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István Tarlós von der nationalkonservativen Partei Fidesz ist seit 2010 Bürgermeister von Budapest (Bild: Wiki Commons / Krzesińska / CC-BY-SA-3.0)

Der Fidesz-Politiker István Tarlós möchte den Budapest Pride in diesem Jahr an den Stadtrand verbannen.

Diese "persönliche Meinung" äußerte der Bürgermeister nach Angaben der Tageszeitung "Pester Lloyd" am Freitag auf einer Pressekonferenz. Er finde das "ganze Event unnatürlich und eklig" meine Tarlós auf die Frage eines Journalisten. Eine Demonstration von Lesben und Schwulen passe "nicht in das würdevolle, historische Ambiente der Andrássy út". Er habe nichts dagegen, wenn die zuständigen Behörden "die Sache aus dem Stadtzentrum auf das Gelände des Gemüsegroßmarktes am Stadtrand verlegen" würden. Diese Idee hatte Tarlós bereits am Donnerstag in einem TV-Interview geäußert.

Die CSD-Veranstalter gehen unterdessen weiterhin von einer Parade in der Innenstadt aus. In den vergangenen Jahren hatten sie ihr Demonstrationsrecht mehrfach mit Hilfe von Gerichten erstreiten müssen (queer.de berichtete). Zum 20. Budapest Pride am 11. Juli erwarten sie eine Rekordzahl an Teilnehmern.

István Tarlós, der seit 2010 Bürgermeister von Budapest ist, gehört zu den homophobsten Politikern in Ungarn. Bereits im Jahr 2011 hatte er in einem Brief an Klaus Wowereit jedwede Unterstützung für die schwul-lesbischen Eurogames abgelehnt, weil er "eine solche Lebensweise" nicht befürworten könne (queer.de berichtete). (cw)



#1 hugo1970Profil
  • 06.06.2015, 12:48hPyrbaum
  • Ich find unnatürlich und ecklig, so eine Regierung mitten in unserer Europäischen Union zu haben.
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#2 David77Anonym
#3 HeinerAnonym
  • 06.06.2015, 13:23h
  • Die Partei Orbans sind ja bekanntermaßen Faschisten, die auch schon die Rede-, Versammlungs-, Kunst- und Pressefreiheit eingeschränkt haben.

    Dass die EU sowas toleriert und nichts dagegen unternimmt, finde ich skandalös!
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#4 hugo1970Profil
#5 RobinAnonym
  • 06.06.2015, 14:20h
  • Wenn ich mir diese Gestalt so ansehe, muss ich sagen: ich finde den auch ganz schön eklig.
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#6 LorenProfil
  • 06.06.2015, 14:35hGreifswald
  • Der Bürgermeister aus der Schwesterpartei von CDU/CSU dürfte sich der stillschweigenden Zustimmung vieler Parteifreunde aus deutschen Landen gewiss sein und befindet sich in der "feinen" Gesellschaft vieler ungarischer Politiker, die nicht nur die Diskriminierung von Lesben und Schwulen, sondern auch die von z.B. Juden und Roma befördern. Eine wirklich "nette" Parteifamilie.
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#7 hugo1970Profil
#8 ______Anonym
#9 Patroklos
  • 06.06.2015, 15:54h
  • Die Fidesz ist eher eine Mischung aus CDU, CSU und AfD mit unverkennbarem NPD-Anstrich!
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#10 RobinAnonym