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Das Aktivismusportal Campact und der LSVD fordern gemeinsam von der Bundeskanzlerin, die Diskriminierung homosexueller Paare zu beenden.



Das mobilisierungsfähige Online-Portal Campact und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) haben am Donnerstag gemeinsam eine neue Online-Petition veröffentlicht, mit der der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, erhöht werden soll.

Jeder kann den folgenden "Appell" an die Kanzlerin unterzeichnen:

In Irland sagt eine große Mehrheit der Bevölkerung: Ja zu gleichen Rechten, Nein zu Homophobie und Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Liebespaare.

In Deutschland will eine genauso breite Mehrheit, dass das diskriminierende Eheverbot für lesbische und schwule Paare endlich fällt. Auch die Anhänger/innen von CDU und CSU wünschen sich mehrheitlich die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe.

Ich fordere Sie daher auf: Beenden Sie die Diskriminierung. Folgen Sie dem Beispiel Irlands und öffnen Sie die Ehe auch für lesbische und schwule Paare. Gleiches Recht auf Ehe für alle!

Bereits seit Tagen versammelt sich im Netz ein Ärger und Protest gegen die anhaltende Ungleichbehandlung von Lebenspartnern, es gibt bereits mehrere Petitionen sowie vor allem bei Twitter unter dem Hashtag #ehefueralle eine lebendige Diskussion (queer.de berichtete).

Die Bundesregierung zeigte sich davon bislang offiziell recht unbeeindruckt und verwies stattdessen auf das vom Kabinett beschlossene "Gesetz zur Bereinigung des Rechts der Lebenspartner", das eine weitere Gleichstellung von Lebenspartnern in etlichen Einzelgesetzen bringt (queer.de berichtete). Allerdings wurden in den letzten Tagen auch aus der Union die ersten Stimmen für eine Ehe-Öffnung oder einer Freigabe einer entsprechenden Abstimmung im Bundestag laut (queer.de berichtete). (nb)



#1 AlexAnonym
  • 28.05.2015, 13:00h

  • Auch das wird Frau Merkel wohl wieder aussitzen wollen.

    Jetzt kommt es einzig auf die SPD an, ob die ihr Wahlversprechen halten und für Menschenrechte stimmt (wie es auch die Mehrheit der Wähler will) oder ob sich die SPD jetzt komplett aufgibt und nur noch Mehrheitsbeschaffer der Union sein will...
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#2 FelixAnonym
  • 28.05.2015, 13:19h
  • Antwort auf #1 von Alex

  • Und ehe die SPD sich jetzt wieder rausreden will, dass das mit der Union nicht zu machen sei:

    Die Union ist dafür nicht nötig. Es wird noch vor der Sommerpause einen interfraktionellen Antrag zur Eheöffnung geben. Die SPD braucht dem nur zuzustimmen, dann könnte schon Ende des Jahres die Ehe geöffnet sein.

    Übrigens ist laut deutschem Grundgesetz jeder Abgeordnete verpflichtet (!) nur nach eigenem Gewissen abzustimmen. Wenn die SPD jetzt also gegen die Eheöffnung stimmt, ist das entweder eine verfassungsfeindliche Partei oder sie sind tatsächlich aus Überzeugung homophob.

    Dann bräuchten sie auch nicht mehr versuchen, die Schuld auf die Union zu schieben. Denn jetzt ist es an der SPD ihre Versprechen einzuhalten, den Mehrheitswillen von Parlament und Volk umzusetzen und endlich demokratische Grundrechte umzusetzen.
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#3 Homonklin44Profil
  • 28.05.2015, 13:58hTauroa Point
  • Gleich mal den Apell unterzeichnet. Das sollte überall verbreitet werden. Wenn in jedem Bundesland nur 50000 zusammen kommen,ist es schon eine Summe,die Merkel und auch diese Kalkleiste Seibert nicht ganz kalt lassen dürfte.

    Der Aufhänger Irland mit dem Hintergrund und Grönland als Beistand könnte der Sache als Sprungschanze dienen.

    Uch wer nie heiraten will,kann sich ja einen Solidaritäts-Ruck leisten.
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#4 lucdfProfil
#5 AktivistAnonym
  • 28.05.2015, 14:57h
  • Campact ist (im Gegensatz zur fast namensgleichen, homophoben Zeitschrift Compact) sehr hoch angesehen.

    Bitte unterzeichnet dort alle und bittet auch Familie, Freunde und Bekannte darum.

    Je mehr Leute unterzeichnen, desto größer der Druck auf die Regierung.

    Wir können jetzt mit dem Rückenwind aus Irland wirklich etwas verändern...
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#6 HeinerAnonym
  • 28.05.2015, 15:29h
  • Das ist jetzt die letzte Chance für die SPD den letzten Rest Glaubwürdigkeit zu retten und nicht nur als Merkels Schoßhündchen zu gelten.

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

    Und wenn die SPD weiterhin der Union bei der Diskriminierung hilft, wird auch die SPD die Quittung dafür bekommen...
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#7 TimonAnonym
  • 28.05.2015, 15:45h
  • Wenn Frau Merkel lieber nach Gutsherrenart regiert und lieber auf ihr homophobes Bauchgefühl hört, statt auf den Volkssouverän und das deutsche Grundgesetz, ist das schon schlimm genug.

    Aber zumindest die SPD muss sich jetzt entscheiden, ob sie diesem Weg folgt oder nicht.

    Wenn die SPD eine zweite CDU/CSU werden will, sollte sie dabei eines nicht vergessen:
    wir haben bereits eine CDU/CSU und kein Wähler braucht eine zweite.
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#8 FrankSinAnonym
  • 28.05.2015, 15:57h

  • Jetzt zählt es. Wir müssen den Druck erhöhen. Ich habe gleich unterzeichnet und sogar mehrere befreundete Familien mit Kindern auch. Hund-Katze-Maus......... alle sollten jetzt ranhalten!
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#9 HinnerkAnonym
  • 28.05.2015, 16:13h
  • Antwort auf #8 von FrankSin
  • Volle Zustimmung!

    Wir müssen jetzt die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, bevor das Thema wieder aus dem Bewusstsein vieler Menschen verschwindet.

    Schickt den Link allen Freunden und Verwandten. Teilt ihn in Foren, sozialen Netzwerken, etc.

    Jetzt kommt es drauf an!
    Jetzt zählt es!
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#10 Patroklos