Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 05.06.2015, 08:14h           47      Teilen:   |

Gleiche Rechte für Lesben und Schwule

Ehe für alle: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen

Artikelbild
Katholisch, ledig, basisdemokratisch: Frank Henkel, seit 2008 Vorsitzender des CDU-Landesverbands Berlin, organisert den innerparteilichen Diskussionsprozess (Bild: CDU Berlin)

In der Hauptstadt will CDU-Chef Frank Henkel die 12.500 Parteimitglieder fragen, ob die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet werden soll.

Trotz des Machtworts des CDU-Bundesvorstands vom Montag, dass es keine über den Koalitionsvertrag hinausgehende Gleichstellung geben wird, kommt in der Union die Debatte um eine Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare nicht zur Ruhe. Jetzt will der Berliner Landesvorsitzende Frank Henkel die rund 12.500 Parteimitglieder in der Hauptstadt über diese Frage abstimmen lasssen.

Er werde dem Landesverband vorschlagen, "ein Meinungsbild herzustellen", sagte der Innensenator und Bürgermeister gegenüber dem "Tagesspiegel". "Wir müssen uns die Mühe machen, diese emotionale Frage sachlich und ausgiebig zu diskutieren." Das Abstimmungsverfahren will er in den kommenden Wochen in der Partei klären.

Fortsetzung nach Anzeige


Gesellschaftspolitische Positionen nicht "von oben" verordnen

"Die gesellschaftliche Debatte ist da. Niemand sollte davon ausgehen, dass sie einfach wieder verschwindet", begründete Henkel seinen überraschenden Vorstoß. Es müsse der Anspruch sein, solche gesellschaftlichen Fragen "politisch zu klären". Gesellschaftspolitische Positionen dürften nicht "von oben" verordnet werden, so der Innensenator. "Führung heißt in dem Fall, einen innerparteilichen Diskussionsprozess zu organisieren. Das will ich tun."

Frank Henkel selbst wollte sich nicht auf eine Position festlegen. Es gebe "gute Argumente", die Ehe von Mann und Frau "weiter zu privilegieren", meinte er im "Tagesspiegel". Andererseits hätten Parteifreunde wie Jens Spahn Argumente, "die gewichtig sind und die ich ernst nehme". Bereits vor dem irischen Referendum hatte sich der Generalsekretär der Berliner CDU, der Bundestagsabgeordnete und "Großstadtbeauftragte" Kai Wegner, für eine Ehe-Öffnung ausgesprochen (queer.de berichtete).

Von den Lesben und Schwulen in der Union (LSU) wurde Henkels Vorschlag begrüßt. "Mit einer Mitgliederbefragung nimmt die CDU Berlin eine Vorreiterrolle in Sachen innerparteilicher Demokratie ein", sagte der stellvertretende Vorsitzende der LSU Berlin Matthias Steuckardt. "Dahinter darf die Bundespartei nicht zurückstehen!" Er sei überzeugt davon, dass sich die Unionsmitglieder für eine Öffnung der Ehe aussprechen werden.

Auf das Abstimmungsverhalten Berlins am kommenden Freitag im Bundesrat hat die Mitgliederbefragung keine Auswirkung. Bei der Frage der Öffnung der Ehe wird sich die rot-schwarze Landesregierung aufgrund eines Vetos der CDU enthalten (queer.de berichtete). (mize)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 47 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 941             8     
Service: | pdf | mailen
Tags: frank henkel, cdu berlin, ehe für alle
Schwerpunkte:
 Homo-Ehe in Deutschland
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Ehe für alle: Berliner CDU lässt die Mitglieder abstimmen"


 47 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
05.06.2015
08:26:22
Via Handy


(-1, 7 Votes)

Von ForMarriageEquality


Geht doch!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
05.06.2015
08:34:39


(-7, 13 Votes)

Von GeorgG


" hätten Parteifreunde wie Jens Spahn Argumente, "die gewichtig sind, und die ich ernst nehme"

Ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die CDU von innen(!) heraus zu reformieren.

Queer.de sollte aufhören, auf Leute wie Jens Spahn herum zu hacken, sondern ihm danken für seine schwierige Tätigkeit in der CDU.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.06.2015
08:40:16


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


Wenigstens mal nicht GANZ so selbstherrlich und starrsinnig wie die CDU als Ganzes...

...am End' muß die Partei noch einsehen, daß ihre Mitglieder mehrheitlich FÜR die Eheöffnung sind?

Wenngleich ich hier nun wirklich nichts "pro CDU" äußern möchte (ich komme ursprünglich aus Bayern und bin quasi unter CSU-"Diktatur" aufgewachsen), aber das wäre ja wenigstens mal ein WINZIGER Silberstreif am Horizont.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.06.2015
08:51:15


(-1, 5 Votes)

Von Simon1979


Ein sehr richtiger und wichtiger Hinweis, die Lesben und Schwulen in der Union verdienen unsere Unterstützung!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
05.06.2015
09:11:25


(+6, 12 Votes)

Von retfgf4ertgr


Augenwischerei.

Im Bundesrat wird Mitte Juni darüber abgestimmt. Berliner CDU will aber viele Wochen diskutieren. Dh Berlin wird im Bundesrat nicht dafür stimmen.

Ziel der Berliner CDU ist die Ehe zu blockieren ohne in der Großstadt Wähler zu verlieren. Der Plan: Diskriminierung über die Zeit. Man tut so als sei man offen in dr Frage Eheöffnung, wählt aber ein internes Abstimmungsverfahren mit laaaaaaaangem Zeithorizont. Bis das interne Abstimmungsverfahren durch ist, ist die Eheöffnung schon längst wieder in der medialen Versenkung verschwunden und dann wird die Berliner CDU das Thema natürlich "vergessen".

Durchsichtiges homophobes Ablenkungsmanöver.

Und wie ich sehe, fallen hier viele drauf rein. Ist schon ziemlich peinlich, wenn man auf durchsichtige Manöver der Homohasserpartei CDU reinfällt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
05.06.2015
09:22:14


(+6, 8 Votes)

Von Silencio
Aus Berlin
Mitglied seit 21.06.2013


Hier wäre DIE Gelegenheit gewesen für die CDU, sich als Großstadtpartei zu präsentieren. Sie vergibt leichtfertig eine große Chance. Sie hätte durchaus argumentieren können, dass die SPD als stärkerer Koalitionspartner das Ja forciert. So legt die CDU einfach ein Veto ein und blockiert so eine Möglichkeit Stimmen aus dem Lager zu bekommen, der etwas moderner und liberaler denkt. In der Hinsicht hat Spahn tatsächlich Recht, wenn er sagt, es gehe hier nicht nur um die Ehe, sondern um ein generelles Image, dass der CDU in Großstädten jedenfalls schadet.
Jammern darf die Partei nicht, wenn sie in keiner einzigen Großstadt mehr führende Partei ist, da hilft auch kein Großstadtbeauftragter.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
05.06.2015
09:29:40


(+6, 6 Votes)

Von undertow_
Antwort zu Kommentar #5 von retfgf4ertgr


Berlin hätte aber auch ohne diese Mitgliederbefragung nicht dafür gestimmt im Bundesrat. Und natürlich ist das allein die Schuld der CDU. Aber diese Mitgliederbefragung wird den Druck auf Merkel erhöhen, kommt sie doch aus ihrer eigenen Partei. Ich glaube, dass ihr DAS viel mehr zu denken geben wird, wenn die Mehrheit der Berliner Mitglieder pro Ehe für Alle ist.
Vielleicht ziehen ja andere Landesorganisationen nach. Zu hoffen wäre es.

Du hast aber vollkommen recht, dass man diese Befragung jetzt nicht als Beruhigungspille hinnehmen soll. Ganz im Gegenteil: der Druck muss aufrecht erhalten bleiben! Solange bis die Eheöffnung beschlossen ist!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
05.06.2015
09:55:19


(+5, 9 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #5 von retfgf4ertgr


Das Thema wird nicht ganz so schnell verschwinden.
Wenn das Thema in einigen Wochen in den USA durch ist, dann wird das hier für ein Erdbeben sorgen und die Diskussion umso heftiger entflammen, wenn Merkel sich lieber dem Osten gesellen will.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
05.06.2015
10:09:20


(+1, 5 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Soller doch. "Wir" gaywinnen doch sowieso diesen lautlosen Krieg!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
05.06.2015
10:14:09


(+2, 4 Votes)

Von Silencio
Aus Berlin
Mitglied seit 21.06.2013
Antwort zu Kommentar #8 von David77


Was USA angeht, da ist meine Hoffnung nicht so groß, dass es da ein für alle Bundesstaaten geltendes Urteil geben wird. Der Supreme Court wird eher eine kleine Lösung suchen, denn es ist ziemlich gespalten in konservative und liberale Richter, wobei die Konservativen leicht in der Überzahl sind. Kennedy (auf den es wahrscheinlich ankommt) hat im Kalifornien-Fall betont, dass den Bundesstaaten die Rolle zukommt, ob die Ehe eingeführt werden soll. Er hat damit den Supreme Court in gewisser Weise als nicht zuständig erklärt. Das Problem, das aber jetzt auftaucht, welches Recht gilt, wenn ein legal verheiratetes Paar in einen Staat zieht, wo die Ehe zwischen Mann und Mann / Frau und Frau verboten ist. Da bin ich gespannt, was Kennedy dazu zu sagen hat.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Russische Abgeordnete: FIFA-Game ist Homo-"Propaganda" Trump holt Homo-Hasser Ben Carson in sein Kabinett About a Trans-Boy Wahlniederlage für Homo-Hasser Yahya Jammeh
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt