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  • 22.05.2015           6      Teilen:   |

Feierliche Zeremonie im Rathaus

Erste Lebenspartnerschaften in Rom

Artikelbild
Rund 20 Paare haben sich am Donnerstag ins Register der Stadt eingetragen - rund 170 weitere sollen auf einer Warteliste stehen

In der italienischen Hauptstadt gaben sich am Donnerstag die ersten homo- und heterosexuellen Paare ein überwiegend symbolisches Ja-Wort.

Auch um den Vatikan herum etablieren sich LGBT-Rechte: In Rom gingen am Donnerstag in einer feierlichen Zeremonie 20 Paare die ersten Lebenspartnerschaften der Stadt ein.

Das neu geschaffene Institut ist eine rechtliche Anerkennung auf kommunaler Ebene, die nur kleinere Vorteile mit örtlichen Behörden und Firmen mit sich bringt. In Neapel, Mailand und anderen Städten waren ähnliche Eintragungsmöglichkeiten bereits zuvor geschaffen worden, um homosexuellen Paaren zumindest eine kleine Form der rechtlichen Anerkennung gewähren zu können, solange es keine bundesweite gibt.

Vorbild ist die "Hamburger Ehe", die von 1999 bis 2001 möglich war – dann folgte in Deutschland das Lebenspartnerschafsgesetz. Ein entsprechendes Gesetz, das Homo-Paare unter anderem im Steuerrecht gleichstellt sowie die Stiefkindadoption bringt, wird derzeit im italienischen Senat behandelt (queer.de berichtete).

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Druck auf die Regierung

Die ersten Menschen, die sich im Rathaus von Rom verpartnern ließen, waren die Schauspieler Michela Andreozzi und Massimiliano Vado; das Paar hatte vorab verkündet, erst eine richtige Ehe einzugehen, wenn die "schwulen und lesbischen Freunde" das auch könnten.

Zu den schwulen Paaren gehörten der 62-jährige Angelo Albanesi und sein fünf Jahre jüngerer Partner Pier Giorgio de Simone, die seit 35 Jahren eine Beziehung führen. "Jetzt wollen wir ein Gesetz", forderte Albanesi. Die Feier im Rathaus sei eine "Einladung" an die Regierung, das Thema durchzusetzen.

Die Zeremonie umfasste einen Austausch von Ringen sowie einen Kuss. Im Publikum saßen viele LGBT-Aktivisten – und einige Kinder aus Regenbogenfamilien, deren Eltern sich das Ja-Wort gaben.

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Tags: italien, rom, lebenspartnerschaft
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Reaktionen zu "Erste Lebenspartnerschaften in Rom"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
22.05.2015
16:27:58


(-4, 6 Votes)

Von Patroklos
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Das ist einfach wunderbar und allen Paaren wünsch ich alles Gute, Gesundheit und eine sehr sehr lange Dauer!


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#2
22.05.2015
17:01:57


(-5, 9 Votes)

Von wiking77
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herzlichen Glückwunsch, den ersten Paaren! Mal sehen, ob die ersten Trennungen/Scheidungen solcher Partnerschaft auch groß zum Thema gemacht werden.


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#3
22.05.2015
17:08:42
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von daVinci6667
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Antwort zu Kommentar #2 von wiking77


Es gibt in vielen Ländern mittlerweile Statistiken dadrüber. Heterosexuelle Eheleute tragen ein viel grösseres Risiko einmal geschiedene Leute zu sein als wir Schwulen und Lesben. Gleich zu gleich passt einfach immer besser!


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#4
22.05.2015
17:26:06


(-3, 7 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


danke für die Info... ich meinte meinen vorherigen Beitrag ganz wertneutral.


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#5
22.05.2015
19:38:29


(+2, 2 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Vorausgesetzt das ist nun eine richtige, mit der Hetero-Ehe gleichwertige Ehe ... (und das klingt alles noch nicht ganz so danach, siehe 'symbolisches' Ja-Wort) ... ist den Erfolgreichen nur alles Glück und das Beste zu wünschen.

Man braucht zwar nicht unbedingt eine öffentliche Zeremonie, von so ein paar Paaren, die seit 37 und 52 Jahren zusammen sind, weiß ich auch, und von einigen, wo es um die 10-20 Jahre sind. Der Bruder von einem Bekannten hat seinen Freund in der Maori-Tradition geheiratet, da geht das anscheinend auch. Mit dem Unterschied, dass das eine richtige Hochzeit ist, und nicht nur was Symbolisches.

Würde mir Mister 4ever irgendwann noch begegnen, wäre eine standesamtliche, gleichwürdige Ehe oder eine Mori-Zeremonie schön. Bei Letzterer gibt es wenigstens was Gutes "Luau" zu essen!


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#6
22.05.2015
20:00:26


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear
Antwort zu Kommentar #5 von Homonklin44


"Vorausgesetzt das ist nun eine richtige, mit der Hetero-Ehe gleichwertige Ehe ..."

Ist es leider nicht. Siehe Artikel:
"Das neu geschaffene Institut ist eine rechtliche Anerkennung auf kommunaler Ebene, die nur kleinere Vorteile mit örtlichen Behörden und Firmen mit sich bringt. [...] Vorbild ist die "Hamburger Ehe", die von 1999 bis 2001 möglich war"

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Ehe


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