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Neue CD "Crystal Sky"

Lena, bitte hör auf!


Mit ihrem Song "Satellite" gewann Lena 2010 den Eurovision Song Contest und war auf Wolke 7 - für ihr neues Studioalbum "Crystal Sky" sind die internationalen Comeback-Aussichten dagegen eher bewölkt (Bild: Universal Music)

Mit "Crystal Sky" hat Eurovision-Siegerin Lena Meyer-Landrut ein weiteres Album eingesungen, das leider einfach nur egal ist.

Von Michael Thiele

Herzlichen Glückwunsch, Lena Meyer-Landrut! Mit "Crystal Sky" hast du tatsächlich ein weiteres Album eingesungen, das einfach nur egal ist.

Aber was soll man von einer jungen Frau wie dir anderes erwarten? Vor ein paar Jahren hast du eher zufällig einen größeren Musikpreis gewonnen und dir wahrscheinlich gedacht: "Mensch, an den Rummel könnte ich mich gewöhnen. Mach ich doch mal ein bisschen Musik, mal sehen, wie lange ich damit Geld verdienen kann. An die Uni kann ich später immer noch. Und die Deutschen haben ja ohnehin einen eher miesen Musikgeschmack, die merken gar nicht, dass ich eigentlich keine Ahnung von Musik habe."

Und genau darum geht's: Musik machen ist für dich nun mal keine Kunst. Es ist eher ein Job, eine Tätigkeit, die für eine gewisse Zeit einen gewissen Zweck erfüllt, und das hört man nicht nur auf "Crystal Sky" heraus.

Kling heutig, ist aber morgen schon überholt


Drei Jahre nach "Stardust" hat Lena mit "Crystal Sky" ihr viertes Album bei Universal Music veröffentlicht

Du magst privat Elektropop – also nimmst du eine entsprechende Platte auf. Die ist so sehr auf den Punkt produziert, dass sie dank minimaler Anleihen an Dubstep oder Synthiepop sehr heutig klingt, aber morgen schon völlig überholt sein wird. Aber auch das ist kein Problem, denn wenn sich der Trendwind dreht, kannst du einfach eine neue Platte aufnehmen, die dank dann angesagter, harmlos-biederer Sounds aus der Konserve problemlos mitweht.

Schon bei "The Girl", dem ersten deiner 14 neuen Lieder, kommst du an deine kreativen Grenzen. Dein entenhafter Gesang ist nicht ganz verständlich, gegen den auf dicke Hose machenden, mit hektischen Streichern unsubtil angekündigten Refrain kommt er nicht wirklich an. Ansonsten scheinst du zwischen "expectation", "reputation" und anderen, sich mühsam auf -ion reimenden Worten eine Art von Aufbruch zu besingen.

Aber dann, mit "Traffic Lights" verstehe ich dich endlich gut, es geht originellerweise irgendwie um Liebe, und zwar zu einer Melodie ohne Wiedererkennungswert – und das soll die Lead-Single zum Album sein? Also bitte!

Der Gesang einer brünetten Helium-Barbie

Relativ furchtbar kommst du bei "Beat To My Melody" rüber. Deine schwache Stimme, deine hohe Tonlage füllen diesen Song überhaupt nicht aus. Oder willst du etwa absichtlich wie eine brünette Helium-Barbie klingen? In diesem Fall nehme ich meine Kritik natürlich zurück. Und bei dem durchaus atmosphärischen Titeltrack und dem Drum‛n‛Bass-getränkten "Invisible" horche ich sogar kurz auf.

Ansonsten gehe ich noch mal meinen Wochenendeinkauf durch. Das Spülmittel ist alle, und ach ja, Nutella brauche ich auch, und Klopapier. Und da bist du auch schon fertig – endlich, möchte ich sagen! Denn auf deinem vierten Album ist kein einziger Song, den ich noch einmal hören wollen würde.

Du und deine Möchtegern-Hipster-aber-in-Wirklichkeit-nur-bräsige-und-vor-allem-hitlose-Mainstream-Musik, ihr seid mir einfach zu unauthentisch, zu nichtssagend, zu egal, aber das sagte ich ja bereits. Und jetzt tu mir einen Gefallen, Lena: Gib meinetwegen noch deine anstehenden sechs Konzerte, und dann hör bitte auf, Musik zu machen!

Youtube | Offizielles Video zu "Traffic Lights"
Tourdaten

21.10.2015 – Berlin, Heimathafen Neuköln
22.10.2015 – Hamburg, Gruenspan
23.10.2015 – Leipzig, WERK2, Halle D
25.10.2015 – Stuttgart, Im Wizemann (Halle)
26.10.2015 – Frankfurt, Batschkapp
27.10.2015 – Köln, Gloria-Theater


#1 23456jhAnonym
  • 15.05.2015, 12:43h
  • Die kann überhaupt nicht singen und wurd damals nur zum Sieg gevotet, weil sie ein niedliches Mädchen ist.

    Das was sie gemacht hat war eher Sprech"gesang". Ich mein hört euch mal die Live-Version von Satellite an...
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#2 wiking77
  • 15.05.2015, 12:50h
  • ich habe diese arrogante Tussi nie gemocht. Und ihre Gesangsart erst recht nicht. Beim Zuhören hatte ich immer den Eindruck, dass jemand ihr beim Singen die Kehle zurdrückt, mein Harn- und Stuhldrang nahm bei ihrer gequält bzw. gepresster Lautvonsichgebung, was sie wohl Singen nennt, stets unerträglich zu.

    Die soll ja wieder in der Versenkung verschwinden, deren Sangeskunst ist einfach scheußlich!
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#3 AlfonsAnonym
#4 SchleicheR74
  • 15.05.2015, 13:01h
  • Kaum ist ne Rezension kritisch, hier sogar lästerhaft, wird auch schnell ins gleiche Horn gestoßen. Die Stimme von Lena ist gar nicht schlecht, denn ohne Stimme gewinnt man auch keinen ESC, egal wieviel Politik da im voting steckt.
    Außerdem kann man sich über Geschmack nicht streiten und deswegen sollte man solche Rezensionen wie hier auch nicht so verfassen.
    Knöpfe drücken ist manchma auch echt einfach :)
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#5 Lena geht nochAnonym
  • 15.05.2015, 13:16h

  • Sie wirkt immerhin noch natürlich, im Gegensatz zu den in allen Lebensbereichen exibitionistischen Hollywood- Glitzer Schabracken wie z.B. Cyrus und Kardashian.
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#6 VeganBearEhemaliges Profil
  • 15.05.2015, 13:23h
  • ...und das Thema ist jetzt -noch dazu als eine der beiden Top-Meldungen- queer.de-relevant, weil?
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#8 Venice89Profil
  • 15.05.2015, 13:27hBraunschweig
  • Einer der miserabelsten Artikel von Queer.de. Michael, hör bitte auf !

    Und das hat nix damit zu tun das ich das Album mag oder nicht (ich hab es nichtmal gehört) , sondern damit das dieser Artikel so Inhaltslos ist wie dem Lena Album vorgeworfen wird ...

    Das ist einfach nur bashing weil dem Autor das Album nicht gefällt ...

    Von Daher:
    Michael Thiele, hören Sie bitte auf Redaktionelle Texte zu schreiben ... Sie können es einfach nicht...
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#9 lucdfProfil
  • 15.05.2015, 13:32hköln
  • Lena verkauft, was gefällt, bis es irgendwann mal nicht mehr gefällt. So what? Machen es die anderen Sänger nicht so? Bis auf einige Ausnahmen natürlich! Ich sehe da kein Problem. Kunst kann nicht jeder und wird sowieso nicht von jedem verstanden. Ist so und es war immer so.
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#10 ThorinAnonym