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Kommentare zu:
Verein für türkischstämmige LGBT kritisiert "weißes" Kiss-in


#142 LoreleyTVAnonym
  • 16.05.2015, 15:54h
  • Antwort auf #134 von Homonklin44
  • für manche Kulturen scheint es ein ehrbares Verhalten zu sein, ihren Frauen Kopftüchern und Burkas aufzuzwingen ,damit man sie sich so in den Straßen von Berlin bewegen. Für manche Kulturen gilt auch Zwangsheirat und Ehrenmorde als ehrbar. Wenn Menschen sich in der Öffentlichkeit küssen und Händchen halten verstößt dieses nie gegen ein Schamgefühl oder gegen Anstand. Vielleicht schauen Sie sich das Bild mit dem Bruderkuss zwischen Honnecker und Breschnew an, lieber User "Homonklin44",dieses Bild wurde in der ganzen Welt gezeigt, und man kann es heute noch als Poster und Postkarte kaufen.Rücksicht auf andere Kulturen zu nehmen wegen Anstand,ehrbares Verhalten,Schamgefühl, nur weil ich einen Menschen küsse,seine Hand halte und meine Liebe zu ihm bekunde, kommt für mich niemals in Frage.Personen, die so etwas von mir verlangen,sollten im Feuer ihres Hasses und ihrer Wut verbrennen.
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#143 stromboliProfil
  • 16.05.2015, 19:28hberlin
  • Antwort auf #104 von ursus
  • " mir flackerte z.b. ein lichtlein auf, als jemand von den schwierigkeiten der wohnungssuche mit einem "ausländisch klingenden" nachnamen sprach."

    Da bist du mit dem finger direkt in der wunde...
    Wohnungssuche ist ein rassitisches spießruten laufe,n es sei denn du bleibst in den ghettos deiner herkunft.
    Und selbst dort in kreuzberg ist der verdrängungsprozess deutlich angestiegen.. die häuser sind angesagt und die immobilienmafia ist voll aktiv.

    Selbst ausgebildete, schulabschluß -gymnasium ist bei dem falschen nachnamen keine reverenz sondern rassistischer spießrutenlauf..
    Nicht umsonst will man die anonyme bewerbung einführen weil dieser aussonderungsrassismus zu deutlich geworden ist.. die menschenrechtskommision schreibt darüber, klagt berlin-deutschland an!

    Weiße vor türken vor zuwandern , deutsche zuerst!
    Hier steht der begriff weiß als synonym der apartheid in seinem traditionellen verständnis.
    Der türke ist dabei der schwarze, egal wie weiß seine hautfarbe sein mag.
    Wir schwulen waren vor stonewall ebenfalls weiße-schwarze, ausgerenzt und benachteiligt.
    Lest noch mal die literatur aus jenen tagen.. Baldwin, Rechy

    Hier reden-schreiben user der ausgrenzung das wort, weil ihnen der vorgeworfene verinnerlichte denkprozess des besseren, weil ja so emmanzipiert geworden als mittelstandshomo die speckschwarte krachen lässt.
    Diese im nebenbei von ihnen mitgenommene gesellschaftveränderung beim blick auf anders sozialisierte menschen ihnen ständig durch die finger in die tasten quilt, so sichtbar ihre ethische position angreifbar macht.

    Die frage ist, kann , will man mit solchen mittelstandsrassisten gemeinsamkeiten haben, oder sollte man besser sich distanzieren.

    Die weißen schwulen in amerika standen vor der selben frage: solidarität und gemeinsame emanzipation mit den schwarzen und deren bürgerbewegung, oder einen auf eigene interessen und vorteilswahrung beschränkten kleinbürgerlichen annäherungskurs.
    Die zeit, die ereignisse sind ja dann über diesen fast hundertjährigen "sonderweg" hinweggefegt.. scheints, dass die morschen gerippe nun wieder freigelegt werden.
    Die alte schwulenbewegung ging unter in sack und asche. bekommt heute ihren teils verdienten, teil unverdienten erinnerungslorbeerkranz.

    Ein Milk wäre ohne die unterstützung durch die schwarze gemeinde in S.F. nicht gewählt worden.. siehe seine antritts-dankesrede, in der er explizit hierauf hinweist.

    Das heiß nicht das die schwarze community schwulenfreundlich gewesen wäre.. im gegenteil!
    Aber genau das herausarbeiten der entwürdigenden ausgrenzungen , das miteinander vergleichen der positionen und forderungen, war das gewinnerticket.

    Das die geschichtsbetrachtung wiederum den schwarzen anteil wegdenkt, die schwule emanzipation zu einer wasp-erfolgstory mutierte, ist im nachhinein gesehen auch wieder die weiße geschichtsaneignung wie sie im kolononialistischen denken verwurzelt ist. hieraus die neuerliche trennungslinie .. siehe die neu aufflammende diskriminierungsbereitschaft innerhalb der schwarzen community, uns gegenüber.

    Gleiches problem deutschland.
    In zeiten wo die interessen von "ausländern-gastarbeitern in den öffentliche diskurs kamen waren auch die schwulenbewegten teil dieses änderungsanspruches. Türkiche jungs solidarisierten sich auf den ersten umzügen in berlin.
    Während wir später mit kleinbürgerlichen zugeständnissen zugeschissen wurden, musste erst die wende kommen uns uns mit abschaffung des paragraphen eine erste lebensicherheit zurück zu geben.
    Erst in den 80zigern wurde den türken ein doppelstaatszugehörigkeits recht zugestanden was die zugehörigkeit zu dem land in dem man lebt-liebt arbeitet allerdings nicht gefördert hat.
    Die vormalige ausgrenzung ist hängen geblieben in den köpfen, erweitert durch eine türkischen nationalismus der nun in innerdeutsche verhältnisse eingreift..
    Und die jungen .. perspektivlos selbst bei größter anstrengung.

    Wo nun reagiert die schwule gemeinde..
    lobenswert der sportverband.. das ist ungefährlich weil im prinzip spielt man mit jeden ..hauptsache ein spiel!
    Schaffen schwule arbeitgeber explizit arbeitsplät6ze ausbildungsstellen für türkisch/nordafrikanische deutsche jugendliche?
    Wird dies beworben , gesponsert?
    Wo werden männerhäuser zu verfügung gestellt um homosexuelle vor ihren familien zu schützen.
    Die frauen haben sich ja wenigstens diesen freiraum schaffen können, weil sie die gewalt der deutschen männer damals als argument einbringen konnten.. das heute vermutlich der anteil der deutschen frauen migrantischer herkunft angestiegen ist, zeigt wo not am menschlichen leid ist!
    Wie würde die öffentliche aufmerksamkeit in bezug auf den zu schützenden mann reagieren, auf solche anliegen und öffentliche unterstützung-finanzierungs forderungen..

    Aber es zeigt uns auch, dass gewalt grundsätzlich alle gesellschaftsschichten und sogenannte kulturen durchzieht.
    So auch die homophobie eine grundsätzliche anlage im patriarchalischen ver/wertesystem darstellt.

    Sie zu besiegen heißt auch, sich über die anderen schwelenden ungerechtigkeit miteinander zu verständigen.
    Hilft du mir, helf ich dir!

    Es ist richtig wie du bemerkst: ..." ich kann niemandem erzählen, was der richtige weg zur freiheit sei, wenn ich nicht einmal verstehe, was die_der überhaupt für probleme hat, die ich nicht habe."
    Daran sollten wir uns halten, wenn wir über die "fremdem kulturkreise" herätzen wie ilg und wikking.
    Und gerade maneo hätte hier den rückschluss zu GLADT suchen müssen wenn sie in deren clientel eine zu belehrende sondergesellschaft erblicken.

    Dank dir noch mal für deinen nachdenklichen denkansatz.. auch loren dank!
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#144 LorenProfil
  • 17.05.2015, 00:39hGreifswald
  • Antwort auf #143 von stromboli
  • Den ich hiermit sehr gern und mit besten Wünschen von Köln nach Berlin retourniere. Wir sind da absolut auf derselben Spur. Das Gemeinsame und Unterscheidende an Erfahrungen und Zielen gilt es herauszuarbeiten um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Und dazu muss ich die Bereitschaft zum Zuhören und zur Nachdenklichkeit mitbringen und eigene (Vor)Urteile ständig selbstkritisch hinterfragen, so mein persönlicher, zeitweise anstrengender Ansatz. Und das bedeutet gerade nicht irgendeine Form der Diskriminierung zu relativieren, wie manche unterstellen, sondern nach effektiven Strategien zu suchen um sie zu überwinden.
    Und einen starken Willen sowie Beharrlichkeit sind nötig, was bei mir immer noch vorhanden ist, auch wenn ich mich bei der Wahl meiner Formulierungen zu mäßigen versuche.
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#145 stromboliProfil
  • 17.05.2015, 11:10hberlin
  • Antwort auf #144 von Loren

  • vieleicht können wir uns ja mal treffen in köln.. ich bin am 3-5 juli in köln bei schwippfamilie und ohne dir auf den wecker gehn zu wollen, würd ich mich freuen dich mal kennen zu lernen..
    geh einfach in mein profil hier und nutz das mail...
    Würd mich freuen.
    gruß stefan
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#146 Homonklin44Profil
  • 17.05.2015, 15:49hTauroa Point
  • Antwort auf #142 von LoreleyTV
  • Ich kann natürlich nicht sagen, inwieweit Zwang oder Freier Wille beim Tragen einer Burkha in Berlin eine Rolle spielen.

    Aber Ignoranzhaltungen habe meist so ihre Einseitigkeit. Ich hätte zum Beispiel kein Problem mit Fetisch-Sex und Golden Showers in Feuerwehrmontur während einer katholischen Messe, trotzdem mache ich es nicht, nur weil die Gefühle religöser Idioten mich daran nicht hindern sollten.

    Mir ist nicht ganz klar, was Sie an meinem Beitrag fehlverstanden haben. Ich habe nichts gegen Küsse oder Händchenhalten. Aber ich kann die Probleme nachvollziehen, die aus der Sicht anderer Kulturen damit eventuell bestehen.
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#147 schwarzerkater
#148 LoreleyTVAnonym
  • 18.05.2015, 13:23h
  • Antwort auf #146 von Homonklin44
  • Die Kirche befindet sich im Privatbesitz und der Hausherr hat dort das Sagen,was zu Tun und zu Lassen ist.
    Die Straßen in Berlin sind öffentlich, und solange man nicht gegen bestehende Gesetze verstößt,kann man sich dort frei entfalten. Küssen und Händchenhalten ist in Deutschland nicht verboten und auch nicht strafbar. In keinen Kulturkreisen darf das Zeigen menschlicher Wärme und Zuneigung anstößlich sein.
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