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Die Hauptstadt-Grünen räumen in einem Untersuchungsbericht ein, dass es bis vor 20 Jahren innerhalb der Partei zu sexuellem Missbrauch an Kindern kam.

Am Mittwoch haben die Berliner Grünen einen Untersuchungsbericht vorgestellt, in dem der Umgang der Partei mit Pädophilie und sexuellem Missbrauch von Kindern thematisiert wurde. Die Öko-Partei spricht in dem 90-seitigen Papier von einem "institutionellen Versagen" im Umgang mit Pädo-Aktivisten, die sich über Jahre für die Legalisierung von Sex zwischen Erwachsenen und Kindern eingesetzt haben. Dafür übernehme der Landesverband die Verantwortung.

Laut dem Bericht seien viele Pädosexuelle bereits während der Gründungsphase Ende der Siebzigerjahre in die Partei eingetreten, "um im Schwulenbereich, aber auch in anderen Gliederungen, ihre Forderungen durchzusetzen". Die meisten seien Ende der Achtziger wieder aus der damaligen Alternativen Liste, der Vorgängerorganisation der Grünen in West-Berlin, ausgetreten.

Anfang der Neunzigerjahre kam es aber offenbar wieder zu einer neuen kleineren Eintrittswelle. 1992 gründete ein Mitglied der Schwulen-AG etwa die Arbeitsgemeinschaft "Jung und Alt", die im Bericht als "schlecht getarnte Pädo-Gesprächsgruppe" bezeichnet wurde. In dem sogenannten Falckenstein-Keller in Kreuzberg sollen Mitglieder der AG Zeugen zufolge zahlreiche Jungen missbraucht haben, die sie vorher in Grundschulen angesprochen hatten. Erst Mitte der Neunziger wurden die Pädo-Aktivisten aus der Partei gedrängt.

Verurteilte Straftäter in Schwulen-AG

In dem vom schwulen Landesabgeordneten Thomas Birk mitverfassten Bericht heißt es auch, dass mindestens zwei wegen Kindesmissbrauchs verurteilte Straftäter im Schwulenbereich der Partei vertreten waren. Aus dieser Gruppe seien "alle konkreten Initiativen zur Entkriminalisierung sogenannter einvernehmlicher Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern" hervorgegangen.

Offenbar unterstützten insbesondere schwule Politiker, die selbst keine pädophilen Neigungen hatten, aktiv die Legalisierung von Sex mit Kindern oder stellten sich der Forderung zumindest nicht entgegen. Grund war, dass wenige Jahre nach der Entschärfung des Paragrafen 175 viele von ihnen geglaubt hatten, dass Pädosexualität genauso unterdrückt worden sei wie Homosexualität – sie erkannten dabei nicht, dass es sich bei Sex mit Kindern immer um Kindesmissbrauch handelt.

West-Berliner Schwulenszene solidarisierte sich mit Pädos

Der Bericht geht auch hart mit der organisierten Schwulenszene West-Berlins in den Achtzigern und frühen Neunzigern ins Gericht, als deren Anwalt sich die Alternative Liste gesehen hat. So sei dort "Solidarität mit Pädosexuellen, die auf Jungen fixiert waren", nicht hinterfragt worden. Im Schwulenzentrum SchwuZ gab es zum Beispiel eine Soliparty für die Finanzierung der Broschüre "Ein Herz für Sittenstrolche". Auch der 1997 aufgelöste Bundesverband Homosexualität habe Pädo-Aktivisten eine Plattform geboten. Kritisiert wird ebenfalls das Stadtmagazin "Siegessäule", das von 1984 bis 1994 insgesamt 20 "pädofreundliche" Artikel veröffentlicht habe.

Bereits im vergangenen Jahr haben sich die Bundes-Grünen in dem vom Politikwissenschaftler Franz Walter verfassten Bericht "Die Grünen und die Pädosexualität" von ihrer Vergangenheit distanziert. Damals erklärte der Bundestagsabgeordnete Volker Beck, dass die Partei "viele Fehler" gemacht habe (queer.de berichtete). Ähnliche Berichte sind bereits in den grünen Landesverbänden Niedersachsen und Schleswig-Holstein verfasst worden, aber das Ausmaß der Verfehlungen ist in Berlin schlimmer gewesen.

Die Berliner Partei plant nun, Opfer von pädosexuellen Übergriffen therapeutisch und auch finanziell zu unterstützen. Parteichefin Simone Peter kündigte eine Einzelfallprüfung an. Man versuche, jeden Fall, für den die Partei Mitverantwortung trage, aufzuklären. (dk)



#1 MeineFresseAnonym
  • 21.05.2015, 13:34h
  • Ich bin mittlerweile anti-grün.
    Die vertuschen genauso wie die katholische Kirche, versuchen sich der Verantwortung zu entziehen und scheissen auf die Opfer, damit nicht der eigene Ruf versaut wird.
    Die sind für mich genauso heuchlerisch wie die Brüder aus dem Vatikan.
    Einer solchen Partei kann man nicht vertrauen.
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#2 fachärztlichAnonym
#3 TierschützerAnonym
  • 21.05.2015, 13:46h

  • Hallo "Meine Fresse"! Dein Kommentar ist absolut unqualifiziert und zeugt von massivem Hirnfett!
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#4 anderswoAnonym
#5 Aragon2000Anonym
#6 MeineFresseAnonym
  • 21.05.2015, 14:09h
  • Antwort auf #3 von Tierschützer
  • "Dein Kommentar ist absolut unqualifiziert und zeugt von massivem Hirnfett!"

    Dein Kommentar ist dafür wahnsinnig überzeugend und qualifiziert.

    Ich glaube, die, die jetzt aggressiv reagieren reden sich da etwas schön, wahrscheinlich weil die Grünen als eine der wenigen Parteien für Eheöffnung sind und für Menschenrechte und Natur. Man sollte aber nicht seine Werte verkaufen, nur um einen Verbündeten nicht zu verprellen.
    Diesen Fehler hat die Schwulenbewegung innerhalb dieses grünen Pädophilensumpfes doch schon mal gemacht.
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#7 schwächstesgliedAnonym
#8 Fresse haltenAnonym
#9 AlexAnonym
  • 21.05.2015, 14:20h

  • Ein trauriges Kapitel der Grünen. Aber im Gegensatz zur FDP und zur katholischen Kirche arbeiten die das auf.

    Und ehe jetzt die Union meint, das ausschlachten zu können: in der CDU-CSU waren noch Jahrzehnte nach dem Dritten Reich Nazis in der Union. Ein NS-Richter durfte sogar für die Union Ministerpräsident Baden-Württembergs werden. In den 80ern!
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#10 FelixAnonym