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  • 05.06.2015, 13:57h           27      Teilen:   |

Bundespräsident zur Gleichstellung

Ehe für alle: Verdruckster Segen von Gauck


Der Bundespräsident gab einem Kirchentag-Besucher sein "unbedingtes Ja zur Aufklärung" (Foto: EnergieAgentur.NRW / flickr / cc by 2.0)


Hat Deutschlands Staatsoberhaupt auf dem Kirchentag "Ja" zur Ehe-Öffnung gesagt? Darüber wird im Netz diskutiert.

Von einer "kleinen Sensation", gar einem "politischen Beben" schreibt der geschätzte Nollendorfblogger Johannes Kram über eine Äußerung von Bundespräsident Joachim Gauck auf dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Der Südwestrundfunk ist da etwas zurückhaltender: "Gauck zeigt Sympathie für Homo-Ehe", ist bei den öffentlich-rechtlichen Kollegen zu lesen.

Was hat Gauck nun wirklich gesagt auf die Frage eines Kirchentag-Teilnehmers, was er von der Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare halte?

Jan Feddersen, der für die links-alternative "taz" aus Stuttgart berichtet, fasst die Antwort des Bundespräsidenten wie folgt zusammen:

Er habe in seinem Leben mehrere Phasen seines Glaubens durchgemacht, heute nehme er es als Geschenk, dass dieser Glaube "und mein unbedingtes Ja zur Aufklärung" zueinander passten. "Aus dem Grund bin ich für all das, was Menschen befreit und von Entfremdung löst."



Eine konkrete Empfehlung an die Politik wollte Gauck nicht formulieren – unter Hinweis auf die notwendige politische Zurückhaltung des Bundespräsidenten.

Jan Feddersen selbst meint: "Fröhlicher, eleganter und beherzter ist ein Ja zur Ehe für alle bislang nicht formuliert worden."

Doch hat das deutsche Staatsoberhaupt die Bundesregierung mit seinem "unbedingten Ja zur Aufklärung" nun wirklich größtmöglich abgewatscht, oder hätte Gauck bei diesem Menschenrechtsthema doch etwas deutlicher werden können? Als der Bundespräsident im April das Massaker an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg zurecht als "Völkermord" bezeichnete und damit die Türkei verstimmte, hatte er schließlich auch keine freundlichen Umschreibungen gewählt.

Unbestritten ist: In seiner Amtszeit hat sich Gauck mehrfach für LGBT-Rechte eingesetzt, etwa bei einer Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf (queer.de berichtete). Bereits 2013 hatte er die Gleichstellung eingetragener Lebenspartner in Deutschland angemahnt (queer.de berichtete). Und erst vor wenigen Wochen gratulierte er dem Lesben- und Schwulenverband zum 25-jährigen Jubiläum (queer.de berichtete).

In seinem Grußwort an den LSVD hieß es, dass Menschenrechte "universell gültig" seien und somit kein Staat ein Recht auf Diskriminierung habe. Diese Worte hätte ich auf dem Kirchentag (noch) lieber gehört. (mize)

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Tags: joachim gauck, bundespräsident, kirchentag, ehe für alle
Schwerpunkte:
 Homo-Ehe in Deutschland
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Reaktionen zu "Ehe für alle: Verdruckster Segen von Gauck"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.06.2015
14:42:09


(+1, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Den Nollendorfblogger kann man doch gar nicht für voll nehmen:
Link:
samstagisteingutertag.wordpress.com/2014/12/10/sch
luss-mit-verharmlosung/


Und Feddersen schon mal gar nicht:
Link zu www.eurovision.de


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#2
05.06.2015
16:13:10


(+5, 9 Votes)

Von Felix


Es wäre ein tolles Zeichen, wenn Herr Gauck öffentlich seine Unterstützung für die Eheöffnung kundtun würde.

Damit würde er zeigen, dass er Präsident ALLER Deutschen ist und nicht nur eines Teils...


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#3
05.06.2015
17:04:46


(+1, 5 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


In der Aufzählung fehlt noch dieses "see more at:..."-Gedöns.


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#4
05.06.2015
17:08:42


(+2, 10 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ist mir egal, ob er hätte noch deutlicher werden können oder sollen. Er zeigt sich queerfreundlich und gut ist. Sein Grußwort an den LSVD ist doch wirklich umfassend und er muss ja nicht zum Maskottchen für queere Gleichstellung werden und hunderte Besucher eines Sekt(en)empfangs nen Herzkasper zumuten.


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#5
05.06.2015
18:12:47
Via Handy


(+1, 5 Votes)

Von MiezeMuc
Antwort zu Kommentar #3 von Harry1972


Die letzten Tage gabs keinen Link mehr zu Franzls Freund Sehr angenehm. Aber ob mit oder ohne Link, es liest ja eh keiner.


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#6
05.06.2015
19:15:13


(+8, 10 Votes)

Von gggast


Mir würde schon reichen, wenn die (auch von meinen Zwangsabgaben finanzierten) ÖR-Sender endlich aufhören würden, von Homo-Ehe zu schreiben, sondern von Gleichberechtigung in der zivilen Ehe (oder so ähnlich).

Zum einen würde damit klar, dass es kein besonderes Rechtsobjekt ist und zum anderen, dass es sich um eine Errungenschaft der Zivilgesellschaft handelt. Das würde u.A. auch den Kirchen den Wind aus den Segeln nehmen, die für ihre Ehen gewisse Sonderrechte beanspruchen.


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#7
05.06.2015
20:07:50


(+9, 13 Votes)

Von Nico


Gerade von einem Bundespräsidenten erwarte ich, dass er deutlicher Stellung bezieht. Gerade in Menschenrechtsfragen.


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#8
05.06.2015
20:57:32


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #3 von Harry1972


Bitte schön, gern geschehen...
>>>Jan Feddersen interviewt David Berger, David Berger lobt Jan Feddersen, beide ätzen gegen Queer, Links und Gender. Zwei Neonazis von einem braunen Blog? Nein, Berger ist (designierter) Ex-Chefredakteur der Schwulenzeitschrift Männer und Feddersen Redakteur bei der sogenannten linken Tageszeitung taz. Das homosexuelle Berliner Traumpaar ist zornig und traurig,... <<< - See more at:
Link:
reiserobby.de/ist-das-neukoellner-schwuz-antisemit
isch/#sthash.z9tLRAkD.dpuf


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#9
05.06.2015
21:51:41


(+10, 12 Votes)

Von Heiner
Antwort zu Kommentar #7 von Nico


Volle Zustimmung!

Von einem Bundespräsidenten erwarte ich, dass er sich (gerade bei der Diskriminierung von Minderheiten) nicht nur verklausuliert ausdrückt, sondern dass er da deutliche Worte findet.

Aber scheinbar hat auch er Angst, der überführten Lügnerin Angela Merkel die Wahrheit zu sagen.


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#10
06.06.2015
04:07:01


(+5, 15 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


Wer erwartet wirklich ernsthaft eine klare Positionierung von unserem "narzistischen und selbstverliebten Gauck(ler)" aus dem Schloß Bellevue? Ich nicht! Er tat sich bisher mit unsäglichen Ansichten, Statements und Auftritten hervor. Das Merkel seinerzeit bei der Wahl Gaucks' anscheinend "not amused" war, halte ich für eine Märchen. Das wurde uns nur so verkauft. In Wirklichkeit spielt Gauck einen "Trojaner" in seinem Schlößchen und ist der brave Pudel von unseren "FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda" Merkel. Schickt diesen Typen samt Merkel endlich in Renete-aber ohne Bezüge!

Und seine neueste kyrptische Äußerung ist bei näherem Hinsehen eine Zumutung: Seit wann bin ich als Schwuler "eine Phase, die man durchmachen muss, um mich letztlich zu akzeptieren. Klingt so, als ob ich ein Krebsgeschwürr wäre, mit dem man sich irgendwie arrangieren müsste.

Na danker auch!


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