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  • 03.06.2015           18      Teilen:   |

Femen-Aktion in Rabat

Marokko: Festnahmen nach Striptease gegen Homophobie

Artikelbild
Femen-Protest am Dienstag in Rabat. Neben diesem Foto wurde auch ein Video veröffentlicht (Bild: Femen)

Wegen "Obszönitäten" auf einem Moscheegelände in Rabat wurden zwei französische Femen-Aktivistinnen festgenommen und ausgewiesen.

Wegen eines Oben-Ohne-Protests für die Rechte von Lesben und Schwulen wurden am Dienstag zwei französische Femen-Aktivistinnen in der marokkanischen Hautpstadt Rabat vorübergehend festgenommen und ausgewiesen.

Der Zugriff erfolgte erst kurz vor ihrer Abreise nach Paris am internationalen Flughafen. Die beiden 25 und 30 Jahre alten Frauen wurden zudem vom Innenministerium mit einem Wiedereinreiseverbot belegt.

Am Vormittag hatten die beiden Frauen auf einem Moscheegelände am Hassanturm in Rabat für eine kurze Zeit ihre Oberteile ausgezogen und sich gegenseitig geküsst. Die Brust der einen Aktivistin war mit einer Regenbogenfahne bemalt, auf dem Oberkörper der anderen stand der Schriftzug "In Gay We Trust" (Wir vertrauen auf die Homosexualität). Ein Video der Aktion sowie Fotos wurden über soziale Netzwerke verbreitet.

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Drei Jahre Haft für homoexuelle Handlungen

Nach einem Bericht der marokkanischen Nachrichtenagentur MAP wurden die beiden Frauen von den Sicherheitsbehörden wegen "Obszönitäten" gesucht. Darüber hinaus wurden die vorübergehenden Festnahmen damit begründet, dass die Französinnen die "öffentliche Moral beleidigt" hätten.

In Marokko wird gleichgeschlechtlicher Sex mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Erst Ende Mai waren in der Stadt Taourirt im Nordosten des Landes drei Männer zur Höchststrafe verurteilt worden (queer.de berichtete).

Femen wurde 2008 in Kiew gegründet und versteht sich als neue globale Frauenbewegung. Markenzeichen sind seit rund fünf Jahren Oben-ohne-Aktionen, bei denen die Aktivistinnen ihre nackten Oberkörper mit Parolen gegen Sexismus oder Homophobie bemalen. Besonders aktiv waren die Aktivistinnen während der Proteste gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich (queer.de berichtete).

Auch im Kölner Dom hatte Femen schon protestiert: Am ersten Weihnachtsfeiertag 2013 war eine 20-Jährige zu Beginn des Gottesdiensts auf den Altar gesprungen und hatte ihre Brust enthüllt, auf der "I am God" stand (queer.de berichtete). Die heute 22-Jährige wurde ebenfalls am Dienstag in zweiter Instanu wegen "Störung der Religionsausübung" zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt.
Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck hatte die Aktion damals verurteilt und eine "angemessene Bestrafung" gefordert. (cw)

Youtube | Video der Aktion am Hassanturm
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Tags: femen, marokko, rabat
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Reaktionen zu "Marokko: Festnahmen nach Striptease gegen Homophobie"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
03.06.2015
16:59:56


(+3, 3 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Das sind sehr mutige Frauen! Hut ab!


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#2
03.06.2015
18:24:56


(-3, 5 Votes)

Von Klaro


Solche Aktionen passen weder in den Kölner Dom noch vor eine Moschee in Marokko!
Wenn Schwule und Lesben nicht in der Lage sind, auf die religiösen Gefühle ihrer MItmenschen Rücksicht zu nehmen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie von religiös-konservativer Seite bekämpft werden.


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#3
03.06.2015
19:01:17


(+5, 7 Votes)

Von tittenterror


Was haben diese zwei "mutigen" französischen Frauen kurz-, mittel- und langfristig -Ihrer Kölner Meinung nach- in Marroko für Schwule erreicht?

Bildmaterial? Für wen? Sind sie eher Putins laute oder stille Helfer?

Was hat dieser "Striptease" gegen die Homohobie in Marokko, Nord-Afrika, Afrika getan?

Wem nutzt die Krawall-Strategie? Wem schadet die Krawall-Strategie?


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#4
03.06.2015
19:13:54


(-1, 3 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Chapeau, mesdames!


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#5
03.06.2015
19:16:13


(+3, 5 Votes)
 
#6
03.06.2015
19:26:42


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Wird Sex zwischen Frauen überhaupt strafrechtlich verfolgt in Marokko?


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#7
03.06.2015
19:31:30


(+3, 5 Votes)

Von tastentunte
Antwort zu Kommentar #3 von tittenterror


"Fotos der Aktion wurden über soziale Netzwerke verbreitet." !!!

Vermutlich die gleichen Netzwerke, die die Mullahs im Iran gestürzt haben, Putin in Isolation und Verzweiflung posteten und gerade dabei sind, die Krim frei zu twittern und online* die Homo-Ehe in Deutschland erzwingen? O tempora, o traffic...

* zählt man da noch?


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#8
03.06.2015
20:00:06


(+2, 4 Votes)
 
#9
03.06.2015
20:13:42


(+2, 4 Votes)

Von gefunden
Antwort zu Kommentar #8 von dem sternchen


Hier waren Frau Hiller, Frau Stern und Frau Markmann auch schon:

Link zu www.demotix.com


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#10
03.06.2015
20:43:49


(+4, 4 Votes)

Von non-white


Tolle Aktion!

Momentan wäre ihr Busen-Auftritt als Kiss-In beim Bundespräsidenten, während des Besuchs eines Staatsgastes, im Kanzleramt oder auf den Besucherrängen im Bundestag, das beste Mittel zur Durchsetzung der Homo-Ehe.


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