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Mit diesem Motiv, das die Vielfalt von Familien ausdrücken sollte, wettert die italienische Partei Nuovo Centrodestra ("Neue rechte Mitte") gegen Leihmutterschaft und ein Adoptionsrecht für Lesben und Schwule

Für eine homophobe Kampagne zweckentfremdete die italienische Nuovo Centrodestra ein Motiv des Kölner Zeichners Robert Kneschke – einer Figur fehlen zudem die Haare.

Von Micha Schulze

Der deutsche Zeichner und Fotoproduzent Robert Kneschke traute seinen Augen nicht: Sein süßes Bild einer glücklichen Regenbogenfamilie wurde von einer italienischen Partei für ihre homophobe Kampagne zweckentfremdet. Besonders absurd: Dem einen schwulen Vater fehlen plötzlich die Haare.

"I bambini non si comprano" ("Kinder kann man nicht kaufen") steht auf dem Plakat der Nuovo Centrodestra ("Neue rechte Mitte"), die aus einer Abspaltung von Silvio Berlusconis Partei Il Popolo della Libertà entstanden ist. Entdeckt wurde das Poster gegen Leihmutterschaft und Adoptionsrecht für Homosexuelle in der norditalienischen Stadt Modena.

Auf dem Original-Motiv des Kölners hat die rechte Figur eine fesche schwarze Tolle:



Robert Kneschke bietet seine Illustrationen allen Interessierten auf den Onlineagenturen Fotolia, Shutterstock und Bigstock zum Kauf an – allerdings sind in den Geschäftsbedingungen politische Kampagnen und Negativdarstellungen ausgeschlossen. Unklar ist bislang auch, ob die Partei überhaupt eine Lizenz erworben hat. Der Zeichner überlegt deshalb, einen Anwalt einzuschalten.

Besonders ärgert ihn, dass die Nuova Centrodestra dem schwulen Vater auf der rechten Seite einfach die Haare abrasiert hat: "Haben sie es getan, weil er zu süß aussieht? Haben sie es getan, weil sie glauben, dass alle Schwulen ihre Haare verlieren?"

Als Zeichen, wofür sein schwules Paar wirklich steht (und um das irische Referendum zur Ehe-Öffnung zu feiern), hat sich Kneschke entschlossen, eine Variation des Bildes allen Interessierten kostenlos zur Verfügung zu stellen – also bitte gerne per rechten Mausklick abspeichern und auf Facebook teilen:



Über die Zweckentfremdung seines Bildes hat der Kölner zuerst in seinem Blog "Alltag eines Fotoproduzenten" berichtet.



#1 Harry1972Profil
  • 29.05.2015, 16:43hBad Oeynhausen
  • Was gibt es da zu überlegen? Anwalt einschalten und diese Italo-Nazis kostenpflichtig abmahnen. Das wird ja wohl nicht so schwer sein.
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#2 RobinAnonym
#3 hair settingAnonym
#4 YannickAnonym
#5 lederfanAnonym
  • 29.05.2015, 21:23h
  • Das obere Bild ist doch sehr viel näher an der Realität. Dagegen scheint das Originalbild unten doch völlig weltfremd. Oder kennt tatsächlich jemand die Kombination Lederkerl und Milchbubi ?
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#6 ollinaieProfil
  • 29.05.2015, 21:58hSeligenstadt
  • Antwort auf #5 von lederfan
  • " Lederkerl und Milchbubi ?"

    Scheinst ziemlich untervögelt zu sein, wenn Du deinen Fetisch auch da siehst, wo er gar nicht ist.

    Ich sehe jedenfalls niemanden in Leder.
    Und selbst wenn Du keine "Milchbubis" magst, muss das noch lange nicht für alle (Leder-) Kerle gelten.
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#7 Patroklos
#8 hugo1970Profil