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  • 22.05.2015           8      Teilen:   |

Premiere in der Landeshauptstadt

Düsseldorf: Stadt hisst erstmals Regenbogenflagge

Artikelbild
Bilder von der Flagge verbreiteten Stadt und Oberbürgermeister auch in ihren sozialen Kanälen

Zum CSD an diesem Wochenende setzt der neue Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ein lang erwartetes Zeichen. Unter der CDU hatte die Stadt einst den CSD verhindern wollen.

Von Norbert Blech

In Düsseldorf gibt es zum CSD an diesem Pfingst-Wochenende erstmals eine Regenbogenflagge am Rathaus. "Düsseldorf heißt alle willkommen! Anlässlich des CSD weht am Rathaus die Regenbogen-Fahne – und das ist gut so!", schrieb dazu Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) auf Facebook.

Der CSD findet bereits zum zwölften Mal statt. Zur Premiere hatte der damalige Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) noch Aufpasser des Ordnungsamtes geschickt; die Beamten hatten sich in jenen Monaten bereits den Ruf einer "Sittenpolizei" erarbeitet, weil sie gezielt gegen schwule Nacktbadende am Angermunder Baggerloch vorgingen. Erwin hatte dazu auf einer Parteiveranstaltung gesagt, die Männer sollten sich doch überlegen, "nach Berlin" zu ziehen.

Das Ordnungsamt ging auch gezielt gegen Männer vor, die in Parks oder auf Toiletten Sex hatten. Diese Männer erhielten teilweise Briefe nach Hause, in denen die "Taten" detailliert geschildert wurden – "damit die Familien wissen, was mit dem Mann los ist", wie es ein Beamter damals dem "Express" schilderte.

Fortsetzung nach Anzeige


Eine Stadtverwaltung wie in der Partnerstadt Moskau

Im letzten Jahr war zum CSD (!) aus Köln (!) ein Imitat von Conchita Wurst (!) angereist. Was hätte Joachim Erwin wohl daraus gemacht? - Quelle: nb
Im letzten Jahr war zum CSD (!) aus Köln (!) ein Imitat von Conchita Wurst (!) angereist. Was hätte Joachim Erwin wohl daraus gemacht? (Bild: nb)

2005 versuchte die Stadtverwaltung sogar, den zweiten CSD zu verhindern. Ein erster beantragter Termin wurde ebenso abgelehnt wie weitere vorgeschlagene Ersatztermine, immer mit der Begründung, dass auf anderen (!) Plätzen bereits Veranstaltungen angemeldet waren (queer.de berichtete). Erst auf Druck von Medien gab die Verwaltung klein bei.

Nach Erwins Krebstod übernahm sein Parteifreund Dirk Elbers das Zepter, unter ihm entspannte sich die Lage, auch besuchte Elbers selbst mehrere CSD-Straßenfeste. Im letzten Jahr wurde er abgewählt, unter seinem SPD-Nachfolger lebte auch das Treffen des OB mit Düssedorfer Schwulen- und Lesbengruppen, der Runde Tisch, wieder auf. Den hatte es zuletzt 1999 unter der SPD-Oberbürgermeisterin Marlis Smeets gegeben.

CSD meets ESC

Eines von mehreren Motiven zum diesjährigen CSD-Motto
Eines von mehreren Motiven zum diesjährigen CSD-Motto

Der Düsseldorfer CSD bietet in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag ein Programm auf der Bühne am Johannes-Rau-Platz, am Samstag tritt unter anderem Roman Lob auf, Deutschlands ESC-Kandidat 2012. Der Song Contest selbst wird in der einstigen Wettbewerbsstadt als Public Viewing angeboten.

Wie im Vorjahr findet die Demo bereits am Samstag statt und startet diesmal auf der Friedrich-Ebert-Straße, ab 14 Uhr unter dem Motto "Unser Dorf…"

Links zum Thema:
» Webseite des CSD Düsseldorf
» Der CSD bei Facebook
Mehr zum Thema:
» CSD-Termine bei queer.de
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Tags: düsseldorf, nrw, csd, thomas geisel, joachim erwin, roman lob
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Reaktionen zu "Düsseldorf: Stadt hisst erstmals Regenbogenflagge"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
22.05.2015
13:25:35
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Nico


Das wurde aber auch höchste Zeit.

Daran sieht man, wie provinziell Düsseldorf ist.


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#2
22.05.2015
15:00:44
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von LedErich
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Antwort zu Kommentar #1 von Nico


I mein Gott! Das klingt ja nach 1980er Jahre in Passau oder so. Unfassbar!


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#3
22.05.2015
21:00:31


(+1, 3 Votes)

Von Crispin


"Eine Stadtverwaltung wie in der Partnerstadt Moskau"

Ja, Düsseldorf ist extrem rückständig.

Wäre da nicht zufällig der NRW-Landtag, dann wäre das völlig unbedeutend.


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#4
22.05.2015
23:57:12


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Crispin


Naja, immerhin war Düsseldorf ESC-Austragungsort und hat mit der KÖ die nobelste und auch preislich teuerste Einkaufsmeile in Nordrhein-Westfalen! So provinziell würde ich die Karnevalshochburg nicht bezeichnen!

Und dann wäre da noch:

Interkulturelle Bezüge, internationale Kultur

In Düsseldorf leben insgesamt rund 110.000 Ausländer und es haben sich etwa 5000 ausländische Unternehmen angesiedelt, die die Stadt prägen. Unter anderem führen die Unternehmensniederlassungen zu einem außergewöhnlich hohen Anteil japanischer Einwohner, sowie zahlreicher Niederländer, US-Amerikaner, Briten, Franzosen, Chinesen und Koreaner. Daneben gibt es, wie in anderen vergleichbaren Städten, große türkische, griechische, marokkanische, serbische, italienische und polnische Gemeinden. In der Stadt befinden sich zahlreiche kulturelle und religiöse Einrichtungen der verschiedenen Nationalitäten und Glaubensrichtungen. 40 von 71 der in Nordrhein-Westfalen angesiedelten konsularischen Vertretungen und Zweigstellen lagen Anfang 2013 in Düsseldorf. Hinzu kommen 33 ausländische Handelskammern und Außenhandelsorganisationen. Anlässlich des Staatsbesuchs des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Nordrhein-Westfalen am 29. März 2014 wurde offiziell mitgeteilt, dass die Volksrepublik China ihr viertes Generalkonsulat in Deutschland in Düsseldorf eröffnen werde.

Düsseldorf hat eine englischsprachige internationale Schule im Norden der Stadt mit 950 Schülern aus 44 Nationen, im benachbarten Neuss befindet sich eine weitere internationale Schule. Im Stadtteil Düsseltal befindet sich eine französische Schule mit ca. 430 Schülern, linksrheinisch eine japanische internationale Schule mit ca. 650 Schülern und ein griechisches Lyzeum mit ca. 820 Schülern. Die Yitzhak-Rabin-Schule ist eine der wenigen jüdischen Grundschulen in Deutschland.

Als Kulturorganisationen sind u. a. das seit 1950 in Düsseldorf bestehende Institut français und das Instytut Polski zu erwähnen. Der Japanische Club ist mit 5000 Mitgliedern einer der größten Vereine der Stadt. An der Heinrich-Heine-Universität ist ein Konfuzius-Institut angesiedelt.

Der jährlich stattfindende Japantag, wie auch das Frankreichfest im Juli, gehören zu den kulturellen Höhepunkten im Stadtleben. Außerdem werden alle vier Jahre die jüdischen Kulturtage im Rheinland mit unterschiedlichen Sparten durchgeführt.

Im Stadtteil Gerresheim gibt es einige Straßenzüge, die sehr stark süditalienisch geprägt sind, die griechische Gemeinde ist in Düsseldorf ebenfalls stark. Rund um die Ellerstraße in Oberbilk hat sich in den letzten Jahren ein marokkanisch-tunesisches Viertel gebildet. In Düsseldorf sind christliche Heimatgemeinden u. a. aus Südkorea, Polen und Vietnam verankert, die Russisch-Orthodoxe Kirche unterhält in Düsseldorf ein Patriarchat. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche ist mit einer Gemeinde und einer Kirche in der Stadt vertreten.

Quelle: Wikipedia

Daß China sich mit einem Konsulat da jetzt auch noch breitmacht ist für die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ein dicker Minuspunkt!


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#5
23.05.2015
01:51:41


(+1, 3 Votes)

Von David77


Da werden Erinnerungen an meine Zeit in Düsseldorf wach... dieses ganze Hickhack vom Bürgermeister war ziemlich peinlich für eine Stadt, die sonst so weltoffen ist... Damals eine riesige Arena neu gebaut haben wollen mit dem Argument "Weltstadt", beim CSD sich dann aber so provinziell und engstirnig geben. "Die können doch nach drüber gehen"...
Das war ein ziemlich Armutszeugnis für die schicki-micki-Stadt...


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#6
24.05.2015
10:19:04


(+2, 2 Votes)

Von Gerrit
Antwort zu Kommentar #4 von Patroklos


"Naja, immerhin war Düsseldorf ESC-Austragungsort und hat mit der KÖ die nobelste und auch preislich teuerste Einkaufsmeile in Nordrhein-Westfalen!"

Crispin hat das doch geschrieben: wäre da nicht der NRW-Landtag... Kö & Co sind ja auch nur deshalb da. Wäre da nicht der Landtag, wäre das halt alles nicht da.

Abgesehen davon finde ich eine überteuerte Schicki-Micki-Einkaufsstr. für Leute, die ihr Ego aufbessern müssen, indem auf ihren Klamotten irendwelche Logos und Namen stehen (obwohl die in denselben asiatischen Fabriken gemacht sind wie C&A und Co), jetzt kein Qualitätsmerkmal für eine Stadt.


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#7
24.05.2015
11:16:57


(-2, 4 Votes)

Von gasti


Mensch, der ist aber mutig.

Ich meine jetzt nicht das Fahne in den Wind hängen, ich meine die Anspielung auf Wowereit...

Nicht das das mal nach hinten losgeht *räusper*.


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#8
24.05.2015
11:36:42


(+1, 3 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #7 von gasti


Weil man ihn dann für einen "Schwuli" halten könnte?

Weisste, daß geht zwar in solche Hirne wie Deines nur schlecht bis gar nicht hinein aber ein gestandenes Mannsbild hat keinerlei Probleme damit, für schwul gehalten zu werden.


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