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Lifeball in Wien: Conchita Wurst fühlte sich sichtlich wohl in der märchenhaft güldenen Umgebung (Bild: Lifeball)

Tränen, Glamour und viele Promis: Im Wiener Rathaus wurden am Samstag goldene Brücken zwischen Eurovision Song Contest und Aids-Gala geschlagen.

Von Thomas Becker

Zum 23. Lifeball kamen am Samstagabend wieder tausende internationale Gäste und Schaulustige vor die großartige Kulisse des Wiener Rathauses. Gold, Glitzer und Jugendstil-Zitate standen im Vordergrund beim glanzvollen Spektakel.

Schauspielerin Charlize Theron lief mit Lebenspartner Sean Penn per Laufschritt über den roten Teppich. Sie sei nach Wien gekommen, um all denen eine Stimme zu geben, die in ihrer Heimat Südafrika keine hätten. Und auch Prominente wie Jean Paul Gaultier, Mary J. Blige, Dita von Teese, Brigitte Nielsen, Carmen Electra oder Hannelore Elsner zeigten in der österreichischen Hauptstadt Flagge im Kampf gegen HIV.

Als einer der Ersten in Österreich mit HIV infiziert


Gery Keszler bei seiner emotionalen Rede (Bild: Lifeball)

Gery Keszler, Gründer und langjähriger Lifeball-Organisator, gedachte bei der Aids-Benefiz-Gala einem Freund, der erst vor kurzem an den Folgen von Aids verstarb. "Den goldenen Lifeball widme ich dir, Horst!", sagte er und überraschte alle, als er sich unter Tränen in einer emotionalen Rede als HIV-positiv outete. Er sei einer der ersten schwulen Männer gewesen, die sich in Österreich infiziert hätten.

Und so mischten sich nachdenkliche Töne in das glitzernde und fröhliche Fest, dessen Sinn und Zweck es ist, Spenden für den guten Zweck zu sammeln: für alle jene, die von HIV und Aids betroffen sind und dafür, die Öffentlichkeit weiter über die Risiken und Gefahren dieser Krankheit aufzuklären.

Wurden in vergangenen Jahren meist die Punkte für den Eurovision Song Contest (ESC) live vom Ball verkündet, so bekam der ESC dieses Jahr eine zentrale Rolle: Viele ehemalige Gewinner, Sänger und Gruppen traten auf den diversen Bühnen auf – darunter Dana International, Conchita Wurst und auch Loreen, die Eurovision-Gewinnerin von vor drei Jahren. "Es ist schon witzig, unter lauter Gold gekleideten Leuten ganz in Schwarz rumzulaufen, denn das ist meine Lieblingsfarbe, in der ich immer auftrete. Aber ich liebe es, dem Farbenspiel zuzuschauen", sagte die schwedische Sängerin.

Auch die amtierende Eurovision-Siegerin Conchita Wurst trat auf. Sie fühlte sich sichtlich wohl in der märchenhaft güldenen Umgebung und gab mit ihrem Song "You are Unstoppable" den musikalischen "Schlagobers" – also das "Sahnehäubchen" zum glamourösen Wiener Event.



#1 Patroklos
  • 17.05.2015, 19:11h
  • Das hat aber lange gedauert und ich bin gespannt, ob damit seine Tage als Organisator gezählt sind!
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#2 So WhatAnonym
#3 Sabelmann
#4 RobinAnonym
  • 17.05.2015, 19:46h
  • Antwort auf #3 von Sabelmann
  • Zweck sind Spenden für alle jene, die von HIV und Aids betroffen sind. Sammelt er jetzt auch für sich selbst ? Vielleicht könnte es deswegen ein Geschmäckle geben, wie auch @Patroklos meint.
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#5 VeganBearEhemaliges Profil
  • 17.05.2015, 20:08h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • Jetzt nicht im Ernst, oder?
    Es "dürfen" sich also nur getestete HIV-Negative für HIV-Infizierte einsetzen, sonst bekommt das ein Gschmäckle?

    Ich habe größten Respekt vor diesem Mann und davor, was er seit Jahrzehnten leistet. Leute, die so jemanden in ein schlechtes Licht rücken, sollten sich mal an der eigenen Nase fassen und darüber nachdenken, ob sie auch nur im entferntesten Ähnliches geleistet haben.

    Pfui Teufel für solch respektlose Äußerungen!

    Mehr Infos zum Life Ball:
    "Der Life Ball, der alljährlich im Wiener Rathaus stattfindet, ist eines der größten AIDS Charity Events weltweit. Sein Ziel: betroffenen Menschen auf unkonventionelle Art und Weise zu helfen und HIV/AIDS nicht länger zu tabuisieren. So wird im Rahmen des Life Ball mit einem ausgelassenen Fest das Leben gefeiert und ein lautes Signal im Kampf gegen HIV und AIDS gesetzt, das über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus tönt."

    www.lifeball.org/

    Und: Solidarität mit allen HIV-Infizierten!

    (P.S. ich selbst bin negativ, bevor jetzt gleich die nächste "Gschmäckle"-Gerüchteküche losbrodelt.)
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#6 Sabelmann
#7 ursus
  • 17.05.2015, 20:26h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • womöglich gibt es da sogar hiv-positive gäste, die was spenden. spenden die also für sich selbst? pervers!

    aber sarkasmus beiseite: es ist nicht zuletzt dem großen engagement von hiv-positiven menschen und der tatsache, dass sie ihre angelegenheiten zu einem nicht geringen teil selber in die hand genommen haben, zu verdanken, dass mitteleuropa präventionstechnisch so gut dasteht.

    davon haben ALLE menschen erheblich profitiert.

    dein (hoffentlich nur) unüberlegter kommentar ist angesichts dessen wirklich ärgerlich.
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#8 TheDad
  • 17.05.2015, 21:31h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • Dieses "Gschmäckle" wunderte dann doch sehr, denn wenn ich mich recht erinnere sind und waren die Organisatoren der ersten AIDS-Hilfen allesamt Positive Menschen..

    Was genau spräche dagegen für "den eigenen Bedarf" zu sammeln ?

    Muß man sich als Schwuler, HIV-Positiver oder Gehandicapter Mensch immer von anderen vertreten lassen um Geld für die Sache einzusammeln ?

    Da könnte man Thomas Quasthoff auch fragen, ob er nun "für sich selbst sammelt", bloß weil er Werbesports für die Aktion Mensch macht..

    Wir brauchen viel mehr Menschen wie Gery Keszler die in der Öffentlichkeit stehen, und den Mut haben sich als Positiv zu outen..
    Egal wie lange sie brauchen diesen Mut zu fassen, es nötigt Respekt ab..

    Da ist kein Platz für UNSICHTBARKEIT !
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#9 Patroklos
#10 BBM_FAN