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  • 21.05.2015           1075      Teilen:   |

Zum Missbrauchs-Bericht der Berliner Grünen

Meine falsche Solidarität mit den Pädos

Artikelbild
Heute queer.de-Geschäftsführer, damals AL-Kandidat: Micha Schulze 1989 mit der Homo-Ausgabe des "Charlottenburger Stachel". In dem Parteiblatt schrieb Kurt Hartmann vom AL-Schwulenbereich über Pädophile, dass sie "wegen einvernehmlicher Sexualität mit Kindern gnadenlos im Knast sitzen müssen" (Bild: privat)

Wir gingen gegen Ausbeutung und für Frieden auf die Straße – und haben bei sexuellem Missbrauch und Gewalt die Augen zugemacht. Warum?

Von Micha Schulze

Schock. Scham. Schuld. Der Bericht der Berliner Grünen über den Umgang der Partei mit Pädophilie und Kindesmissbrauch hält der Westberliner Schwulenbewegung der 1980er Jahre einen Spiegel vor, auch mir selbst.

Ich werde in dem Bericht als Kronzeuge aufgeführt, dass Pädosexualität im Kontext der schwulen Lebensweisenpolitik der damaligen Alternativen Liste (AL) "immer in den Köpfen präsent" war: "Dabei darf nicht übersehen werden, dass schwule Politik [im Bezirksparlament] immer nur Realpolitik sein kann", sagte ich im Frühsommer 1989 dem Magazin des Berliner Schwulenverbands. "Eine radikale Homopolitik, die die Interessen von Pädos, S/M-LiebhaberInnen und Tunten gleichermaßen berücksichtigt, Ehe- und Familienstrukturen in Frage stellt, ist auf diesem Weg nicht durchsetzbar."

Dazu muss man wissen, dass ich 1988 begann, mich bei der Alternativen Liste zu engagieren. Das war vor meiner journalistischen Laufbahn. Ich war Student, 20 Jahre jung, zückte die Homo-Karte, kandidierte in Charlottenburg für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und wurde im Januar 1989 auch prompt hineingewählt. Der AL-Schwulenbereich hatte mich dabei unterstützt.

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Die Pädos gehörten überall dazu

Schwule, Pädos, Sadomasos und Tunten – so naiv und dumm meine Aneinanderreihung heute klingt, sie war vor einem Vierteljahrhundert eine übliche Aufzählung. Die Pädos gehörten überall dazu. Sie hatten ihr eigenes Regal im schwulen Buchladen, engagierten sich im Bundesverband Homosexualität und im Treffen Berliner Schwulengruppen, tauchten in Ralf Königs "Schwulcomix" auf, trafen sich im SchwuZ und arbeiteten selbstverständlich bei "Siegessäule" und "Magnus" mit.

Mit Anfang 20 hatte ich die ganze Welt in Frage gestellt, doch das Bündnis mit den Pädos niemals auch nur angezweifelt. Ich plapperte dieses Mantra nach und bin dafür verantwortlich, dass wohl andere es mir nachplapperten. Heute finde ich es unentschuldbar, es ist mein größtes Versagen: Ich bin gegen Ausbeutung und für Frieden auf die Straße gegangen und habe ausgerechnet bei Gewalt und sexuellem Missbrauch in der eigenen Partei, in der eigenen Bewegung die Augen zugemacht. Jedes Bewusstsein für die Leiden der Opfer fehlte.

Warum bloß hat es so lange gedauert, bis ich eingesehen haben, dass es keine "einvernehmliche" Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen geben kann und dass es richtig und wichtig ist, im Strafgesetzbuch Schutzaltersgrenzen zu definieren? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.

Meine Zeit bei den Grünen endete 1991, doch noch Mitte der 1990er Jahre habe ich als Verleger der "Rosa Zone" Kleinanzeigen der Pädogruppe "Krumme 13" angenommen – und dies erst gestoppt nach langen Diskussionen mit Leserinnen und einer Hausdurchsuchung (weil die Redaktion im Adressbuch des Gruppenleiters stand). Erst 1997 mit dem Launch der Zeitung "Queer" und selbstverständlich beim heutigen queer.de habe ich die überfällige Trennlinie gezogen.

Damals wollten wir alles abschaffen

Der naheliegendste Erklärungsversuch für die frühere Allianz ist sicherlich, dass sich die Forderung von schwulen und Pädo-Aktivisten, das Schutzalter zu senken, überschnitt. Als ich mich von 1989 bis 1991 in der Alternativen Liste engagierte, gab es schließlich noch den Paragrafen 175, der schwulen Sex erst ab 18 Jahren erlaubte – während das Schutzalter für Lesben und Heteros bei 14 Jahren lag.

Gegen diese Diskriminierung zu protestieren, reichte der frühen Berliner Schwulenbewegung nicht. Und was die Alternative Liste betrifft, so waren wir vor 25 Jahren überhaupt sehr übermütig und radikal und wollten fast alles abschaffen, inklusive Armeen, Knästen und Autos. Warum nicht auch das komplette Sexualstrafrecht? Klingt schon so spießig!

Doch während wir über die "autofreie Stadt" heute als sympathische Utopie noch schmunzeln können, ist die Legalisierung sexueller Handlungen mit Kindern einfach nur eine Horrorvorstellung.

Die Schwulenbewegung, das zeigt der Bericht, ist von den Pädos nicht nur verführt worden, sie hat sich bereitwillig verführen lassen. Denn von der Ehe-Öffnung hat vor 25 Jahren so gut wie niemand geredet. Viele bewegte Schwule, mich eingeschlossen, wollten gerade nicht "normal" sein. Wir fühlten uns wohl als Outcast, wollten provozieren und haben uns deshalb mit den "schlimmsten Schmuddelkindern" der Gesellschaft solidarisiert.

In Wahrheit haben mich die Pädos und ihre Forderungen nicht die Bohne interessiert. Ich habe mich, soweit ich mich erinnern kann, nicht aktiv für sie eingesetzt. Ihre Forderungen aber auch nicht bekämpft.

Je mehr ich schreibe, um so unzufriedener bin ich mit meinen eigenen Erklärungsversuchen. Lässt sich der größte Fehler der frühen Berliner Schwulenbewegung, das eigene Versagen so banal begründen?

Nicht nur Agitation, sondern echter Missbrauch

Viele Fragen bleiben offen. Das Erschreckende an dem Bericht der Berliner Grünen ist, dass eben nicht nur unsägliche Thesenpapiere geschrieben, diskutiert, abgestimmt und veröffentlicht wurden, sondern dass es innerhalb der Partei und ihres Schwulenbereichs reale Missbrauchsfälle gab. Zu den im Bericht genannten Tätern hatte ich keinen Kontakt. Bei den Opfern kann ich mich nur für meine Blind- und Dummheit entschuldigen. Und es muss geklärt werden: Wer hat davon gewusst, wer hat dies aktiv unterstützt?

Die Berliner Grünen haben mit ihrem ehrlichen Bericht und ihrem Schuldeingeständnis großen Mut bewiesen, denn mit diesem Thema lassen sich wahrlich keine Wahlen gewinnen. Jetzt sind wir, die "Veteranen" der Westberliner Schwulenbewegung, gefordert, es der Partei gleich zu tun und unsere Versäumnisse, unsere unrühmliche Geschichte aufzuarbeiten. Und uns auch die Frage zu stellen, ob wir wirklich alle Pädo-Zöpfe endgültig abgeschnitten haben. Eine Konferenz, eine Podiumsdiskussion zum Thema wäre vielleicht eine Idee.

Eine schonungslose Aufarbeitung sind wir nicht nur den Opfern, sondern auch der jüngeren queeren Generation schuldig, die wir mit unseren Fehlern aus der Vergangenheit ungewollt in Mitleidenschaft ziehen.

Denn auch das muss festgehalten werden: Die jungen LGBT-Aktivisten, die heute Forderungen aufstellen, Schulaufklärungsprojekte betreiben, Jugendgruppen begleiten oder als aktuelle Redakteure von queer.de oder der "Siegessäule" für die Ziele der Bewegung kämpfen – sie und der Rest der nachwachsenden LGBT-Generation hatten und haben mit Pädo-Aktivisten nichts, aber auch gar nichts mehr am Hut.

Links zum Thema:
» Bericht der Grünen (PDF)
» Grüne Kommission Aufarbeitung
» Persönliche Erklärung des Grünenpolitikers Thomas Birk
Mehr zum Thema:
» Berliner Grüne arbeiten Pädo-Vergangenheit auf (21.05.2015)
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Tags: pädophilie, grüne, alternative liste, missbrauch, schwulenbereich
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Reaktionen zu "Meine falsche Solidarität mit den Pädos"


 1075 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.05.2015
13:42:56


(+4, 24 Votes)

Von MeineFresse


Guter Artikel.
Wahrscheinlich lag es an der damaligen Stimmung.
Sexuelle Befreiung. alles was vorher unterdrückt war, war nur wegen des bösen Systems unterdrückt und muss nun Solidarität erfahren.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund und besser, man hält zusammen anstatt dass die eigene Bewegung sich in internen Kämpfen schwächt.
Wahrscheinlich haben sich viele auch nicht so sehr für die Inhalte der anderen Untergruppen interessiert.
Andernfalls kann ich es mir nur mit extremer ideologischer Hörigkeit erklären. Es ist frei, also muss es gut sein, egal, was das Bauchgefühl sagt. zumindest hoffe ich das.
Aber das offen anzusprechen, ist tausend mal besser als es zu vertuschen.


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#2
21.05.2015
13:43:53


(+14, 20 Votes)

Von Christian Knuth


Vielen Dank für den Mut.


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#3
21.05.2015
13:54:56


(+10, 18 Votes)

Von elsewhere


"Tom Watson, the Labour MP who triggered a Scotland Yard investigation when he claimed there was a paedophile network linked to Parliament, said: We are only just beginning to understand how as a country, over many generations, we managed to turn a blind eye to Britains child abuse scandal."

Link zu www.dailymail.co.uk


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#4
21.05.2015
14:11:32


(+17, 24 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Lieber Micha Schulze, ja, im Überschwang der Zeit Ende der 1980er ist das wohl was furchtbar schiefgelaufen - genau so, wie du es beschreibst. Danke für deine offenen Worte. Ein Schutzalter hielt und halte ich, damals wie heute, für unbedingt nötig. Meine sexuelle Zielgruppe waren und sind immer in etwa Gleichaltrige, und ich stimme dir zu, dass es mit Kindern keinen einvernehmlichen Sex geben kann. Deine Reaktion auf die späten 1980er mit "Schock. Scham. Schuld." kann ich verstehen.

Vermutlich aus diesem geschockten und schamerfüllten Schuldgefühl heraus schießt du aber an einer Stelle über das Ziel hinaus - vielleicht nur in meinem Empfinden:

"... und haben uns deshalb mit den schlimmsten Schmuddelkindern der Gesellschaft solidarisiert."

Pädophile brauchen (und bekommen zumindest in Berlin) Hilfe und Unterstützung, viele Pädophile kämpfen meines Wissens jeden Tag einen in aller Regel erfolgreichen Kampf gegen sich selbst - Pädophile sind jedoch keine "Schmuddelkinder", meine ich. Schon gar nicht "die schlimmsten".

Schlimm? - Ja, zweifelsohne wirklich schlimm.

Die Schlimmsten? - Vermutlich nein, da gibt es wohl leider noch Schlimmeres.

Schmuddelkinder? - Dein verbaler Angriff ist vielleicht eine erklärbare Reaktion, entstanden aus dem Wunsch, sich möglichst weit von dem in der Vergangenheit Geschehenem zu distanzieren; in meinen Augen ist es jedoch eine Überreaktion. Die Stigmatisierung Pädophiler als "schlimmste Schmuddelkinder der Gesellschaft" ist meines Erachtens unzutreffend, kontraproduktiv und macht den dringend notwendigen Dialog unmöglich.


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Anm. d. Red.: Danke für die Anmerkung, Du hast recht! Ich habe die unglückliche Formulierung in Anführungszeichen gesetzt.

 
#5
21.05.2015
14:13:34


(-25, 35 Votes)

Von sascha200


...während barbara egger wg. eines unüberlegten artikels die Zusammenarbeit versagt wird werden micha schulze & co. Verständnis entgegengebracht, finde ich unfassbar, da lob ich mir doch david berger!


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#6
21.05.2015
14:15:16


(-29, 37 Votes)

Von severino


Micha Schulze ist untragbar und sollte queer.de abgeben!


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#7
21.05.2015
14:28:41


(+12, 16 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Sehr gut, dass Micha Schulze hier so ungeschönt berichtet und auch eigene Fehler zur Sprache bringt. Als ich mit Anfang 20 ca. 1983 als Lehramtsstudent in Uni und "Szene" mit "Grün Alternativen" (oder wie damals die Selbstbezeichnung war) und Schwulenaktivisten in Kontakt kam und überlegte, wie weit ich mich einbringen wollte, stieß mir die vehemente Diskussion um Pädosexuealität und die harsche Kritik an denen, die die Kinderrechte für unantastbar hielten (im Studium wurde ich damit konfrontiert, dass zu damaliger Zeit im Bereich der Erziehungshilfe bei mindestens einem Drittel der Zöglinge von sexuellem Missbrauch auszugehen sei), ziemlich sauer auf.
Mich irritierte die Empathielosigkeit gegenüber den Kindern beim Insistieren auf das, was sich manche unter Selbstverwirklichung vorstellten (nämlich Freiheit ohne Verantwortung).

Daher nahm ich Abstand von der Idee, mich ggfs. in dieser Partei oder einer Bewegung, die weder mit meinen beruflichen Zielen noch mit meinen Kenntnissen von Anthropologie, Entwicklungspsychologie u.ä. kompatibel zu sein schien, nachhaltig zu engagieren. Wie sich später herausstellte, benötigte ich auch meine ganze Kraft zur Förderung von Kindern und Jugendlichen, die u.a. Opfer sexuellen Missbrauchs waren. Soweit meine Erinnerungen an unerfreuliche Ereignisse aus damaliger Zeit.


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#8
21.05.2015
14:33:23


(-11, 17 Votes)

Von Mirco


von
Link zu www.queer.de

" Notwendig ist die kritische Überprüfung der eigenen Position. Das bedeutet für die Katholische Kirche, ihre menschenfeindlichen Tabus um das vielschichtige Phänomen Sexualität endlich aufzugeben "

vom aktuellen Artikel (der sich ja erfreulicherweise mit der Prüfung der eigenen Position auseinandersetzt):
"es richtig und wichtig ist, im Strafgesetzbuch Schutzaltersgrenzen [=Tabus] zu definieren"

Vielleicht sind Tabus in Bezug auf Sexualität doch nicht von vorneherein "menschenfeindlich", sondern eben zum Schutz des Menschen gedacht?
Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass die aktuellen Selbstmordfälle im Porno-Business eher im menschenfeindlichen Porno als solches selbst zu suchen sind, als in gesell. Ablehnung von Homosexualität?

Kommentar zum oben genannten damaligen Artikel: "Das Auftreten von sexueller Gewalt verhält sich proportional zum Grad der Unterdrückung von Sexualität bzw. der sexuellen Unfreiheit in einem sozialen System!"
Hat nicht gerade die fehlende Unterdrückung von Sex. in den "Grünen"-Fällen zur sex. Gewalt geführt?


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#9
21.05.2015
14:52:25


(+7, 11 Votes)

Von Christine


Vielen Dank für Ihr mutiges Schock-, Scham-, Schuldgeständnis, Micha Schulze!
Es ist sicher wichtig zu hinterfragen, wie es dazu kommen konnte, dass eine politische Gruppierung offenbar ohne Zweifel straffreien Kindesmissbrauch propagierte. Was führte dazu, dass Skeptiker sich nicht trauten, ihre Meinung zu sagen? Wurden Zweifel überhaupt laut geäußert? Wurden Zweifler unterdrückt? Welche Mechanismen liefen innerhalb der Gruppe dieser demokratischen Partei ab, die dazu führten, die Augen vor Kindesmissbrauch zu verschließen?
Noch wichtiger ist es aber, den Blick und die Unterstützung auf die Opfer zu lenken
- die missbrauchten Kinder.
Sie benötigen dringend Hilfe!
Hier ein aktueller prominenter 'Fall' aus Großbritannien. Dort hat gestern der Pianist James Rhodes einen Prozess vor dem Supreme Court gewonnen, nachdem ihm bis dahin verboten war, seine Autobiographie, in der er sich sein Leiden von der Seele schreibt, zu veröffentlichen. Seine Ex-Frau wollte durch das gerichtliche Buch-Verbot erwirken, dass der gemeinsame Sohn nichts von den Leiden seines Vaters erfahren sollte, damit er nicht auch noch zusätzlich geschädigt wird.
Das ist eine ganz fürchterliche Geschichte! Es geht auch in dieser vor allem um die Opfer, denen unbedingt geholfen werden muss!

Link zu www.theguardian.com


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#10
21.05.2015
14:59:27


(+11, 17 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear
Antwort zu Kommentar #6 von severino


Warum? Weil er von seinen Fehlern spricht, zu diesen steht, sein Handeln neu bewertet und sich zähneknirschend und mit größtem Bedauern entschuldigt?

Ich sage nur "Hut ab" vor solch menschlichen und moralischen Qualitäten.

Die meisten Politiker_innen oder anderweitig Verantwortlichen in unserer Gesellschaft winden sich in solchen Situationen, machen weißgottwen oder -was für ihre Fehler verantwortlich, finden Sündenböcke, um bloß nicht selbst für irgendwas geradestehen zu müssen.

Also - richtig gehandelt, Micha.
Meinen Respekt hast Du.


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