki/Identifikation_mit_dem_Aggressor).
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#47 LarsAnonym
  • 14.05.2015, 14:47h
  • Ich kann die Kritik von GLADT nachvollziehen. Ein Kiss-In in einem von vielen Migranten bewohnten Kiez ist für queere Menschen mit Migrationshintergrund sinnvoll, wenn die Zusammensetzung der Demonstranten die sie umgebenden Adressaten repräsentiert. Es ist nachvollziehbar, dass Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund und einer starken (im positiven wie im negativen) Abhängigkeit von ihrer Familie, mit Kiss-Ins nichts anfangen können. Sie suchen andere Wege, setzen andere Akzente. (Eigentlich erlaubt ja die muslimische Kultur mehr Körperkontakt zwischen Männern, da liegt viellleicht nicht so das Problem.) Es gibt auch eine viel größere Kompetenz, mit Uneindeutigkeiten und Doppelbödigkeiten umzugehen. Ich finde es sehr wichtig, auf die wenigen Stimmen aus der Migrantenszene zu hören, welche Formen der Emanzipation sich in ihrem Kreis bewährt haben, welche Strategien sie verfolgen, und was sie sich für ihr Leben wünschen, auch wenn es sich mit den eigenen Wertvorstellungen nicht ganz deckt.

    Als modern-"westlich" geprägter Mensch sollte man Menschen mit Migrationshintergrund nicht in ihrer angeblichen "Rückständigkeit" vorführen und sie auch nicht zwangsouten, sondern achtsam darauf achten, was sich da von selber "outet". Ich bin neugierig darauf, weil ich glaube, dass queeres Leben noch viel mehr Facetten bietet, als wir bisher wissen.
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#46 Gegen SpaltungAnonym
  • 14.05.2015, 14:26h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Was nun die "Krönung der Emanzipation" ist, darüber kann man sicherlich diskutieren.

    Auf jeden Fall ist es reaktionär zu behaupten, Menschen würden sich und die, die sie "lieben und begehren", quasi von Natur aus - und nicht etwa als Produkt gesellschaftlicher Unterdrückungsverhältnisse, letztlich zwischen oben und unten - lieber verstecken, als mit ihrer sexuellen Identität selbstverständlich und selbstbewusst umzugehen, auch im öffentlichen Raum. Um nichts anderes geht es auch, wenn wir - sehr viel aktiver als bisher - gemeinsam dagegen kämpfen müssen, dass Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe oder Herkunft immer wieder Diskriminierungen und Gewalt im öffentlichen Raum und Alltag ausgesetzt sind sowie überhaupt, sofern sie zur breiten Masse der Lohnabhängigen gehören, von kleinauf massive strukturelle Diskriminierung erfahren. Oder dagegen, dass sich in bürgerlicher Politik und Medien nicht selten Stimmungsmache und Feindbilder wie "die Türken", "die Muslime" oder "den Islam", überhaupt Chauvinismus, mit reaktionärer Geschlechter- und Familienideologie und homophoben Parolen verbindet.

    Eines ist klar: Wer antihomophobe gegen antirassistische Kämpfe ausspielt, spaltet damit die breite Masse der unterdrückten LGBTI-Menschen.

    Und die eigentlichen Konfliktlinien in der Gesellschaft, die die Grundlage der zweigeschlechtlichen Ordnung, von Heteronormativität und der Unterdrückung von Homosexualität ebenso wie von Rassismus bilden - Ausbeutung und Unterdrückung im Rahmen der herrschenden Produktions- und Reproduktionsverhältnisse und Spaltung der breiten Masse der lohnabhängigen Menschen entlang rassistischer, nationalistischer, chauvinistischer, sexistischer, homophober Linien - werden damit verdeckt anstatt aufgezeigt.

    Die Antwort darauf kann nur umfassende Solidarität mit und zwischen allen Unterdrückten sein. Und ja: Natürlich sollten sich auch Aktionen wie Kiss-ins stets an die ganze Vielfalt von LGBTI-Menschen richten und von Anfang an alle und gerade die, die mehrfache Diskriminierungen erfahren, aktiv einbeziehen. Damit wird auch das Geschäft reaktionärer Spalter deutlich schwieriger. Und dass das, was in der BRD aktuell als LGBTI-Bewegung sichtbar ist, deutlichen Nachholbedarf gerade in Sachen Antirassismus hat, überhaupt in der Verbindung des Kampfes gegen Homophobie mit anderen, elementaren Kämpfen gegen die herrschenden und weiter erstarkenden Ideologien der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit gerade in Zeiten der immer tieferen Krise des Kapitalismus, ist dabei von entscheidender Bedeutung.
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#45 Markus44Anonym
  • 14.05.2015, 13:57h
  • Antwort auf #43 von Markus1644
  • @Markus1644 alias goddamnliberal alias beispiel
    "Und das hat christlichen "Pilgern" in Lateinamerika das Recht gegeben mit anderen Kulturen genauso umzugehen?
    "Die Religionsfreiheit zur Zeit der Osmanen gab es überhaupt nicht."
    "Welchen Unterschied haben die christlichen Eroberer da in Lateinamerika gemacht?"

    --> Sorry Thema des Artikels verfehlt. Der Artikel behandelt nicht die Situation in Lateinamerika oder eines einzelnen dortigen Landes, sondern es geht um die Haltung eines türkischen Vereins in Deutschland und wenn hier ein Forenschreiber meint, er müsse die angebliche Religionsfreiheit in der Türkei loben, dann war es dringend an der Zeit, das hier historisch zurecht zurücken und zu schreiben, wie tatsächlich überhaupt keine Religionsfreiheit zur Zeit der türkischen Seldschuken in Ikonion (Konya) und zur Zeit der türkischen Osmanen bestand.

    UND in diesem Zusammenhang wird es dann auch dringend hier Zeit zu erwähnen, wie massiv von den türkischen Seldschuken und Osmanen die gesamte Region wirtschaftlich, technisch, kulturell und gesellschaftlich in den Abgrund gestossen wurde, wenn man bedenkt, wie gut es wirtschaftlich, kulturell und weltpolitisch bedeutungsvoll Anatolien und den dortigen Hafenstädte im gesamten 1. Jahhrtausend zur Zeit der christlichen Oströmer ging.

    Wenn die Türkei nicht NACH dem Ersten Weltkrieg den Visionär Attatürk gehabt hätte, wäre die gesamt Region dort nicht besser dran als der Sudan ("denn Erdöl gibt es in der Türkei im Vergleich zu Saudi-Arabien nicht"). Die Türkei konnte im 20. Jhd. wirtschaftlich, technisch, kulturell und freiheitlich nur aufsteigen, weil Attatürk eine Reformpolitik durchzog und damit das Land in die Moderne katapultierte.

    UND umso schlimmer finde ich es, wenn heute in der Türkei ein Nationalist wie Erdogan versucht, den Namen Attatürks "in den Dreck zu ziehen" und versucht gerade im Feld der Religionsfreiheit, die "Uhren zurückzudrehen".

    Es ist schlimm wie Erdogan die Türkei mit Nationalismus anstachelt und wie die türkische Religionsbehörde selbst hier in Deutschland massive Religions- und Nationalismuspolitik betreibt und den DITTIP Moscheen vorschreibt, was dort zu lehren ist. WAS hat die türkische Religionsbehörde HIER in Deutschland überhaupt an den türkischen Moscheen verloren ???

    Und der Gipfel der Unverschämtheit war doch der Auftritt von Erdogan hier in Deutschland in Köln im letzten Jahr, wo er sehr nationalistisch auftrat und meinte, er könne darüber bestimmen, was hier in Deutschland gepredigt und gelehrt wird.

    *
    www.spiegel.de/politik/ausland/erdogan-in-koeln-auftritt-vor
    -deutschtuerken-kritik-an-medien-a-971530.html


    Da habe ich dann nur noch darauf gewartet, dass Herr Erdogan in Köln dazu auffordert, dass die türkische Sprache Amtssprache werden soll und das die Lehrer in den deutschen Schulen alle türkisch reden sollen.

    Nee gehe mir weg mit der aktuellen Politik in der Türkei: die Religionsfreiheit wird in der Türkei derzeit eher wieder zurückgedrängt, das war unter Attatürk besser.

    Erdogan als Nationalist ist eine Schande für die Türkei !!!
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#44 kaumqueerProfil
  • 14.05.2015, 13:37hBerlin
  • Jeder kann doch machen was er/sie/es will. Aber eine Einladung wäre schon nett gewesen.
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#43 Markus1644Anonym
  • 14.05.2015, 13:34h
  • Antwort auf #42 von Markus44
  • "Es waren diese Angriffe auf die christlichen Pilger durch die türkischen Seldschuken, die den Ersten Kreuzzug auslösten und von Religionsfreiheit unter den Seldschuken in Anatolien ist keine Rede."

    Und das hat christlichen "Pilgern" in Lateinamerika das Recht gegeben mit anderen Kulturen genauso umzugehen?

    "Die Religionsfreiheit zur Zeit der Osmanen gab es überhaupt nicht."

    Welchen Unterschied haben die christlichen Eroberer da in Lateinamerika gemacht?
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#42 Markus44Anonym
  • 14.05.2015, 13:02h
  • Antwort auf #31 von beispiel
  • @beispiel alias goddamn liberal

    Sorry dein Vergleich zur Religionsfreiheit bei den Türken hinkt und geschichtlich gesehen sowieso. Dann fangen wir also nochmal an:

    Bis zum Mittelalter war das Gebiet, das heute die Türkei ist, Teil des christlich geprägten Römischen und später dann Oströmischen Reiches. Diese Gebiete waren zu damaliger Zeit in bester wirtschaftlicher und gesellschaftler Verfassung. Erst im Mittelalter drangen dann die Türken nach Anatolien ein und erinnert sei hier an die Schlacht bei Manzikert, wo die Oströmer den eindringenden türkischen Seldschuken unterlagen.

    Fast das gesamte 1. Jahrtausend nach Christus waren diese Gebiete also Teil des Römisch und dann des christlich geprägten Oströmisches Reiches.

    Es kamen dann die Seldschuken in Anatolien und sie zerstörten dort die Infrastruktur und Gesellschaft der Region und errichteten dann Ihr Reich mit der Hauptstadt in Konya (Ikonion). Diese Zeit war dann von den schlimmen und brutalen Überfällen der islamischen Seldschuken auf die christlichen Pilgerwege von Konstantinopel nach Jerusalem geprägt, die dann der Anlass der Kreuzzüge im Mittelalter wurden.

    Es waren diese Angriffe auf die christlichen Pilger durch die türkischen Seldschuken, die den Ersten Kreuzzug auslösten und von Religionsfreiheit unter den Seldschuken in Anatolien ist keine Rede.

    Dann kamen die Mongoleneinfälle (1258: Zerstörung von Bagdad; 1243: Schlacht am Köse Da?; Schlacht bei Aksaray 1256) und das Rum-Seldschukenreich ging unter und fiel dann im Laufe des 14. Jhd. an die aufstrebenden Osmanen)

    Das Reich der Osmanen war von brutaler Unterdrückung, Ausplünderung der christlichen Völker auf dem Balkan (Griechen, Serben, Bulgaren, Rumänen) geprägt, von der Errichtung von islamischen Großgundbesitertümer, denen die christlichen Bewohner massive Fondienste leisten mussten. Die Religionsfreiheit zur Zeit der Osmanen gab es überhaupt nicht.

    Erst den glorreichen Abwehrkämpfen der katholischen Polen und der katholischen Österreich-Ungarn war es zu verdanken, das dann im 17. und 18. Jhd. weite Gebiete des Balkans den islamischen Besatzern entrissen werden konnten und Serben, Rumänen und dann ab 1830 die Griechen Ihre Freiheit zurückerlangten. Die Griechische Revolution gegen die Osmanen war ein eindeutiges Zeichen gegen Religionsunterdrückung durch die islamischen Osmanen.

    Es folgte dann der Untergang des Osmanischen Reiches und der Erste Weltkrieg und damit ging eine Epoche vom 14. bis Anfang des 20. Jhd zu Ende, das durch massive Religionsunterdrückung und dem Niedergang einer ganzen zuvor unter den Oströmern wirtschaftlich blühenden Region zu Ende. Das Osmanische Reich hatte nicht nur Anatolien und die dortigen Hafenstädte alle an den wirtschaftlichen Abgrund geführt, sondern auch die gesamte Region kulturell zerstört und in die weltpolitische Bedeutungslosigkeit geführt, wie dies auch die ausgebliebene industrielle Revolution im Osmanischen Reiches im 19. Jhd. kennzeichnete.

    --------------
    DAS dann die Türkei nach dem ERSTEN WELTKRIEG endlich sich ihrer Fesseln, ihrer Technikfeindlichkeit, ihrer Religionsunterdrückung und Ausbeutung anderer Völker entledigte, ist dem VISIONÄR und einem der bedeutendsten Männer des 20. Jhd. zu verdanken: ATTATÜRK.

    Attatürk brachte im 20. Jhd. erstmals die Religionsfreiheit unter den Türken ("was Jahrhunderte lang nicht der Fall war"), brachte die christliche Zeitrechnung, verbot die Kopftuchbedeckung des Fes, führte das metrische System ein, gründete Universitäten im Lande, modernisierte die Türkei und erst da gelang es der Türkei endlich im 20. Jhd. aufzusteigen.

    LEIDER aber ist es derzeit so, das wir mit dem Präsidenten Erdogan einen Politikertyp an der Macht habe, der die Errungenschaften von Attatürk zurückdrängen will, der das Kopftuch an den Universitäten wieder hervorzaubert und ich warte noch darauf, dasss Erdogan wieder den Fes als Kopfbedeckung den Männern vorschreibt.

    Das auch die Religionsfreiheit derzeit unter Erdogan zurückgedrängt wird, sieht man bereits an der türkischen Religionsbehörde und mit welcher Macht diese Religionsinstanz selbst hier in Deutschland die DITTIP Moscheen kontroliert und vorschreibt, was dort gepredigt wird: und das halt nicht in der Türkei sondern HIER auf deutschem Boden.

    Fazit: Wenn die Türkei Attatürk nicht gehabt hätte, sähe es in der dortigen Region heute noch aus, wie in manchen Drittweltstaat in Afrika. UND mit Erdogan scheint dort ein Machtmensch nunmehr zu regieren, der die Türkei zum übersteigerten Nationalismus antreibt, so wie es Putin in Russland macht.
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#41 SchleicheR74
  • 14.05.2015, 12:48h
  • Ich kann Gladt hier überhaupt nicht folgen. Die ganze Beschwerde ist irgendwie wertlos. Da bekomm ich das Gefühl, dass die Mitglieder sich durch das Maneo-KissIn bedroht fühlen, weil es schwule Lebensart medienwirksam in "ihren" Stadtteil trägt und sich eventuell Diskussionen in ihren muslimischen Familie anbahnen (Enthüllungssangst). Darum imo auch der Gebrauch rassistischer Terminologie, die ganz passabel (kann man gut hier in den Kommentaren lesen) von schwuler Lebensweise ablenkt. Für mich ist das ziemlich stereotyp und genau das Stereotype kommt mir dann wieder sehr bekannt vor. Ich mein, ich kann den Druck durch das muslimische Patriarchat verstehen, gibts im christlichen Patriarchat auch. Nur wenn man bei GLADT ist, dann kämpft man doch eigentlich zumindest für seine sexuelle Freiheit und eben gegen diese alten Strukturen, die dieser entgegen stehen. Gladt versucht hier ne Gratwanderung, die nichteinmal zum Ziel führt, eher zum Gegenteil. Oder versteh ich die Ziele des Gladt falsch?!
    p.s. "Weiße", "Schwarze", "Rote" und "Gelbe" sind rassistische Ausdrücke, die einen Menschen auf seine Hautfarbe reduzieren. Man kann sich freundschaftlich diese Ausdrücke an den Kopf werfen und herzlich darüber lachen, weil man sich gut kennt. Abseits davon werden sie verwendet um zumindest abzugrenzen, oftmals mehr als das.
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#40 WillieAnonym
  • 14.05.2015, 12:16h
  • Die Berliner Kleinkriege zwischen verschiedenen Organisationen haben ja eine lange Tradition.
    Jedoch sollte jedem einleuchten, dass die Kritik berechtigt ist.
    Wenn man in diesen Stadtteilen eine solche Aktion macht, muss man unbedingt die türkischen LGBT Vereine etc einbeziehen.
    Es kann zwar nicht angehen, dass Kiss-Ins, öffentliche Coming Outs etc nicht mehr stattfinden, weil einige Leute nicht an ihnen teilnehmen können oder wollen.
    Jedoch sollte man sich schon überlegen, welche Auswirkungen diese Aktionen auf Menschen haben, die quasi zwischen die Fronten von Rassismus und Homophobie geraten.
    Darauf gibt es keine einfachen Antworten, aber die Fragen müssen gestellt werden.
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#39 burgerbergProfil
  • 14.05.2015, 12:13hberlin
  • Antwort auf #38 von seb1983
  • Dieser Verein scheint nur ab und an tätig zu sein oder sollte ich sagen - Krawall zu machen.

    Die Homepage zeigt da gewisse Defizite.

    www.gladt.de/

    "Betriebsferien
    Freitag, den 20. Dezember 2013 um 17:12 Uhr | Drucken

    Vom 23.12.2013 bis 01.01.2014 ist GLADT e.V. geschlossen.

    Ab dem 02.01.2014 sind wir wieder für Euch / Sie da.

    Wir wünschen eine erholsame Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Euer GLADT-Team"
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#38 seb1983
  • 14.05.2015, 11:44h
  • Mitten in Berlin kritisiert eine schwule, türkische Gruppe also "weiße, westliche, schwule Emanzipation". Dazu wird der Ort als Provokation wahrgenommen, nein sogar als Gefährdung für die eigene Antidiskriminierungsarbeit in ihrer Parallelwelt, pardon im "Lebensraum".

    Gegen GLADT (schönes Denglisch) kommt einem ja ein LSU richtig progressiv vor.
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#37 GrundrechtAnonym
  • 14.05.2015, 10:57h
  • Diese Gruppe sagt letztlich, dass man sowas nicht machen solle, um durch solche "offensiven" Aktionen die konservativen Kreise nicht zu verärgern.

    Sorry, aber wenn sich jemand ärgert, ist das sein Problem - nicht meines.

    Sollen wir uns denn verstecken um nur ja nicht aufzufallen? Damit wurde jahrzehntelang nichts erreicht. Nur mit Offenheit und Öffentlichkeit ändert sich etwas...

    Es mag ja sein, dass Outings, Kiss-Ins, etc. "westlich" sein mögen und dass es in anderen Staaten noch ganz andere Probleme gibt. Aber wir sind nun mal hier in Deutschland und nicht anderswo und noch gelten hier Rede- und Versammlungsfreiheit.

    Die Nutzung demokratischer Grundrechte zu kritisieren ist nicht nur sehr bedenklich, sondern schlichtweg dumm, weil damit nur wieder Vorurteile geschürt werden, dass Bevölkerungsgruppen mit anderem kulturellen Hintergrund unsere demokratischen Werte nicht akzeptieren können. Aber das kann die Mehrheit ja und wenn es eine Minderheit gibt, die das nicht kann, ist das deren Problem.

    Sowas zeigt nur, dass es noch viel mehr Aktionen wie dieses Kiss-In geben muss!!
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#36 RalfAnonym
  • 14.05.2015, 10:43h
  • Wenn die hier bei uns so verklemmt und verduckmäusert leben wollen wie in ihrem rückständigen Herkunftsland, können sie das gerne tun, aber uns werden sie nicht dazu bringen, uns zu verhalten wie in Anatolien. Es ist enttäuschend, dass ausgerechnet Schwule das einfordern, was man gerne beschönigend "Respekt" vor "fremder Kultur" nennt und in Wahrheit bedeutet, Intoleranz und Unterdrückung aus dem Nahen Osten nach Mitteleuropa zu transferieren und hier salonfähig zu machen.
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#35 stromboliProfil
  • 14.05.2015, 10:42hberlin
  • Antwort auf #22 von Defragmentierung
  • "Äh, GLADT ist also der Ansicht, dass Statements gegen Homophobie den Homophoben nicht zuzumuten sei?"
    wohl weil der "weiße homo dem inferioren fremdhomo zeigen will, was eine abendländische emanzipationsharke ist.. und das am kotti, wo die sonst so verschriene multikultur den schützenden hintergrund bildet..
    Ja, wenn wir wie tatsächlich vorgeschlagen, im potsdamerstr. - bülow-dreieck so ein kiss-inn veranstalten würden ..
    Oder marzahn -hochenschönhausen
    Dann hätte ja dein einwurf ein ziel ergeben..
    " Sind Deutsche denn weniger homophob?

    Die spekulation ob gar dahinter ein reaktionärer verein steht, weil er von seiner seite aus die allumfassende qualität der anglo-eurpäisch -kaukasischen emanzipation in frage stellt, ist schon gesteigertes überlegensbewusstsein.
    Oder wie wärs, wenn man tatsächlich den kaukasich-deutschen mitteleuropäern mal nicht die deutungshoheit darüber lässt, wie emanzipation aussehen kann/soll..
    ja dann könnten wir hier von übergreifender solidarität sprechen.

    So haben wir's mal wieder den "anderen gezeigt wie emanzipation auszusehen hat.
    Vieleicht ja gerade dies jener "verinnerlichte rassismus, jener geistige kolonialismus, den GLADT hier aufgreift.
    Aber da fühlt sich gleich wer bloßgestellt!
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#34 wiking77
  • 14.05.2015, 10:25h
  • Antwort auf #31 von beispiel
  • wann lebte Kossuth Lajos? Ist er ein Mitmensch unserer heutigen Zeit? Nein ist er nicht ...

    das ist ja ein sehr nettes Beispiel aber heut nicht zeitgemäß. Denn der heutige Islam, bzw. die heutigen tonangebenden islamischen Theologen schaffen sicherlich nicht das offene und tolerante Klima, das möglicherweise damals in Osmanischen Reich vorgeherrscht.

    Mir ist es viel wichtiger wie ist's denn heute, anno 2015 nicht wie war es 1815 oder 1915 oder gar 915.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 wiking77
  • 14.05.2015, 10:22h
  • Schwule Menschen haben Probleme es ihrer Familie zu rechtfertigen schwul zu sein.

    Nicht, dass es das bis in die 1980er Jahren nicht auch in den heiligen christlichen Familien gab. Aber heute ist das nicht mehr das Thema. Natürlich gibt es auch da Lampenfieber, Unruhe, wenn ein - ich verwende jetzt mal die politisch unkorrekten Vokabeln - "weißer" "Bio"-Deutscher es seinen Eltern erzählt, dass er schwul ist und einen Partner hat. Aber Angst und körperliche Gewalt, wovor ich persönlich eine größere Angst habe als vor sonst was in diesem Zusammenhang, ist seltener. In islamischen Familien, ist das mehrheitlich ganz anders. Das geht soweit, dass das in Selbsthass ausschlägt. Ich kann mich noch ganz konret daran erinnern, dass ich meinen syrischstämmigen Freund bat dabei zusein, wenn er mit seinen Eltern am Abend grillt. Ich habe gar nicht verlangt, dass er mich als seinen "Freund" oder "Partner" vorstellt. Aber nicht mehr dazu war er bereit, sondern in seiner Hilflosigkeit et er mein Ansinnen mit einer Ohrfeige und der Feststellung er sein keine "Schwuchtel" quittiert. Ein paar Stundenn später war er wieder der "Alte" ... zärtlich, leidenschaftlich. Ich bin auch überzeugt, das die Moslems mehrheitlich tatsächlich der Meinung sind, und das geht bis in die islamische Kleinstfamilie hinein, dass es unter den Moslems es mit Homosexualität kein Probelm gibt, da ein ehrenhafter, ernsthafer Moslem nicht schwul sein kann. Und wenn es dennoch so eine, aus deren Sicht, Verwirrung unter einzelnen Glaubensbrüdern gibt, dann ist das ein Imageproblem, das mit Ehe und Kinder überwunden werden kann. Mein süsser Syrerischstämmiger ist seit zehn Jahren vordergründig glücklich verheiratet und hat zwei Kinder, die Familie hat nie was geahnt und ahnt nix. Fast jedesmal, wenn wir uns hin und wieder begegnen, macht er mir Avancen die alten Zeiten für ein paar Stunden aufleben zu lassen.

    Das sind doch die realen Probleme, die Islamische Schwule haben, vor allem die die in ihrem eigenen familiär/relgiösen Saft brodeln. Entscheiden sie sich für den geradlinigen Weg so zu sein, wie sie sind, sind sie in ihrem Umfeld ruiniert. Öffentlichwirksam dargestellte Beispiele hierfür gibt es ja, wie der junge Afghane in Berlin, der seine Familie verklagt/angeklagt hat vor Gericht. DDiejenigen , die zum Großteil in eine unglückliche Ehe gezwungen werden werden wohl namenlos bleiben. Ganz klar, ich behaupte nicht, dass es sowas in "heiligen christlichen" Familien nicht gibt, ich persönlich habe das aber nur bei Moslems erlebt.
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#32 stromboliProfil
#31 beispielAnonym
  • 14.05.2015, 10:13h
  • Antwort auf #2 von Markus44
  • Kossuth Rede in den USA:

    "On the merits of Turkey

    Wenn wir einen Vergleich zwischen der türkischen Regierung und der österreichischen und der russischen Regierung bezüglich der Religionsfreiheit ziehen, so neigt der Zeiger völlig zu Gunsten der Türkei.

    Dort gibt es nicht nur Toleranz für alle Religionen, sondern die Regierung mischt
    sich nicht in deren religiöse Angelegenheiten ein, sondern überläßt es völlig ihrer
    eigenen Kontrolle. Demgegenüber unter Österreich, obwohl Autonomie (Selfgovernment) im Ergebnis von drei siegreichen Revolutionen gesichert wurde, mit Verträgen, die diese Revolutionen absicherten, und durch Hunderte von Gesetzen, Österreich hat trotzdem die
    Autonomie der protestantischen Kirche in Ungarn ausgelöscht, während die
    Türkei die Autonomie einer jeden religiösen Konfession akzeptiert und schützt.

    Rußland (wie es wohl bekannt ist) benutzt die Religion als ein politisches Werkzeug, verfolgt die Römisch-Katholischen und auch die Griechen und die Juden auf eine solche Art und Weise, daß das Herz eines Mannes dagegen revoltieren muß. Der Sultan ist, wann immer ein Fanatiker es wagt, in seinen weitem Herrschaftsgebiet die Religionsfreiheit eines Einzigen zu behelligen, der unermüdliche Vorkämpfer jener Religionsfreiheit, die überall unter seiner
    Herrschaft zugelassen ist.

    Ich muß wieder aus der Geschichte Ungarns folgende Tatsache zitieren: Als die eine Hälfte Ungarns sich unter türkischer Herrschaft befand und die andere Hälfte unter österreichischer, wurde die Religionsfreiheit in jenem Teil, der sich unter türkischer Herrschaft befand, immer ermutigt und es gab nicht nur eine volle Entwicklung von Protestantismus sondern auch Unitarismus wurde geschützt; doch später wurden die Unitaristen durch Österreich aller ihrer Bürgerrechte beraubt, weil sie Unitaristen waren, obwohl unsere Revolution ihre natürlichen Rechte wieder anerkannt hatte.

    So waren die Bedingungen bezüglich der
    Religionsfreiheit unter der österreichischen und der türkischen Herrschaft."

    "Es ist erwähnenswert, daß der Türke niemals einen Eid gebrochen hat. Dahingegen gibt es auf dem europäischen Kontinent kaum eine einzige
    Dynastie, wo König, Prinz, Herzog oder Kaiser nicht seinen Glauben vor Gott und den Menschen gebrochen hätte."

    Quelle: Newman, Francis W., Selected Speeches of Kossuth. Condensed and Abridged,
    with Kossuth's Express Sanction, by Francis W. Neweman.
    New York: C.S. Francis & Co./Boston: Crosby, Nichols & Co., 1854, S. 152 ff., 155.

    books.google.de/books?hl=de&lr=&id=I9ABAAAAYAAJ&
    oi=fnd&pg=PA7&dq=Kossuth+On+the+merits+of+Turkey&
    ;ots=tHHwQ-vGuj&sig=IK62ghJXHgcO17MBhi5RwXIeH_k#v=onepag
    e&q=Kossuth%20On%20the%20merits%20of%20Turkey&f=fals
    e
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#30 goddamn liberalAnonym
  • 14.05.2015, 09:40h
  • Antwort auf #22 von Defragmentierung
  • "Ist GLADT vielleicht ein rechter Verein? "

    Ich glaub eher, die haben zuviel Seminare in 'Postcolonial Studies' besucht und darüber vergessen, dass die Türkei nie eine Kolonie war. Sondern eher eine Kolonialmacht.

    Zur 'Magie':

    Als ein Freund sich gegenüber seiner Mutter outete, sagte sie:

    "Allah wird sich schon etwas dabei gedacht haben, dass er Dich so gemacht hat."

    Fazit: Interkulturelle Sensibilität darf nicht in Feigheit umschlagen.
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#29 wiking77
  • 14.05.2015, 09:27h
  • schon komisch, wenn's dann wieder passt, ist "Rasse" wieder wichtig um den mehrheitlichen Durchschnitt mit "Rassimus" zu diffarmieren.

    Schwule Menschen mit Migrationshintergrund haben es schwer und haben an vielen Fronten zu kämpfen (Mehrheitsgesellschaft, Religionsgemeinschaft, Familie usw.). Aber warum soll sich deswegen die Mehrheit Asche aufs Haupt streuen. Dieses Getue ist so unnütz wie der Streit um Kaisers Bart.
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#28 Stefan ReckAnonym
  • 14.05.2015, 09:16h
  • Antwort auf #9 von Felix
  • Da gebe ich dir recht. Das ist aber am schlimmsten vor der Haustüre von Maneo in Schöneberg und nicht am Kotti. Das war just ebenso durch die Medien gegangen. Der Kotti wird genommen, weil es medial wirksam ist. Dass es dort eine viel bessere Vor- und Nachsorge bei homophoben Angriffen gibt, als in Schöneberg, wird Maneo sicherlich wurmen.

    In Kreuzberg will niemand einen schwulen Verein der Demos macht nach angeblichen Überfällen, die gar keine waren (oder wie war das vor ein paar Jahren, als eine Streitigkeit unter Strichern zu einer Demo gegen Migranten führte, die noch nicht einmal abgesagt wurde, als der Fehler bekannt wurde). Als hier Transgender angegriffen wurden gingen 2000 Menschen, viele davon mit Migrationshintergrund, auf die Straße innerhalb von 24 Stunden ohne Maneo ohne einen Verein - einfach nur kurzfristig durch die lösen Kreuzberger Netzwerke und Privatleute organisiert.

    Ich finde es grotesk und sehr rassisitisch, wenn sich Maneo dann Orte aussucht, die für die Medien als Orte mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund stehen. Aber Maneo hat nie einen wirklichen Austausch mit den Protagonisten gesucht, die in Kreuzberg und Wedding viel erreicht haben, warum auch - das passt ja nicht in das Bild eines Weiß-Deutschen Vereins. In Kreuzberg gibt es zumindest Strukturen und Menschen, die eine Vor- und Nachsorge betreiben und alles hinterfragen. Hier gibt es, und dass weiß ich aus persönlicher Erfahrung, viele Fälle, in der aus Prinzip Homophobie angenommen wird, wenn der Weiß-Deutsche unterwegs ist, egal wie man sich benimmt. Ich finde es falsch, wenn mit Gewalt reagiert wird, egal von wem. Aber Rassismus ist nun mal auch gewalttätig und eine Antwort darauf hat nicht unbedingt etwas mit Homophobie zu tun.

    Und verdammt noch mal - hat irgendeiner von uns (ja ich bin selbst weiß-Deutsch) eine Ahnung, wie das ist als Mensch mit Migrationshintergrund schwul oder lesbisch zu leben? Und die Sprüche von wegen meine muslimischer Freund ist doch auch weiß - stimmt's noch? Fragt die auch mal, wie sie sich fühlen in einem Land in dem Hooligans und Patrioten gegen Moslems auf die Straße gehen in Städten mit Null Komma irgendwas Prozent Anteil Moslems in der Bevölkerung. Was soll das? Lest die Kommentare in denen wir als Deutsche den Türken erklären, wie sie zu leben haben. Abgesehen davon leben in Kreuzberg noch mindestens 120 andere Nationalitäten und de Ballermannisierung hat hier längst die Verhältnisse umgekehrt.

    Ach ich werde doch immer wieder daran erinnert, dass es klug war Schöneberg schon vor über 10 Jahren den Rücken gekehrt zu haben (und ich habe dort viele liebe Freunde, die genauso denken). Ich habe schon vor Jahren gesagt, Maneo soll die Schablonen auf die Bildung packen und nicht auf den kulturellen Background. Aber ...

    Sorry ist lang geworden - aber ich habe nicht jahrelang dazu gelernt um meinen Mund zu halten.

    Stefan Reck
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#27 Harry1972Profil
#26 Dennis
  • 14.05.2015, 00:27h
  • Das Konzept des Coming-outs sei etwas "sehr Weißes und Westliches", so GLADT. "Als sei es die Krönung der Emanzipation, wenn alle wissen, wen Mensch liebt und begehrt." Mitglieder des Vereins fühlten sich aufgrund von Rassismus anders als die "weiße" Bevölkerung. "Auf Grund dieser Erfahrungen sind Menschen mit Rassismuserfahrungen anders auf Familie und Community angewiesen als weiße Menschen", so GLADT e.V.

    Wenn sich dieser Verein ausgeschlossen fühkt dann nur deshalb weil er auf Grund von was auch immer meint eine andere Behandlung haben zu müssen.

    Genau das schließt das Konzept des "A day in Hand" so der ursprüngliche Name aus.

    Zu der Aktion - die Heute Kiss In genannt wird - der Initiator Dave Watkins, England:

    A Day In Hand aims to inspire and support same-sex couples who want to hold hands in public. It provides a way of changing cultural perceptions of same-sex love by showing the everyday realities of Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender (LGBT) lives. David wants to see more LGBT people living their lives publicly without shame and to the full, and believes hand-holding is a simple liberating gesture that challenges homophobia, destroys stereotypes and transforms lives.

    www.youtube.com/watch?v=uCRdR7Tdh4k

    www.smk.org.uk/social-inclusion-2009/
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#25 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:56h
  • Antwort auf #13 von reiserobby
  • Habe gerade Deinen Text "Ausgrenzung im Alltag" gelesen. Du äußerst Dich darin eindeutig rassistisch und sexistisch. Von MANEO oder irgendeinem anderen LGBT-Verein kenne ich nichts, was auch nur im Entferntesten an die von Dir getätigten, herabsetzenden und beleidigenden Aussagen heranreicht. Das Leid anderer, ihr Coming Out, als "ein sehr weißes und westliches" Konstrukt zu verunglimpfen ist einfach nur dumpf und men­schen­ver­ach­tend, Aussagen, wie sie, lediglich mit Umgekehrten Vorzeichen, auch von einer Frau Storch kommen könnten.

    "Dem Gladt e.V. Rassismus vorzuwerfen, weil sie von Weißen sprechen ist dumm und ignorant, weil der Ausdruck keinesfalls rassistisch belegt ist, ... "

    Du warst noch nie in den USA oder in afrikanischen Länder? Auf jeden Fall hast Du keine Ahnung wovon Du sprichst. Überhaupt keine! Natürlich ist "Weißer" bei unzähligen Menschen in aller Welt rassistisch besetzt. Diesen Diskurs gab es schon in den 70er Jahren. Aber für jemand, der glaubt gewisse Menschen hätten auf Grund ihrer gefühlten oder tatsächlichen Nationalität mehr Anrecht auf bestimmte Berliner Stadtteile als andere Bewohner dieser Stadt (Blut & Boden nennt man dies wohl in Deinen Kreisen), oder literarische Strömungen (Queer of Color Critique) mit Soziologie verwechselt, kurz: eine bedenkliche Bildungsferne erkennen lässt, ist dies natürlich fremd.
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#24 kartoffelAnonym
  • 13.05.2015, 23:36h

  • Wo liegt das problem? Wenn die gladt-lsbtis angst vor ihren homophoben nachbarn und familienmitgliedern haben, müssen sie ja nicht mitmachen, können zuhause bleiben oder zum nächsten kiss in nach schöneberg fahren. Oder sollen lsbti-küsse in den multikultistadtteilen generell verboten werden, aus rücksicht auf religiös-patriarchalisch-heteronormative gefühle? Das würde mich in meinen verfassungspatriotischen gefühlen doch arg verletzten.
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#23 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:29h
  • Antwort auf #21 von Harry1972
  • PS.
    GLADT definiert sich durch Ausschluss (türkisch) und wirft mit rassistischen und sexistischen Ausdrücken nur so um sich (weiß, männlich), doch bezeichnet andere als Rassisten? Die sollen doch bitte erst mal diesen archaischen Nationalitäts-Schwachsinn aus ihrem Namen streichen. Was für eine Anmaßung! Mir ist jeder suspekt, der sich durch seine Nationalität definiert.
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#22 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 23:21h
  • Antwort auf #21 von Harry1972
  • Äh, GLADT ist also der Ansicht, dass Statements gegen Homophobie den Homophoben nicht zuzumuten sei? Und wieso Türken? Sind Deutsche denn weniger homophob? Das wäre mir neu.
    Ist GLADT vielleicht ein rechter Verein? Oder gar religiös? Doch auch wenn sie aus magischen oder extremen politischen Ansichten heraus gegen den Kiss-In sind, was hat dies denn mit Rassismus zu tun? Hilfe!
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#21 Harry1972Profil
  • 13.05.2015, 22:44hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #19 von Defragmentierung
  • So, wie ich es verstanden habe, geht es darum, daß der türkische Verein diese Form von Protest nicht gut findet. So ein Kiss-in konfrontiert Anwohner mit etwas, was sich Realität nennt und das geht denen wohl zu weit.
    Kein Coming Out, kein Aufbegehren gegen das Patriachat und damit das nicht so aussieht, als würden sie gegenüber den heterosexuellen Türken duckmäusern, wird eben auf Maneo geschimpft.

    Deutlich wird das doch daran, daß sogar das Konzept des Coming Out kritisiert wird.

    Schade nur, daß die Kommentarspalte direkt wieder von rechtsnationalen Hetzern missbraucht wird (siehe Wikingdings und Kotstech44).
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#20 BlondblueAnonym
  • 13.05.2015, 22:34h
  • ich empfehle das Anschauen der gestrigen Arte Dokus auf deren Mediathek, dann müßte einigen hier klar werden, an welchen Nebenschauplätzen sich hier mitunter der Kampf um Menschenrechte abspielt...nun ja, es ist nicht leicht alle unter eine Mütze zu bekommen, aber Besinnung auf Grundlegendes würde der ein oder anderen Bewegung gut tun.
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#19 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 22:16h
  • Worum geht es hier? Ich verstehe kein Wort!
    Wo ist der Rassismus erkennbar?
    Ich finde weder im Artikel noch in den Kommentaren einen Hinweis darauf.

    Was hat MANEO getan, gesagt, publiziert, dass diesen Vorwurf rechtfertigt? Ich finde kein Wort, keinen Link hierzu. (Da ich vorhabe teilzunehmen, wäre ich für eine Hinweis dankbar, auch da ich MANEO regelmäßig unterstütze und sicher keine Rassisten fördern möchte.)

    ZB. was genau gefährdet welche Beziehungsarbeit wodurch? Mir ist das völlig unverständlich. Wie können Beziehungen auseinanderbrechen wenn Leute sich knutschen? Und was soll "Nachbarn" bedeuten? Welche Nachbarn? Häh?
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#18 sashaAnonym
  • 13.05.2015, 22:03h
  • Antwort auf #10 von Pelayo
  • Der Mensch ansich hat seinen Ursprung in Ostafrika. Somit bist DU Afrikaner.
    Das Proto-Indo-Europäische hat seinen Usprung irgendwo um Anatolien/Kaukasus herum. Somit sprichst DU eine asiatische Sprache.

    DU bist ein Afrikaner, der eine asiatische Sprache spricht.
    Was hast DU in Europa zu suchen ?
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#17 David77Anonym
  • 13.05.2015, 19:41h
  • Antwort auf #2 von Markus44
  • "--> Der jahrhundertelange Weg der Türkei war vorwiegend vom Osmanischen Reich mit brutaler Unterdrückung der freiheitsliebenden christlichen Völker der Griechen,"

    Und wo ist da der Unterschied zu den europäischen Kolonialmächten in fast allen Kontinenten?

    Und wer hat denn die nichtchristlichen Kulturen in Europa zerstört und das Wissen der alten Griechen unterdrückt, und die europäische gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung 1000 Jahre lang blockiert?
    Wer hat das alte Wissen der Griechen bewahrt und überliefert?
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#16 LempelAnonym
  • 13.05.2015, 18:35h
  • Sehr, sehr ungezogen!

    Erst wollen sie sich nicht unterdrücken lassen und jetzt wollen sie sich nicht befreien lassen.

    Die müssen ihre Hausaufgaben machen. Und eine kleine Zusatzarbeit!
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#15 Patroklos
#14 MaxxAnonym
#13 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.05.2015, 17:25h
  • Antwort auf #11 von wiking77
  • >Was ist weiß? Zum Einlesen ein historischer Blick, am Beispiel der schwarzen Lesben- und Schwulen-Bewegung in den USA. Oder googelt Queer of Color Critique und Critical Whiteness. Als schwarz fassen Queer- und Rassismus-Theoretiker alle Menschen zusammen, die nicht dem angelsächsischem und christlich-mitteleuropäischen Kulturkreis entstammen. Dazu zählen Orientalen oder Asiaten udn Menschen aus Afrika, die nativen Bürger Nordamerikas, Indios und Latinos. Das Konzept aus queer-politischer Perspektive von Weißen zu sprechen, ist keinesfalls ein rassistisches, sondern ganz klar ein strikt antirassistisches. Einfach erklärt: Selbstverständlich ist Rassismus eine braune Ideologie. Es gibt nur eine Menschenrasse den Menschen, dennoch gibt es Rassisten. Dem Gladt e.V. Rassismus vorzuwerfen, weil sie von Weißen sprechen ist dumm und ignorant, weil der Ausdruck keinesfalls rassistisch belegt ist, sondern zur Verdeutlichung der privilegierten Stellung der Weißen und damit emanzipatorischen und antirassistischen Zielen dient.< - See more at:
    reiserobby.de/idaho-antidiskriminierungsarbeit-kritik-an-man
    eo-kiss-in/#sthash.JHmq9sSr.dpuf
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#11 wiking77
  • 13.05.2015, 17:13h
  • Antwort auf #9 von Felix
  • und da liegt das Problem:

    Welcher Türkischstmmiger macht denn bei sich im Stadtviertel sowas mit, damit er dann sein Lebtag lang Spießrutenlaufen muss. Da wäre doch von dem türkischen Verein mehr Realismus gefordert.

    Nicht nur Türkischstämmige auch andere Schwule aus dem islamischen Kulturkeis haben ganz andere wirklich lebenswichtige Problem. Ich weiss wovon ich spreche, da eine meiner ersten großen Lieben ein Kerl aus Syrien war, paar Beziehungen später aus Algerien. Die stehen oft (sicherlich nicht alle zu 100%) unter familiärem Druck; die Bräute warten schon auf die Eheschließung, der Brautpreis ist schon längst ausgehandelt, Onkel und Tanten haben schon heimlich Babyzeug für den zu erwartenden (heimlich schwulen) stolzen Vater besorgt. Viele müssen sich entscheiden zwischen einem Doppelleben oder dem Ausbrechen aus diesen Familienstrukturen mit allen handfesten Konsequenzen. Und da kommt ausgerechnet ein türkischer Verein und regt sich auf, dass keine Türkischstämmigen (bei denen die Familie gar nicht vom Schwulsein des Angehörigen nur ahnt) da mit machen? Wie dreist und vermessen ist das denn? Gerade die von GLADIO oder so müssten es doch selbst wissen, was Menschen aus ihrem Kulturkreis alles aushalten müssen.
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#10 PelayoProfil
  • 13.05.2015, 17:05hBerlin
  • Bemerkenswert, dass sich Türken selbst nicht als "Weiße" sehen. Nun ja, ihre Sprache ist ural-altaisch, also verwandt mit dem Mongolischen. Die Türken stammen, wie auch die Finnen und die Ungarn, ursprünglich aus Innerasien.
    Das Kurdische dagegen ist eine indogermanische Sprache.
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#9 FelixAnonym
#8 wiking77
  • 13.05.2015, 17:01h
  • vielleicht mangelte es in Berlin-Kreuzberg oder im Wedding schlicht am türkischstämmigen Personal. Woher denn nehmen ... wenn nicht .... Naja.

    Ich könnte ja meinen Ex Hamed, ein Algerischstämmiger fragen, ob er mit mir in Kreuzberg sich beim Kiss-in beteiligen will. Wird er nicht tun, da er sonst das Brautgeld zurückgeben muss, seine zwei Kinder ohne Vater großwerden müssen und die ganze Familie entehrt ist. Aber vielleicht frage ich Juan (aus Mexiko stammend) ober nicht er als Hamed mit mir sowas machen möchte, damit GKADT e. V. dann happy ist.
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#7 AlexAnonym
  • 13.05.2015, 16:59h

  • Kiss-Ins gehören zu den auffälligsten und besten Demo-Formen... Und weder Maneo noch sonstwer haben da irgendwen ausgeschlossen.

    Wenn diese Gruppe Kiss-Ins generell wegen zu viel Öffentlichkeit ablehnt und als zu westlich kritisiert (wir sind hier übrigens im Westen, weswegen ich diesen Punkt eh absurd finde), brauchen sie ja nicht teilnehmen.

    Aber sie können doch nicht erwarten, dass wir dann auch auf diese effektive Demo-Form verzichten.
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#6 reiserobbyEhemaliges Profil
#5 wiking77
  • 13.05.2015, 16:34h
  • es wäre doch ehrlicher und pragmatischer gewesen, wenn diese türkische Organisation Quoten für Türkischstämmige (mit und oder ohne deutschen Pass) oder ein Mitsprache-Recht (vielleicht über DITIB oder so) gefordert hätte, statt auf "Rasseneinteilung" und dass jede "Rasse" ihren gerechten Anteil an einer Sache haben sollte.
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#4 blödsinnAnonym
  • 13.05.2015, 16:22h
  • Nun wird man von vermeintlich "Gleichgesinnten" Interessensgruppen Rassen-diskrimiert? Ich glaube es geht los!

    BTW: Welche Farbe haben denn Türken und Albaner bspw.? Kann mich nicht erinnern, dass sie grün leuchten.
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#3 wiking77
  • 13.05.2015, 16:21h
  • ich verstehe diesen Artikel, insbesonderheit das dahintersteckende Anliegen nicht. Was wollen denn unserer türkischstämmigen homosexuellen Mitmenschen denn eigentlich? Die Kritik ist mir absolut nicht nachvollziehbar. Gibt man in diesem Falle nur sein Senfkorn dazu, damit man auch was gesagt hat? Und wenn schon Kritik geübt wird, wurscht ob berechnigt oder nicht .... was ist denn verbesserungswürdig, was sollte anders gemacht werden. Sorry, dieses Gequängele diskreditiert die Kritiker, die nix Konstruktives bieten und nur was sagen, damit sie in den Schlagzeilen sind.
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#2 Markus44Anonym
  • 13.05.2015, 15:56h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • @goddamn liberal
    "Der jahrhundertelange Weg nach Westen hat der Türkei (auch militärisch) das Überleben gesichert und sie vor den gierigen Klauen der Kolonialmächte bewahrt."

    --> Der jahrhundertelange Weg der Türkei war vorwiegend vom Osmanischen Reich mit brutaler Unterdrückung der freiheitsliebenden christlichen Völker der Griechen, der Bulgaren, der Rumänen, der Ungarn und der Serben geprägt. Diese wunderbaren christlichen Völker waren unter das Joch der barbarisch agierenden Osmanen auf dem Balkan geraten, die die dortigen Völker unterdrückte, deren Kulturen zerstören wollte und diese christlichen Länder ausbeutete.

    Nur dem Abwehrkampf Österreich-Ungarns und der Polen und dann dem Befreiungskampf der Griechen und christlichen Balkanvölker hat es dann die Türkei zu verdanken, dass das barbarische Osmanenreich zusammenbrach.

    Erst mit Attatürk kam dann endlich ein Visionär, der das lateinische Alphabet einführte, 1925 die christliche Zeitrechnung in der Türkei einführte, das metrische System einführte, das Erbrecht und Familienrecht westlich modernisierte und das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht übernahm.

    Diesen Errungenschaften des Westens wurden gottseidank von Attatürk importiert.

    Doch nun hat die Türkei mit Erdogan einen Präsidenten, der am Liebsten die westlichen Reformen von Atatürk alle wieder rückgängig machen möchte.
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#1 goddamn liberalAnonym
  • 13.05.2015, 15:36h
  • "Das Konzept des Outings ist ein sehr Weißes und Westliches. Als sei es die Krönung der Emanzipation, wenn alle wissen, wen Mensch liebt und begehrt"

    Das ist nun mal die Krönung der Emanzipation!

    "Weiß"?

    Meine muslimischen Freunde unterscheiden sich 'rassisch' nicht von mir. Und sie leben ihre Liebe offen.

    Ich lehne es ab, dass Rassisten Rassen konstruieren, aber auch, dass selbsternannte Anti-Rassisten solche konstruieren.

    Was immer der Westen sein soll.

    Eins steht fest:

    Der jahrhundertelange Weg nach Westen hat der Türkei (auch militärisch) das Überleben gesichert und sie vor den gierigen Klauen der Kolonialmächte bewahrt.
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