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  • 25.05.2015           122      Teilen:   |

Volker Beck fordert Entschuldigung

"Kirchenzeitung" vergleicht Homosexuelle mit Dieben

Artikelbild
Herausgeber der "Kirchenzeitung" ist Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Bild: Erzbistum Köln)

Die Segnung lesbisch-schwuler Paare sei ebensowenig akzeptabel wie Straffreiheit für Einbrecher, heißt es in der vom Kölner Erzbischof Woelki herausgegebenen "Kirchenzeitung".

Zu Update springen: "Kirchenzeitung" entschuldigt sich

Auch nach dem Rücktritt von Joachim Kardinal Meisner im vergangenen Jahr scheint sich das Erzbistum Köln in seinen homophoben Entgleisungen treu zu bleiben. In der jüngsten Ausgabe der offiziellen "Kirchenzeitung", herausgegeben von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, werden in einem Kommentar Lesben, Schwule und geschiedene Heteros mit Einbrechern und Dieben verglichen.

Unter der Überschrift "Ist das ZDK verzichtbar?" kritisiert Siegbert Klein, Chef vom Dienst des im Abo erhältlichen Wochenblattes, die Forderung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), auch homosexuelle Paare und geschiedene Heterosexuelle zu segnen (queer.de berichtete). Der Begründung des ZdK, man müsse die "Lebenswirklichkeit" akzeptieren, hält der Autor entgegen, dass man schließlich auch Verbrechen nicht tolerieren würde: "Die Zahl der Einbrüche und Diebstähle steigt Jahr für Jahr, während immer weniger Täter überführt werden können. So erleben viele Menschen heute ihre Lebenswirklichkeit."

Weiter heißt es in dem Kommentar von Siegbert Klein: "Wer etwas mitgehen lässt, muss sich anscheinend keiner Schuld bewusst sein. Machen doch alle. Damit die Zahlen nicht weiter stören, dringen wir darauf, dass Diebstahl nicht mehr bestraft wird und dass die Täter zu loben sind, weil sie vielleicht für die Playstation ihrer Kinder oder für eine Aufmerksamkeit für ihre Partnerin auf Beutezug gehen. Solches Handeln müsste die Gesellschaft eigentlich wertschätzen. Es ist vorbildlich. Sie schütteln energisch den Kopf?"

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Volker Beck kritisiert "inakzeptable, respektlose Diffamierung"

Der Herausgeber fungierte im vergangenen Jahr auch als Coverboy der "Kirchenzeitung"
Der Herausgeber fungierte im vergangenen Jahr auch als Coverboy der "Kirchenzeitung"

In einem Leserbrief an die "Kirchenzeitung" nannte der religionspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Volker Beck den Vergleich eine "Ungeheuerlichkeit": "Es bleibt Ihnen unbenommen, an dem 'naturrechtlichen' kirchlichen Dogma der Ehe für den kirchlichen Bereich festzuhalten", schreibt der Kölner Politiker. "Aber Ihre Aussage in dem Kommentar über alle, die nicht erst-ehelich oder zölibatär leben, ist – wenn nicht Hetze – so zumindest eine inakzeptable, respektlose Diffamierung."

Diebe und Einbrecher verletzten das Recht anderer auf Eigentum, so Beck. "Homosexuelle Paare oder nichteheliche heterosexuelle Familien verletzen niemandes Recht und haben Anspruch auf ein Mindestmaß von Respekt, auch von der katholischen Kirche und ihren Publikationen." Der Grünen-Politiker forderte sowohl eine Entschuldigung des Autors als auch eine Distanzierung von Erzbischof Woelki.

Verleger der wöchentlich erscheinenden "Kirchenzeitung" ist der J.P. Bachem Verlag. Auf dessen Website heißt es über die Publikation: "Sie zeichnet sich durch fundierte Berichte und Kommentare zum Geschehen in Kirche und Gesellschaft aus. Ihre hohe redaktionelle Qualität bringt ihr Wertschätzung weit über das Erzbistum hinaus ein." (mize)

 Update  26.05., 10:20h: "Kirchenzeitung" entschuldigt sich

Die "Kirchenzeitung" im Bistum Köln hat sich am Dienstag für den beleidigenden Kommentar ihres Chefs vom Dienst entschuldigt. Man wolle Homosexuelle nicht diskriminieren, erklärte Chefredakteur Robert Boecker gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er bedauere den Text. Zudem sagte Boecker, dass Erzbischof Rainer Maria Woelki als Herausgeber des Magazins den Kommentar nicht gekannt habe.

Auf der Homepage der "Kirchenzeitung" wurde der Kommentar gelöscht.

 Update  13:30h: Auch Woelki distanziert sich

Nach dem Chefredakteur der "Kirchenzeitung" hat sich auch der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki von dem Kommentar distanziert. "Die redaktionelle Verantwortung für Beiträge in der 'Kirchenzeitung' liegt bei den Autoren und dem Chefredakteur", sagte Woelkis Sprecher Christoph Heckeley dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er teile die Sicht der Redaktion, "dass der strittige Kommentar nicht die Meinung des Erzbischofs wiedergibt".

Der Erzbischof habe wiederholt deutlich gemacht, dass die Diskriminierung von Lesben und Schwule nach der Lehre der Kirche nicht zu tolerieren sei. "Dies gilt auch für den vom Kommentator gewählten Vergleich Homosexueller mit Dieben und Einbrechern." Dem Kardinal würden Texte der "Kirchenzeitung" vorab nicht vorgelegt, so Heckeley.

Links zum Thema:
» Der Kommentar der "Kirchenzeitung"
» Leserbrief von Volker Beck
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Tags: kirchenzeitung, erzbistum köln, rainer maria woelki, siegbert klein, volker beck
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Reaktionen zu ""Kirchenzeitung" vergleicht Homosexuelle mit Dieben"


 122 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
25.05.2015
15:09:50


(+14, 14 Votes)

Von ursus


>"Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat in seiner Pfingstpredigt zu einer 'gastlichen Willkommenskultur' und Offenheit für die 'vielfältige Prägung von Menschen' aufgerufen. Die Kirche solle zeigen, dass Vielfalt bereichere und 'Einheit dann nicht gefährdet ist, wenn alle vom Heiligen Geist her am geistlichen Nutzen der anderen interessiert sind'."

Link zu www.welt.de

ich vermisse bei queer.de ein kotz-smiley.


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#2
25.05.2015
15:10:53


(+25, 25 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ähh...ja, ausgerechnet diejenigen, die sich neben der Kirchensteuer auch noch frech aus allgemeinen Steuertöpfen bedienen, ziehen Vergleiche zu Diebstahl?


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#3
25.05.2015
15:16:58


(+15, 17 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Bitte einen Stapel dieser "Kirchenzeitung" an den LSVD in Berlin senden, damit die schwarz auf weiß sehen, vor welchen volksverhetzenden Karren sie sich aus freien Stücken gespannt haben, als sie mit Woelki Kaffeeklatsch und Eiapopeia gespielt haben!


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#4
25.05.2015
15:17:39


(+17, 19 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


...Hetze und Hass .....eine der grossen Verbrecher und Betruegerorganisation..verweisst auf Diebe und Einbrecher.....
wenn ich seit 2 oooo Jahren den Menschen das Geld aus dem Beutel sauge mit den falschen Versprechungen,dass sich dies am Ende ihres Lebens durch eine Eintrittskarte ins Paradies auszahlt.Wenn ich mich sogar durch Nichtmitglieder meiner Gross-Sekte finanzieren lasse ueber die Steuerkassen des Staates ,wenn ich in meiner Sekte Kinderficker beschuetze und verstecke ,dann sollte ich ganz ruhig sein ...ein jeder Kaffeefahrtveranstalter mit Heizdecken-Betrug ist ein Ehrenmann , gegenueber dieser bigotten ,verlogenen Bande


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#5
25.05.2015
15:19:29


(+20, 20 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Desto mehr Rechte wir kriegen, desto schriller schreien die katholischen hetzer.
Wer die diebe sind, brauch ich nicht zu sagen, sie sind nicht nur Diebe im herkömlichen Sinn sondern auch Hirndiebe.


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#6
25.05.2015
15:24:45


(+19, 19 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Das was Herr Woelki in der Kirchenzeitung zwischen den Zeilen an Diffamierungen und Beleidigungen gegenüber LGBTs vom Stapel lässt ist absurd und grotesk.

Menschengruppen, die in Deutschland noch immer auf die vollständige Gleichberechtigung der Menschenrechte in Bezug auf Partnerschaft und Lebensform warten müssen mit Dieben und Einbrechern zu vergleichen, ist untragbar, da fehlen einem echt die Worte. Der katholische Klerus ist mit seiner biederen Moral wirklich im Mittelalter stehen geblieben.

Wenn wir gerade beim Thema Stehlen sind. Die katholische Kirche zockt den Staat doch schon seit Jahrhunderten ab und lässt sich heute vom Staat für das Segnen großzügig subventionieren. Mal ganz zu schweigen von dem überaus großen, unermesslich angehäuften Vermögen dieser Kirche.

Also bei dem Wort Diebstahl sollte sich Herr Woelki in seiner Kirchenzeitung mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.


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#7
25.05.2015
15:28:52


(+11, 13 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Die Zahl der Einbrüche und Diebstähle steigt Jahr für Jahr, während immer weniger Täter überführt werden können. So erleben viele Menschen heute ihre Lebenswirklichkeit."

Das ist typisches faschistisches Gelabber, die zeitung muß mit sofortiger wirkung verboten werden.
Es ist Zeit, das der katholische glaube in die Schranken verwiesen wird:

1) Keine Staatlichen Gelder mehr
2) Keine Kirchensteuer mehr
3) Jeder Katholische Erzieher, Lehrer usw lebenslang hinter Gittern, wenn erwiesen ist das er sich an minderjähruige vergangen hat, ferner das ganze privatvermögen konfiszieren
4) Für jedes sexuelle Opfer 50.000 von der katholischen kirche Entschädigung
5) Absolutes Einmischverbot in den Staat
6) Für jede Hetze 250.000 Strafe


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#8
25.05.2015
15:40:05


(+10, 14 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Nach 2000 Jahren wird es endlich Zeit, daß diese Schwerverbrecherorganisation endlich aufgelöst wird, da sie sogar mit ihren Verbrechen, Hetzen, Propaganda die NSDAP bei weitem übertrifft. Dann kann man sich auch die Segnung dieser scheinheiligen Verbrecher ersparen.


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#9
25.05.2015
15:41:06


(+5, 7 Votes)
 
#10
25.05.2015
15:47:19


(+12, 14 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #7 von hugo1970


Ja.

Und man muss einen zivilisatorischen Mindeststandard einfordern.

Dazu gehört:

Unterscheiden können zwischen Recht und Unrecht!

Die Rechte einer NS-Opfergruppe sind etwas anderes als Diebstahl.

J. P. Bachem Medien GmbH
Kirchenzeitung Köln
Ursulaplatz 1
50668 Köln
Telefon: 02 21 16 19-131
Fax: 02 21 16 19-216
E-Mail: redaktion@kirchenzeitung-koeln.de

Siegbert Klein
Chef vom Dienst

E-Mail: klein@kirchenzeitung-koeln.de


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