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Nur bei den "Cockyboys" und in anderen schwulen Pornos gibt es niemals Schmerzen: Szene aus dem neuen Gmünder-Bildband "Sixty Nine: Joyful Gay Sex" (Bild: Bruno Gmünder Verlag)

Eine Online-Studie der Universität Hamburg untersucht erstmals im deutschsprachigen Raum, wie homo- und bisexuelle Männer analen Sex erleben.

Ein wichtiges, aber kaum erforschtes Thema – und auch eines, über das wenig geredet wird: Wie erleben Männer, die Sex mit anderen Männern haben, Analverkehr? Welche Rolle spielen dabei Schmerzen und an wen können sich diese Männer bei eventuellen sexuellen Problemen wenden bzw. was können sie dagegen unternehmen?

Diesen Fragen widmet sich die Psychologie-Studentin Emily Brandenburg im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Universität Hamburg. Betreut von einem Professor des Instituts für Sexualforschung an der Uniklinik Eppendorf, hat sie eine wissenschaftliche Online-Umfrage gestartet. Teilnehmen können homo- und bisexuelle Männer über 18 Jahren. Die Bearbeitung dauert etwa 15 bis 20 Minuten, Anonymität wird garantiert.

Annahme: Über zehn Prozent erfahren ehebliche Schmerzen

"Das primäre Ziel dieser Arbeit ist, dieses kaum erforschte Phänomen zum ersten Mal an einer deutschsprachigen Stichprobe explorativ zu untersuchen", erklärt Brandenburg gegenüber queer.de – sie selbst geht davon aus, dass über zehn Prozent der schwulen und bisexuellen Männer erhebliche Schmerzen beim Analverkehr erfahren. Ihre Studie soll außerdem "langfristig einen Beitrag dazu leisten, auch die wissenschaftliche Betrachtung von Sexualität für alle Formen sexuellen Handelns zu sensibilisieren und einer Diskriminierung in diesem Bereich entgegenzuwirken". Da viele heterosexuelle Männer Analverkehr zwangsläufg mit Schmerz verbinden, sei hier der Forschungsbedarf besonders akut.

Weltweit gibt es bislang nur drei englischsprachige Studien, die sich mit Anodyspareunie, so der medizinische Begriff für Schmerzen beim Analverkehr, bei Männern befassen. In der sogenannten Rosser-Studie aus dem Jahr 1998 bewerteten zwölf Prozent der Teilnehmer den Schmerz, den sie beim Po-Sex erleben, als "zu stark um fortzufahren". Bei einer neueren Studie aus Belgien gaben 59 Prozent der befragten homo- und bisexuellen Männer an, in gewissem Maße Schmerzen beim Analverkehr zu erleben, starker Schmerz wurde von zwei Prozent genannt.

Die Ursachen für Schmerzen beim Analsex können vielfältig sein. Teilnehmer der dritten Studie (Damon & Rosser, 2005) nannten psychologische Faktoren, Penisgröße und Mangel an Vorspiel bzw. Gleitmittel als wichtigste Ursachen und Einfussfaktoren. Nicht nur passive, auch aktive Mnner sind betroffen. Viele beklagten zudem negative persönliche Konsequenzen durch den als unangenehm erlebten Sex. (cw)



#1 RokkoAnonym
  • 25.05.2015, 20:55h

  • Komischer Fragebogen! Wer nie Analsex hatte und die Fragen liest, wird panische Angst davor bekommen und erst recht verkrampfen. Außerdem kann Herr Student nicht mal das Wort Hämorrhoiden richtig schreiben!
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#2 RokkoAnonym
#3 WillieAnonym
  • 25.05.2015, 21:18h
  • Die Studie hat einen Programmierfehler- auch wenn man "keinen Analverkehr" oder "nur aktiv" anklickt, kann man nicht weitermachen, ausser man klickt an, wann man Schmerzen hatte.
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#4 axelschwarz
  • 25.05.2015, 21:21h
  • Wenn man fickt ist es schon wichtig, seinen Partner gut vorzubereiten. Ich nehme mir dafür Zeit. Ausgiebig fingern, rimmen, lecken und ggf auch Gleitcreme. Das Gleitmittel halte ich für wichtig, damit ich nicht zu früh komme.

    Dann vorsichtig und auch darauf zügig eindringen, dann ist der erste Schmerz vorbei. Meine Typen haben sich da nicht beschwert. Poppers ist auch ratsam.

    Der folgende Ritt ist dann ein Spaß für beide. Wenn ich mal im Sandwich bin - leider zu selten, ist es extrem geil. Kaum Schmerz, überwiegend Geilheit, ein Genuss.

    In Kürze: das Problem kenne ich und meine Typen nicht.
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#5 chrisProfil
  • 25.05.2015, 21:30h Dortmund

  • Habe oft das Gefühl, dass auch sehr viel Kopf dabei stört. Mein Freund hat z.B. ein Zäpfchentrauma. Außerdem ist die Vertrauenssache bei flüchtigen Bekanntschaften oft nicht ausreichend denke ich. Oder ich war immer zu flink mit den Jungs ;). Vielleicht ist mancher Sex in Zeiten von Grindr einfach zu oberflächlich und schnell. Wie ein Vorschreiber schon erwähnte: Zeit und Vorbereitung sind wichtig.
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#6 TheDadProfil
  • 25.05.2015, 21:46hHannover
  • Antwort auf #1 von Rokko
  • ""Außerdem kann Herr Student""..

    Der Herr ist gar keiner..
    Absurdes Thema für die Bachelorarbeit einer Studentin..

    Warum befragt sie denn nicht auch Frauen ?
    Ist Analverkehr bei Heten neuerdings out ?
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#7 Harry1972Profil
  • 25.05.2015, 21:54hBad Oeynhausen
  • Mir war nicht wirklich klar, daß es sich dabei um ein Tabuthema handelt oder warum überhaupt so ein Gewese drum gemacht wird. Ein etwas pragmatischerer Umgang mit Sex wäre allerdings schön, statt immer diese Verklärung.
    Probleme beim Analverkehr hatte ich bisher nur mit kleinen Schwänzen. Das Gestochere ist irgendwie unangenehm aber Schmerzen? Nö.
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#8 HonestAbeProfil
  • 25.05.2015, 21:59hBonn
  • Meine Güte, was so alles ein "Tabuthema" ist ...

    Wie dem auch sei, Analsex will gelernt sein, dann wird üblicherweise alles geil und gut, sofern man in dem Bereich gesund ist. Falls nicht, sollte man einen Arzt aufsuchen. Als Anfänger sollte man einfach geduldig an das Thema herangehen und den Anus langsam weiten. Es kann durchaus schon mal ein Jahr dauern bis man sich schrittweise soweit gebracht hat, dass man einen großen Männerpenis aufnehmen kann. Bei manchen geht es zweifellos schneller, bei manchen kann es sogar längern dauern oder aber man stellt fest, dass das nichts für einen ist. Das Problem ist, dass viele Männer diese Geduld nicht aufbringen und daher gleich nach den ersten missglückten Versuchen in diverse panische Gedanken abdriften. Ein Teufelskreis beginnt, da nun jeder Sex mit der Angst vor Schmerzen oder auch einfach davor den Partner zu enttäuschen zu Verkrampfungen führt. Dazu kommt noch, dass viele Menschen ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Anus anerzogen bekommen haben. Alleine dieses zu überwinden, kann eine echte Herausforderung sein.

    Womit ich auf das Thema "Mensch" komme, denn ich frage mich natürlich schon, warum das ein rein männliches Thema sein muss. Haben Frauen denn keinen Analverkehr? Da bin ich aber anders informiert.
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#9 LarsAnonym
  • 25.05.2015, 22:02h
  • Ich finde solche Studien gut. Es ist doch klar, dass es beim Thema Sex viele Mythen gibt und gerade in Zeiten der Pornozugänglichkeit im Internet ein großer Leistungsdruck entstehen kann. Oder ein zu mechanistisches Denken.

    Der sehr sinnliche Jaques Brel hat einmal von den jungen Leuten gesungen, die Erotik und Gymnastik miteinander verwechseln ...
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#10 Patroklos