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| Eurovision Song Contest
  • 19.05.2015           15      Teilen:   |

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Eurovision 2015 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer

Artikelbild
Zum Beginn der Show ziehen alle Teilnehmer, hier Bojana aus Serbien, in die doch kleine Wiener Stadthalle ein. Das Foto stammt vom gestrigen Juryfinale, die Hälfte der Punkte ist bereits vergeben. (Bild: EBU (alle Bilder auf dieser Seite))

Queer.de stellt euch die 16 Lieder der ersten Show aus Wien vor und tippt, welche Länder in das Finale einziehen.

Von Carsten Weidemann

Heute Abend um 21 Uhr ist es endlich wieder soweit: Mit Conchita Wurst und einem Orchester startet das erste Halbfinale des Eurovision Song Contests aus Wien. Live lässt sich die Show auf eurovision.de und im Fernsehen auf Phoenix, EinsFestival und EinsPlus verfolgen. Der seit 1997 kommentierende Peter Urban ist natürlich auch wieder dabei, scheinbar will kein anderer die Witze vorher aufs Papier bringen und dann vom Halbfinale ins Finale übernehmen. Geschenkt, denn jetzt zu den einzelnen Teilnehmern, ihren Auftritten und den Chancen, das große Finale zu erreichen:

Moldawien: Autsch, im letzten Jahr landeten die Moldawier, sonst immer gut ins Finale gemogelt, auf dem allerletzten Platz von 37 Teilnehmern. Dieses Mal dürfen sie das Spektakel eröffnen und Eduard Romanyuta fleht "I Want Your Love". Der blonde Schönling stammt aus der Ukraine und scheiterte dort von 2011 bis 2013 gleich drei Mal in der nationalen Vorentscheidung. Darüber hinaus gewann er allerdings zahllose andere Wettbewerbe, von denen wahrscheinlich noch nicht mal seine ukrainischen Landsmänner gehört haben. Sein Song erinnert schwer an Justin Timberlake oder gleich N'Sync. Allerdings wirkt die Inszenierung mit den Polizisten in Lackminihosen ganz schön billig und die Tanzeinlagen sitzen auch nicht richtig. Immerhin gibt es gegen Ende gleich schon den schwulsten Moment des Halbfinales: Eduard wird das Unterhemd runtergerissen! Das wird ihn nur leider nicht retten können.

Armenien: Letztes Jahr erreichten die Armenier einen sehr guten vierten Platz mit Aram Mp3, nachdem dieser lange als möglicher Sieger gehandelt wurde. Das werden sie in diesem Jahr nicht, dabei umgibt die Band Genealogy mit dem extrem dramatischen "Face The Shadow" ein spannender Hintergrund und wenn man so will, die politischste Aussage der 40 ESC-Beiträge: Die sechs Gruppenmitglieder stammen von fünf unterschiedlichen Kontinenten, die alle armenische Wurzeln haben und die armenische Diaspora symbolisieren sollen. "Don't Deny" ("Verleugne nicht") heißt es im Text des Liedes, das auf den Völkermord an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunderts anspielt. Das Lied steigert und steigert sich und geht schließlich über in einen mächtig überproduzierten Klangteppich mit den sechs sehr unterschiedlichen Stimmen. Das ist gewöhnungsbedürftig, wird aber auf der Bühne überaus gekonnt aufgeführt. Achtung Windmaschinen-Fans: gegen Ende wackelt nicht nur der große Baum auf der Leinwand!

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Belgien: Noch ein blonder Jungspund! Loïc Nottet will mit "Rhythm Inside" die Nachfolge von Sandra Kim, Belgiens einziger ESC-Siegerin im Jahre 1986, antreten. Und seine Chancen sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen, denn der knackige Ohrwurm mit "Rapppabab"-Hook mauserte sich durch die zahlreichen Live-Auftritte von Loïc und die starken Proben in Wien zum Geheimfavoriten. Der 19-Jährige läuft live zur Hochform auf, zeigt viel Biss und die Tänzer mit ihren Roboterbewegungen unterstreichen seine Performance perfekt. Ein bisschen schwarz-weiße Avantgarde beim Bühnenbild, ein unterkühlter, aber sofort einfahrender Song und Loïcs ungewöhnliche, androgyne Stimme: Sicher im Finale!

Niederlande: Mit Trijntje Oosterhuis geht nach Anouk (2013) und Ilse DeLange (2014, als Teil der Common Linnets) ein weiterer weiblicher Superstar für die Niederlande an den Start. Die 42-Jährige hat so viel Erfahrung auf der Bühne, dass sie locker das gesamte Teilnehmerfeld in die Tasche stecken könnte. Sie nahm großartige Alben mit Komponisten-Legende Burt Bacharach auf, stand lange Jahre beim legendären Jazz-Label Blue Note unter Vertrag und wird allerorts für ihre wunderbare Stimme gelobt. Der letztjährige zweite Platz der Niederlande war eine Sensation – derzeit liegt Trijntje leider, wie auch schon die Common Linnets, in den Wetten weit hinten. Bei der ersten Probe sorgte sie mit einer tief ausgeschnitten, unvorteilhaften Wurstpelle à la Mariah Carey für die meisten Schlagzeilen von allen Teilnehmern. Bei der zweiten Probe sah das schon züchtiger aus. Trijntje hat mit dem von Anouk geschriebenen "Walk Along" einen frischen, sommerlichen Ohrwurm am Start, dessen "Weieieiei" sofort hängenbleibt, der aber auch schnell nerven könnte. Die Meinungen gehen hier stark auseinander, vor allen Dingen weil die Inszenierung sehr reduziert und schlicht ist. Zudem muss Trijntje bis zum Finale noch an Frisur, Outfit und der nötigen Portion Siegeswillen arbeiten. Aber ein Vollprofi wie sie hat das drauf!

Finnland: Auch die Finnen ragen in diesem Jahr mit Act und Lied stark aus dem Teilnehmerfeld heraus. Die Punk-Band Pertti Kurikan Nimipäivät grölt "Aina mun pitää" – mit lauten 1:30 Minuten das kürzeste Eurovisionslied aller Zeiten. Andererseits können auch anderthalb Minuten verdammt lang sein. Zur Band: Alle Mitglieder der Gruppe haben ein Handicap, denn sie leiden am Down-Syndrom und singen vom Alltag als behinderter Mensch. Das hat es beim ESC auch noch nicht gegeben. Bei den Proben ziehen die Jungs ihr Programm routiniert durch und bei Pressekonferenzen und Interviews haben sie bislang viele Sympathien sammeln können. Das Ganze ist so einzigartig, dass es für den Finaleinzug sogar reichen könnte – allerdings wird Finnland dann wohl ziemlich weit hinten landen, denn das Lied an sich ist, Punk hin oder her, einfach zu scheußlich.

Griechenland: Stärker könnte der Kontrast nicht sein, denn nach den wilden Finnen kommt die stimmgewaltige Griechin Maria Elena Kyriakou, deren "One Last Breath" offensichtlich an Céline Dion und ähnlich gelagerte Diven angelehnt ist. Auf CD leicht steril produziert, kommt das Lied tatsächlich erst live zur Geltung. Maria Elena zieht stimmlich alle Register und lässt schnell vergessen, dass der Song jedes ESC-Klischee bedient, das selbst die unbedarfteste Landtunte kennt: Ein Glitzerkleid, pompöses Licht im Hintergrund, ganz große Gesten und eine strahlende Interpretin, die sich von Minute zu Minute steigert. Am Schluss fehlt eigentlich nur noch, dass sie vom Lichtkegel verschlungen wird und mit ihrem "letzten Atemzug" verglüht. Eines der ganzen großen ESC-Dramen in diesem Jahr, das der Sängerin sicherlich zum Finaleinzug verhilft.




Estland: Elina Born & Stig Rästa gehören zu den absoluten Top-Favoriten im ersten Halbfinale. Erinnerungen an Nancy Sinatra und Lee Hazlewood werden wach, auch wenn Elina und Stig bei weitem nicht so charakterstarke Stimmen wie die seligen Vorbilder aus den 60ern haben. "Goodbye To Yesterday" tritt ein wenig die Nachfolge von "Calm After The Storm" (Niederlande, 2014) an: ein schlichtes, bittersüßes, aber wunderschönes Lied ohne viel Firlefanz! Hier wird weder unmotiviert gehopst, noch stören irgendwelche unnötigen Backgroundtänzer oder grellen Effekte im Hintergrund den Gesamteindruck. Bei den Proben verließen sich Elina und Stig ganz auf ihre Stimmen und ihr Lied, ließen aber noch etwas den ultimativen Siegerwillen vermissen. Der estnische Beitrag wird dennoch auf jeden Fall das Finale erreichen. Hier sind die Top 5 drin!

Mazedonien: Der Herbst zieht an dieser Stelle in das Halbfinale ein, denn Daniel Kajmakoski besingt die "Autumn Leaves". Das erinnert beim Auftakt leicht an die Tristesse von Armenien im letzten Jahr, allerdings ist der Song weder musikalisch so geschickt arrangiert, noch bleibt er beim ersten Anhören hängen wie das große Vorbild. Außerdem wirken die kleinen Tanzeinlagen von Daniel und seinen drei Backgroundsängern etwas deplatziert, um nicht zu sagen albern. Die "Autumn Leaves" fallen unmotiviert in die Eurovisionspfütze, plätschern irgendwie dahin ohne dass sie große Wellen schlagen würden. "My Heart Is Beating Like A Million Drums" heißt es im Text (die beste Stelle!) und trotzdem wird es am Ende mal wieder nicht für einen Finaleinzug Mazedoniens reichen.

Serbien: Huch, warum singt denn Hera Björk plötzlich für Serbien? Nein, das ist Bojana Stamenov, die aber nicht minder stämmig und stimmgewaltig wie die isländische Kandidatin von 2010 ist. Zu allem Überfluss wurde sie außerdem mit einer ähnlichen Dance-Hymne aus dem schwulen Disco-Handbuch ausgestattet. Das kracht ordentlich und dürfte nach dem Teilnahmeverzicht 2014 und dem Halbfinal-Flop 2013 wieder einen Finaleinzug ermöglichen. Leider ist diese Art von schwulen Disco-Hymnen nicht mehr sonderlich gefragt. Das könnte im Finale böse ins Auge gehen. Man frage nur Kate Ryan, Kati Wolf oder eben auch Hera Björk. Was sollen außerdem die weiß gekleideten Background-Sänger, die gegen Ende – Überraschung, Überraschung – die Hüllen fallen lassen? Ab hier rutscht die gesamte Inszenierung endgültig in die 80er-Jahre-Trash-Ecke ab. Arme Bojana, denn sie singt großartig.

Ungarn: Was macht eigentlich Folk-Legende Joan Baez? Mit 74 immer noch touren, am 11. Juli ist sie sogar in Wien. Gut zwei Monate vorher macht ihr die 28-jährige Sängerin Boggie alle Ehre, denn ihre kleine, wie schlichte Hymne "Wars For Nothing" lässt sämtliche Friedenstauben Europas aufsteigen. Dass das ausgerechnet aus einem Land kommt, dessen umstrittener Ministerpräsident Viktor Orbán nun auch nicht gerade ein Vorbild in Sachen Menschenrechte ist, stößt dem ein oder anderen sicher übel auf. Alles steht und fällt mit der Interpretin und Boggie erweist sich als sensible Interpretin und wenn der Background dazukommt, ist die Friedensatmosphäre perfekt. Da werden selbst die Maschinengewehre auf der Leinwand zu Bäumen und daheim fallen sich von Helsinki bis Tiflis alle Muttis weinend vor Rührung in die Arme! Neben Belgien sicher DER Geheimtipp des ersten Halbfinales.

Weißrussland: Belarus packt die Violine aus und setzt ebenso wie Belgien oder die Niederlande auf eine einschneidende Hookline, die sich oft wiederholt: "Time… Is Like Thunder, Ah Ah". Dazu fiedelt sich die Violinistin Maimuna im Engelskleid die Seele aus dem Leib, was live nicht viel nützt, denn die Musik kommt ja bekanntlich eh vom Band. Ob das die armenische Putzfrau und der belgische Busfahrer beim Abstimmen allerdings wissen, ist wieder eine andere Geschichte. Sänger Uzari müht sich zwar redlich und sieht auch wirklich putzig aus, aber letztendlich bleibt sein Song ein bisschen zu monoton und gewöhnlich. Das wird wohl nicht für das Finale reichen, aber es geschehen ja immer wieder Wunder, so 2013 als Belarus selbst mit dem scheußlichen Trash "Solayoh" überraschend ins Finale einzog.




Russland: Mein Gott, wer hat sich bloß diese Reihenfolge ausgedacht? Nach Ungarn und Weißrussland kommen ausgerechnet die Russen mit der zweiten großen Friedenshymne (!) des Abends. Verlogen? Kann sein, trotzdem geben die Russen dieses Jahr wirklich alles: Polina Gagarina verfügt über eine großartige Stimme, ist sichtlich ergriffen, das blau-weiße Bühnenbild passt perfekt zur kraftvollen Power-Ballade und auch die Beleuchtungsmannschaft scheint hier noch eine Extra Schüppe draufzulegen. Da stört es auch nicht weiter, dass das Lied eher schwedisch (ein bisschen "Undo" aus dem letzten Jahr) klingt, was wohl am Autorenteam liegen dürfte. Co-Autorin Katrina Noorbergen hat übrigens einige Songs für das neue Album von Lena geschrieben. Sicherer Finalkandidat, mischt auch am Ende ganz vorne mit! Und das nicht nur wegen der russischen Diaspora.

Dänemark: "Happy Go Lucky" sagen die Amerikaner gerne zu Liedern wie "The Way You Are" von der Band mit dem bescheuerten Namen Anti Social Media. Die leicht bieder dreinschauenden Jungs fielen bislang im Wiener Getümmel nicht weiter auf und haben auch in den Wetten stetig an Boden verloren, liegen mittlerweile sogar hinter Deutschland. Dabei ist das Lied wahrlich nett, freundlich, radiotauglich und so keimfrei wie die Schlagerperlen von Dänemarks Gitte aus den 60er Jahren. Hier ist auch der Sound von Anti Social Media angesiedelt. Wahrscheinlich wäre das Lied bei Motown nicht mal über den Demo-Status hinausgekommen. Deshalb werden für Dänemark im Halbfinale erstmals seit 2007 nicht die einst von Gitte besungenen Laternen angehen, denn das harmlose Liedchen wird den Finaleinzug knapp verpassen. Schade für unsere sympathischen Nachbarn, die vor zwei Jahren noch mit Emmelie de Forest den Contest verdient gewannen.

Albanien: Die Presse in Wien lobt die stimmlichen Qualitäten von Elhaida Dani, die für ihr Heimatland "I'm Alive" singt. Die begabte Sängerin ist besonders in Italien bekannt, dort gewann sie die erste Ausgabe von "The Voice" bei überragenden 70 Prozent der Zuschauerstimmen, wurde danach aber trotzdem kein Star. Auf CD und auch bei den Proben überzeugt Elhaida mit ihrer Stimme, hin und wieder quietscht sie aber auch leicht. Das sollte sie noch in den Griff bekommen. Leider kommt ihr Song auch erst ein bisschen zu spät aus dem Quark. Das wird wohl nichts mit dem Finaleinzug.

Rumänien: Erstmal großes Lob an die Rumänen dafür, dass sie neben den Finnen die einzigen Teilnehmer des ersten Halbfinales sind, die ihr Lied zum größten Teil in der Landessprache präsentieren. "De la capat" wird von der Band Voltaj gesungen, die bereits seit 1982 existiert und über die Jahre vom Hard Rock hin zum leicht verdaulichen Pop und Rock mit Elektro-Elementen wechselte. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bekam Voltaj 2005 sogar einen MTV Europe Music Award verliehen. Die Profis haben einen melancholischen Pop-Song am Start, der im Teilnehmerfeld nicht weiter auffällt, dafür bei den Proben gekonnt präsentiert wurde. Auch die Message ist durchaus aller Ehren wert, denn im Lied geht es um das gravierende Problem elternloser Kinder in Rumänien. Ein ernstes Problem, dass den Jungs, selbst Väter, sehr am Herzen liegt. Sollte für das Finale reichen.

Georgien: Haben die moldawischen Backgroundtänzer von Anfang etwa ihre Lackhöschen an die singende Nebelkrähe aus Georgien weitergereicht? Pardon, Nina Sublatti heißt die düster drein schauende Dame, die in den Proben mit schwarzen Federn und hohen Lederstiefeln auftrat. Sie könnte daher auch leicht als Gothic-Amazone durchgehen. Dazu passend besingt sie einen "Warrior". Das ist alles recht schwermütig und zäh und irgendwie ist man auch froh, wenn das monotone Lied nach drei Minuten vorbei ist. Wahrscheinlich wird die eigenwillige Nina das Publikum komplett spalten und als Wackelkandidat eventuell noch den überraschenden Einzug ins Finale schaffen. Wir ahnen Böses!




Moderiert wird die Show von Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler und Arabella Kiesbauer; Conchita Wurst meldet sich vom "Green Room" gegenüber der Bühne. Welche zehn Länder ins Finale weiter kommen entscheiden Jurys (nach dem Dress Rehearsal von gestern abend) und das Voting der TV-Zuschauer, und zwar aus den Teilnehmerländern plus Frankreich, Österreich, Spanien und – Premiere! – Australien. Deutschland darf beim zweiten Halbfinale am Donnerstag abstimmen. Da sind dann auch unter anderem die Schweiz mit Mélanie René ("Time To Shine") und der schwedische Top-Favorit Måns Zelmerlöw ("Heroes") mit dabei.

Folgende zehn Länder werden nach Meinung von queer.de den Sprung ins Finale schaffen: Armenien, Belgien, Niederlande, Finnland, Griechenland, Estland, Serbien, Ungarn, Russland und Rumänien.

Youtube | Video-Preview zum ersten Halbfinale
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Tags: eurovison, wien, teilnehmer
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Reaktionen zu "Eurovision 2015 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
19.05.2015
16:39:51


(0, 4 Votes)

Von 12345hgf


Ich find es immer wieder amüsant wie vermeintliche ESC-"Experten" dem Beitrag von Albanien noch nichtmals die Qualifikation für das Finale zutrauen, aber dann Serbien ganz toll finden. Serbien ist einfach nur schreckliches Gekreische, während Albanien einen musikalisch hochwertigen Song mit viel Wärme und Herz anbieten kann, zu Beginn zugegbenermaßen mit ruhigeren Tönen, aber in der letzten Minute mit einem fantastischen Power-Finsih:

Youtube-Video:


Albanien und Belgien sind in meinen Augen die besten Songs im 1. Halbfinale.


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#2
19.05.2015
17:49:20


(-1, 3 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Also mal ganz ehrlich: wer will schon Rußland und Finnland sowie Ungarn im Finale sehen? Die Lieder haben nicht den Hauch einer Chance! Stattdessen werden es folgende zehn Länder schaffen:

Armenien, Belgien, Niederlande, Griechenland, Estland, Serbien, Rumänien, Albanien, Georgien und Weißrußland.


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#3
19.05.2015
18:19:24


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Meine Stimme geht an die Finnen..

Wer wollte denn schon "Normal" sein ?

Und was spricht gegen "scheußliches" Lied über eine scheußliche Lebenssituation ?

Das gab es schon einmal..
Von Reinhard Mey..
Ist zwar gerade nicht Weihnachten, aber das Lied geht wegen des Textes immer irgendwie :

Youtube-Video:


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#4
19.05.2015
18:47:20


(-1, 3 Votes)

Von 4567u8ikjhbef


Hinsichtlich Finnland muss man, wenn man allein die musikalische Qualität betrachtet, leider feststellen, dass es der schlechteste von allen 40 Beiträgen ist. Insofern gehört der Song von den Jurys auch stark abgewertet, wenn die Jurys ihrer Aufgabe auch tatsächlich gerecht würden.

Allerdings haben die russischen Omis im Jahr 2012 auch viele Punkte von den Jurys bekommen, was die Vermutung aufwirft, dass Finnland in diesem Jahr auch viele Punkte von den Jurys bekommen wird.

Die Zuschauer voten massenweise für russische Omis, Drag-Künstler oder Behinderte auf der Bühne. Allein der Minderheitenstatus im Teilnehmerfeld ergibt einen MASSIVEN Zuschauerbonus. Ich erinnere daran, dass die russischen Omis im Jahr 2012 mit ihrem Song von den Zuschauern ganz hauchknapp fast genauso viele Stimmen bekommen haben wie Loreen aus Schweden. Beinahe hätten die russischen Omis 2012 von den Zuschauern mehr Stimmen bekommen als der schwedische Beitrag. Angesichts des enormen Unterschieds in der Qualität der beiden Beiträge eine Ungerechtigkeit, wenn es nur um die Qualität des Songs gehen soll.

Im ESC geht es im Wesentlichen aber um den Showeffekt und erst an zweiter Stelle um die Songqualität.

Für dieses Jahr bedeutet das, dass wir Finnland in jedem Fall im Finale sehen werden, und vielleicht Finnland sogar gewinnt, trotz schlechtestem Song. Denn um Finnland vom Sieg abzuhalten braucht es schon einen extrem guten anderen Song wie etwa Euphoria im Jahr 2012 die russischen Omis vom Sieg abgehalten hat. Aber solch ein guter Song ist in diesem Jahr nicht in Sicht. Und Behinderte auf der Bühne erwecken deutlich mehr Emotionalität unter den Zuschauern als Drag-Künstler auf der Bühne. Der Minderheiteneffekt wird also NOCH stärker sein als bei Conchita Wurst.

Dass der ESC 2015 unterdurchschnittliche Songqualität bietet, lässt sich auch daran erkennen, dass es immer noch Karten für die Halbfinals gibt. Bisher waren auch die Halbfinals schon Wochen vorher ausverkauft. Dieses Jahr ist das nicht so.

Der ESC 2015 wird ein ESC, bei dem die Richtung für die Zukunft gesetzt wird. Gewinnt Finnland, so wird es in Zukunft immer mehr Länder geben, die ähnliches tun werden. Die musikalische Qualität des ESC würde dann sinken, da die Songqualität offensichtlich nicht entscheidend für den Sieg ist. Gewinnt jedoch ein musikalisch anspruchsvoller Song, so bedeutet das, dass die Teilnehmerländer zumindest auch einen Song mit einem gewissen Niveau ins Rennen schicken müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Conchita Wurst hatte letztes Jahr beides, den Minderheitenstatus und einen guten Song. Damit hat sie folgerichtig gewonnen.

Minderheitenstatus + einigermaßen qualitativer Song = sicherer Sieg

Hinsichtlich Finnland muss man hinter die Gleichung

Behinderte + schlechter Song = Sieg

ein Fragezeichen setzen. Inwiefern der noch krassere Minderheitenstatus von Behinderten die extreme Schlechte des Songs aufhebt ist die spannende Frage. Die Frage wird am 23. Mai beantwortet.


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#5
19.05.2015
23:17:43


(+2, 2 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herrlich!Es ist wieder ESC!!!Natürlich mit den selben Diskussionen wie jedes Jahr!
Jedem das Seine!
Mir genügt dass es meine Favoriten geschafft haben!


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#6
19.05.2015
23:19:49


(+1, 3 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von 4567u8ikjhbef


"Behinderte + schlechter Song = Sieg"
Falsche Gleichung wie man sehen konnte!


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#7
19.05.2015
23:43:02


(+4, 4 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Der Beitrag aus Belgien hat mir am besten gefallen, finde den Song erfrischend und die Performance des jugendlichen Sängers sehr interessant und nicht zuletzt mag ich den Ausdruck seiner androgynen Stimme.

Die russische Sängerin ist zwar stimmgewaltig, gleichzeitig herkömmlich im Ausdruck und ihr Aussehen erinnert mich an Helene Fischer. Der Inhalt des Liedes hat wohl mit Frieden und "Heilung" zu tun.

Die russisch-homophobe Regierungspolitik müsste wohl als erstes geheilt werden.


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#8
19.05.2015
23:48:27
Via Handy


(+1, 5 Votes)

Von undertow_
Antwort zu Kommentar #4 von 4567u8ikjhbef


Die Finnen wurden völlig zurecht bereits heute rausgewählt. Somit müssen wur gar nicht erst bis zum 23. warten ;-)


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#9
20.05.2015
00:09:22


(+3, 3 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Hihi, die queer.de-Redaktion lag 2mal daneben, ich "nur" 3mal. Nun ja, die Geschmäcker sind (glücklicherweise) verschieden. Belgien hat da einen tollen Song am Start, Estland auch sehr gut, der Rest fiel dann für mich etwas ab. Schade für die Finnen, die sehr authentisch ihren Hardcore Punk auf die Bühne brachten, aber in einem kleinen versifften Schuppen eher Punkte sammeln können als auf der Glitzerplattform in Wien. Aber Punk's not dead. Never.


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#10
20.05.2015
00:15:53
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von ARLX


Ich habe zwar alle platzierten Finalisten schon wieder vergessen (verdrängt).

Aber Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler und Arabella Kiesbauer waren ja voll unmotiviert.
Als würden sie die Firmenfeier vom VW Autohaus Gelsenkirchen moderieren.
Nur Conchita hat einigermaßen souverän agiert.


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