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  • 05.06.2015, 14:55h           11      Teilen:   |

Nach Inzest-Vergleich

Jusos und Schwusos fordern Kramp-Karrenbauer zum Rücktritt auf

Artikelbild
Die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer, seit 2011 Ministerpräsidentin des Saarlands, verliert auch beim Koalitionspartner SPD an Rückhalt (Bild: Staatskanzlei Saarland)

Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD und die Jungsozialisten im Saarland haben Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer aufgefordert, persönliche Konsequenzen aus ihren Aussagen zur Ehe für alle zu ziehen.

Die CDU-Politikerin, die das Saarland zusammen mit den Sozialdemokraten regiert, hatte am Dienstag in einem Interview gleichgeschlechtliche Ehen abgelehnt und diese mit Polygamie und Inzest verglichen (queer.de berichtete).

"Kramp-Karrenbauer schürt durch ihren völlig abstrusen Vergleich gezielt Ressentiments gegenüber einer Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare und wird in ihrem Gesellschaftsbild schon lange von der Mehrheit der Bevölkerung und seit Neustem gar von ihrer eigenen CDU-Landtagsfraktion überholt", erklärte der Landeschef der Schwulen und Lesben in der SPD, Edgar Spengler-Staub.

"Auch die einhellige Reaktion der bundesweiten Öffentlichkeit zeigt, auf welch dünnem Eis sich die Ministerpräsidentin in dieser Angelegenheit argumentativ bewegt", so Spengler-Staub. "Sie hat mit ihren Äußerungen dem Ansehen des Saarlands ungemein geschadet und sollte sich überlegen, ob sie den Anforderungen ihres Amtseides noch genügt und persönliche Konsequenzen daraus ziehen."

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Parallel zur Forderung der Schwusos wurde von einer Privatperson eine Onlinepetition gestartet, die den Rücktritt Kramp-Karrenbauers als Ministerpräsidentin und CDU-Landesvorsitzende verlangt. Für Samstag haben die Jusos zudem allgemein zu einem Kiss-in zur Ehe für alle vor der Staatskanzlei aufgerufen (queer.de berichtete).

Trotz eines Proteststurms und einer Strafanzeige (queer.de berichtete) lehnte Annegret Kramp-Karrenbauer bislang eine Entschuldigung für ihre Äußerungen ab. Von queer.de bekam die CDU-Politikerin deshalb am Donnerstag die "Homo-Gurke" verliehen (queer.de berichtete). (mize)

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Tags: annegret kramp-karrenbauer, saarland, ehe für alle, edgar spengler-staub
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 Annegret Kramp-Karrenbauer
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Reaktionen zu "Jusos und Schwusos fordern Kramp-Karrenbauer zum Rücktritt auf"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
05.06.2015
15:30:10
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Ex Saarländer


Und ausgerechnet der sog Schwuso Vorsitzende aus dem Saarland Spengler tritt da hervor.... hat er nicht auch schon einen häufigen Parteienübertritt hinter sich? Sehr glaubwürdig!

In der Sache stimme ich zu


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#2
05.06.2015
16:11:51


(+4, 6 Votes)

Von Robin


Wenn die SPD es ernst meint, kann sie jederzeit die Koalition mit Frau Kramp-Karrenbauer beenden.

Aber das werden sie im Saarland genauso wenig tun wie im Bund oder in anderen Bundesländern... Wir kennen ja die SPD: viel Lärm um nichts.


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#3
05.06.2015
16:49:41


(+5, 9 Votes)

Von PAOLO


Man sollte mal das privatleben dieser person durchleuchten oder auch auf eventuelle unregelmässigkeiten im hinblick auf missbrauch ihrer politischen position checken ,solche hetzer haben meistens irgendwelchen dreck am stecken.


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#4
05.06.2015
18:14:29


(+4, 6 Votes)

Von Tommi


*Die Möse muss brennen*....so oder so ähnlich kommentiert man bei Facebook . :-D Im Ernst, weg mit der Dame die in der Mitte des letzten Jahrhundert hängen geblieben ist!


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#5
05.06.2015
20:18:26


(+4, 6 Votes)

Von Roman Bolliger


Mit dieser Frau als Ministerpräsidentin bleibt Saarlands CDU-Karren im Sumpf stecken. Die SPD soll sich hüten diesen befreien zu wollen. Das gibt nur einen extrem schmerzhaften Krampf, da versinkt die SPD mit bis zum Hals. Was für ein hässliches Bild.


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#6
06.06.2015
04:18:16


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


Die CDU/CSU hat sich in den letzten Jahren mit Statements, Sprachformulierungen und Ansichten hervorgetan, die man zweifellos bei der NSDAP ansiedeln kann. Mehr muss ich nicht dazu sagen.


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#7
06.06.2015
12:16:46


(+5, 5 Votes)

Von Heiner


Komisch nur, dass die ihre eigenen Genossen, die sowas auch noch unterstützen, weder im Saarland noch im Bund zum Rücktritt auffordern.

Daran sieht man, dass es nicht um die Sache selbst geht, sondern nur darum viel Wind zu machen, um dem politischen Gegner zu schaden und so vom eigenen Versagen abzulenken...


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#8
06.06.2015
12:34:02
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von LukasReisender


Ich geb dir da recht, die Sozis werden fest an der Seite der CDU stehen.

Oben wurde es ja angesprochen, man sehe sich den Schwuso Vorsitzenden im Saarland an;)


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#9
06.06.2015
17:35:38


(-10, 10 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ab heute wird zurückgetreten und manche kriegen bei dem Gedanken, Frau Kramp-Karrenbauer wird bald zurücktreten, bekommen The Dad und Co mal wieder einen Pflaumensturz, wetten daß???


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#10
08.06.2015
16:01:01


(-2, 4 Votes)

Von Baum


Ehrlich, ich find die Forderung übertrieben. Wenn jeder zurücktreten müsste, weil er/sie was gesagt hat, was jemandem nicht passt, gibts niemandem mehr, der von irgendeinem Amt zurücktreten könnte. Ist es nicht sinnvoller, ihre Argumentation sachlich zu widerlegen, statt eine Petition zu starten?


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