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Die Berlin Bruisers auf dem Spielfeld in Brüssel (Bild: Alexander Lüders)

Mit den Berlin Bruisers und Cologne Crusher" waren auch die beiden deutschen Teams beim größten europäischen Gay-Rugby-Turnier dabei.

Von Christian Mentz

"Schreib ja, dass wir gegen Köln gewonnen haben!", sagt Nico Vasilevski, einer der Spieler des Berliner Teams Berlin Bruisers – verständlich, dass ein Erfolg gebührend gewürdigt werden soll, konnten doch die Bruisers, die seit einer Saison auch im norddeutschen Ligabetrieb mitmischen, dort bisher noch nicht so richtig punkten. Berlin Bruisers und Cologne Crushers sind bisher die einzigen schwulen Rugbyteams in Deutschland. Beide Teams spielten dieses Wochenende beim Gay Rugby Union Cup in Brüssel.

24 Teams aus zehn Ländern mit insgesamt 700 Spielern reisten an, um in der belgischen Hauptstadt um einen Platz auf dem Siegertreppchen zu kämpfen. Am Donnerstag kamen die Teams und hatten noch Zeit für ein Training, nur das irische Team hatte sich verspätet: "Die wollten noch fürs Referendum kämpfen und sind dann quasi vom Flugzeug direkt aufs Spielfeld gefallen", sagt Nico und lacht.

Die Kings Cross Steelers waren das erste Gay-Rugby-Team in Europa


Die Madrid Titans haben den Zuschlag für Union Cup 2017 erhalten (Bild: Nico Vasilevski)

Freitag und Samstag fanden die Turnierspiele statt, und am Samstagabend stand der Sieger fest: Die Londoner Kings Cross Steelers konnten die meisten Punkte machen. So richtig überraschend war das nicht, gelten doch die Steelers als das beste europäische Gay-Rugby-Team. Es ist mit 20 Jahren Vereinsgeschichte auch das älteste. Im Vergleich dazu sind etwa die Berlin Bruisers und die Cologne Crushers noch echte Küken – die Teams haben sich 2012 bzw. 2013 gegründet.

Es ginge beim Cup aber nicht nur ums Gewinnen, sagt Arnaud Grisard von der Brüsseler Mannschaft "Straffe Ketten", die das Turnier ausrichtet: "Neben den sportlichen sind auch die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte des Gay Rugby wichtig". Durch ihre Sichtbarkeit als schwule Sportler würden die Rugbyspieler auch für Akzeptanz von LGBT im Sport werben.

Viele der Teams engagieren sich auch außerhalb der Spielfeldes gegen Homophobie, etwa indem sie in Schulen gehen und dort für Akzeptanz werben oder Anti-Mobbing-Kampagnen präsentieren. Und: Alle Gay-Rugby-Teams sind inkludierend, selbstverständlich sind auch Nichtschwule als Vereinsmitglieder und Spieler willkommen.

Nico ist im Turnierbetrieb schon ein alter Hase, der Union Cup ist sein drittes internationales Turnier. Neben dem sportlichen Aspekt bedeutet der Cup für ihn daher auch ein freudiges Wiedersehen mit Freunden und Bekannten aus aller Welt. "Es ist superschön, die Jungs alle zu sehen und abends gemeinsam zum Feiern an den Kohlenmarkt zu gehen". Der Kohlenmarkt ist das traditionelle schwule Viertel in Brüssel, und die Organisatoren haben zusammen mit den ansässigen Wirten eine "Union Cup Street" geschaffen, in der Spieler, Brüsseler und Touristen auch gestern nach der Schlusszeremonie und Siegerehrung gemeinsam feierten.

Mitspieler gesucht

Sowohl in Köln als auch in Berlin suchen beide Teams noch Mitspieler. Wer Interesse hat, kann sich bei den Cologne Crushers oder den Berlin Bruisers melden.


#1 Harry1972Profil
  • 24.05.2015, 18:43hBad Oeynhausen
  • Ich weiss, ich tue den Rugbyspielern sicher Unrecht aber 700 Rugbyspieler auf einem Haufen?

    PORNO! *schnauf*
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#2 BaadboiAnonym
  • 25.05.2015, 02:14h
  • wie erholsam ist das denn? Mal ein bericht über völlig normale gays, die miteinander sport treiben. Ohne politische botschaft und einfach nur normal.
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#3 Harry1972Profil
#4 antos
  • 25.05.2015, 11:55h
  • Antwort auf #2 von Baadboi
  • Klar, ohne Botschaft:

    "Es ginge beim Cup aber nicht nur ums Gewinnen, sagt Arnaud Grisard von der Brüsseler Mannschaft "Straffe Ketten", die das Turnier ausrichtet: "Neben den sportlichen sind auch die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte des Gay Rugby wichtig". Durch ihre Sichtbarkeit als schwule Sportler würden die Rugbyspieler auch für Akzeptanz von LGBT im Sport werben."
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#5 KaiserAnonym
  • 25.05.2015, 13:13h
  • Anton, erstens IST Sichtbarkeit schon eine Botschaft, was man weiß, wenn man weiß wie Communityarbeit funktioniert, und zweitens habe ich Respekt vor den Jungs auch dafür, dass sie an Schulen gehen und dort für Akzeptanz von Homosexuellen werben.
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#6 MeineFresseAnonym
  • 25.05.2015, 13:29h
  • Die Berlin Bruisers haben in der Saison Minus 2 Punkte gemacht. Der Vorletzte hat 12 Punkte.
    Das ist einfach doch peinlich. Können die nicht mal irgendwelche eigentlich zurückgetretenen Profis verpflichten, damit das mal besser wird?
    Das kann doch keinen Spaß machen, sich jede Woche vermöbeln zu lassen.
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#7 Christian MentzAnonym
  • 26.05.2015, 16:39h
  • Antwort auf #6 von MeineFresse
  • Hallo Meine Fresse, ich finde das nicht peinlich, die Bruisers nehmen das erste Jahr am Ligabetrieb teil, und da kann man noch nicht gleich große Erfolge erwarten. Außerdem ist es so, dass die Bruisers niemanden ausgrenzen, egal welches Alter, körperliche Statur, HIV Status or whatever. Die gegnerischen Ligateams sind meist Auswahlmannschaften.
    Was schon ein toller Erfolg ist, ist dass die meisten der Ligateams auf das schwule Team sehr offen und freudig reagieren! Das verdient Unterstützung!
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