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  • 15.05.2015           14      Teilen:   |

Razzia gegen Konstantin Golawa

Russische Behörden: LGBT-Aktivist ruft zum Hass gegen Russen auf

Artikelbild
Der LGBT-Aktivist Konstantin Golawa wird von den russischen Behörden als Staatsfeind angesehen

Die Staatsmacht im Putin-Reich geht weiter scharf gegen LGBT-Aktivisten vor: Konstantin Golawa wurde sogar auf die russische Terror-Liste gesetzt.

Am Mittwoch hat die russische Polizei in der Großstadt Toljatti eine Razzia gegen den bekannten LGBT-Aktivisten Konstantin Golawa durchgeführt, weil er angeblich in sozialen Netzwerken zum Hass gegen Russen aufgestachelt habe.

Beamte des Staatsschutzes seien um 9.30 Uhr mit einem Durchsuchungsbeschluss in seiner Wohnung erschienen, erklärte der 25-Jährige gegenüber Interfax. Die Polizisten beschlagnahmten unter anderem einen Laptop, ein Flashlaufwerk sowie einen WLAN-Router. Der Aktivist wurde festgenommen und zu einem mehrstündigen Verhör gebracht.

Golawa sagte, ihm werde im Rahmen von strafrechtlichen Ermittlungen vorgeworfen, gegen ein Gesetz gegen Volksverhetzung verstoßen zu haben. Er habe im sozialen Netzwerk VK "antirussische Propaganda" verbreitet. Die Behörden bestätigten gegenüber Interfax, dass gegen einen Mann ermittelt wird, der die Menschenwürde der "Bürger Russlands" verletzt habe.

Golawa erklärte, er wisse bislang nicht, welche seiner Einträge im sozialen Netzwerk als Aufruf zum Hass verstanden worden seien. "Ich habe Freunde und Kollegen gebeten, sich das anzuschauen: Sie haben nichts Relevantes gefunden", so Golawa. Zu seinem Verhör könne er wegen einer Geheimhaltungsanordnung keine Details geben.

Golawa hatte bereits 2013 eine Geldstrafe erhalten, weil er an einer Kundgebung für die Opfer von HIV/Aids teilgenommen hatte. Auch mit anderen politischen Äußerungen sorgte er für Unmut bei den russischen Behörden: Im vergangenen Jahr hatte er etwa die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland kritisiert und danach Morddrohungen erhalten.

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In Terrorliste aufgenommen

Inzwischen wurde Golawa ohne Gerichtsbeschluss von den Behörden auch in eine offizielle Liste von Terroristen und Extremisten aufgenommen, deren finanzielle Transaktionen durchleuchtet werden und deren Konten gekündigt werden müssen. Er ist auf der Liste der 71. Inländer und steht mit ihnen in einer Linie mit Organisationen wie Al-Kaida oder dem Islamischen Staat.

In den vergangenen Monaten haben mehrere russische LGBT-Aktivisten Asyl in Europa oder den USA beantragt, um der Verfolgung durch russische Behörden zu entgehen. In Dortmund stellte etwa Kirill Kalugin Antrag auf Asyl, nachdem er vom russischen Geheimdienst in St. Petersburg zu einem Verhör "entführt" worden war (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: russland, konstantin golawa
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Reaktionen zu "Russische Behörden: LGBT-Aktivist ruft zum Hass gegen Russen auf"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
15.05.2015
14:25:49


(+9, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"der die Menschenwürde der "Bürger Russlands" verletzt habe"

Wer die Menschenwürde in Russland verletzt wissen wir, nähmlich putin und seine religiöse orthodoxische nomenklatura.


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#2
15.05.2015
14:27:35


(+7, 9 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"In Terrorliste aufgenommen"

Ich sag's ja, Stalin II, putin muß ja eine Heidenangst haben vor seinem eigenen Volk.


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#3
15.05.2015
14:40:32


(+3, 5 Votes)
 
#4
15.05.2015
14:54:11


(+8, 8 Votes)

Von Trotzki


Hass gegen Putin zu schüren erledigt der Kremlfaschist doch täglich selbst, z. B. mit dem Zündeln an den Außengrenzen der EU von Norwegen bis Großbritannien.

Es wird Zeit, dass Schwule und Lesben aus Russland ohne Wenn und Aber politisches Asyl in der EU bekommen.


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#5
15.05.2015
15:26:13


(+7, 7 Votes)

Von qualität


man sollte seinem beispiel folgen.


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#6
15.05.2015
15:46:40
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Alex


GLBTI aus Russland sollten generell Asyl erhalten.


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#7
15.05.2015
15:55:56
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von J-eye


Die Vorgehensweise ist ja immer mehr von Wahnsinn geprägt.

Heute erst gelesen, passend zur Geldstrafe, die der mutige Mann für seine Teilnahme an einer Demo für Opfer von AIDS zahlen musste (das muss man sich mal vorstellen!):
Link zu www.sueddeutsche.de

Da greift man den Westen für ausufernden moralischen Verfall an, um dann schön von eigentlichen Problemen im Land abzulenken. Es klebt viel Blut an Putins Händen.


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#8
15.05.2015
18:13:01


(+6, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Der Artikel aus der "Anderswo" Rubrik ist auch lesenswert:
Allgemeine Zeitung Namibia: Homosexueller kämpft um Asyl
15.05.2015, az.com.na

Link zu www.az.com.na


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#9
15.05.2015
18:21:40


(+6, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Rußland 2015: Diktatur und Terrorwilkür!


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#10
16.05.2015
06:09:27


(+6, 6 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Das ist echt schlimm und beschämend, was da passiert. Die legen sich das so zurecht, wie sie es brauchen, um ihre vermaledeiten Propaganda-Gesetze aufzublasen.

Letztes mal waren es Juden...die man systematisch zerstört hat.

Hoffentlich bekommen russische LGBTIQ-Mitglieder hier Asyl. Wenn das sich so weiter entwickelt, wer weiß, wann sie sonst in Gulags landen, oder Schlimmeres folgt.


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