Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 26.05.2015           2      Teilen:   |

Verfolgung

Marokko: Haftstrafe für drei mutmaßliche Schwule

Drei Männer sind am Freitag in Taourirt im Nordosten Marokkos wegen angeblicher Homosexualität zu einer Haftstrafe von je drei Jahren verurteilt worden.

Das teilte die Menschenrechtsorganisation Association marocaine des droits humains (AMDH) am Montag gegenüber AFP mit. Zwei der Männer, einer davon zwischen 40 und 50, der andere zwischen 20 und 30, sollen nach einem Tipp "auf frischer Tat" in einer Reparaturwerkstatt ertappt worden sein. Sie sollen sich durch einen gemeinsamen Freund kennengelernt haben, der daraufhin ebenfalls verhaftet worden sei. Die marokkanischen Behörden haben es abgelehnt, den Fall zu kommentieren.

In Marokko stehen auf gleichgeschlechtliche Handlungen bis zu drei Jahre Haft. Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert. AMDH beklagt, dass Marokkaner oft milder für Kindesmissbrauch als für homosexuelle Handlungen bestraft werden.

Im letzten Jahr sorgte die Verurteilung des 70-jährigen Touristen Tay Cole aus Großbritannien zu vier Monaten Haft für Empörung. Der Mann soll sich mit einem schwulen Marokkaner verabredet haben, der ebenfalls verurteilt wurde. In England rief daraufhin sogar ein konservativer Parlamentabsabgeordneter zum Reiseboykott Marokkos auf. Auch die EU forderte die Freilassung. Als Reaktion wurde der Prozess neu aufgerollt und Cole durfte nach drei Wochen das Gefängnis verlassen und nach England ausreisen (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 2 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 75             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: marokko
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Marokko: Haftstrafe für drei mutmaßliche Schwule"


 2 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.05.2015
23:21:29


(+1, 3 Votes)

Von GeorgG


Früher war Marokko einmal ein Traumland für europäische und us-amerikanische Homosexuelle. Zentrum war Tanger. Heute greift die Polizei ein, weil man gegenüber anderen islamischen Ländern das Gesicht wahren will.
Jeden Tag fallen Tausende von Touristen von den Stränden der Costa del Sol in Marokko ein. Die jungen Männer dort sprechen sowohl europäische Frauen wie Männer an und bieten sexuelle Dienstleistungen an. Immer wieder schlägt die Polizei zu, was als Abschreckung dienen soll. Außerdem gibt es immer öfter Fälle, wo Marokkaner von sich aus die Polizei einschalten. Diese jungen Marokkaner arbeiten mit korrupten Polizisten zusammen, die dadurch ein gutes Nebeneinkommen haben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
27.05.2015
11:00:49


(-1, 3 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


und wohl gemerkt, es kam ja hier neulich ein Artikel, Erpressereien gegenüber Europäern sind auch gang und gäbe. Kommt heraus, dass ein Marokkaner Sex mit einem Touristen hatte, dann wird schnell mal die Schuld auf den reichen Ausländer abgeladen. Und dann kommt noch die Bigotterie der heutigen islamischen Theologie dazu.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Taourirt


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Grüne NRW schicken Sven Lehmann in den Bundestag Kein Termin für LGBTI-Aktivisten: Kultusminister redet lieber mit Homo-Hassern Berlin: Straße wird nach Homo-Aktivist benannt Was verbindet "Refugees and Queers"?
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt