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  • 06.06.2015, 09:36h           76      Teilen:   |

Debatte um Ehe für alle in der Union

Von der Leyen gibt sich als Homo-Mutti

Artikelbild
Von der Leyen auf einem CDU-Parteitag

Die Verteidigungsministerin habe sich im CDU-Präsidium für "eine weitgehende Gleichstellung" von Homo-Paaren ausgesprochen, heißt es im "Spiegel".

Von Norbert Blech

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterstützt eine "weitgehende Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe". Das berichtet das Magazin "Der Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe.

"Damit nimmt sie in der Debatte eine andere Haltung ein als Kanzlerin Angela Merkel", so das Magazin, das die Äußerung der Ministerin auf eine Sitzung des CDU-Präsidiums am letzten Montag terminiert. Während der Bericht offen lässt, was von der Leyen unter "weitgehend" versteht, scheint mit der wohl gezielt platzierten Aussage in dem Magazin klar, dass sich die 56-Jährige als vermeintlich liberale Nachfolgerin von Merkel ins Gespräch bringen will.

Zwar müsse man behutsam vorgehen, aber auch feststellen, dass sich in der Gesellschaft etwas fundamental geändert habe, so von der Leyen laut "Spiegel" in der Sitzung. In ihrer Familie sei es kein Problem mehr, wenn im größeren Familienkreis zwei Männer oder Frauen eine Lebenspartnerschaft eingehen: "Die alten Tanten haben dann Tränen in den Augen und freuen sich, dass die Neffen und Nichten jemanden gefunden haben."

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Festhalten am Koalitionsvertrag

Nach dieser Präsidumssitzung hatte CDU-Generalsekretär Peter Tauber allerdings verkündet, man sei sich "am Ende einig gewesen, dass wir keine weiteren Schritte, die über das, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist (…), hinaus gehen wollen" (queer.de berichtete). Zwar hatte unter anderem Präsidiumsmitglied Jens Spahn danach gesagt, dass die Diskussion durchaus offener verlaufen sei; die Entscheidung, Homo-Paaren weder das Adoptionsrecht noch die Ehe zu geben, scheint aber fest zu stehen.

Im Laufe der letzten Tage hatten sich einige Abgeordnete aus CDU und CSU für eine Ehe-Öffnung oder zumindest eine Freigabe der Abstimmung darüber ausgesprochen (queer.de berichtete); Generalsekretär Peter Tauber hatte danach aber erneut betont, die Frage nicht als Gewissensentscheidung zu sehen. Es gebe auch keinen positiven Parteitagsbeschluss für weitere Gleichstellungen.

Konservative Kreise werden lauter

Ein 14 Jahre altes Motiv, das sich damals gegen die Einführung von Lebenspartnerschaften richtete, aber noch heute aktuell scheint
Ein 14 Jahre altes Motiv, das sich damals gegen die Einführung von Lebenspartnerschaften richtete, aber noch heute aktuell scheint

Zudem gibt es Widerstand gegen eine Ehe-Öffnung innerhalb der Partei, der sich zunehmend formiert. Die Warnung der Ministerpräsidentin des Saarlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, vor Vielehe und Polygamie ist da nur das bekannteste Beispiel (queer.de berichtete).

Laut "Spiegel" machen mehrere Bundestagsabgeordnete, die sich zum konservativen "Berliner Kreis" zusammengeschlossen haben, mit einem Papier Front gegen eine Gleichstellung. "Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben mit Ehe die Gemeinschaft von Mann und Frau gemeint", heißt es darin. Zu dem Kreis gehört etwa Erika Steinbach, die sich diese Woche mit "militanten Homoaktivisten" anlegte (queer.de berichtete).

Der "Konservative Aufbruch in der CSU" hatte bereits Anfang der Woche ein Papier veröffentlicht, in dem vor einer "Zerstörung von Ehe und Familie" gewarnt wurde. Die Union solle sich nicht "vor den Karren linker Gesellschaftsveränderer" spannen lassen.

Gegenüber der AfD-nahen "Initiative Familienschutz" hatte eine CDU-Bundestagsabgeordnete angegeben, Deutschland solle sich besser für Irlands Referenden zur Abtreibung interessieren als für das Ja zur Ehe für alle (queer.de berichtete). Der nordrhein-westfälische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker schrieb inzwischen der Initiative unter Verweisen unter anderem auf Kardinal Joachim Meißner, er werde "weiter gegen die Gleichstellung votieren".

In einem Blogbeitrag hatte die Abgeordnete Veronika Bellmann geschrieben, angesichts der Wahlbeteiligung hätten die Iren gar nicht für die Gleichstellung gestimmt (queer.de berichtete). Während eine niedersächsische Abgeordnete im Landtag vor der Anerkennung von Schulhof-Ehen warnte (queer.de berichtete), schrieb der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Thüringer Landesvorsitzende Christian Hirt in einer Pressemitteilung, es gebe angesichts der Kinderlosigkeit der Deutschen und der kleinen Zahl von Lebenspartnerschaften "andere drängende familienpolitische Sorgen" als die Ehe-Öffnung.

Noch nicht öffentlich zu Wort gemeldet hat sich die Bundeskanzlerin. Laut Presseberichten sagte sie aber in der Präsidiumssitzung vom Montag, dass es "einen Unterschied" gebe "zwischen einer Ehe, die zwischen Mann und Frau geschlossen wird", und einer Lebenspartnerschaft (queer.de berichtete). Diesen Unterschied zu benennen, sei noch keine Diskriminierung.

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Tags: ehe-öffnung, cdu, ursula von der leyen, angela merkel
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Reaktionen zu "Von der Leyen gibt sich als Homo-Mutti"


 76 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.06.2015
09:48:20


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


"Weitgehend" ist nicht vollständig und somit weiterhin diskriminierend.

So einfach ist das.


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#2
06.06.2015
09:53:18


(+2, 6 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Oho! Setzt sich ZensUrsula da tatsächlich für uns ein oder bringt sie sich in Pose,um auf den Kanzlerposten zu schielen?


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#3
06.06.2015
10:15:13


(+8, 10 Votes)

Von MarcHB


NIX DA!

Langsam reicht es!!!

Nicht "weitgehend" - vollständig!


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#4
06.06.2015
10:16:42


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Homonklin44


Im Gegensatz zu den herrenmenschlichen Hinterwäldlern aus den germanischen Sümpfen weiß Frau von der Leyen genau, was in der führenden Ländern der NATO (USA, UK etc.) abläuft. Auch was die Rechtsentwicklung betrifft.

Was unsere Postfaschisten noch für 'linksgrün' halten, wird zum Standard in den Ländern, die uns einst vom Faschismus befreiten.


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#5
06.06.2015
10:16:46


(+6, 8 Votes)

Von MichaelTh
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von VeganBear


VeganBear, genau das war auch mein erster Gedanke. "Weitgehende" Gleichstellung haben wir ja schon. Aber das ist eben KEINE Gleichstellung!

Also nur hohles Geschwafel ohne Konsequenz.


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#6
06.06.2015
10:22:54


(+7, 9 Votes)

Von 1245uzhtgf


Zensursula soll der Union jetzt in den Medien ein homofreundlicheres Image geben. Die geleakte Info Leyens für die "weitgehende Gleichstellung" aus dem CDU-Präsidium war von der CDU geplant.

Strategie der Union:

- So tun als seien einige in der Union für die Gleichstellung, damit Medien positiv über die Union berichten
- Tatsächlich aber eisern den Diskriminierungskurs fortführen, keine Ehe, kein Adoptionsrecht, keine weiteren Angleichungen, keine freie Abstimmung im Bundestag

Durchsichtig, gell?


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#7
06.06.2015
10:40:44


(0, 6 Votes)

Von Unsympathisch


Unsympathischste Person auf der ganzen Welt.


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#8
06.06.2015
10:46:09
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wir wollen keine weitgehende Gleichstellung. Wir brauchen keine speziellen Gesetzte um uns bloss ein bisschen Rechte zu gewähren, wir brauchen auch nirgends mehr eine Homo-Ehe!

Schluss mit der Diskriminierung! Wir wollen nur Gleichstellung. Und zwar in allen Rechtsbereichen. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist ein erster, wichtiger Schritt, Denjenigen den man liebt heiraten zu können ist grundlegendstes, elementarstes Menschenrecht.

Stellt euch vor, Juden dürften nicht heiraten, sondern nur eine "Judenehe" mit beschränkten Rechten eingehen. Faschismus pur! Mit uns wird das aber gemacht!

Das Allerschlimmste ist, die kommen sich auch noch als gönnerhaft oder als Gutmenschen vor.Mann wie habe ich das alles satt!


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#9
06.06.2015
10:58:17


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Die Machtgeile denkt schon über die nachmerkelzeit, da hat sie aber sehr sehr lange Zeit dafür, leider.


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#10
06.06.2015
11:01:40


(+4, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Diesen Unterschied zu benennen, sei noch keine Diskriminierung."

Nur wegen diesem Satz müßte sie umgehend zurücktreten, weil sie den Begriff "Diskriminierung" falsch definiert.


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