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  • 01.06.2015           21      Teilen:   |

Debatte um die Ehe für alle

"Es ist Zeit": Offener Brief an Angela Merkel

Artikelbild
Die Initiatoren Vincent-Immanuel Herr (l.) und Martin Speer. Den Brief haben sie am Montag persönlich beim Bundeskanzleramt abgegeben.

Zahlreiche Prominente fordern, die Bundeskanzlerin solle "das Mindeste" tun und im Bundestag eine Abstimmung zur Ehe für alle ohne Fraktionszwang zulassen.

Der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Blockade der Union bei der Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare zu beenden, steigt weiter. Am Montag haben zahlreiche Prominente die CDU-Politikerin in einem offenen Brief aufgefordert, "das Mindeste" zu tun und Abgeordneten im Bundestag eine freie Abstimmung zu ermöglichen.

In dem Brief, der zuerst gezielt auf Spiegel Online veröffentlicht wurde und den wir weiter unten dokumentieren, heißt es, die Frage der Ehe-Öffnung sei "in den Herzen und Köpfen der meisten Menschen in unserem Land" bereits mit "Ja" beantwortet. Verfasst haben ihn die Berliner Vincent-Immanuel Herr & Martin Speer, die vor zwei Jahren bereits zahlreiche Prominente für einen offenen Brief an den Bundestag ("Stellt gleich, was gleich ist!") gewinnen konnten (queer.de berichtete).

Aus dem Bereich der Musik haben den neuen Brief unter anderem unterzeichnet: Nena, Lena, Udo Lindenberg, Die Ärzte, Thomas D, Bill und Tom Kaulitz, Xavier Naidoo und Patrick Lindner. Zu den Showbiz-Größen gehören Til Schweiger, Maren Kroymann, Moritz Bleibtreu, Wotan Wilke Möhring, Jan Josef Liefers, Benno
Fürmann und Georg Uecker. Auch zahlreiche Wissenschaftler und Journalisten, Szeneorganisationen sowie Politiker von SPD, Grünen, Linken und FDP haben sich an dem Offenen Brief beteiligt.

Mittels einer Online-Petition kann jeder seinen Namen unter den Brief setzen.

Bereits in der aktuellen Ausgabe des Print-Spiegels hatten sich zahlreiche Prominente für die Ehe-Öffnung stark gemacht (queer.de berichtete). Eine entsprechende Online-Petition von LSVD und Campact, an der sich jeder beteiligen kann, hat inzwischen rund 81.000 Unterzeichner gefunden.

Fortsetzung nach Anzeige


Der Brief im Wortlauf

ES IST ZEIT!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Forderung nach der Öffnung der Ehe ist eine der großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.

Schon lange geht es nicht mehr nur um die Rechte einer Minderheit, sondern um unser aller Verständnis von Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit. Für immer mehr von uns, mittlerweile eine überwältigende Mehrheit unserer Gesellschaft, ist Gleichheit nur möglich, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Ist Freiheit nur erreicht, wenn Familie und Ehe, keine Frage des Geschlechts, sondern der gelebten Verantwortung füreinander sind. Und Gerechtigkeit nicht mehr nur heißt, Menschen ungeachtet ihrer Religion, Hautfarbe oder ihres Geschlechts gleich und respektvoll zu behandeln, sondern eben auch ungeachtet ihrer sexuellen Identität und Orientierung.

Wie schon bei der US-Bürgerrechtsbewegung oder dem weltweiten Einsatz für Frauenrechte befinden wir uns an einem historischen Wendepunkt. Wieder geht es darum, künstliche Barrieren, die uns voneinander trennen, einzureißen und das Menschsein gemeinsam zu feiern. Es gibt kein Zurück mehr. Das Licht der Aufklärung lässt sich nicht wieder verdunkeln.

Liebe Frau Dr. Merkel, wir sind überzeugt, die Frage der Eheschließungsfreiheit für gleichgeschlechtliche Paare ist schon lange in den Herzen und Köpfen der meisten Menschen in unserem Land beantwortet: Sie wollen die Gleichstellung. Und so laden wir Sie ein, das Mindeste zu tun: Lassen Sie eine freie Abstimmung zur Öffnung der Ehe im Bundestag ohne Fraktionszwang zu. Denn es geht um eine
Gewissens- und keine Parteientscheidung.

#EsIstZeit die Ehe in Deutschland auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Die #EheFürAlle.
Unser Land verlangt und verdient dies.

Mit freundlichen Grüßen,
Die Unterzeichner

Die Unterzeichner

Irene Alt (Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Rheinland-Pfalz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Florian Ambrosius (Moderator)
Seyran Ates (Menschenrechtsanwältin)
Amy Baldauf (Soziologin, Friedensforscherin)
Michael Banzhaf (Solotänzer Staatsballett Berlin)
Klaus Bechtold (Leiter des CSD Darmstadt)
Volker Beck (MdB, Sprecher für Innenpolitik und Religionspolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
René Behr (Bundesvorsitzender, Völklinger Kreis e.V.)
Immanuel Benz (Bundesvorsitzender, Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken)
Niels Berkholz (Wirtschaftsprüfer)
Sebastian Bezzel (Schauspieler)
Christoph A. Bichsel (Opernsänger)
Norbert Blech (Chefredakteur, queer.de)
Moritz Bleibtreu (Schauspieler)
Prof. Dr. Katrin Böttcher (Professorin für Internationales Personalmanagement, HWR-Berlin)
Sandra Borgmann (Schauspielerin)
Lea Brousse (Designerin)
Markus Brück (Kammersänger)
Karl-Heinz Brunner (MdB, SPD)
Prof. Dr. Claudia Bruns (Kulturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität zu Berlin)
Bobby Dekeyser (Unternehmer, Philantrop)
Ansgar F. Dittmar (Rechtsanwalt, Bundesvorsitzender Schwusos, SPD)
Judith Döker (Schauspielerin)
Christian Dürr (MdL, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag Niedersachsen)
Florian David Fitz (Schauspieler, Regisseur)
Benno Fürmann (Schauspieler)
Daniel Funke (Leiter Hauptstadtbüro, Bunte)
Johanna Christine Gehlen (Schauspielerin)
Kai Gehring (MdB, Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung der grünen Bundestagsfraktion, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN)
Sven Gerich (Oberbürgermeister Wiesbaden, SPD)
Prof. Dr. Jessica Gienow-Hecht (Professorin für nordamerikanische Geschichte, FU Berlin) Diana Kinnert (Politikwissenschaftlerin, Mitglied CDU-Bundeskommission "Meine CDU 2017")
Katrin Göring-Eckardt (MdB, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Jule Gölsdorf (Moderatorin & Journalistin n-tv, Autorin)
Dr. Dr. Alexander Görlach (Gründer & Chefredakteur, The European Magazine)
Michael Goldberg (Schauspieler, Deutsches Theater Berlin)
Wolfgang Gründinger (Autor, Demokratieforscher)
Romy Haag (Sängerin, Schauspielerin)
Rebecca Harms (MdEP, Vorsitzende der Europäischen Grünen Fraktion im Europ. Parlament, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Klaus-Hendrik Herr (Seelsorger)
Jens-Daniel Herzog (Intendant, Oper Dortmund)
Thomas Hitzlsperger (Ehem. Fußballnationalspieler)
Judith Hoersch (Schauspielerin)
Dr. Bertold Höcker (Superintendent, Evangelischer Kirchenkreis Berlin Stadtmitte)
Sebastian Höffner (Moderator, sky Magazin)
Matthias Höhn (MdL Sachsen-Anhalt, Bundesgeschäftsführer, DIE LINKE)
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Thüringen, DIE LINKE)
Dr. Anton Hofreiter (MdB, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Prof. Dr. Walter Homolka (Rabbiner, School of Jewish Theology, Universität Potsdam)
Prof. Dr. Philipp Huebl (Juniorprofessor für theoretische Philosophie)
Thomas Hugendubel (Jurist, Stuttgart)
Peter Illmann (Moderator)
Stephan Jaekel (Unternehmenssprecher, Stage Entertainment)
Julia Josten (Moderatorin Sport 1 ADAC GT Masters)
Bobby de Kaiser (Unternehmer)
Till Kaposty-Bliss (Verleger, "Das Magazin")
Michael Kauch (Bundesvorsitzender LiSL, FDP)
Bill und Tom Kaulitz (Musiker, Tokio Hotel)
Michael Kellner (Politischer Geschäftsführer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Diana Kinnert (Politikwissenschaftlerin, Mitglied CDU-Bundeskommission "Meine CDU 2017")
Katja Kipping (MdB, Bundesvorsitzende, DIE LINKE)
Kai Klose (MdL, Landesvorsitzender, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen)
Dipl.-Psch. Boris Kollek (Personal- und Organisationsberater)
Burkhard C. Kosminski (Intendant, Nationaltheater Mannheim)
Stefan Kräh (Vorsitzender von Vielbunt e.V.)
Prof. Dr. Annette Kreutziger (Kultur- und Musikwissenschaftlerin)
Marco Kreuzpaintner (Filmregisseur)
Maren Kroymann (Schauspielerin)
Prof. Dr. Burkhard Küstermann, LL.M. (Professor für das Recht des Sozialwesens)
Stefan Kurt (Schauspieler)
Karin Kuschik (Coach)
Dr. Christian Lammert (Professor für Nordamerikanische Politik, FU Berlin)
Sören Landmann (Aktionsbündnis gegen Homophobie)
Lena Meyer Landrut (Künstlerin)
Uwe Eric Laufenberg (Intendant, Hessisches Staatstheater Wiesbaden)
Klaus Lederer (Landesvorsitzender, DIE LINKE Berlin)
Wolfram Leibe (Oberbürgermeister Stadt Trier, SPD)
Ole Lehmann (Comedian)
Stefan Lemle (A New Kind, Berlin)
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Bundesministerin a.D., FDP)
Jan Josef Liefers (Schauspieler)
Udo Lindenberg (Künstler)
Patrick Lindner (Musiker)
Dirk Ludigs (Freier Journalist)
Marlene Lufen (Fernsehjournalistin)
Anja Lukaseder (Musikmanagerin)
Leslie Malton (Schauspielerin)
Felix von Manteuffel (Schauspieler)
Eva Mattes (Schauspielerin)
Tina Mendelsohn (Moderatorin, Kulturzeit)
Gesine Meißner (MdEP, Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen, FDP)
Dr. Michael Merschmeier (Autor, Verleger, Der Theaterverlag Berlin)
Helmut Metzner (Bundesvorstand, LSVD)
Wotan Wilke Möhring (Schauspieler)
Armin Morbach (Stylist, Make-up-Artist)
Ursula Müller (Exekutivdirektorin für Deutschland bei der Weltbank, Washington, D.C.,USA)
Gordon Müller-Eschenbach (Autor, Coach für Transformation)
Katrin Müller-Hohenstein (Sportmoderatorin)
Sören Mund (Werber, ICONIC Consulting, Berlin)
Xavier Naidoo (Sänger, Musiker)
Nena (Künstlerin)
Dirk Niebel (Bundesminister a.D, FDP)
Bilkay Öney (Ministerin für Integration in Baden-Württemberg, SPD)
Cem Özdemir (MdB, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Alfonso Pantisano (Aktivist, für das Team von ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!)
Jochen Partsch (Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dr. Simone Peter (Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Jakob Preuss (Dokumentarfilmer, Künstlervereinigung GehtAuchAnders)
Zana Ramadani (Aktivistin)
Silvio Rahr (Netzwerk, Wir für Gesundheit)
Hans Rath (Autor)
Falk Richter (Autor, Regisseur, Schaubühne und Maxim Gorki Theater, Berlin)
Hannes Rockenbauch (Architekt, Fraktionsvorsitzender SÖS-LINKE PluS im Gemeinderat Stuttgart)
Norman Röhlig (CEO, RSA Media)
Claudia Roth (MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Raban Ruddigkeit (Designer)
Kriss Rudolph (Autor, Journalist, Chefredakteur, Magazin "MÄNNER")
Susann Rüthrich (MdB, SPD)
Pierre Sanoussi-Bliss (Schauspieler, Regisseur)
Thomas Sattelberger (Publizist, Aktivist, Ex-Topmanager)
Prof. Dr. Monique Scheer (Universitätsprofessorin für Empirische Kulturwissenschaft, Tübingen)
Rolf Scheider (Casting Director)
Colette Schiwietz (Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin)
Prof. Dr. Sabine Schmidtke (Institute for Advanced Study, Princeton, NJ)
Thomas Schreiber (Journalist)
Christian Senger (Schauspieler)
Mark Schubert (Chefredakteur, Berliner Rundfunk)
Micha Schulze (Geschäftsführer, queer.de)
Dietmar Schwarz (Intendant, Deutsche Oper Berlin)
Til Schweiger (Schauspieler, Regisseur)
Claudius Seidl (Publizist)
Brigitte Sely (bonprix Handelsges. mbH)
Christian Senger (Schauspieler)
Sabrina Setlur (Musikerin)
Bettina Städter (Geschäftsführerin, ZENTAURUS)
Dr. Jan Stöß (Landesvorsitzender, SPD Berlin)
Hans-Dieter Straup (Mitglied Landesvorstand Baden-Württemberg, SPD)
Katja Suding (stellv. FDP-Bundesvorsitzende, Vorsitzende der FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft)
Alina Süggeler (Musikerin, Frida Gold)
Michael Taubenheim (Bruno Gmünder GmbH)
Sven Teuber (Mitglied Landesvorstand Rheinland-Pfalz, SPD)
Michael Theurer (MdEP, Landesvorsitzender FDP Baden-Württemberg)
Prof. Dr. Christian Thorau (Musikwissenschaftler)
Georg Uecker (Schauspieler, Unterhaltungsfacharbeiter)
Marcus Urban (Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft)
Alexander Vogt (Banker, Bundesvorsitzender der LSU – Lesben und Schwule in der Union, CDU)
Prof. Dr. med. Dr. phil. Jochen Vollmann (Univ.-Professor für Medizinethik, Ruhr-Uni Bochum)
Prof. Dr. Christina von Braun (Humboldt Universität, Zentrum Jüdische Studien)
Andreas von Graffenried (Präsident, Graffenriedculture)
Sahra Wagenknecht (MdB, Erste Stellv. Vorsitzende, DIE LINKE Bundestagsfraktion)
Daniela Wagner (Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen)
Mathias Wagner(MdL, Landesvorsitzenderder Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im hessischen Landtag)
Axel Wallrabenstein (Kommunikationsberater)
Katja Weitzenböck (Schauspielerin)
Michaela Wiebusch (Schauspielerin)
Frank Wilde (Stylist, Modedesigner)
Dr. Hans-Hermann Wilke (Theologe, Werkstatt der Religionen, Berlin)
Peter Wippermann (Professor für Kommunikationsdesign)
Anne Wizorek (Autorin, Beraterin für digitale Medien)
Manuel Wüst (CSD, Wiesbaden)
Gesamter Bundesvorstand Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Gesamter Vorstand (CSD, Berlin)
Schwester Daphne (Orden der Schwestern der Perpetuellen Idulgenz, Berlin)
Thomas D (Sänger, Die Fantastischen Vier)
Die Ärzte (Musiker)

Links zum Thema:
» Webseite der Initiatoren
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Tags: ehe-öffnung, ehe für alle, offener brief, angela merkel
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Reaktionen zu ""Es ist Zeit": Offener Brief an Angela Merkel"


 21 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.06.2015
14:11:34
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Alex


Dem kann ich mich nur anschließen. Die Union muss ja gar nicht geschlossen dafür stimmen - sie soll nur jedem Abgeordneten erlauben, frei nach eigenem Gewissen abzustimmen.

Übrigens ist das eigentlich laut Grundgesetz ein Grundrecht jedes Abgeordneten, ohne Weisungen von anderen nur nach eigenem Gewissen abzustimmen. Wenn die CDU-CSU versucht, das zu verhindern, verstößt sie gegen das deutsche Grundgesetz.

Und eine verfassungsfeindliche Partei gehört nun wirklich nicht in eine Regierung.


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#2
01.06.2015
14:12:19


(-3, 19 Votes)

Von SaschaHM


Ein recht gelungener Kommentar eines Hetero zur aktuellen Debatte, der sich auch direkt an Merkel und Kauda wendet:

Gedanken zur Homo-Ehe

Link:
haolam.de/artikel_21184.html


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#3
01.06.2015
14:22:53
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Felix
Antwort zu Kommentar #1 von Alex


Und auch umgekehrt wird ein Schuh draus:

Wenn die SPD sich von der Union ihre verfassungsmäßigen Rechte nehmen lässt und gegen die Eheöffnung stimmt, muss man davon ausgehen, dass die SPD entweder verfassungsfeindliche Umtriebe unterstützt oder dass sie tatsächlich aus Überzeugung gegen die Eheöffnung stimmt...


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#4
01.06.2015
14:35:04


(+11, 13 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich lebe offenbar in einem Land, in dem die christliche Bundeskanzlerin gebeten werden muss, eine legale Abstimmung im Parlament zu erlauben!

Der sogenannte "Franktionszwang" widerpricht geltendem deutschen Recht.

Mir wird schlecht, wenn ich mir klarmache, dass dieses Land von den Christen und ihren Steigbügelhalterinnen so dreist und offen demokratie- und verfassungsfeindlich verwaltet wird.


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#5
01.06.2015
14:36:13


(-15, 19 Votes)

Von Markus44


Also Tauber hat heute erklärt, das es in dieser Legislaturperiode keine Eheöffnung mehr geben wird. Merkel und Kauder machen es halt einfach nicht.

Der nun im Bundesrat eingebrachte Gesetzentwurf zur Rechtsbereinigung wird also das "letzte Wort" in dieser (!) Legislaturperiode bleiben.

----------

Wer werden also beim Thema "Eheöffnung" wohl oder übel auf die Bundestagswahl 2017 warten müsssen.

UND falls die FDP wieder in den Bundestag hineinkommt, wonach es derzeit ausschaut, dann würde ich mir vor Lachen den Bauch halten, wenn dann die FDP der CDU die Eheöffnung in den Koalitionsverhandlungen abringen sollte.

Es kann aber auch passieren, dass die CDU allein regiert, dann passiert nichts.

Oder aber es gibt wieder eine Auflag der GroKo und ob die SPD dann die Eheöffnung aushandelt, könnte dann sein.

Das Grüne, SPD und Linke zueinander finden, glaube ich nicht, dazu streiten die sich zuviel untereinander.


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#6
01.06.2015
14:49:14


(+10, 10 Votes)

Von Borchi
Antwort zu Kommentar #3 von Felix


Und mal ganz abgesehen davon: selbst wenn die Union der SPD droht (was auch viel über den Zustand der Regierung aussagt, wenn die sich ständig gegenseitig erpressen müssen), braucht sich die SPD ja nicht daran zu halten. Das Grundgesetz wäre dann auf ihrer Seite.

Was sollte schon groß passieren?
Frau Merkel wird deswegen die Koalition nicht beenden:

1. Frau Merkel ist viel zu machtgeil, um wegen sowas, was eh früher oder später kommen wird, eine Koalition zu beenden. Und sie weiß ganz genau, dass es ihrer Beliebtheit nicht zuträglich wäre, wenn sie wegen einer Grundrechtsfrage (wo noch dazu die Mehrheit der Deutschen dafür ist) eine Regierung beendet.

2. Sie weiß, dass sie im Moment auf die SPD angewiesen ist. Die Grünen würden ohne Eheöffnung gar keinen Koalitionsvertrag unterschreiben. Und ihr Lieblingsprojekt Vorratsdatenspeicherung würde sie weder mit FDP noch mit den Grünen bekommen.

Die SPD kann also völlig gefahrlos von ihrem verfassungsgegebenem Recht des freien Mandats Gebrauch machen.

Die SPD muss sich jetzt entscheiden:
steht sie auf Seiten des Grundgesetzes, der Menschenrechte, des Mehrheitswillens und ihrer eigenen Wahlversprechen?
Oder steht die SPD auf Seite der Diskriminierung, des Hasses und des Verfassungsbruchs?


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#7
01.06.2015
14:53:08


(+10, 10 Votes)

Von Ersoy


Es wäre toll, wenn sich in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr Promis dem Appell anschließen würden....


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#8
01.06.2015
15:06:43


(+7, 9 Votes)

Von Borchi
Antwort zu Kommentar #6 von Borchi


"Oder steht die SPD auf Seite der Diskriminierung, des Hasses und des Verfassungsbruchs?"

PS: Und des Wahlbetrugs...


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#9
01.06.2015
15:49:24


(+5, 5 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da haben schon einige ihre Unterschrift unter den Appell gesetzt und ich habe das auch getan! Darum müssen es noch etliche mehr werden!


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#10
01.06.2015
16:00:31


(+7, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #2 von SaschaHM


"Vielleicht sollte man in Sachen Familienplanung nicht so sehr auf einen Haufen beziehungsloser Männer hören, die eine Frau verehren, die ohne Sex einen Sohn bekommen haben soll."
Das hat witz!
Überhaupt die kinderlosigkeit eben jener grundwerteversteher und fortpflanzungsbefürworter..


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