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Feierliche Zeremonie im Rathaus

Erste Lebenspartnerschaften in Rom


Rund 20 Paare haben sich am Donnerstag ins Register der Stadt eingetragen - rund 170 weitere sollen auf einer Warteliste stehen

In der italienischen Hauptstadt gaben sich am Donnerstag die ersten homo- und heterosexuellen Paare ein überwiegend symbolisches Ja-Wort.

Auch um den Vatikan herum etablieren sich LGBT-Rechte: In Rom gingen am Donnerstag in einer feierlichen Zeremonie 20 Paare die ersten Lebenspartnerschaften der Stadt ein.

Das neu geschaffene Institut ist eine rechtliche Anerkennung auf kommunaler Ebene, die nur kleinere Vorteile mit örtlichen Behörden und Firmen mit sich bringt. In Neapel, Mailand und anderen Städten waren ähnliche Eintragungsmöglichkeiten bereits zuvor geschaffen worden, um homosexuellen Paaren zumindest eine kleine Form der rechtlichen Anerkennung gewähren zu können, solange es keine bundesweite gibt.

Vorbild ist die "Hamburger Ehe", die von 1999 bis 2001 möglich war – dann folgte in Deutschland das Lebenspartnerschafsgesetz. Ein entsprechendes Gesetz, das Homo-Paare unter anderem im Steuerrecht gleichstellt sowie die Stiefkindadoption bringt, wird derzeit im italienischen Senat behandelt (queer.de berichtete).

Druck auf die Regierung

Die ersten Menschen, die sich im Rathaus von Rom verpartnern ließen, waren die Schauspieler Michela Andreozzi und Massimiliano Vado; das Paar hatte vorab verkündet, erst eine richtige Ehe einzugehen, wenn die "schwulen und lesbischen Freunde" das auch könnten.

Zu den schwulen Paaren gehörten der 62-jährige Angelo Albanesi und sein fünf Jahre jüngerer Partner Pier Giorgio de Simone, die seit 35 Jahren eine Beziehung führen. "Jetzt wollen wir ein Gesetz", forderte Albanesi. Die Feier im Rathaus sei eine "Einladung" an die Regierung, das Thema durchzusetzen.

Die Zeremonie umfasste einen Austausch von Ringen sowie einen Kuss. Im Publikum saßen viele LGBT-Aktivisten – und einige Kinder aus Regenbogenfamilien, deren Eltern sich das Ja-Wort gaben.



#1 Patroklos
  • 22.05.2015, 16:27h
  • Das ist einfach wunderbar und allen Paaren wünsch ich alles Gute, Gesundheit und eine sehr sehr lange Dauer!
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#2 wiking77
  • 22.05.2015, 17:01h
  • herzlichen Glückwunsch, den ersten Paaren! Mal sehen, ob die ersten Trennungen/Scheidungen solcher Partnerschaft auch groß zum Thema gemacht werden.
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#3 daVinci6667
  • 22.05.2015, 17:08h
  • Antwort auf #2 von wiking77

  • Es gibt in vielen Ländern mittlerweile Statistiken dadrüber. Heterosexuelle Eheleute tragen ein viel grösseres Risiko einmal geschiedene Leute zu sein als wir Schwulen und Lesben. Gleich zu gleich passt einfach immer besser!
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#4 wiking77
#5 Homonklin44Profil
  • 22.05.2015, 19:38hTauroa Point
  • Vorausgesetzt das ist nun eine richtige, mit der Hetero-Ehe gleichwertige Ehe ... (und das klingt alles noch nicht ganz so danach, siehe 'symbolisches' Ja-Wort) ... ist den Erfolgreichen nur alles Glück und das Beste zu wünschen.

    Man braucht zwar nicht unbedingt eine öffentliche Zeremonie, von so ein paar Paaren, die seit 37 und 52 Jahren zusammen sind, weiß ich auch, und von einigen, wo es um die 10-20 Jahre sind. Der Bruder von einem Bekannten hat seinen Freund in der Maori-Tradition geheiratet, da geht das anscheinend auch. Mit dem Unterschied, dass das eine richtige Hochzeit ist, und nicht nur was Symbolisches.

    Würde mir Mister 4ever irgendwann noch begegnen, wäre eine standesamtliche, gleichwürdige Ehe oder eine Mori-Zeremonie schön. Bei Letzterer gibt es wenigstens was Gutes "Luau" zu essen!
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#6 VeganBearEhemaliges Profil
  • 22.05.2015, 20:00h
  • Antwort auf #5 von Homonklin44
  • "Vorausgesetzt das ist nun eine richtige, mit der Hetero-Ehe gleichwertige Ehe ..."

    Ist es leider nicht. Siehe Artikel:
    "Das neu geschaffene Institut ist eine rechtliche Anerkennung auf kommunaler Ebene, die nur kleinere Vorteile mit örtlichen Behörden und Firmen mit sich bringt. [...] Vorbild ist die "Hamburger Ehe", die von 1999 bis 2001 möglich war"

    de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Ehe
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