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Kommentare zu:
Verein für türkischstämmige LGBT kritisiert "weißes" Kiss-in


#31 beispielAnonym
  • 14.05.2015, 10:13h
  • Antwort auf #2 von Markus44
  • Kossuth Rede in den USA:

    "On the merits of Turkey

    Wenn wir einen Vergleich zwischen der türkischen Regierung und der österreichischen und der russischen Regierung bezüglich der Religionsfreiheit ziehen, so neigt der Zeiger völlig zu Gunsten der Türkei.

    Dort gibt es nicht nur Toleranz für alle Religionen, sondern die Regierung mischt
    sich nicht in deren religiöse Angelegenheiten ein, sondern überläßt es völlig ihrer
    eigenen Kontrolle. Demgegenüber unter Österreich, obwohl Autonomie (Selfgovernment) im Ergebnis von drei siegreichen Revolutionen gesichert wurde, mit Verträgen, die diese Revolutionen absicherten, und durch Hunderte von Gesetzen, Österreich hat trotzdem die
    Autonomie der protestantischen Kirche in Ungarn ausgelöscht, während die
    Türkei die Autonomie einer jeden religiösen Konfession akzeptiert und schützt.

    Rußland (wie es wohl bekannt ist) benutzt die Religion als ein politisches Werkzeug, verfolgt die Römisch-Katholischen und auch die Griechen und die Juden auf eine solche Art und Weise, daß das Herz eines Mannes dagegen revoltieren muß. Der Sultan ist, wann immer ein Fanatiker es wagt, in seinen weitem Herrschaftsgebiet die Religionsfreiheit eines Einzigen zu behelligen, der unermüdliche Vorkämpfer jener Religionsfreiheit, die überall unter seiner
    Herrschaft zugelassen ist.

    Ich muß wieder aus der Geschichte Ungarns folgende Tatsache zitieren: Als die eine Hälfte Ungarns sich unter türkischer Herrschaft befand und die andere Hälfte unter österreichischer, wurde die Religionsfreiheit in jenem Teil, der sich unter türkischer Herrschaft befand, immer ermutigt und es gab nicht nur eine volle Entwicklung von Protestantismus sondern auch Unitarismus wurde geschützt; doch später wurden die Unitaristen durch Österreich aller ihrer Bürgerrechte beraubt, weil sie Unitaristen waren, obwohl unsere Revolution ihre natürlichen Rechte wieder anerkannt hatte.

    So waren die Bedingungen bezüglich der
    Religionsfreiheit unter der österreichischen und der türkischen Herrschaft."

    "Es ist erwähnenswert, daß der Türke niemals einen Eid gebrochen hat. Dahingegen gibt es auf dem europäischen Kontinent kaum eine einzige
    Dynastie, wo König, Prinz, Herzog oder Kaiser nicht seinen Glauben vor Gott und den Menschen gebrochen hätte."

    Quelle: Newman, Francis W., Selected Speeches of Kossuth. Condensed and Abridged,
    with Kossuth's Express Sanction, by Francis W. Neweman.
    New York: C.S. Francis & Co./Boston: Crosby, Nichols & Co., 1854, S. 152 ff., 155.

    books.google.de/books?hl=de&lr=&id=I9ABAAAAYAAJ&
    oi=fnd&pg=PA7&dq=Kossuth+On+the+merits+of+Turkey&
    ;ots=tHHwQ-vGuj&sig=IK62ghJXHgcO17MBhi5RwXIeH_k#v=onepag
    e&q=Kossuth%20On%20the%20merits%20of%20Turkey&f=fals
    e
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#32 stromboliProfil
#33 wiking77
  • 14.05.2015, 10:22h
  • Schwule Menschen haben Probleme es ihrer Familie zu rechtfertigen schwul zu sein.

    Nicht, dass es das bis in die 1980er Jahren nicht auch in den heiligen christlichen Familien gab. Aber heute ist das nicht mehr das Thema. Natürlich gibt es auch da Lampenfieber, Unruhe, wenn ein - ich verwende jetzt mal die politisch unkorrekten Vokabeln - "weißer" "Bio"-Deutscher es seinen Eltern erzählt, dass er schwul ist und einen Partner hat. Aber Angst und körperliche Gewalt, wovor ich persönlich eine größere Angst habe als vor sonst was in diesem Zusammenhang, ist seltener. In islamischen Familien, ist das mehrheitlich ganz anders. Das geht soweit, dass das in Selbsthass ausschlägt. Ich kann mich noch ganz konret daran erinnern, dass ich meinen syrischstämmigen Freund bat dabei zusein, wenn er mit seinen Eltern am Abend grillt. Ich habe gar nicht verlangt, dass er mich als seinen "Freund" oder "Partner" vorstellt. Aber nicht mehr dazu war er bereit, sondern in seiner Hilflosigkeit et er mein Ansinnen mit einer Ohrfeige und der Feststellung er sein keine "Schwuchtel" quittiert. Ein paar Stundenn später war er wieder der "Alte" ... zärtlich, leidenschaftlich. Ich bin auch überzeugt, das die Moslems mehrheitlich tatsächlich der Meinung sind, und das geht bis in die islamische Kleinstfamilie hinein, dass es unter den Moslems es mit Homosexualität kein Probelm gibt, da ein ehrenhafter, ernsthafer Moslem nicht schwul sein kann. Und wenn es dennoch so eine, aus deren Sicht, Verwirrung unter einzelnen Glaubensbrüdern gibt, dann ist das ein Imageproblem, das mit Ehe und Kinder überwunden werden kann. Mein süsser Syrerischstämmiger ist seit zehn Jahren vordergründig glücklich verheiratet und hat zwei Kinder, die Familie hat nie was geahnt und ahnt nix. Fast jedesmal, wenn wir uns hin und wieder begegnen, macht er mir Avancen die alten Zeiten für ein paar Stunden aufleben zu lassen.

    Das sind doch die realen Probleme, die Islamische Schwule haben, vor allem die die in ihrem eigenen familiär/relgiösen Saft brodeln. Entscheiden sie sich für den geradlinigen Weg so zu sein, wie sie sind, sind sie in ihrem Umfeld ruiniert. Öffentlichwirksam dargestellte Beispiele hierfür gibt es ja, wie der junge Afghane in Berlin, der seine Familie verklagt/angeklagt hat vor Gericht. DDiejenigen , die zum Großteil in eine unglückliche Ehe gezwungen werden werden wohl namenlos bleiben. Ganz klar, ich behaupte nicht, dass es sowas in "heiligen christlichen" Familien nicht gibt, ich persönlich habe das aber nur bei Moslems erlebt.
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#34 wiking77
  • 14.05.2015, 10:25h
  • Antwort auf #31 von beispiel
  • wann lebte Kossuth Lajos? Ist er ein Mitmensch unserer heutigen Zeit? Nein ist er nicht ...

    das ist ja ein sehr nettes Beispiel aber heut nicht zeitgemäß. Denn der heutige Islam, bzw. die heutigen tonangebenden islamischen Theologen schaffen sicherlich nicht das offene und tolerante Klima, das möglicherweise damals in Osmanischen Reich vorgeherrscht.

    Mir ist es viel wichtiger wie ist's denn heute, anno 2015 nicht wie war es 1815 oder 1915 oder gar 915.
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#35 stromboliProfil
  • 14.05.2015, 10:42hberlin
  • Antwort auf #22 von Defragmentierung
  • "Äh, GLADT ist also der Ansicht, dass Statements gegen Homophobie den Homophoben nicht zuzumuten sei?"
    wohl weil der "weiße homo dem inferioren fremdhomo zeigen will, was eine abendländische emanzipationsharke ist.. und das am kotti, wo die sonst so verschriene multikultur den schützenden hintergrund bildet..
    Ja, wenn wir wie tatsächlich vorgeschlagen, im potsdamerstr. - bülow-dreieck so ein kiss-inn veranstalten würden ..
    Oder marzahn -hochenschönhausen
    Dann hätte ja dein einwurf ein ziel ergeben..
    " Sind Deutsche denn weniger homophob?

    Die spekulation ob gar dahinter ein reaktionärer verein steht, weil er von seiner seite aus die allumfassende qualität der anglo-eurpäisch -kaukasischen emanzipation in frage stellt, ist schon gesteigertes überlegensbewusstsein.
    Oder wie wärs, wenn man tatsächlich den kaukasich-deutschen mitteleuropäern mal nicht die deutungshoheit darüber lässt, wie emanzipation aussehen kann/soll..
    ja dann könnten wir hier von übergreifender solidarität sprechen.

    So haben wir's mal wieder den "anderen gezeigt wie emanzipation auszusehen hat.
    Vieleicht ja gerade dies jener "verinnerlichte rassismus, jener geistige kolonialismus, den GLADT hier aufgreift.
    Aber da fühlt sich gleich wer bloßgestellt!
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#36 RalfAnonym
  • 14.05.2015, 10:43h
  • Wenn die hier bei uns so verklemmt und verduckmäusert leben wollen wie in ihrem rückständigen Herkunftsland, können sie das gerne tun, aber uns werden sie nicht dazu bringen, uns zu verhalten wie in Anatolien. Es ist enttäuschend, dass ausgerechnet Schwule das einfordern, was man gerne beschönigend "Respekt" vor "fremder Kultur" nennt und in Wahrheit bedeutet, Intoleranz und Unterdrückung aus dem Nahen Osten nach Mitteleuropa zu transferieren und hier salonfähig zu machen.
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#37 GrundrechtAnonym
  • 14.05.2015, 10:57h
  • Diese Gruppe sagt letztlich, dass man sowas nicht machen solle, um durch solche "offensiven" Aktionen die konservativen Kreise nicht zu verärgern.

    Sorry, aber wenn sich jemand ärgert, ist das sein Problem - nicht meines.

    Sollen wir uns denn verstecken um nur ja nicht aufzufallen? Damit wurde jahrzehntelang nichts erreicht. Nur mit Offenheit und Öffentlichkeit ändert sich etwas...

    Es mag ja sein, dass Outings, Kiss-Ins, etc. "westlich" sein mögen und dass es in anderen Staaten noch ganz andere Probleme gibt. Aber wir sind nun mal hier in Deutschland und nicht anderswo und noch gelten hier Rede- und Versammlungsfreiheit.

    Die Nutzung demokratischer Grundrechte zu kritisieren ist nicht nur sehr bedenklich, sondern schlichtweg dumm, weil damit nur wieder Vorurteile geschürt werden, dass Bevölkerungsgruppen mit anderem kulturellen Hintergrund unsere demokratischen Werte nicht akzeptieren können. Aber das kann die Mehrheit ja und wenn es eine Minderheit gibt, die das nicht kann, ist das deren Problem.

    Sowas zeigt nur, dass es noch viel mehr Aktionen wie dieses Kiss-In geben muss!!
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#38 seb1983
  • 14.05.2015, 11:44h
  • Mitten in Berlin kritisiert eine schwule, türkische Gruppe also "weiße, westliche, schwule Emanzipation". Dazu wird der Ort als Provokation wahrgenommen, nein sogar als Gefährdung für die eigene Antidiskriminierungsarbeit in ihrer Parallelwelt, pardon im "Lebensraum".

    Gegen GLADT (schönes Denglisch) kommt einem ja ein LSU richtig progressiv vor.
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#39 burgerbergProfil
  • 14.05.2015, 12:13hberlin
  • Antwort auf #38 von seb1983
  • Dieser Verein scheint nur ab und an tätig zu sein oder sollte ich sagen - Krawall zu machen.

    Die Homepage zeigt da gewisse Defizite.

    www.gladt.de/

    "Betriebsferien
    Freitag, den 20. Dezember 2013 um 17:12 Uhr | Drucken

    Vom 23.12.2013 bis 01.01.2014 ist GLADT e.V. geschlossen.

    Ab dem 02.01.2014 sind wir wieder für Euch / Sie da.

    Wir wünschen eine erholsame Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Euer GLADT-Team"
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#40 WillieAnonym
  • 14.05.2015, 12:16h
  • Die Berliner Kleinkriege zwischen verschiedenen Organisationen haben ja eine lange Tradition.
    Jedoch sollte jedem einleuchten, dass die Kritik berechtigt ist.
    Wenn man in diesen Stadtteilen eine solche Aktion macht, muss man unbedingt die türkischen LGBT Vereine etc einbeziehen.
    Es kann zwar nicht angehen, dass Kiss-Ins, öffentliche Coming Outs etc nicht mehr stattfinden, weil einige Leute nicht an ihnen teilnehmen können oder wollen.
    Jedoch sollte man sich schon überlegen, welche Auswirkungen diese Aktionen auf Menschen haben, die quasi zwischen die Fronten von Rassismus und Homophobie geraten.
    Darauf gibt es keine einfachen Antworten, aber die Fragen müssen gestellt werden.
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