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  • 21.05.2015           5      Teilen:   |

Gesetz für unter 18-Jährige unterzeichnet

Bisexuelle Gouverneurin verbietet Homo-"Heilung"

Artikelbild
Gouverneurin Kate Brown hat ein Gesetz unterzeichnet, das die "Heilung" von jungen Homosexuellen verbietet

Während Oregon als dritter Bundesstaat sogenannte Reparativtherapie von Jugendlichen verbietet, schützt Louisiana per Erlass Gegner der LGBT-Emanzipation.

In den USA geht der Kampf um LGBT-Rechte in die nächste Runde: Die Gouverneurin von Oregon, die Demokratin Kate Brown, hat am Montag ein Gesetz unterschrieben, wonach Therapien zur "Heilung" von Homosexualität an Jugendlichen verboten sind. Bislang haben nur die Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey sowie die Bundeshauptstadt Washington D.C. ein ähnliche Regelung beschlossen. Das Gesetz war bereits Anfang des Monats mit 21 zu drei Stimmen vom Senat des Bundesstaates Oregon verabschiedet worden.

Die 55-jährige Brown, die seit 1997 mit einem Mann verheiratet ist, war im Februar diesen Jahres als erste offen bisexuelle Person in der US-Geschichte Regierungschefin in einem Bundesstaat geworden. Sie hatte ihr Coming-out als Bisexuelle vor rund zehn Jahren, als sie Senatorin in Oregon war.

Das Thema Homo-"Heilung" war in den letzten Wochen mehrfach in den Schlagzeilen der US-Presse: Erst vor gut einem Monat hatte sich US-Präsident Barack Obama dafür ausgesprochen, bundesweit entsprechende "Therapien" an Jugendlichen zu verbieten (queer.de berichtete). Vor zwei Wochen folgte dann die Rechtssicherheit für derartige Gesetze: Der Supreme Court gab bekannt, dass er Klagen von homofeindlichen Gruppen zum Thema nicht annehmen werde (queer.de berichtete).

In Deutschland war ein von den Grünen gefordertes Verbot von Homo-"Heilung" an Jugendlichen in dieser und in der letzten Legislaturperiode am Widerstand der Union und ihres jeweiligen Koalitionspartners im Bundestag gescheitert (queer.de berichtete).

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Louisiana macht Schritt zurück

Der Republikaner Bobby Jindal will mit Unterstützung von Gegnern der Gleichstellung amerikanischer Präsident werden
Der Republikaner Bobby Jindal will mit Unterstützung von Gegnern der Gleichstellung amerikanischer Präsident werden

In anderen, eher südlich gelegenen konservativen Bundesstaaten gibt es dagegen Versuche, die Rechte von LGBT einzuschränken. Ein Beispiel ist Louisiana: Hier hat zwar das republikanisch kontrollierte Parlament vor wenigen Tagen ein Gesetz abgelehnt, das vordergründig die Religionsfreiheit schützen soll, aber nach Ansicht vieler Demokraten und von LGBT-Aktivisten nur Antidiskriminierungsrichtlinien aushebeln soll.

Gouverneur Bobby Jindal, der als republikanischer Kandidat für das Amt des US-Präsidenten kandidiert, setzte die Regelung aber per Erlass durch. Demnach können religiöse Menschen Dienstleistungen für Personen verweigern, wenn dies ihren religiösen Überzeugungen widerspricht. Konkret geht es um christliche Bäcker oder Fotografen, die Homosexuellen etwa für Hochzeitsfeiern ihre Dienstleistungen verweigern wollen.

Zwar werden in Louisiana schon heute Homosexuelle nicht im Antidiskriminierungsrecht geschützt, allerdings verbreiten insbesondere evangelikale Aktivisten die Angst, dass die Religionsfreiheit durch Schwule und Lesben eingeschränkt werde. Der Erlass ist – anders als ein Gesetz – nur während der Amtszeit von Jindal gültig.

Selbst in Jindals eigener Partei und unter Vertretern der Wirtschaft wird der Erlass als mögliches Handelshemmnis kritisiert. Zuvor haben bereits Indiana und Arkansas ähnliche Gesetze zur "Religionsfreiheit" gestoppt, nachdem es zu massiven Protesten und Boykottandrohungen gekommen war (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: kate brown, bobby jindal, usa, oregon, louisiana, homo-heiler, ex-gays
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Reaktionen zu "Bisexuelle Gouverneurin verbietet Homo-"Heilung""


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
21.05.2015
15:01:09
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Alex


" Demnach können religiöse Menschen Dienstleistungen für Personen verweigern, wenn dies ihren religiösen Überzeugungen widerspricht."

Es wird höchste Zeit für einen US-weiten Diskriminierungsschutz, an den sich alle US-Staaten zu halten haben.


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#2
21.05.2015
15:59:48


(+4, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Thank you, Mrs. Brown!
Shame on you, Mr. Jindal!


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#3
21.05.2015
20:42:00


(+5, 5 Votes)

Von PAOLO


"(Zwar werden in Louisiana schon heute Homosexuelle nicht im Antidiskriminierungsrecht geschützt, allerdings verbreiten insbesondere evangelikale Aktivisten die Angst, dass die Religionsfreiheit durch Schwule und Lesben eingeschränkt werde. Der Erlass ist anders als ein Gesetz nur während der Amtszeit von Jindal gültig.) "
..??Ist damit die Religionsfreiheit gemeint oder die aufrechterhaltung einer kulturellen klerofaschistischen Diktatur die eine bresche zwischen Menschen schlägt und sie in werte und unwerte emotionale Wesen unterteilt?Jegliche Art von Apartheit sei sie rassistisch oder sexuell im sinne von" Ehe nur für hetersexuelle" ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit und jeglicher Art von humanistischen zivilisatorischen Fortschritt.Verbrechen müssen nun einmal sanktioniert werden ,das ist eine grundsätzliche Aufgabe eines staates oder Regierung .Kleine schritte wie ein Verbot der homo-heilung sind eine natürliche Schlussfolgerung dessen bis natürlich dem Ehe für alle Grundsatzrecht.


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#4
22.05.2015
15:14:09


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Was soll der Schwachsinn?, nur Therapie an Jugendlichen zu verbieten? Ist es bei Erwachsenen nicht auch gefährlich?
Da sieht man was für eine Macht die religios fanatischen konservativen kreise haben und dummerweise kriegen die immer mehr Macht von den wählern.


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#5
23.05.2015
10:05:15


(0, 2 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von hugo1970


Homoheilung sollte WELTWEIT VERBOTEN werden! Den Scharlatanen, die so etwas machen und dabei viele Menschen in den Freitod treiben, sollte man LEBENSLANGES BERUFSVERBOT erteilen und alle EINBUCHTEN BIS SIE VERROTTEN!


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