Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23894

Die Dresdner Semper-Oper erklärte sich ohne zu zögern bereit, insgesamt sechs Regenbogenflaggen zum CSD aufzuziehen (Bild: CSD Dresden e.V.)

Rund 100 Menschen protestierten am Freitagabend in Dresden gegen die Weigerung von Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), zum CSD die Pride-Flagge zu hissen.
Dabei wurde die gesamte Front des Rathauses von einer Menschenkette mit Regenbogenfahnen umstellt. "Die Verwaltung hat uns unter Berufung auf die sächsischen Beflaggungsordnung das Hissen unserer Fahne am Rathaus verboten", erklärte CSD-Organisator Roland Zenker. Auch einen entsprechenden Antrag von SPD, Linken und Grünen wies Hilbert aus formalen Gründen ab. Der FDP-Politiker veranlasste stattdessen, dass die städtischen Fahnenmasten am Theaterplatz, der an der Demoroute liegt, dem CSD-Verein zur Verfügung gestellt werden.

Unterdessen lädt das sächsische Ministerium für Gleichstellung und Integration am Montagvormittag zur offiziellen Hissung die Regenbogenflagge vor seinem Dresdner Dienstgebäude. "Aus einem Anlass, der nur einzelne Verwaltungsbereiche berührt, kann das zuständige Staatsministerium in seinem Geschäftsbereich die Beflaggung anordnen", erklärte Sprecherin Katja Mäder, warum dies nicht gegen die Flaggenordnung verstoße.

Unterstützung erhielt der CSD auch von der Semper-Oper, die am Freitagvormittag sechs Regenbogen-Fahnen "als Ausdruck unseres Engagements für Toleranz" aufzog. Das Opernhaus selbst platzierte dazu Fahnen, die den ersten Artikel des Grundgesetzes zitieren: "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Das Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und CSD-Verein ist in Dresden angespannt. Im Frühjahr hatte die Verwaltung versucht, das schwul-lesbische Straßenfest an den Stadtrand zu verlegen – erst nachdem der CSD mit einer Absage drohte, lenkte sie ein (queer.de berichtete).

Das CSD-Straßenfest findet wie geplant vom 5. bis 7. Juni auf dem Altmarkt statt, die Demoparade setzt sich dort am Samstag. den 6. Juni um 12 Uhr in Bewegung. (cw)



#1 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 16:53hBad Oeynhausen
  • Nach diesem ganzen rechten Gesocks, was da in jüngster Vergangenheit aufmarschiert ist, täte Dresden im Hinblick auf das Image der Stadt gut daran, dauerhaft eine Regenbogenbeflaggung zu präsentieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hugo1970Profil
#3 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 18:54hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #2 von hugo1970
  • Ja natürlich. Nur liegt Dresden im deutschen Bibelgürtel, wie ich irgendwo gelesen habe. Da tummeln sich haufenweise Nazis mit Religionshintergrund und denen ist schwer beizukommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 hugo1970Profil
#5 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 20:52hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #4 von hugo1970
  • Ja, dazu müssten wirklich alle zur Wahl gehen aber leider gehen viele, die das Blatt wenden könnten, nicht hin und die Nazis, daß muss man ihnen lassen, sind gut vernetzt und mobilisieren im Verhältnis mehr Leute.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FelixAnonym
  • 31.05.2015, 21:19h

  • Da sieht man wieder mal, wie die FDP tickt...

    Kaum zu glauben, dass immer noch Leute auf die FDP reinfallen...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Patroklos
  • 31.05.2015, 22:08h
  • Antwort auf #6 von Felix
  • Und täglich grüßt das Murmeltier! Wieder so eine überflüssige FDP-Hetze, die kein Mensch braucht! Sei froh, daß wenigstens die Semperoper mit den Regenbogenflaggen herausgeputzt wurde!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 MühsamDDAnonym
  • 31.05.2015, 22:12h
  • Antwort auf #3 von Harry1972

  • Mit dem sog. Bibelgürtel sind sicher die zahlreichen evangelikalen Christen , insbesondere im konservativen Erzgebirge, gemeint. Die Nazis und anderen Rechtsextremen in und um Dresden haben aber fast ausnahmslos einen atheistischen Hintergrund und stehen den Evangelikalen eher skeptisch gegenüber. Die meisten religiösen Fundis distanzieren in der Regel,noch,von den sächs. Nazis. Was die beiden Gruppen eint , ist natürlich die Ablehnung einer offenen, pluralistischen und toleranten Gesellschaft und damit der Hass gegenüber allen Homosexuellen. Die Gefahr besteht allerdings, dass beide Gruppen in Zukunft enger zusammen arbeiten werden,insbesondere, wenn die gemäßigteren Kräfte mangels Erfolg (z.B. Pegida) sich weiter zurückziehen und ein frustrierter harter Kern übrig bleibt .Also wachsam bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 22:23hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #8 von MühsamDD
  • In dem Artikel, auf den ich mich bezog, ging es um Einwanderer aus der Ukraine (?) und ob das Evangelikale sind, weiss ich nicht.
    Dass es daneben auch noch andere Nazis ohne Religionshintergrund gibt, kann ja gut sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 MühsamDDAnonym
  • 31.05.2015, 23:08h
  • Antwort auf #9 von Harry1972

  • Ja diese Einwanderergruppen gibt's auch , spielen aber nur eine geringe Rolle . Religiöse Gruppen , wie z.B. die "Besorgten Eltern" etc. sind fast ausnahmslos "Westimporte"
    die jedoch mit ihrer Hetze auf fruchtbaren Boden treffen. Wichtiger und gefährlicher ist die Verpflechtung zwischen den Evangelikalen Gruppen und der sächsischen CDU und den diversen Ministerien insbesondere der sächs. Staatkanzlei.Mehr zum Thema kann man in dieser Studie dazu erfahren.

    www.weiterdenken.de/de/2014/06/01/evangelikale-sachsen-ein-b
    ericht
  • Antworten » | Direktlink »