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  • 03.06.2015           6      Teilen:   |

Erneute Hinrichtungen

Angeblich wieder Schwule durch IS ermordet

Artikelbild
Zuschauer vor dem Gebäude in Mossul, von dem der IS bereits im Januar zwei Männer wegen angeblicher Homosexualität in den Tod gestürzt hatte. Von den Morden existieren jeweils weitere Bilder, die hier bewusst nicht veröffentlicht werden.

Sowohl im Irak als auch in Syrien scheint die Terrororganisation Männer wegen angeblicher Homosexualität in den Tod gestürzt zu haben.

Schon wieder gehen Bilder von der brutalen Ermordung von Männern aufgrund deren angeblicher Homosexualität um die Welt, verbreiten sich auf islamistischen Webseiten ebenso wie in sozialen Netzwerken.

Der "Islamische Staat" brüstet sich am Mittwoch, in der irakischen Stadt Mossul drei Männer von einem Hochhaus in den Tod gestürzt zu haben. Auf von der Terrororganisation selbst angefertigten Aufnahmen ist zu sehen, wie den Männern Augen und Arme verbunden wurden, bevor die Tat vollstreckt wurde. Einen Mann ließ ein Terrorist zuvor für einige Zeit in der Luft baumeln; er hielt ihn nur an den Armen fest, bevor er ihn fallen ließ.

Am Boden verfolgten Dutzende die Hinrichtung. Wie immer in den von der Miliz besetzen Gebieten ist die Freiwilligkeit dieser Art der Teilnahme unklar: Am Boden standen weitere IS-Kämpfer. Sie waren auch mit Steinen bewaffnet, sollte der Sturz in die Tiefe für einen Tod nicht ausreichen.

Das hohe Gebäude, von dem die Männer geworfen wurden, wird vom IS auch zu Trainingszwecken genutzt: Ein Propagandavideo zeigt etwa, wie sich Kämpfer von ihm abseilen. Im Januar waren von dem Gebäude schon einmal zwei Männer wegen angeblicher Homosexualität geworfen worden (queer.de berichtete).

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Weiterer Mord in Syrien?

Die Menschenrechtsorganisation "Syrian Observatory for Human Rights (SOHR)" mit Sitz in London hatte zugleich am Montag berichtet, in der syrischen Stadt al-Mayadin habe die Terrororganisation ebenfalls einen Mann wegen Homosexualität ermordet. Er sei von einem Felsen gestoßen worden, so die Organisation, der Mord sei vom IS allerdings nicht medial dokumentiert worden.

SOHR gilt als gut informiert, hat in der Vergangenheit aber auch schon zur Verbreitung von Falschmeldungen beigetragen. Anhand von Videodokumenten gibt es allerdings keinen Zweifel daran, dass der "Islamische Staat" in den letzten Monaten mehrere Männer getötet und die Hinrichtung mit ihrer angeblichen Homosexualität begründet hat – eine entsprechende Todesstrafe hatte er in seinem Strafrecht festgelegt (queer.de berichtete).

Ob Homosexualität der wahre Grund für die Hinrichtungen sind, lässt sich freilich nicht klären. Allein in Syrien habe der IS innerhalb eines Jahres ingesamt rund 2.600 Menschen ermordet, schätzt SOHR. Darunter seien rund 1.500 Zivilisten gewesen. (nb)

Mehr zum Thema:
» Standpunkt: Bitte verbreitet die Hinrichtungs-Bilder des IS nicht weiter! (09.03.2015)
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Tags: islamischer staat, hinrichtung, irak, syrien
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Reaktionen zu "Angeblich wieder Schwule durch IS ermordet"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
03.06.2015
17:01:38


(-3, 9 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


Die Ermordung von schwulen Männern durch islamistische Terroristen ist schlimm. Schlimm ist aber auch, dass der IS immer nähe kommt.
In dem faktisch nicht mehr bestehenden Terrorstaat Libyen warten Tausende von Menschen auf die Überfahrt nach Europa. Unter ihnen befinden sich -als "Flüchtlinge" getarnt- Kämpfer der IS, die demnächst ganz sicher auch in Europa Terror verbreiten werden.
Nachdem der Karnevalsumzug in Braunschweig in diesem Jahr wegen Terrordrohungen abgesagt werden musste, frage ich mich, wann der erste CSD abgesagt werden wird.


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#2
03.06.2015
22:35:24


(-2, 6 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


hört doch endlich auf, meldungen über den IS zu verbreiten.
keine aufmerksamkeit = weniger anhänger und weniger einnahmen.


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#3
03.06.2015
23:02:58


(+4, 4 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011
Antwort zu Kommentar #2 von schwarzerkater


Totschweigen? Auch hierzulande wurde die Verfolgung der Homosexuellen besonders in der NS-Zeit und danach totgeschwiegen. Was dieses für Folgen hat, sollte bekannt sein.


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#4
04.06.2015
13:44:03


(-3, 9 Votes)

Von Markus44


Furchtbar kann ich dazu nur sagen.

In Ägypten hätten wir heute ähnliche Bilder, wenn dort die islamistische Muslimbrüderschaft und Mursi an der Macht geblieben wären. Die Muslimbrüder in Ägypten sind ebenso islamistische Fanatiker und wollten in Ägypten die Scharia einführen.

Auch wenn der aktuelle neue Regierungschef auch ein islamischer Despot ist, so ist er mir in der Abwägung zu den islamistischen Fanatikern im Irak und in Syrien und den islamistischen Muslimbrüdern dann doch die liebere Wahl des kleineren Übels.

Grüne und Linke waren leider zu Zeiten des Arabischen Frühlings so naiv zu glauben, das sich bei freien Wahlen dort in Ägypten linke und liberale Gruppen/Partei durchsetzen könnten. Diese wurden von der islamistischen Muslimbrüderschaft hinweggeschwemmt und bereits in der von den Muslimbrüdern dann geplanten neuen Verfassung sollte die Scharia Teil der ägyptischen Verfassung werden.

Und so bin ich doch froh, das der General al-Sisi die Muslimbrüderschaft und Mursi in Ägypten gestürzt hat, denn er ist das kleinere Übel im Vergleich zu Mursi und den Muslimbrüdern.

Auch hätten wir unter den Muslimbrüdern ein Fluchtwelle koptischer Ägypter dann zu beobachten, so wie jetzt aus dem Irak, wo Jesiden und assyrische Christen flüchten müssen.


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#5
04.06.2015
14:04:32


(+2, 6 Votes)

Von Ernst Margold
Antwort zu Kommentar #4 von Markus44


Schön, dass Sie Ihr taktisches Verhältnis zu Menschenrechten, ihre situative Ethik und Ihr dubioses Verhältnis zu den Zehn Geboten in Erinnerung bringen. #frohn #leichnam


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#6
04.06.2015
15:52:40


(+2, 4 Votes)
 


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