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Bischof Jean-Marie Lovey beim Händeschütteln im Schweizer Kanton Wallis (Bild: Diocèse de Sion)

Für Jean-Marie Lovey, katholischer Bischof von Sitten, ist Homosexualität eine "Schwäche der Natur".

Erst vor wenigen Wochen hatte Jean-Marie Lovey, der katholische Bischof von Sitten in der französischsprachigen Schweiz, es als "teuflisch" bezeichnet, wenn Lesben und Schwule für ihre Rechte zum CSD auf die Straße gehen (queer.de berichtete). Nun legte er in einem Interview mit der Walliser Zeitung "Nouvelliste" noch einmal nach.

Homosexualität sei "heilbar", erklärte der Bischof in dem am Dienstag veröffentlichten Gespräch. Der 64-Jährige sprach konkret von "psychologischen Heilmethoden". Seine Begründung: "Von Natur aus ist der Mensch männlich oder weiblich sexuell differenziert. Und er ist nur dann ganz Mensch, wenn er diese gegenseitige Ergänzung lebt." Auf die Rückfrage der Zeitung, ob er Homosexualität als Krankheit bezeichne, meinte Lovey: "Nein, es ist eine Schwäche der Natur."

Als "Beweis" für seine These führte der Bischof aus, dass eine Personen, die in Homosexualität lebe, darunter "leiden" würde, ebenso wie ihr Umfeld. Aber auch eine homosexuelle Person habe Würde, schob Lovey nach.

Lesbenorganisation Schweiz kritisiert "verbale Entgleisung"

Schweizer LGBT-Verbände verurteilten die Äußerungen des Bischofs scharf. "Wir verlangen von Bischof Lovey eine öffentliche Entschuldigung und den Rückzug seiner unbegründeten und trügerischen Äußerungen", heißt es in einer Stellungnahme von Pink Cross. "Homosexualität als eine Krankheit zu bezeichnen gefährdet nicht nur jeden einzelnen homosexuellen Menschen, sondern insbesondere auch durch alltägliche Homophobie konfrontierten Jugendlichen umso mehr."

Auch die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) zeigte sich in einer Pressemitteilung "zutiefst schockiert und empört" über die "verbale Entgleisung": "Einmal mehr beleidigt ein Prälat der katholischen Kirche Tausende von Personen und vertritt eine mittelalterliche Meinung zur Sexualität", sagte Geschäftsleiterin Barbara Lanthemann. "Eine derartige Erklärung kann nur als Beleidigung und Provokation gegen viele Lesben und Schwule verstanden werden, die in einem Land leben, in dem es von nun an zum guten Ton gehört, zu behaupten, dass sie krank seien."

Jean-Marie Lovey, Jahrgang 1950, wurde erst im Juli des vergangenen Jahres von Papst Franziskus zum Bischof zum Sitten ernannt. Zuvor war er Generaloberer der Kongregation der Chorherren des Großen St. Bernhard. (cw)



#1 FinnAnonym
  • 20.05.2015, 08:36h
  • Es ist absurd, wenn ausgerechnet Mitglieder der Kinderschänder-Sekte andere als "teuflisch" bezeichnen, weil diese demokratische Grundrechte einfordern.

    Damit zeigt die katholische Kirche wieder mal, dass sie jenseits der Demokratie steht und als verfassungsfeindliche Organisation verboten gehört.
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#2 TimonAnonym
  • 20.05.2015, 08:38h
  • Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt

    www.kirchenaustritt.de/

    Nichts trifft diesen macht- und geldgeilen Konzern mehr, als wenn man denen Stück für Stück deren Macht und Geld nimmt.
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#3 HeinerAnonym
  • 20.05.2015, 08:47h
  • Wie lange wollen Politik und Justiz noch tatenlos zusehen, wie dieser menschenverachtende, scheinheilige Verein ungehindert hetzt und Amok läuft.
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#4 VeganBearEhemaliges Profil
  • 20.05.2015, 08:50h
  • "eine Schwäche der Natur"?

    Ich denke, die Natur wurde von "Gott" "geschöpft"?
    Hat "Gott", der "Allmächtige", da wohl Schwäche gezeigt?

    Ts-ts-ts...
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#5 GerritAnonym
  • 20.05.2015, 08:55h
  • >>Schweizer Bischof hält Lesben und Schwule für "heilbar"

    Was heilbar ist, sind Hass und religiöser Fanatismus. Das Heilmittel heißt Bildung.

    Nur bei solchen vom Hass zerfressenen Gestalten wie diesem Bischof ist es zu spät, aber für andere noch nicht...
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#6 David77Anonym
  • 20.05.2015, 09:11h
  • Wenn es heilbar ist, dann kann es doch keine Sünde sein?!
    Über solche Idioten braucht man sich gar nicht mehr aufzuregen, mit ihren Aussagen liefern Sie gleich ein wunderbares Eigentor, um sich selber verächtlich zu machen... Man sollte den Bischof von Sitten (ups!!) einfach öffentlich an seine eigenen Aussagen messen und ihn für seine eigene Dämlichkeit auslachen:

    "Von Natur aus ist der Mensch männlich oder weiblich sexuell differenziert. Und er ist nur dann ganz Mensch, wenn er diese gegenseitige Ergänzung lebt."
    Dann gibt also der Bischof von Sitten zu, dass er selber kein Mensch ist, weil er die gegenseitige Ergänzung nicht lebt?!

    SO sollte man argumentieren und sich gar nicht erst aufregen...
    Bitte mehr von solchen Eigentoren und bitte mehr öffentliche Gegenreaktionen um ihm die eigene Blamage deutlich zu machen!
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#7 VeganBearEhemaliges Profil
  • 20.05.2015, 09:14h
  • Antwort auf #6 von David77
  • "Dann gibt also der Bischof von Sitten zu, dass er selber kein Mensch ist, weil er die gegenseitige Ergänzung nicht lebt?!"

    Aber so ein Kleriker ist doch mit "Gott" verheiratet... oder war es Jesus? Oder doch der "Heilige Geist"?
    Ist das nicht genug Ergänzung?

    ...oops... sind ja alles Männer...
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#8 David77Anonym
  • 20.05.2015, 09:14h
  • Kontakt
    Rue de la Tour 12
    Postfach
    1950 Sitten 2

    Tel. +41 27 329 18 18

    jmeveque.sion@cath-vs.ch
    Bistum Sitten

    Ich werde ihn gleich mal anschreiben.
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#9 YannickAnonym
  • 20.05.2015, 09:20h
  • Also ich "leide" nicht! Ebensowenig wie mein Umfeld.

    Das hat dieser Typ sicher mit den tausenden Kindern verwechselt, die von der katholischen Kirche missbraucht wurden und werden. Während diese Hass-Sekte weiterhin Täter deckt und so viel wie möglich vertuscht.

    Diese Opfer der katholischen Kirche sind es, die leiden.
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#10 stromboliProfil
  • 20.05.2015, 09:27hberlin
  • Antwort auf #2 von Timon
  • sicher, austritt ist ein wichtiger schritt, aber was die machtverteilung im staat selbst anbelangt, interessiert die dass einen scheiß.
    Die wissen, da wird nur an der oberfläche gekratzt.
    Jammern tun sie erst, wenn ihre deutungshoheit insgesamt in frage gestellt ist.
    Wenn da wer für grundsätzlioche forderungen im umgang mit religionssekten einher kommt, dem wird religionsverfolgung entgegen geschleudert..
    Wenns nur so wäre..., ich würde die anklage mit freuden tragen!

    www.taz.de/Einfluss-der-Kirchen-auf-Medien/!160035/


    Was wir wirklich tun müssen, ist tatsächlich den 62% nichtgläubigen endlich gehör zu verschaffen.. permanenter widerstand gegen ausbreitung der machtinstumente in hand des klerikalen faschos und ihren scheinliberalen wegbereitern.

    Zuallererst die rückführung der an sekten übertragenen sozialen aufgaben!

    Legt den multimonopolisten das einträgliche handwerk mit krankenhäusern, altenheimen, kitas , schulen.
    Kirchensteuer weg!
    Keine spenden mehr an kirchenorganisationen.. wenn spenden, dann an nicht konfessionelle einrichtungen - hilfsorganisationen!
    Lasst euch nicht länger einlullen von den mitleidsgesängen die vordergründig den hunger bekämpfend vorgeben, im hintergrund aber die missionierung in den hungergebieten vorantreiben sollen, aber am hungernden, seiner politischen -ökonomisch-ökologischen und dessen selbsthilfe-selbstverwirklichung gezielt vorbei gehen.

    Von sektenträgern nicht mehr tragbare gebäude (kirchen- klöster kunstwerke.. restaurierung- unterhaltung!) nach denkmalsgesichtspunkten in staatseigentum überführen!

    Auflösung des staatsvertrages mit den religionsekten und einstellung der darin vereinbarten reparationszahlungen wegen "erlittenen" enteignungen von vor 200 jahren...
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